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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Steuern</title>
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		<title>Warren G. Harding. Ein Zitat.</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 09:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[I can&#8217;t make a damn thing out of this tax problem. I listen to one side and they seem right, and then &#8211; God! &#8211; I talk to the other side and they seem to be right. Warren G. Harding, 29. Präsident der Vereinigten Staaten, 1922 I totally hear ya, man. Und ja, in meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>I can&#8217;t make a damn thing out of this tax problem.</p>
<p>I listen to one side and they seem right, and then &#8211; God! &#8211; I talk to the other side and they seem to be right.</p></blockquote>
<p>Warren G. Harding, 29. Präsident der Vereinigten Staaten, 1922</p>
<p><span id="more-759"></span>I totally hear ya, man.</p>
<p>Und ja, in meiner aktuellen Seminararbeit gehts um Besteuerung <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Finanzmarkttransaktionssteuer &#8211; irrational?</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für ein Wortungetüm, fies. Finanzmarkttransaktionssteuer. Aber Europa nähert sich, seit heute sind Leerverkäufe untersagt, berichtet die Süddeutsche. Was für Dinger? Das ist jetzt erst einmal egal. Sie machen Spaß und bringen viel Geld, wenn man sich denn traut. Und wenn man halt Glück hat. Viel wichtiger ist jedoch das Signal  dieses Schrittes: We are [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein Wortungetüm, fies. <em>Finanzmarkttransaktionssteuer</em>. Aber Europa nähert sich, seit heute sind <a title="sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/finanzen/378/511484/text/" target="_blank">Leerverkäufe</a> untersagt, berichtet die Süddeutsche. <em>Was für Dinger?</em> Das ist jetzt erst einmal egal. Sie machen Spaß und bringen viel Geld, wenn man sich denn traut. Und wenn man halt Glück hat. Viel wichtiger ist jedoch das Signal  dieses Schrittes:<em> We are not afraid</em>.</p>
<p><span id="more-708"></span>Angst haben darf die deutsche Regierung nicht, wenn sie auch eine Finanzmarkttransaktionssteuer (man<em>oh</em>man) tatsächlich einführen will. Selbst alle europäischen Regierungen gemeinsam, müssten mit blindem Mut zustimmen, sollte es ein solches Gesetz tatsächlich bald geben. Tatsächlich funktionieren tut dies nämlich nur, wenn alle mitmachen. Sollst sucht sich das Geld, man denke an Wasser, einfach einen anderen Markt und Europa guckt mit seiner schönen Steuer in die Röhre. Situation schlimmer als vorher &#8211; viel schlimmer.</p>
<p>Aber wie bringt man jetzt alle Markt-beherbergenden Länder der ganzen weiten Welt dazu, glaubhaft darzulegen, dass sie auch eine derartige Steuer einführen werden? Und wie kriegt man sie eigentlich dazu, dies selber zu wollen? Erschwerend hinzu kommt schließlich, dass der freie Finanzmarkt mit seinen modernen Produkten als Schmiermittel der Weltwirtschaft gilt und die Entwicklung der vergangenen 150 Jahre ohne sie wohl niemals denkbar gewesen wäre. Nicht in dieser Intensität.</p>
<p>Europa soll vorangehen, eigentlich sogar nur Deutschland, aber wäre man nicht unglaublich dämlich, dies zu tun? <em>Defection is rational</em>, wer defekt spielt, gewinnt Milliarden.</p>
<p>Es ließen sich vielleicht Krisen vermeiden, wenn alle mitspielen &#8211; okay, doofes Wort &#8211; mit<em>ziehen</em> würden. Noch dazu lässt sich schon mit einem einfachen Gedankenspiel konstruieren, warum freie Märkte nicht mehr zur Wohlfahrtsmaximierung führen. Die kollektive Handlung wäre also zum positiven Nutzen aller, fein. Aber ohne diesen einsamen Schritt nach vorn &#8211; direkt über die Klippe des Problemb<em><span style="text-decoration: line-through;">ä</span></em>erges &#8211; wird es eine solche Steuer niemals geben. Und eigentlich sollte ihn auch kein verantwortungsbewusster Politiker tun.</p>
<p>Lösung des Problems? Irrationales Handeln, zum Schaden des Volkes und der Volkswirtschaft. Und hoffen, dass alle mitspielen. Dann mal munter voran, Kameraden.</p>
