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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Unternehmen</title>
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		<title>Fantasie &amp; Wissen.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 09:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie Grönemeyers Frage nach dem &#8220;wann ist ein Mann ein Mann&#8221; stellten sich die Ökonomen der vergangenen zwei Jahrhunderte die Frage &#8220;wann ist ein Unternehmer ein Unternehmer&#8221;? „Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt“. „Ohne Unternehmertum, ohne Findigkeit bezüglich der neuen Gelegenheit bleiben Vorteile, die weit in der Zukunft liegen, unter Umständen ungenutzt.“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wie Grönemeyers Frage nach dem &#8220;wann ist ein Mann ein Mann&#8221; stellten sich die Ökonomen der vergangenen zwei Jahrhunderte die Frage &#8220;wann ist ein Unternehmer ein Unternehmer&#8221;?</p>
<p style="text-align: right;">„<em>Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt</em>“.</p>
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;"><em>„Ohne Unternehmertum, ohne Findigkeit bezüglich der neuen Gelegenheit bleiben Vorteile, die weit in der Zukunft liegen, unter Umständen ungenutzt.“</em></p>
<p>behauptet Israel Kirzner in seinem Buch „Wettbewerb und Unternehmertum“. Damit bezieht er eine Gegenposition zu Josef Schumpeters Unternehmer, dessen ökonomische Funktion vor allem darin besteht, Märkte aus einem Gleichgewicht herauszubringen und so die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Kirzners Unternehmer erfüllen eine ganz andere Funktion:</p>
<p style="text-align: right;"><em>„Auch in der wirtschaftlichen Entwicklung ist der Unternehmer als jemand anzusehen, der Gelegenheiten nicht schafft, sondern auf sie reagiert, der Gewinngelegenheiten nicht erzeugt, sondern sie wahrnimmt.“</em></p>
<p>So ist es der Kirzner’sche Unternehmer, der ein gestörtes Gleichgewicht am Markt erkennt, von diesem profitiert und die Balance dadurch wieder herstellt. Per Definition sind in einem solchen Fall das Wissen um Produktionsmethoden, die nötigen Rohstoffe und auch das Kapital verfügbar, um eine gewinnbringende Innovation erfolgen zu lassen. Kurz: Er schafft die Möglichkeiten nicht, er findet sie. Dann – und nur dann – könne der Unternehmer auch zum Bestandteil der neoklassischen Gleichgewichtsökonomik werden. Das ist intuitiv korrekt. Der Unternehmer würde zu einem Katalysator werden, der bestehende Ungleichgewichte auflöst. Ließe man die neoklassische Grundannahme der vollständigen Information fallen, wäre das Modell erst in Verbindung mit den Unternehmer-Akteuren vollständig.</p>
<p>Doch Kirzners Argumentation hat ihre Schwachstellen an entscheidenden Säulen seiner Theorie. Dass sich Gleichgewichtszustände am Markt einstellen, wenn bestehende Möglichkeiten wahrgenommen werden, ist zweifellos richtig. Ob man den, der dies tut, wirklich in den Unternehmerbegriff fassen will, ist eine Frage der Definition und sei an dieser Stelle zunächst offen gelassen. Dass die einzig denkbare Haupttätigkeit der Unternehmer jedoch die Herstellung dieser Gleichgewichte sei, erscheint zu weit hergeholt. „<em>Vorteile, die weit in der Zukunft liegen</em>“ können alle Veränderungen sein, die uns heute unbekannt sind. Die gesamte Unwissenheit der Menschheit als Marktungleichgewicht zu bezeichnen, birgt jedoch das Risiko der Unbeweisbarkeit. Akzeptiert man, dass alles, aus dem Gewinn gezogen werden kann, auch irgendwann verwirklicht wird, so lange es Unternehmer gibt, steht diese Säule der Theorie Kirzners fest. In diesem Fall wäre ein Gleichgewicht theoretisch erreicht. Dagegen steht ein Zitat Albert Einsteins: „<em>Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.</em>“</p>
<p>Gravierender ist also die Alternative: Unterstellt man, dass aus unterschiedlichen Gründen <em>niemals</em> alle Gewinnmöglichkeiten wahrgenommen werden, so ist auch das Erreichen eines ökonomischen Gleichgewichts vollkommen undenkbar. Und würde es tatsächlich erreicht, wie wollte man diesen Zustand beweisen?</p>
