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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Staatsschulden</title>
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		<title>Auf Wachstum setzen.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 19:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wachstum muss sein. Das wissen wir. Wachstum muss allein schon deshalb sein, weil wir sonst unser eigenes Rentensystem vergessen können. Jetzt muss Wachstum aber auch sein, weil die Bundesregierung sonst unsere Staatsausgaben nicht mehr mit Steuereinnahmen gegenfinanzieren kann. Schon gar nicht, weil Staatsausgaben  steigen und Steuereinahmen gesenkt werden sollen. Klingt nach Schulden? Ja. Es sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wachstum muss sein. Das wissen wir. Wachstum muss allein schon deshalb sein, weil wir sonst unser eigenes Rentensystem vergessen können. Jetzt muss Wachstum aber auch sein, weil die Bundesregierung sonst unsere Staatsausgaben nicht mehr mit Steuereinnahmen gegenfinanzieren kann. Schon gar nicht, weil Staatsausgaben  steigen und Steuereinahmen gesenkt werden sollen. Klingt nach Schulden? Ja. Es sei denn, wir haben ordentlich Wirtschaftswachstum und geben alle so viel Geld aus, dass so praktische Institutionen wie die Umsatzsteuer und so dem Staat ganz viel Geld bringen.</p>
<p>Das mach ich dann ab jetzt auch so.<span id="more-613"></span>Ich geh mir morgen erstmal die Stiefel kaufen, die im Carré heute so laut meinen Namen gerufen haben. Das läuft dann zwar erst einmal auf rote Zahlen hinaus, aber ich setze einfach auf Wirtschaftswachstum. Dann übersteigen vielleicht bald die Kapitalanlagezinsen die Kreditzinsen.</p>
<p>Man könnte auch direkt auf Inflation hoffen, hat in etwa die gleiche Wirkung.</p>
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		<title>Crisis, what (&#039;s a) crisis?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 12:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, Wirtschaftskrise&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise? Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, <em>Wirtschaftskrise</em>&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise?</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes Leben lang: BSE, Pflanzengift, Schweinepest, Geflügelpest, Geflügelgrippe, Schweinegrippe. Eigentlich kann niemand von mir erwarten, dass ich überhaupt noch etwas anderes als Schokolade zu mir nehme.</p>
<p>Ist auf den ersten Blick keine Krise erkennbar, findet sich meistens schnell eine: Mindestens für eine Klimakrise ist mitlerweile sowieso schon egal, welches Wetter gerade herrscht. Ansonsten ist es halt die Saure-Gurken-Zeit, auch irgendwie eine Krise. Generell scheint der Begriff  &#8220;Krise&#8221; heute synonym zu &#8220;Gegenwart&#8221; verwendet zu werden.</p>
<p>Die Medizin begreift die Krise übrigens als jene Phase, in der unklar ist, ob der Patient leben oder sterben wird. Im Krisenbegriff geht es eigentlich um eine finale Zuspitzung zweier Extreme, von denen zwangsläufig eines eintreten wird. Dem kann man eigentlich Intuitiv zustimmen&#8230; warten wir also ab, ob es nach der aktuellen <em>Krise </em>noch eine <em>Wirtschaft </em>geben wird &#8211; oder nicht.</p>
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		<title>Krisenspiele</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 18:42:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bankenkrise nervt. Irgendwie scheint sich das liebe Schicksal auch vertan zu haben: Etwas mehr als elf Monate sind es noch, dann findet am 27. September 2009 die nächste Bundestagswahl in Deutschland statt. Was soll das also jetzt schon? Oder denkt da eine lenkende Kraft nur an die US-Wahl? Wie auch immer, auch unsere heimischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bankenkrise nervt. Irgendwie scheint sich das liebe Schicksal auch vertan zu haben: Etwas mehr als elf Monate sind es noch, dann findet am 27. September 2009 die nächste Bundestagswahl in Deutschland statt. Was soll das also jetzt schon? Oder denkt da eine lenkende Kraft nur an die US-Wahl? Wie auch immer, auch unsere heimischen Parteien fühlen sich berufen, die Patentlösung zur Rettung der Opfer des Kapitalismus zu bieten, alles wird gut.</p>