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		<title>Auf Wachstum setzen.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 19:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wachstum muss sein. Das wissen wir. Wachstum muss allein schon deshalb sein, weil wir sonst unser eigenes Rentensystem vergessen können. Jetzt muss Wachstum aber auch sein, weil die Bundesregierung sonst unsere Staatsausgaben nicht mehr mit Steuereinnahmen gegenfinanzieren kann. Schon gar nicht, weil Staatsausgaben  steigen und Steuereinahmen gesenkt werden sollen. Klingt nach Schulden? Ja. Es sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wachstum muss sein. Das wissen wir. Wachstum muss allein schon deshalb sein, weil wir sonst unser eigenes Rentensystem vergessen können. Jetzt muss Wachstum aber auch sein, weil die Bundesregierung sonst unsere Staatsausgaben nicht mehr mit Steuereinnahmen gegenfinanzieren kann. Schon gar nicht, weil Staatsausgaben  steigen und Steuereinahmen gesenkt werden sollen. Klingt nach Schulden? Ja. Es sei denn, wir haben ordentlich Wirtschaftswachstum und geben alle so viel Geld aus, dass so praktische Institutionen wie die Umsatzsteuer und so dem Staat ganz viel Geld bringen.</p>
<p>Das mach ich dann ab jetzt auch so.<span id="more-613"></span>Ich geh mir morgen erstmal die Stiefel kaufen, die im Carré heute so laut meinen Namen gerufen haben. Das läuft dann zwar erst einmal auf rote Zahlen hinaus, aber ich setze einfach auf Wirtschaftswachstum. Dann übersteigen vielleicht bald die Kapitalanlagezinsen die Kreditzinsen.</p>
<p>Man könnte auch direkt auf Inflation hoffen, hat in etwa die gleiche Wirkung.</p>
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		<title>Which is the right answer in theory? Which in practice?</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 12:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis</em></p>
<p>Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der Produzenten, argumentieren andere Ökonomen. Im Extremfall können so Arbeitsplätze vernichtet und das Volkseinkommen verringert werden, beweisen Studien. Auf der anderen Seite kann bei höheren Stundenlöhnen auch die Wahl zwischen Freizeit und Arbeit beeinflusst werden – ebenfalls in beide Richtungen. Doch staatliche Markteingriffe unterliegen nicht nur den Gesetzen der ökonomischen Theorie, auch die praktische Umsetzung birgt ihre Probleme.</p>
<h2><span id="more-509"></span>Die Diktatur der Ökonomie</h2>
<p>Politische Programme unter den kritischen Augen der Öffentlichkeit festzusetzen, ist schwierig genug. Gegenläufige Interessen und unterschiedliche Meinungen über die Wirkungen dieser Programme erschweren die Suche nach einer optimalen und gleichzeitig durchsetzbaren Handlungsstrategie zusätzlich. Da eine „Diktatur der Ökonomie“ nicht denkbar ist, könnte die Allgemeinbildung der Wähler einen Ansatzpunkt bieten, den Staat zu ökonomischem Handeln zu zwingen.<br />
Intelligente Staatsbürger sollten ihre Volkswirtschaft verstehen. Sie sollten die Entscheidungen der gewählten Volksvertreter verstehen und kritisch beurteilen können. Im Idealfall wären sie sogar in der Lage, Auswirkungen selbst einschätzen zu können. Diese Anforderungen stellt Paul A. Samuelson im Vorwort seiner „Economics. An Introductory Analysis“ an die Allgemeinbildung und an die Lehrmaterialien, also die Lehrbücher der Volkswirtschaftslehre. Doch die immer komplexer werdenden ökonomischen Methoden wirken sich nicht nur auf das Verständnis der Bürger aus. Schon kleine Abweichungen können zu gegenläufigen Ergebnissen führen. Und während die moderne ökonomische Forschung über die Grenzen ihrer Modellwelten hinaus blickt, kann sie in der realen Welt eine der wichtigsten Eigenschaften der Modelle nicht mehr wiederfinden: Die Eindeutigkeit der Ergebnisse. Das Beispiel der Mindestlöhne zeigt nicht nur, dass die Ökonomie selbst nicht immer den Weg zu wirtschaftlichem Erfolg kennt. Es macht auch deutlich, dass es manchmal den optimalen Weg überhaupt nicht gibt.</p>
<h2>Schöne theoretische Welt</h2>