<p>Vielleicht liegen Vorteile in der Gegenwart, die niemals genutzt wurden. Ex post ließe sich dann ein Ungleichgewicht feststellen, wo in der Gegenwart niemand ein solches vermutet hätte. Dies führt jedoch zu einem Paradoxon: Eine Erfindung, die technisch und organisatorisch möglich wäre, und die auch einen Absatzmarkt finden würde, auf deren Idee jedoch niemals ein Unternehmer kommt oder deren Umsetzung ein solcher niemals wagt – kann sie ein Ungleichgewicht begründen? Und wenn dies niemals festgestellt wird, wie lässt sich dann ein <em>Gegenbeweis</em> für das Gleichgewicht in Kirzners Modellwelt finden?</p>
<p>Tatsächlich: Ausschließen, dass es einen solchen Gegenbeweis gibt, wird niemals möglich sein. Das Modell des Unternehmers als Katalysator einer Gleichgewichtsökonomie wird damit zum Postulat. Der Unternehmer stellt ein Gleichgewicht her, an das man glauben mag oder auch nicht. Kirzner, der mit seinem Unternehmerbegriff die Modelle der Gleichgewichtsökonomik stützen wollte, bringt sie damit endgültig zum Einsturz.</p>
<p>Auch der Wagemut als wichtige Eigenschaft des Unternehmers wird in Kirzners Modell systematisch unterschätzt. Denn ein Unternehmer, der nur einen Markt zurück in sein Gleichgewicht befördert, geht ein „unternehmerisches“ Wagnis gar nicht erst ein. Wenn auch ein gewisses Risiko in jeder unternehmerischen Aktivität liegen mag, die tiefgehende Unsicherheit einer wahren Neuerung wird ihm nie begegnen. Gerade was die Einführung neue Produkte angeht, ist diese jedoch kaum zu vermeiden.</p>
<p>Zur Lösung dieses Problems könnte man jedoch den Unternehmern jene vollkommene Information unterstellen, die andere Akteure am neoklassischen Markt in der häufig vorgebrachten Kritik nicht haben. Diese Annahme ist jedoch auf der gleichen Basis zu kritisieren wie die ursprüngliche Grundannahme der Neoklassik. Ein Unternehmer mag Wissen haben, über das andere nicht verfügen. Vollständige Informationen sind jedoch nicht denkbar, auch nicht für eine kleine Gruppe von Individuen, nicht einmal für ein einzelnes. Auch Unternehmer sind mit der Unberechenbarkeit, zum Beispiel der Konsumenten, konfrontiert. Wie sollen sie „<em>Vorteile, die weit in der Zukunft liegen</em>“ für sich zu nutzen wissen, wenn schon kurzfristig erzielbare Vorteile zwangsläufig mit Unsicherheit verbunden sind? `</p>
<p>Und selbst wenn man sich auf das Wissen um bestehende Ungleichgewichte beschränken wollte – wer schreibt dem Wissenden vor, zum Handelnden zu werden? Zahlreiche Theoretiker, unter ihnen Schumpeter und Knight, verweisen auf den Mut des Unternehmers, Möglichkeiten wahrzunehmen, als entscheidende Charaktereigenschaft.</p>
<p>Zu unterstellen, Unternehmertum wäre nur eine Reaktion auf bestehende Möglichkeiten, negiert zudem die Fähigkeit des Unternehmers, Wünsche und Bedürfnisse zu schaffen, kurz: Präferenzen zu formen. Dass dies möglich ist, zeigt die Konsumgeschichte. Die Suche nach einem Unternehmer-Begriff, dessen Definition das Besondere des Unternehmertums hervorheben soll, sollte diese Begabung nicht vernachlässigen.</p>
<p>Der Unternehmerbegriff Kirzners greift also in vielerlei Hinsicht zu kurz, teilweise greift er auch daneben. Insbesondere die von zahlreichen Autoren hervorgehobene Schöpfungskraft des Unternehmers scheint bei ihm vollkommen unter zu gehen. Der Unternehmer wird zum Suchenden, zum Reagierenden. Die Ökonomie wird damit zu einer statischen, bestenfalls noch zu einer sanft-gleitend wachsenden. Der Fall sprunghafter Entwicklungen wird auf das Aufdecken immenser ungenutzter Möglichkeiten reduziert, die Fähigkeit des Menschen, tatsächlich <em>Neues</em> zu schaffen, vollständig negiert. Die Unterstellung, jede Innovation wäre dem bestehenden ökonomischen System bereits inhärent gewesen und vom Unternehmer lediglich entdeckt worden, öffnet eine Lücke zwischen tatsächlich verwirklichten Innovationen und all jenen, die niemals zur Durchführung kamen.</p>
<p>Auch hier führt ein Zitat Albert Einsteins vielleicht zu einer Bewertung der unterschiedlichen Unternehmerbegriffe, insbesondere im Streit Kirzner gegen Schumpeter:</p>
<p style="text-align: right;">„<em>Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt</em>“.</p>