<p>In theoretischen Modellen ist die Festsetzung von Arbeitslöhnen an einem vollkommenen Arbeitsmarkt einfach: Es gibt eine Zahl von Arbeitern, die ihre Arbeitskraft anbieten können. Außerdem gibt es die Arbeitgeber, die diese Arbeitskraft nachfragen. Beide Gruppen verfügen über die gleiche Verhandlungsmacht und über vollständige Informationen. Übersteigt das Arbeitsangebot die Nachfrage, können die Arbeitgeber den Lohn senken. In der Folge werden einige der Arbeiter ihre Arbeitskraft vom Markt nehmen, weil sie für den gebotenen Lohn nicht arbeiten wollen, der Nutzen von „Freizeit“ ist größer als der Nutzen des Arbeitslohnes. Das Arbeitsangebot fällt und es entsteht ein Gleichgewicht aus Arbeitsangebot und –nachfrage. Gibt es hingegen weniger Arbeitnehmer als Arbeitsplätze, müssen die Unternehmen als Nachfrager um die Arbeitnehmer konkurrieren, in dem sie höhere Löhne bieten. Da Arbeitskraft jedoch vor allem ein Produktionsfaktor ist, wird in der Folge die Güterherstellung für die Unternehmer teurer. Einige Unternehmer werden daher für die Güterproduktion mehr ausgeben müssen, als sie im Absatz erzielen können. Sie scheiden aus dem Markt aus oder ziehen sich freiwillig zurück – die Arbeitskraftnachfrage fällt und es entsteht erneut ein Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt.<br />
In Deutschland ist das Arbeitsangebot derzeit größer als die Nachfrage. Die Arbeitgeber haben somit keinen Anreiz, die Löhne zu erhöhen. Stattdessen sind die Einkommen so tief gesunken, dass sie als Lebensunterhalt nicht mehr ausreichen. Selbst wenn man annimmt, dass der Markt immer noch vollkommen ist, weil sich Verhandlungsmacht von Gewerkschaften und Unternehmern ausgleichen, ein Gleichgewicht entsteht am Arbeitsmarkt dennoch nicht, da außerhalb der Modellwelt das Arbeitseinkommen nicht durch den Genuss von Freizeit kompensiert werden kann. Selbst bei sehr niedrigem Lohnsatz wird das Arbeitsangebot daher nicht unter ein bestimmtes Niveau sinken.</p>
<h2>Markteingriff</h2>
<p>Hauptkritikpunkt ist die so entstehende Ungleichheit zwischen den verschiedenen Lohnempfängern. An dieser Stelle soll der Staat nun einspringen. Einerseits durch Umverteilung von Arbeitenden zu Erwerbslosen durch die Sozialhilfe. Andererseits durch Umverteilung von höheren Einkommen zu niedrigeren Einkommen durch staatliche Lohnaufstockung, sowie von Kapitaleinkommen zu niedrigen Einkommen durch die gesetzliche Festlegung von Mindestlöhnen.<br />
Nach Keynes‘ Theorie einer fallenden Konsumquote hätte die Umverteilung einen positiven Effekt auf die Güternachfrage, weil Menschen mit geringerem Einkommen einen größeren Teil dieser verkonsumieren und dem Wirtschaftskreislauf weniger Geld zu Spekulationszwecken entziehen. Da so die Gewinnmöglichkeiten der Unternehmer steigen, hätte die Umverteilung sogar einen positiven Effekt auf die Arbeitsnachfrage. Wenn die Güterpreise dabei konstant blieben, könnten mehr und andere Güter konsumiert werden, das Volkseinkommen würde also steigen. Die Theorie hat jedoch einen entscheidenden blinden Fleck gegenüber der realen Welt. Paul Samuelson brachte das Problem auf den Punkt:</p>
<h2>Other things will not remain equal.</h2>
<p>Ein Ansteigen der <em>Sozialhilfe</em>, finanziert durch die Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkommen, würde einerseits zu steigenden absoluten Konsumausgaben führen. Es würde aber auch Arbeit gegenüber der Freizeit unattraktiver machen. Das Arbeitsangebot ginge also zurück und die Arbeitgeber wären zur Zahlung höherer Löhne gezwungen, was wiederrum die Arbeitsnachfrage negativ beeinflussen würde und über die produzierte Gütermenge auch zu einer Verringerung des Volkseinkommens führen würde. Mehr Gleichheit bei den Einkünften ginge also zu Lasten der gesamtwirtschaftlichen Effizienz.<br />
Gesetzliche <em>Mindestlöhne</em>, die die Unternehmen dazu zwingen, höhere Gehälter zu zahlen, würden die Arbeitsnachfrage negativ beeinflussen und das Angebot positiv. Ein Marktgleichgewicht durch Preisanpassung wäre nicht mehr möglich. Jene Arbeitnehmer, die einen Arbeitsplatz ergattern konnten, haben in der Folge höhere Einkommen. Es werden jedoch weniger sein als vorher. Die Ungleichheit würde also nicht fallen, sondern tendenziell sogar steigen. Als zweifelhafte Lösung bietet sich hier die Schwarzarbeit an. Wie sich ohne Mindestlohn Arbeitskräfte finden, die für einen geringen Stundenlohn arbeiten, werden sich diese auch nach der Gesetzesänderung finden.<br />
Ein zweites Problem entsteht durch die Güterpreise. Unternehmen haben nicht nur die Möglichkeit, ihre Tätigkeit einzustellen oder ins Ausland zu verlagern, wenn ihre Faktorpreise steigen. Sie können die Erhöhung der Produktionskosten auch an die Konsumenten weitergeben. Dies gilt ins¬besondere, wenn konkurrierende Unternehmer sich bereits aus dem Markt zurückgezogen haben und das Güterangebot unter die Güternachfrage gesunken ist. An dieser Stelle kann im Extremfall eine Erhöhung des generellen Preisniveaus eintreten, also Inflation. Geringqualifizierten Arbeitnehmern droht also nicht nur ein verringertes Einkommen durch den Jobverlust, sondern auch noch höhere nominale Lebenshaltungskosten.<br />
Staatliche <em>Lohnaufstockung</em>, finanziert ebenfalls über die Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkünften, hätte auf die Freizeitpräferenz der Arbeitnehmer nur einen geringen Einfluss. Die höheren Löhne würden stattdessen das Arbeitsangebot positiv beeinflussen. Dadurch hätten die Arbeitgeber jedoch einen Anreiz, die Löhne zu senken. Da die Einkommen durch die staatliche Aufstockung faktisch nicht absinken können, könnte der Produktionsfaktor „Arbeit“ aus Unternehmerischer Perspektive auf diese Art sehr billig werden. Deutschland wäre damit für Unternehmer attraktiver und es würden mehr Güter im Inland produziert werden. Gleichzeitig würden die absoluten Konsumausgaben steigen. Beides hätte positive Effekte auf das Volkseinkommen. Die ständig sinkenden Löhne würden den Staat in der Praxis jedoch sehr schnell vor das Problem der Finanzierbarkeit stellen. Staat und Arbeitgeber müssten also ihren jeweiligen Anteil am Gesamtlohn regelmäßig neu aushandeln, wobei der Staat einen Machtvorteil und die Unternehmer einen Informationsvorsprung hätten.</p>
<h2>Machtkämpfe</h2>
<p>Auch die den Lohn selbst aushandelnden Parteien würden sich verändern. Wo aktuell Gewerkschaften und Arbeitgeber den Lohn festsetzen, stünden sich von nun an Gewerkschaften und Staat gegenüber. Korruptionsvorwürfe und –vorgänge würden die Verhandlungen erschweren. Dennoch erscheint diese Lösung aus der Perspektive der ökonomischen Theorie als die geeignetste. In der Praxis gilt dies nur unter Abwesenheit besserer Alternativen.</p>
<h2>Zaungast</h2>
<p>Auch die ökonomische Theorie hat also ihre Tücken. Was in der Modellwelt funktioniert, wird in der Realität von unzähligen Faktoren beeinflusst. Eine Studie über bereits eingeführte Mindestlöhne hat übrigens gezeigt, dass die Beschäftigung sogar angestiegen ist . Ob die Ursache hierfür überhaupt etwas mit den Mindestlöhnen zu tun hat, lässt sich nur schwer feststellen. Das zweite Problem ist, dass am Vorabend einer Wahl der eigene Nutzen immer wichtiger ist, als der wirtschaftliche Erfolg des Staates. Dies gilt für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und auch für Politiker. So lange die Ökonomie also keine Lösung findet, bei der jede Interessensgruppe glaubt, hinterher besser da zu stehen als vorher, kann sie beim Entscheidungsprozess nur zuschauen.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Als Essay bei Dr. Jan-Otmar Hesse  im Hauptseminar zu den Klassikern der Wirtschaftstheorie eingereicht, überarbeitete Version.</em></strong></p>
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		<title>Crisis, what (&#039;s a) crisis?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 12:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, Wirtschaftskrise&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise? Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, <em>Wirtschaftskrise</em>&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise?</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes Leben lang: BSE, Pflanzengift, Schweinepest, Geflügelpest, Geflügelgrippe, Schweinegrippe. Eigentlich kann niemand von mir erwarten, dass ich überhaupt noch etwas anderes als Schokolade zu mir nehme.</p>
<p>Ist auf den ersten Blick keine Krise erkennbar, findet sich meistens schnell eine: Mindestens für eine Klimakrise ist mitlerweile sowieso schon egal, welches Wetter gerade herrscht. Ansonsten ist es halt die Saure-Gurken-Zeit, auch irgendwie eine Krise. Generell scheint der Begriff  &#8220;Krise&#8221; heute synonym zu &#8220;Gegenwart&#8221; verwendet zu werden.</p>
<p>Die Medizin begreift die Krise übrigens als jene Phase, in der unklar ist, ob der Patient leben oder sterben wird. Im Krisenbegriff geht es eigentlich um eine finale Zuspitzung zweier Extreme, von denen zwangsläufig eines eintreten wird. Dem kann man eigentlich Intuitiv zustimmen&#8230; warten wir also ab, ob es nach der aktuellen <em>Krise </em>noch eine <em>Wirtschaft </em>geben wird &#8211; oder nicht.</p>