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		<title>Jobs Job.</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 09:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast einhundert Jahre alt ist Joseph Schumpeters Idee des Entrepreneurs, des innovativen, gestaltenden Unternehmers, der die Wirtschaft seiner Zeit durch die Durchsetzung neuer Kombinationen entscheidend voranbringt. Schumpeter zeichnet 1911/1926 als „Grundphänomen der wirtschaftlichen Entwicklung“, das Charakterbild eines Unternehmers, dessen außergewöhnliche Eigenschaften und – viel wichtiger – außergewöhnliche Taten ihn erst zu einem solchen machen. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast einhundert Jahre alt ist Joseph Schumpeters Idee des Entrepreneurs, des innovativen, gestaltenden Unternehmers, der die Wirtschaft seiner Zeit durch die Durchsetzung neuer Kombinationen entscheidend voranbringt. Schumpeter zeichnet 1911/1926 als „<em>Grundphänomen der wirtschaftlichen Entwicklung</em>“, das Charakterbild eines Unternehmers, dessen außergewöhnliche Eigenschaften und – viel wichtiger – außergewöhnliche Taten ihn erst zu einem solchen machen. Ein moderner Beleg für die alte Theorie ist Steven Paul Jobs, „Steve Jobs“, einstiger Mitgründer und heutiger CEO der Firma Apple Inc.</p>
<h2><span id="more-743"></span>Der frühe Jobs.</h2>
<p>Nachdem er Mitte der 1970er Jahre zunächst die sogenannte „Blue Box“ vertrieb, mit der umsonst telefoniert werden konnte, gründete er 1976 gemeinsam mit Ronald Wayne und Steve Wozniak die Apple Computer Company. Die ersten Produkte der Firma werden die ersten Computer für Heimanwender sein. 1984 erscheint schließlich der Macintosh, der mit seiner grafischen Benutzeroberfläche als erster wirklich benutzerfreundlicher Heimcomputer gilt. Die Idee hatten die Gründer nicht aus ihrem eigenen Reihen sondern von der Firma Rank Xerox – Apple hatte lediglich die Gelegenheit ergriffen, den privaten Markt als Zielgruppe zu wählen. Schon die Gründungszeit der Firma ist daher ein deutliches Indiz für Jobs unternehmerische Tätigkeit. Schumpeter spricht von der „<em>Herstellung eines neuen, d.h. dem Konsumentenkreise noch nicht vertrauten Gutes oder einer neuen Qualität eines Gutes.</em>“</p>
<h2>Jobs neue Welt.</h2>
<p>Dem wurde Jobs nicht nur in den frühen Jahren Apples gerecht. Er wiederholte seine schöpferische Tätigkeit zum Beispiel 2001 mit dem Musikspieler iPod – den er weder erfunden noch technisch möglich gemacht hatte. Steve Jobs Leistung bestand darin, den Entwicklern seine Unterstützung zuzusagen und das Produkt dem Markt vorzustellen. Tragbare Musikgeräte mit vergleichbarer Speicherkapazität hatte es zu dieser Zeit noch nicht gegeben – es handelte sich um eine völlig neue Qualität des Gutes. Gleiches gilt auch mit Blick auf die Apple-Produkte iMac und iPhone. Vor allem mit iPod, iPhone und der Synchronisations-Software prägte er den Wert der Marke Apple am Markt neu. Das aktuellste Beispiel ist das iPad. Zwar war auch die Idee eines Tablet-Computers nicht neu, das Produkt hatte sich jedoch am Markt nie durchsetzen können. Erst Jobs gelang es, das Gerät am Markt zu etablieren.</p>
<p>Zur Durchsetzung neuer Organisationsstrukturen am Markt kommt Jobs vor allem durch den „App Store“, die Softwareplattform Apples, von der Nutzer verschiedener Apple-Geräte Software herunterladen können. Apple hat sich damit ein Monopol geschaffen: Nur über den App Store kann Software vertrieben werden, diese wird von der Firma kontrolliert – und zensiert, wie häufig kritisiert wird.</p>
<h2>Jobs Weg.</h2>
<p>Jobs Karriere bei Apple verläuft nicht kontinuierlich. Bereits 1985 muss er das Unternehmen verlassen. Es war zu Streitigkeiten mit John Sculley, dem damaligen CEO von Apple Computer gekommen, dieser setzte sich durch. Schumpeters Modell des Unternehmers hätte Jobs dieses Ereignis vielleicht prognostizieren können: <em>„Weiter kann es zu gesellschaftlicher Ablehnung des Betreffenden und schließlich zu physischer Verhinderung seiner Absicht kommen”. </em>Jobs ist von seinem selbstgegründeten Unternehmen getrennt worden. Auch nachdem er 1996 Apple Inc. zurückkehrt begegnen ihm nicht selten Anfeindungen, diesmal von Seiten der Öffentlichkeit. Von Jobs gehen also auch Effekte der<em> Führung</em> aus. Diese beziehen sich jedoch eher auf die Konsumenten als auf die Produzenten anderer Produkte der Computer-Branche. Es gilt als Teil der unternehmerischen Strategie Jobs‘, die Exklusivität der Marke und ihrer Produkte zu erhalten. Vor allem Apples technologische Struktur steht dabei in der Kritik. Die Geräte sind mit fremden Produkten in der Regel nicht oder nur nach komplexer Einstellung kompatibel, sodass zum Beispiel Hardwareproduzenten es schwer haben, für Apple zu produzieren. In Bezug auf Software hat Jobs seine Politik zwar gelockert, aber die jüngsten Streitigkeiten mit dem Adobe-Konzern haben gezeigt, dass Apple selbst einer so verbreiteten Technologie wie dem Flash-Player seine Betriebssysteme nicht öffnen muss, um am Markt konkurrenzfähig zu bleiben.</p>