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		<title>Schlagzeilen (er)finden</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 19:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Überschriften finden ist echt ganz schön schwierig. Wie habe ich andere immer beneidet. &#8220;Nimm doch einfach nen Dreiklang&#8221;, oder &#8220;da muss ein Verb rein&#8221; &#8211; &#8220;egal wie&#8221;. Na gut, ich überleg nochmal&#8230; Soviel steht fest, die BILD wird mich vermutlich niemals einstellen. Mit guten Überschriften gewinnt man nicht nur Leser, man kann auch ganze Wahlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Überschriften finden ist echt ganz schön schwierig. Wie habe ich andere immer beneidet. &#8220;Nimm doch einfach nen Dreiklang&#8221;, oder &#8220;da muss ein Verb rein&#8221; &#8211; &#8220;egal wie&#8221;. Na gut, ich überleg nochmal&#8230; Soviel steht fest, die BILD wird mich vermutlich niemals einstellen. Mit guten Überschriften gewinnt man nicht nur Leser, man kann auch ganze Wahlen gewinnen. Mit der richtigen Überschrift braucht man nicht mal einen aktuellen Aufmacher, hat man erstmal zwei bis drei wirklich gute Titel zu einem Thema gefunden, kann man denselben Text gut und gerne alle paar Wochen mal bringen. Praktisch, sowas.</p>
<p><span id="more-340"></span>Die bei der Bild können das mit den Überschriften wirklich viel besser als ich. &#8220;1,3 Millionen Rentner sollen Steuern nachzahlen! &#8211; Bescheide werden nach der Bundestagswahl verschickt.&#8221; Der böse Staat mal wieder. Skandal, schon wieder sind die Rentner von der deutschen Umverteilungspolitik betroffen. In Zumwinkels <a title="Böse neue Welt" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/boese-neue-welt.html" target="_blank">Gedenken</a> und in Anlehnung an einen damaligen Radiokommentar hätte ich das natürlich ganz anders formuliert.</p>
<blockquote><p>1,3 Millionen Rentner hinterziehen Steuern!</p>
<p>Deutschlands neue Asoziale&#8230;</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Wahrheit tut weh &#8211; kreuzigt den Boten!</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/wahrheit-weh-kreuzigt-boten-hans-werner-sinn-ifo.html</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 20:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von Murphys Gesetz will ich gar nicht anfangen, Godwins Gesetz finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: &#8220;Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch&#8221;, sagte eine Freundin von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von <a title="Murphys Gesetz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz" target="_self">Murphys Gesetz</a> will ich gar nicht anfangen, <a title="Godwins Gesetz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz" target="_blank">Godwins Gesetz</a> finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: &#8220;Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch&#8221;, sagte eine Freundin von mir. IFO-Wirtschaftsgottheit Hans-Werner Sinn dürfte diese Einschätzung ab morgen vermutlich teilen.</p>
<p><span id="more-228"></span></p>
<blockquote><p><span class="lang" lang="en" xml:lang="en">As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.</span></p></blockquote>
<p>Was zumeist das unsachliche Finale jedwediger Unterhaltung dar stellt, ist in der laufenden <span style="text-decoration: line-through;">Hexenjagd</span>, Diskussion um <a title="Opferlämmer fürs Volk" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/opferlaemmer-fuers-volk-greenspan-ackermann-finanzkrise.html" target="_blank">Fehler</a> von Bankmanagern nicht unbedingt ein unrealistischer Vergleich.</p>
<blockquote><p>In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager. Als Volkswirt sehe ich stattdessen falsche Anreize und fehlende Regeln. Schauen Sie sich den Straßenverkehr in Indien an. Die Leute fahren links, rechts, auf dem Bürgersteig, das ist abenteuerlich. Der Verkehr kommt deswegen immer wieder ins Stocken. Sind daran die &#8220;Manager&#8221; an den Steuerrädern schuld oder fehlende Verkehrsregeln?</p></blockquote>