<p>Effekte der <em>Führung</em> in Verbindung mit Apple-Produkten gibt es auf der Produzentenseite folglich nur sehr selektiv, wobei die Selektionskriterien nicht immer klar sind. Häufig scheint es sich um persönliche Animositäten Jobs‘ zu handeln, an anderer Stelle wieder um ein Kleinhalten potentieller zukünftiger Konkurrenten. In größerem Ausmaß lassen sich Führungseffekte daher in Bezug auf Nachahmer feststellen. Insbesondere das iPhone hat einen Konkurrenz-Markt für vielseitige und benutzerfreundliche Smartphones nach sich gezogen. Auch für das iPad deutet sich derzeit eine ähnliche Entwicklung an. Bemerkenswert ist dies insbesondere deshalb, weil es vorab keinerlei Nachfrage nach einem neuen Tablet-Computer gab. Einige Modelle waren während der 1990er Jahre am Markt sogar gescheitert. Jobs führt also ein Produkt ein, das eigentlich niemand nachfragen sollte – und findet trotzdem Absatz.</p>
<p>Mit dem iPhone, bei welchem auch die Bewegung hin zu immer kleiner werdenden Mobiltelefonen ignoriert und auf ein großes Display gesetzt wird, zeichnet sich auch ein Trend ab, der zu einer größeren Produktivität des gesamten sozioökonomischen Lebens beiträgt: Die Expansion des mobilen Internets. Als in großer Zahl Empfangsgeräte in das Netzwerk einströmten, mussten die Anbieter von Internetplattformen und Netzzugängen reagieren. Die Seiten-Betreiber hatten neue Arbeit in der Umprogrammierung ihrer Seiten und dem zur Verfügung stellen von „Apps“. Die Netzbetreiber hatten einen Anreiz, ihre Infrastruktur möglichst schnell zu mehr Leistungsfähigkeit auszubauen. So regte Steve Jobs mit einem neuen Mobiltelefon eine ganze Industrie zu neuem Wachstum an. Walt Rostow würde hier von einem Führungssektorkomplex sprechen und tatsächlich geht dieses Konzept auf die Ideen Schumpeters zurück.</p>
<h2>Jobs Einfachheit.</h2>
<p>Ein weiterer Aspekt ist die Einfachheit in der Bedienung. Jobs legt alle Apple-Produkte auf Unkompliziertheit aus – und dies, obwohl Apple-Computer bis vor wenigen Jahren meist geschäftlich genutzt wurden. Als Apple seinen Marktanteil vergrößern konnte und sich durch die Verfügbarkeit neuer, mit anderen Produkten kompatibler Software Netzwerkeffekte einstellen, müssen auch andere Anbieter reagieren und die Bedienbarkeit ihrer Programme vereinfachen. Diese hatten zuvor eher komplexere Systeme geschaffen. Hier folgte Apple als einziger Anbieter einer Nachfrage der Konsumenten.</p>
<p>Jobs verliert in der Zeit zwischen seiner Apple-Tätigkeit jedoch nicht seine Eigenschaft als Schumpeter’scher Entrepreneur. Er gründet die Computerfirma NeXT, die später die Basis für das Apple Betriebssystem OS X liefern wird. Außerdem kauft Jobs eine GrafikAbteilung von George Lucas‘ Lucasfilm Graphics Groups und gründet die Pixar Animation Studios. Zunächst werden nur Kurzfilme, zum Beispiel zu Werbezwecken, produziert. 1995 erscheint in Zusammenarbeit mit Disney die „Toy Story“, der erste vollständige Animationsfilm. Und Steve Jobs, der wohl schon vier Jahre nach der Gründung von Apple Computer Millionär geworden war, wird zum Milliardär. So scheint auch dieser Satz Schumpeters charakteristisch für einen Mann zu sein, den er niemals kennengelernt hatte: <em>„Er schafft rastlos, weil er nicht anders kann, er lebt nicht dazu, um sich des Erworbenen genießend zu erfreuen.“ </em></p>
<h2><em>Jobs Wille.<br />
</em></h2>
<p>Es mag zu weit gehen, Steve Jobs zu unterstellen, er wolle weder reich werden noch sich an seinem Reichtum erfreuen. Doch tatsächlich hat er sich seit seiner Rückkehr zu Apple jeweils nur einen US-Dollar Lohn pro Jahr zahlen lassen. Dafür bekam er, der wie erwähnt längst Milliardär ist, allerdings Aktienoptionen und ein Flugzeug von seinem Unternehmen – und natürlich Spesenerstattungen.</p>
<p>Steve Jobs Charakterzüge ohne gezielte Befragung feststellen zu wollen gestaltet sich schwierig. Dennoch können auf der Basis von Schumpeters Modell des Entrepreneurs einige Annahmen über die tieferen Beweggründe seines Handelns getroffen werden:</p>