<p>so Sinn gegenüber dem Berliner <a title="Tagesspiegel" href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzen-Finanzkrise;art130,2645622" target="_blank">Tagesspiegel</a>. Grundsätzlich ein Fakt, trotzdem nicht unbedingt geschickt, es auszusprechen. Rot-Grüne Politiker sowie der Zentralrat der Juden in Deutschland reagierten &#8220;mit Entsetzen&#8221; und fordern eine Entschuldigung. Aber ist das eine &#8220;Verherrlichung der Verbrechen&#8221;, wie Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, sich ausdrückte? Ist es nicht vielmehr eine Ermahnung, vergangene Verbrechen und die Gefühle, aus denen sie resultierten, nicht zu vergessen? Überspitzt formuliert, zweifellos. Erschreckend ist jedoch die Interpretation Kramers, Sinn versuche, die Nationalsozialisten &#8220;für ihre Verbrechen zu rehabilitieren&#8221; und den Juden eine Schuld für die damalige Finanzkrise zusprechen, wie sie heute auch die Bankmanager tragen.</p>
<p><strong>Interpretationsversuch</strong>: Vielleicht, <em>nur</em> vielleicht, könnte Sinns Aussage, auch damals habe ein &#8220;anonymer Systemfehler&#8221; Schuld an der Weltwirtschaftskrise getragen, einen Hinweis darauf bieten, dass es gar nicht um die Juden damals geht, sondern vielmehr um die Bankmanager heute. Und um die Schuldzuweisungen, ohne das auch nur in Erwägung gezogen wird, dass auch bei guter Marktentwicklung Fehler gemacht werden &#8211; vielleicht sogar Folgenlos. Und das sie bei schlechter Marktentwicklung eben weiterhin gemacht werden, wie immer, wie überall. Und dann ganz üble Folgen haben. Und das man vielleicht darüber nachdenken könnte, ob man die Handelnden dann wirklich diabolisieren <em>muss</em>.</p>
<p>Gesagt ist gesagt, geschrieben, gedruckt. Rücktrittsforderungen werden nicht all zu lange auf sich warten lassen, man darf gespannt sein. Ich wüsste gern, ob er mit Absicht derart provokant formuliert hat?</p>
<p>Vielleicht komme ich jetzt doch lieber mit Murphy und erinnere daran, dass das was schiefgehen <em>kann</em>, eben schiefgehen <em>wird</em>. Und das das <a title="Freiheit, Fehler machen zu dürfen." href="http://blog.isabellprophet.net/2008/meinung-freiheit-fuer-fehler.html" target="_blank">nichts Neues</a> ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass Herrn Sinn dies ebenfalls bewusst ist. Denn wer fehl- oder überinterpretiert werden <em>kann</em>, der <em>wird</em> es auch.</p>
<p>Und das ist auch nichts Neues.</p>
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		<title>Was nun, Frau Merkel?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 21:43:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Finanzmarktkrise, Bankenkrise. Gerade noch rechtzeitig, ohne Krise wäre das anschließende Weihnachtsgeschäft doch nur halb so schön. Irgendwie beunruhigend bleibt die Angelegenheit, auch wenn es wieder mal nur ums Geld geht. Mama-Staat greift ein und die wunderschöne ausgeglichener-Haushalt-Blase zerplatzt, lange vor ihrer Zeit. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und Moderatorin Bettina Schausten haben mal nachgefragt, was das nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finanzmarktkrise, Bankenkrise. Gerade noch rechtzeitig, ohne Krise wäre das anschließende Weihnachtsgeschäft doch nur halb so schön. Irgendwie beunruhigend bleibt die Angelegenheit, auch wenn es wieder mal nur ums Geld geht.</p>
<p>Mama-Staat greift ein und die wunderschöne ausgeglichener-Haushalt-Blase zerplatzt, lange vor ihrer Zeit. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und Moderatorin Bettina Schausten haben mal nachgefragt, was das nun eigentlich soll.</p>
<p><span id="more-175"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/wlerrJQxp88&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/wlerrJQxp88&amp;hl=en&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x402061&amp;color2=0x9461ca" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Staatsverschuldung as you like it</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 00:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt immer zwei Seiten, klar. Normalerweise geht man aber auf der einen Seite des Berges rauf und auf der anderen wieder runter. Nicht so bei Wikipedia. Ein schönes Beispiel für das was passiert, wenn zu viele Menschen an ein und dem selben Artikel schreiben und jeder eigentlich nur mal seine Meinung loswerden will. Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt immer zwei Seiten, klar. Normalerweise geht man aber auf der einen Seite des Berges rauf und auf der anderen wieder runter. Nicht so bei <a title="Verteilungspolitische Wirkungen der Staatsverschuldung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung#Verteilungspolitische_Wirkungen_der_Staatsverschuldung" target="_blank">Wikipedia</a>. Ein schönes Beispiel für das was passiert, wenn zu viele Menschen an ein und dem selben Artikel schreiben und jeder eigentlich nur mal seine Meinung loswerden will.</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<h3>Thema Staatsverschuldung</h3>