<p><em>„Da ist zunächst der Traum und der Wille, ein privates Reich zu gründen”. </em>Eben dieses ist Steve Jobs gelungen. Als CEO von Apple ist er in der Lage, strategische Entscheidungen für das Unternehmen annähernd allein zu treffen. Nachdem ihm „sein Reich“ 1985 zwischenzeitlich abhanden gekommen war, gründete er mit NeXT und Pixar direkt zwei neue und führte sie zu ähnlichem Erfolg. Nachdem er Apple wieder übernommen hatte, gilt der Konzern als fixiert auf seine Person – so sehr, dass der Markenname Apple mit 11 Milliarden U.S.-Dollar im Vergleich zu anderen Marken wenig wert ist.</p>
<p><em>„Da ist sodann der Siegerwille. Kämpfenwollen einerseits, Erfolghabenwollen des Erfolges als solchen wegen andrerseits.“ </em>Steve Jobs hat gesiegt. Spätestens 1996, als Apple Inc. ihn in das von der gewaltigen Konkurrenz am Markt stark geschwächte Unternehmen zurückholte und ihm zunächst beratende, dann die leitende Tätigkeit gab. Und dann war es gerade die letzte von Schumpeters zentralen Eigenschaften des Unternehmers, der Apple wieder attraktiv machte: <em>„Freude am Gestalten endlich ist eine dritte solche Motivfamilie“. </em>Das Design machte die Produkte des Konzerns zu Trendobjekten. So steht beim Kauf nicht nur die Funktionalität im Vordergrund, sondern auch die Gestaltung des Artikels und die Attraktivität der Marke.</p>
<p>Schumpeter fordert von seinem Unternehmertypus jedoch viel. Nur die tatsächliche unternehmerische Aktivität zählt, um ein solcher zu sein, <em>„weshalb der den Charakter verliert, wenn er die geschaffene Unternehmung dann kreislaufmäßig weiterbetreibt“. </em>Diesen Charakter hat Jobs bis heute wohl niemals verloren. Eine dauerhafte Untätigkeit, ein Verharren in der funktionierenden Produktlinie lässt sich nicht feststellen.</p>
<p>So scheint es gerade einer wie Steve Jobs zu sein, von dem Joseph Schumpeter zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts gesprochen hatte. Die Bewertung dieser Tätigkeit gestaltet sich jedoch schwierig. Gerade die quasi-monopolistischen Bestrebungen des Unternehmens sind mit Blick auf die Gesamtwirtschaft durchaus kritisch zu sehen, ebenso wie es die totale Fokussierung des Unternehmens auf die Figur Steve Jobs ist. So leicht wird es keinem anderen Entrepreneur gelingen, später einmal an Jobs Stelle zu treten.</p>
<h2>Literatur:</h2>
<p>Schumpeter, Joseph A., <em>Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung. Eine Untersuchung über Unternehmergewinn, Kapital, Kredit, Zins und den Konjunkturzyklus</em>, Zweite Aufl. Berlin 1926, S. 99-139.</p>
<p>Observer.guardian.co.uk: „<a title="Observer" href="http://www.guardian.co.uk/media/2006/jan/29/citynews.apple" target="_blank"><em>The non-stop revolutionary</em></a>“ vom 29. Januar 2006.</p>
<p>Welt.de: „<a title="WELT.de" href="http://www.welt.de/print-wams/article140717/Der_Mann_der_die_Welt_neu_erfand.html" target="_blank"><em>Der Mann, der die Welt neu erfand</em></a>“ vom 9. April 2006.</p>
<p>Capital.de: „<a title="Capital.de" href="http://www.capital.de/unternehmen/100008049.html" target="_blank"><em>His Steveness</em></a>“ vom 26. Oktober 2007.</p>
<p>Welt.de: „<a title="WELT.de" href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article2419788/Steve-Jobs-Superheld-der-Generation-iPod.html" target="_blank"><em>Steve Jobs – Superheld der Generation iPod</em></a>“ vom 9. September 2008.</p>
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		<title>Ausgesperrt.</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 17:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen weiteren Nachfolger der Spielekonsole xbox von Microsoft wird es nicht geben. Woher ich das weiß? Keine Magie, simpelste Beobachtung. Die allergeilste Konsole war die xbox ja noch nie. Jetzt haben sich die Redmonder noch dazu entschieden, in ihrem Internetportal all jene Zocker, die ihr Gerät zum Abspielen kopierter Spiele manipuliert haben, auszusperren. Also wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen weiteren Nachfolger der Spielekonsole xbox von Microsoft wird es nicht geben. Woher ich das weiß?</p>
<p><span id="more-619"></span>Keine Magie, simpelste Beobachtung. Die allergeilste Konsole war die xbox ja noch nie. Jetzt haben sich die Redmonder noch dazu entschieden, in ihrem Internetportal all jene Zocker, die ihr Gerät zum Abspielen kopierter Spiele manipuliert haben, auszusperren.</p>
<p>Also wer wollte sich so ein Ding jetzt noch kaufen? Viel Spaß damit.</p>
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		<title>Quo vadis, populi potentia?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/quo-vadis-populi-potentia-kommunismus-demokratie.html</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 22:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer für alle &#8211; alle für einen? Aber nicht doch. Lieber alle für alles, statt einer für ein bisschen was. Wo möchte das deutsche Volk hin, mit seiner Demokratie? Klingt sinnfrei? Finde ich auch. Trotzdem wird in der modernen Gesellschaft der Ruf nach etwas, das die moderne Welt eigentlich längst hinter sich gelassen hatte, immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer für alle &#8211; alle für einen? Aber nicht doch. Lieber alle für alles, statt einer für ein bisschen was. Wo möchte das deutsche Volk hin, mit seiner Demokratie? Klingt sinnfrei? Finde ich auch. Trotzdem wird in der modernen Gesellschaft der Ruf nach etwas, das die moderne Welt eigentlich längst hinter sich gelassen hatte, immer lauter. Und so stieß der französische Staatspräsident mit seinem Vorstoß, bestimmte Unternehmen teilweise verstaatlichen zu wollen, nicht auf die tauben Ohren, die man hätte erwarten sollen.</p>
<p><span id="more-258"></span></p>
<p>Wer statt mit tauben Ohren mit einer Welle der Entrüstung gerechnet hatte, irrt ebenfalls. Eigentlich finden die Deutschen die Idee nämlich gar nicht mal so blöd. So wünschen sich schon über die Hälfte der in einer <a title="Stern.de" href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:%0A%09%09stern-Umfrage%0A%09%09%09-Deutsche-Verstaatlichung/643741.html" target="_blank">Stern</a>-Umfrage befragten Bürger staatliche Beteiligungen in der Energiewirtschaft, bei Banken und Versicherungen, Fluggesellschaften, der Bahn und der Post. Dabei geht es gar nicht primär um finanziellen Beistand für unsere liebe Wirtschaft &#8211; was Deutschland sich wünscht, ist Kontrolle. Regulierung. Nicht über Gesetze, denn die werden gebrochen. An der Wurzel soll das Problem gepackt werden. Gestern waren die Politiker noch die bösen Korrupten, heute sollen sie dem Übel des Tages zu Leibe rücken: Wirtschaft, so böse, dass die Politik glatt wieder liebenswert erscheint.</p>
<p>Das der Neoliberalismus mit seiner sozialen Marktwirtschaft wahnsinnig uncool geworden ist, ist gar nichts Neues mehr. Das unsere liebe Gesellschaft deswegen aber direkt zur Sozialisierung schreiten will, mutet ein ganz klein wenig extrem an.</p>
<p>Denn wie nannte man die Sache mit der flächendeckenden Verstaatlichung doch gleich?</p>
<p>Achso ja. <em>Kommunismus</em>.</p>
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		<title>Was nun, Frau Merkel?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 21:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Finanzmarktkrise, Bankenkrise. Gerade noch rechtzeitig, ohne Krise wäre das anschließende Weihnachtsgeschäft doch nur halb so schön. Irgendwie beunruhigend bleibt die Angelegenheit, auch wenn es wieder mal nur ums Geld geht. Mama-Staat greift ein und die wunderschöne ausgeglichener-Haushalt-Blase zerplatzt, lange vor ihrer Zeit. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und Moderatorin Bettina Schausten haben mal nachgefragt, was das nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finanzmarktkrise, Bankenkrise. Gerade noch rechtzeitig, ohne Krise wäre das anschließende Weihnachtsgeschäft doch nur halb so schön. Irgendwie beunruhigend bleibt die Angelegenheit, auch wenn es wieder mal nur ums Geld geht.</p>
<p>Mama-Staat greift ein und die wunderschöne ausgeglichener-Haushalt-Blase zerplatzt, lange vor ihrer Zeit. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und Moderatorin Bettina Schausten haben mal nachgefragt, was das nun eigentlich soll.</p>
<p><span id="more-175"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/wlerrJQxp88&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/wlerrJQxp88&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Kleine Sprünge oder große Hüpfer?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 20:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten. Die Stufen Im Schnitt verdienen Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut.  Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten.</p>