<p>Staatsverschuldung ist schlecht, das haben wir alle aus der Zeitung gelernt. Wenn der Staat Schulden macht, dann hat er etwas falsch gemacht. Außerdem sollte der Staat auch viel mehr für die Bürger ausgeben. Und die Steuern senken. <em>Achso</em>.</p>
<p>Aber was genau ist das jetzt eigentlich, <em>Staatsschulden</em>? Bei wem denn dann? Und wer denn überhaupt? Die Politiker?</p>
<p>Die letzte Frage lässt sich einfach beantworten: Die Bundesrepublik Deutschland hat Schulden. Also alle, nicht die Regierung oder die Politiker, sondern das ganze Land als Einheit.</p>
<p>Passieren tut das, weil im Laufe eines Jahres der Staat mehr ausgibt als er durch Steuern, Beiträge und so weiter wieder einnimmt. Das sind zum Teil natürlich auch die Gehälter der Politiker, vor allem aber so unschöne Erfindungen wie unsere Sozialversicherung, also auch das Arbeitslosengeld und die Rente, Kindergeld, alle möglichen Investitionen, Subventionen und was man der Regierung sonst noch so vorwerfen kann.</p>
<p>Das fehlende Geld kommt zu etwa einem Drittel von deutschen Banken und zur Hälfte aus dem Ausland. Auch Privatleute können &#8220;Schuldverschreibungen&#8221; des Staates erwerben (etwa 18%).</p>
<h2>Boykott!</h2>
<p>Wenn so ein großer Teil aus privaten Kassen kommt ließe sich Unzufriedenheit mit der bösen Regierung ja eigentlich ganz einfach lösen, Geld abziehen und der Staat sitzt auf dem Trockenen. Tatsächlich könnten Politiker- (geldgeil!) und Beamten- (faul!) -Gehälter dann nicht mehr <em>ohne weiteres </em>gezahlt werden. Die sämtlicher Angestellten im öffentlichen Dienst allerdings auch nicht. Und keine Sozialhilfe. Kein Arbeitslosengeld. Achso, und mit allem anderen könnte es auch durchaus etwas enger werden. Außerdem würden jene Geldgeber, die noch Zahlungswillig verbleiben hohe Zinsforderungen stellen können &#8211; ein Schaden auf Jahre entsteht, da diese Zinsen eben auch bezahlt werden müssen.</p>
<p>Vom Staat.</p>
<p>Und wer war jetzt nochmal der Staat? <em>Achso</em>&#8230;</p>
<p>Im Grunde lässt sich das System also als eine symbiotische Einheit betrachten. Ob das nun immer so gut funktioniert&#8230; nein, eigentlich nicht. Das liegt zum Teil an den Anwandlungen des Marktes, zum Teil aber eben auch an unvernünftigen Plänen der vom Volk gewählten Regierung. Welche um gewählt zu werden eben unvernünftig planen muss.</p>
<h2>drehen&#8230;</h2>
<p>Wenn es jetzt aber Volk gegen Staat heißt klingt das einfach alles zu wertneutral. Schulden haben ja eben auch die unangenehme Nebenwirkung, dass man Zinsen zahlen muss. Da wir allerdings einerseits eine progressive Steuerberechnung haben, Steuern, aus welchen auch die Zinsen zurückgezahlt werden, und andererseits sozial-schwache Bürger vom Staat unterstützt werden, profitieren letztere natürlich stärker von einer Staatsverschuldung.</p>
<p>Das nennt man dann Umverteilung.</p>
<h2>wenden&#8230;</h2>
<p>Andererseits sind es natürlich die (bösen) Reichen, die dem Staat überhaupt erst das Geld leihen und dann die Zinsen kassieren. Die ja von allen Staatsbürgern durch Steuern bezahlt werden.</p>
<p>Das nennt man dann auch Umverteilung.</p>
<h2>passend machen.</h2>
<p>Das bei weitem nicht jeder Mensch mit hohem Einkommen Staatsanleihen kauft unterschlägt der Wikipediaartikel an dieser Stelle zwar, aber Hauptsache wir habens nochmal kritisiert. So lange keine Kürzung der staatlichen Leistungen (o.g.) stattfindet, kann man wohl kaum sagen, dass von den Armen genommen und den Reichen gegeben wird. Wäre aber ein hübscher Kritikpunkt, vielleicht mal der Bild-Zeitung sagen?</p>
<p>Und wenn schon Umverteilung, dann bitte auch korrekt: Nämlich von der heutigen Generation auf zukünftige, sowohl in Zinsen als auch in Realwerten.</p>