<p><span id="more-18"></span></p>
<h2>Die Stufen</h2>
<p>Im Schnitt verdienen Menschen mit Berufsausbildung etwa 20% (es handelt sich um Durchschnittswerte) mehr als solche ohne. Ob es sich dabei um Arbeitnehmer oder um Personen allgemein geht bleibt uns der <a title="F.A.Z. Artikel vom 3. Juli 2008 " href="http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E9F4EEDFB233A4922999E25153688C7EE~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.-Artikel</a> leider schuldig, aber schon rein intuitiv wird klar, dass der Unterschied doch durchaus etwas größer sein könnte.</p>
<p>Menschen mit einer höheren beruflichen Ausbildung haben ein zwischen 35% und 41% höheres Gehalt als Menschen ohne jede Ausbildung, zumindest in Relation zu den Ausgebildeten leuchtet das schon ein.</p>
<p>Akademiker resp. Personen mit Hochschulabschluss bekommen etwa 63-67% mehr. Während Berufsausbildungen für gewöhnlich mit Gehaltszahlungen einhergehen, handelt es sich hier jedoch um die Gruppe, mit den höchsten Bildungsausgaben, zunächst mal ein reines Verlustgeschäft. Insbesondere die neuen Bachelorstudenten hören heute bereits zu Anfang des Studiums, dass die Studiengänge nicht darauf ausgerichtet sind, Nebenjobs zu ermöglichen.</p>
<h2>Mehr Bildung&#8230;</h2>
<p>Der Bologna-Prozess (oder auch &#8220;Bologna-Scheisse&#8221;, wie ein ehemaliger Dozent von mir es nannte) brachte uns nun noch mehr Abstufungen. Zum Diplom (eigentlich 4,5 Jahre, gerne mehr) kommt der darunter angesiedelte Bachelor (idR 3 Jahre) und der darüber liegende Master-Abschluss (5 Jahre). Während Diplomanden den Bachelor gerne vom Grundsatz her kritisieren und Bachelorstudenten sich über die anders geartete Arbeitseinstellung wundern scheint den Arbeitgebern im Großen und Ganzen ziemlich egal zu sein, was die Studierendenschaft so treibt.</p>
<h2>&#8230;gleiches Gehalt?</h2>
<p>Der <a title="Spiegel Artikel vom 20. Dezember 2005 " href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,391357,00.html" target="_self">Spiegel</a> sah das 2005 noch etwas optimistischer, die damaligen Master-Studenten kamen jedoch auch zumeist aus dem Ausland, hatten also ein Diplom <strong>und </strong>einen Masterabschluss. Die Spanne von Bachelor bis zum Master lag damals bei 7.000€. Die <a title="F.A.Z. Artikel vom 7. Mai 2008 " href="http://berufundchance.fazjob.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E5D79959D0C934906ADB6336857B53D0D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.</a> setzt die aktuelle Differenz der Gehälter von Bachelor- und Masterabsolventen auf ca 2.000€ fest &#8211; aufs Jahr gerechnet.</p>
<h2>&#8230;oder mehr Ausgaben?</h2>
<p>Ein Ausweg mag durchaus wieder im Auslandsmaster liegen. Im Gegensatz zum günstigen deutschen Studiengebührensystem ist man da jedoch in den beliebten Ländern mit 1.600€ (zum Beispiel Holland) noch gut dabei &#8211; in den noch beliebteren Ländern (Beispiel Großbritannien) geht es an einigen Universitäten bei 12.000€ (University of Leeds, 1-Jähriges Masterstudienprogramm) los. Spätestens da meldet sich dann die Armutsdebatte, denn <strong>das </strong>ist beim besten Willen für sozial-schwache Familien vollkommen undenkbar.</p>
<h2>Wasn nun?</h2>
<p>Wer eine Laufbahn in der freien Wirtschaft anstrebt wird mit einem Bachelor immer gut beraten sein. Ist ein Master gewünscht kann dieser auch nach dem Berufstieg gemacht werden, zeitliche Beschränkungen gibt es in der Regel nicht.</p>
<p>Für wissenschaftliche Laufbahnen führt am Master kein Weg vorbei, aber wer das anstrebt darf auch eigentlich keinen Gedanken an sein Gehalt verschwenden.</p>
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		<title>Kulturschock 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 09:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 und Nachwuchs 2.0.x. Und dann halt noch das jeweilige <em>Zweinull</em> des Tages&#8230;</p>
<p>Und wenn alles sich sooo stark verändert &#8211; und bei laufender Notation kann man das jetzt  ja wunderbar verfolgen &#8211; darf eines aber auf gar keinen Fall fehlen: Eine ganz neue B<em>usiness Culture</em> mit dem dazu gehörigem <em>Managementconcept</em>. Da möchte man bei der Aufforderung Stirb Langsam 4.0 am liebsten sagen: &#8220;Ist gut, and thanks for all the fish&#8221;&#8230;</p>
<p><span id="more-10"></span></p>
<h2>Der Arbeitnehmer 2.0</h2>
<p>Wie ihn die F.A.Z. sich vorstellt: Tattoos, Piercings und Freizeitkleidung. Da ist ja nun grundsätzlich nichts gegen einzuwenden, ich bin immer für eine freie Gestaltung des Körpers. Aber muss ich jetzt, um im <a title="Talentkrieg 2.0: Neue Generation der klugen Köpfe" href="http://www.faz.net/s/RubF43C315CBC87496AB9894372D014B9BD/Doc~ED6D8568ECE6E452682C308FC37D9C56D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Talentkrieg 2.0</a> mitmischen zu dürfen anfangen, World of Warcraft zu spielen weil man in der Leitung einer Level-60 Gilde (wtf?) Führungsqualitäten erlernt? Die F.A.Z. sagt ja:</p>
<blockquote><p>Er kann bis zu mehreren hundert Avataren anführen. Diese muss er rekrutieren, motivieren, evaluieren und eventuell entlassen. Er muss Einsatzpläne erarbeiten, Schulungsprogramme entwickeln, Strategien entwickeln, Meinungsverschiedenheiten schlichten u.s.w. Das alles ohne direkten Personenkontakt, Zeit- und geografische Grenzen und in einer global verständlichen Sprache.</p></blockquote>
<p>Das klingt ja wirklich alles ganz toll. Ich dachte zwar, das lernt man in Universität und Ausbildung auch, aber wenn es sich auch nebenbei erledigen lässt &#8211; gekauft. Und wie erkläre ich meinen (hypothetischen, tut mir leid, wenn ich hier Irritationen ausgelöst habe) Kindern jetzt, dass sie verdammtnochmal ihre Vokabeln und Formeln lernen sollen und nicht den ganzen Tag nur zocken..? Und was mache ich mit meinem Unternehmen, wenn die Führungsriege mit großen Augen auf den Bericht des Wirtschaftsprüfers starrt und sich von hinten links ein kleinlautes &#8220;Rofl? Imba&#8230;&#8221; <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' />  meldet?</p>
<h2>Das Unternehmen 2.0</h2>
<p>Auch nur noch Opfer des Nachwuchses? Mit Anforderungen einer jungen Elite die sich mit Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen kann man sich ja grundsätzlich sehr gut identifizieren. Aber muss ich als <em>Young Professional</em> (um direkt noch mal ein cooles Wort einzustreuen) wirklich schon nach zwei Jahren mein erstes Sabbatjahr (ups &#8211; das heisst jetzt Sabbatical) einfordern? Die Qualität von Teamarbeit soll hier gar nicht in Frage gestellt sein, aber sollte ein multinationaler Konzern wirklich Menschen einstellen, die die Hierarchie nicht akzeptieren &#8211; weil das heute halt so ist?</p>
<h2>Die Erziehung 2.0</h2>
<p>Irgendwie kann die Anschaffung von Computer und Joystick (meine Güte, benutzt man die Dinger denn überhaupt noch..?) wohl noch nicht alles gewesen sein. Immerhin werden Anreize zur Auseinandersetzung mit dem gar-nicht-mehr-neuen Medium Internet geschaffen.</p>
<p>Und wenn wir schon bei Social SkillZ waren: Ob das, was in diesem Moment mit einem guten Anteil des zockenden Nachwuchses passiert wirklich zu besseren Führungskräften führt sei mal dahingestellt. Die Beobachtungen von Desozialisierung und Jugendlichen, die nachts im TeamSpeak und tagsüber mit niemandem sprechen scheinen mir persönlich jedenfalls weniger weit hergeholt. Die bloße Bedeutung des Akronyms <em>RL</em> zu kennen ist vielleicht doch noch nicht die Antwort.</p>
<p>Natürlich sind Computer- und Internetkenntnisse essentiell. Das die Koordination vieler -Menschen- (ja genau, die sind da auch beteiligt) über das Internet auch erst geübt werden will &#8211; kein Zweifel. Funktioniert das in der Praxis? Na klar! Nur halt nicht besonders oft. Und das es nun ausgerechnet jene junge Elite sein soll, die sich im Studium die Zeit mit Online-Spielen vertrieben hat und nun ganz oben auf den <em>Headhunt</em>-Listen (ja, heute hau ich mal voll rein) steht passt für mich auch nicht so richtig ins Bild. Die nicht Top-off Elite wird sich wohl eher ein Unternehmen suchen, in welchem es berufliche Zukunftschancen hat. Freie Auswahl bietet der aktuelle Arbeitsmarkt dann leider doch noch nicht.</p>
<p>In diesem Sinne empfehle ich dem Senior Staff, sich mal den Film <a title="Idiocray in der IMDB" href="http://www.imdb.com/title/tt0387808/" target="_blank">Idiocray</a> zu Gemüte zu führen und den Eltern, die lieben Kleinen doch ab und an zur Schule zu schicken &#8211; is anstrengend, ich weiss.</p>
<p><a title=".Imba." href="http://www.dasinternetabschalten.de" target="_blank">http://www.dasinternetabschalten.de</a></p>
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