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		<title>Arm, Reich, Ungerecht?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/arm-reich-ungerecht.html</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 22:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interessant zum Thema Bildung und Einstiegsgehälter ist auch die aktuelle Debatte über Armut und Reichtum. Was ist denn nun eigentlich Reichtum? Kann man bei einem überdurchschnittlichen Gehalt wirklich schon das Wort &#8220;Reich&#8221; einstreuen? Natürlich, 4000€ sind viel mehr als die als Durchschnitt bezeichneten 1000€. Aber wo bliebe denn nun die Fairness, wenn dem nicht so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant zum Thema <a title="Kleine Sprünge oder große Hüpfer?" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/kleine-spruenge-oder-grosse-huepfer.html#more-18" target="_blank">Bildung und Einstiegsgehälter</a> ist auch die aktuelle Debatte über Armut und Reichtum. Was ist denn nun eigentlich Reichtum? Kann man bei einem überdurchschnittlichen Gehalt wirklich schon das Wort &#8220;Reich&#8221; einstreuen? Natürlich, 4000€ sind viel mehr als die als Durchschnitt bezeichneten 1000€. Aber wo bliebe denn nun die Fairness, wenn dem <em>nicht </em>so wäre?</p>
<p><span id="more-19"></span></p>
<h2>Teilen können?</h2>
<p>Gleichzeitig sagt man, dass dank unseres (leicht) progressiven Besteuerungssystems 10% finanzieller Oberschicht 52% des deutschen Steueraufkommens aufbringen. Also Geld für den Staat. Und der Staat, entgegen der langläufigen Meinung, ein komisches böses Gebilde zu sein, der Staat sind immer noch wir alle. Zumindest theoretisch, kommt das also auch erstmal allen zu Gute &#8211; vorausgesetzt man blendet föderalistisch-bürokratische Probleme mal ganz optimistisch aus.</p>
<p>Die Forderungen, nach höherer Besteuerung von &#8220;Reichtum&#8221;, wo auch immer man diesen nun ansiedeln mag, kann und wird jedoch nur eine logische Konsequenz haben. Jene Konsequenz, die sie auf jeden Menschen hätte, notorische Wohltäter einmal außer Acht gelassen: Man verlässt dieses Land und zahlt seine Steuern dort, wo jeder gleich besteuert wird. Und <em>gleich</em> ist eben nicht progressiv sondern <em>relativ</em>.</p>
<h2>Verteilen können?</h2>
<p>Chancengleichheit in Deutschland? Nein, wohl nicht. Vielleicht sind wir auf dem Weg, auch die neueren Töne aus der Hauptstadt lassen wirklich hoffen und es tut sich viel &#8211; aber Chancengleichheit beginnt bei der Geburt, nicht mit einem <a href="http://blog.isabellprophet.net/2008/vollbeschaeftigung-trotz-klassengesellschaft.html" target="_blank">Studienkredit</a>.</p>
<p>Das ändert aber auch nichts an der bloßen Tatsache, dass manche Menschen eben ein höheres Gehalt haben als andere. Und das diesem meistens eine besseren Ausbildung vorrausgeht. Und das für diese wiederum einige Investitionen nötig sind, <a href="http://blog.isabellprophet.net/2008/kleine-spruenge-oder-grosse-huepfer.html" target="_blank">finanzielle</a>, zeitliche, nervliche. Und auch, das mehr Gehalt eben mit mehr Verantwortung, einem höheren Risiko einhergeht.</p>
<p><em>Verdient</em>, im einfachsten Sinne dieses Wortes, ein Arzt dann mehr als ein Krankenpfleger? Der Bauleiter mehr als der Maurer? Das Vorstandsmitglied mehr als der Sachbearbeiter? Was, das letzte Beispiel ist nicht so gelungen? Stichwort <a title="Google-Suche " href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;sa=X&amp;oi=spell&amp;resnum=0&amp;ct=result&amp;cd=1&amp;q=enron+skandal&amp;spell=1" target="_blank">Enron-Skandal</a>, selbst wenn sie hundert mal selbst Schuld sind.</p>
<h2>Gerecht sein?</h2>
<p>Gleichheit wird uns niemals Gerechtigkeit bringen, nicht so lange wir nicht alle gleich werden. Und wer will das schon sein..?</p>
<p>Aber was ist nun eigentlich gerecht? Wahrscheinlich nur die Gleichheit ganz zu Anfang. Das ergibt aber leider kein besonders schönes Konzept, denn schon in zweiter Generation wird es nicht mehr funktionieren.</p>
<p>Ein sozial-unabhängiges Bildungssystem? Selbst wenn die Umsetzung gelänge scheitert es wieder an der mangelnden frühkindlichen Förderung von Kindern aus sozial-schwachen Familien bzw. mit Migrationshintergrund.</p>
<p>Fühlt sich sonst noch jemand hoffnungslos?</p>
<p>Lösen können wir das wohl nicht. Aber es geht auf jeden fall <em>besser</em>.</p>
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