<p><span id="more-189"></span></p>
<h2>Geldspielchen für die CDU</h2>
<p>Man denkt an Deutschland, man denkt an Geld, an Banken, an die Bayern LB mit offener Hand &#8211; genau, irgendwie drängt sich da auch der Gedanke an unsere CDU auf. Nicht nett, aber traditionsbedingt einfach irgendwie nahe liegend.</p>
<p>Das, was eigentlich schon lange erwartet wurde, tritt vollkommen überraschender Weise tatsächlich ein: Ungedeckte Immobilienkredite platzen, Bank für Bank gerät in die&#8230; ja-ja, in die <em>Krise</em> eben. Die Kosten für Bankenkredite explodieren, Aktienkurse implodieren, auf der glücklichen Immobilienwiese wachsen nur noch ein paar kümmerliche Grashalme, ansonsten siehts verdammt schlecht aus. Der Staat greift ein und schnürt ein Rettungspaket, auch eine Phrase, an der man in diesen Tagen einfach nicht vorbei kommt. An vorderster Front? Genau, die CDU. Aber auch irgendwie unorthodox, oder? Seit wann ist es die CDU, die Staat und Wirtschaft zusammenbringt? Alle Wege führen <span style="text-decoration: line-through;">nach Rom</span>, <span style="text-decoration: line-through;">nach links</span>, <span style="text-decoration: line-through;">in die Mitte</span>&#8230; eigentlich nirgendwo hin, man will ja schließlich in Berlin bleiben.</p>
<p>Statt, wie in den Vereinigten Staaten, das Geld mit der Gießkanne zu verteilen oder, wie in Schweden, die faulen Zähne heimlich durch ein Geldstückchen zu ersetzen, stellt man sich bei uns mit einem großen Goldtopf ans Ende des Regenbogens und wartet darauf, dass die ersten Banken angerutscht kommen (scheiss doch auf die Staatsverschuldung) &#8211; und wundert sich gleichsam noch über die Kritik. Aber liegt Herr Ackermann denn so falsch, wenn er sagt, seine Bank würde sich schämen, Hilfen anzunehmen? Was kommt denn bei den Kunden an, wenn eine Bank sagt, sie brauche Hilfe?</p>
<p>Empörung und Entsetzen bei allen Beteiligten der Rettungsaktion, die Wahrheit tut eben weh.</p>
<p>Und was passiert jetzt der schönen christdemokratischen sozialen Marktwirtschaft? Wahrscheinlich gar nichts, denn eine Krisenreaktion macht noch lange keinen Paradigmenwechsel.</p>
<p>Oder..?</p>
<h2>Staatsspielchen für die Linke</h2>
<p>Ich habe seit je her einen erklärten Lieblingssatz im Parteiprogramm der Linken:</p>
<blockquote><p>die Erfahrungen der DDR nicht kategorisch abzulehnen, sondern auf zukunftsfähige Modelle hin zu überprüfen.</p></blockquote>
<p>Und endlich ist es so weit! Während der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy schon die Teilverstaatlichung seiner &#8220;Schlüsselindustrien&#8221; (ja na was denn wohl? Autos halt!) fordert, mussten deutsche Politiker rund um Bundeswirtschaftsminister Michael Glos trotzdem erstmal schlucken. Was in der Vergangenheit schon nichts zukunftsfähig war, wird in seiner Wirkung auf die Gegenwart nicht all zu positiv eingeschätzt.</p>
<p>Die Linke erklärt den &#8220;Finanzmarkt-Kapitalismus&#8221; trotzdem eiskalt für gescheitert und verabschiedet sich auf ihrer <a title="Internetauftritt &quot;die Linke&quot;" href="http://die-linke.de/die_linke/nachrichten/detail/zurueck/aktuell/artikel/die-linke-fordert-oeffentliches-investitionsprogramm-und-vermoegensabgabe/" target="_blank">Internetseite</a> auch vom <em>Neoliberalismus</em>. Macht nichts, den konnte ja eigentlich sowieso niemand leiden. Während die CDU also brandneue Häfen ansteuert, macht sich die Linke auf den Weg zu alten. Zu ganz ganz alten.</p>
<blockquote><p>Die Kosten der Krise müssen wesentlich von den Profiteuren des Finanzmarkt-Kapitalismus getragen werden. Deshalb fordern wir eine Vermögensabgabe auf höchste und hohe Geldvermögen in Deutschland (Milliardärs- und Millionärssteuer) zur Finanzierung eines öffentlichen Investitionsprogramms und zur Sicherung der Existenz kleiner und mittlerer Unternehmen.</p></blockquote>
<address style="text-align: right;">(Rechtschreibung korrigiert)<br />
</address>
<p>Und wer jetzt an die französische / russische Geschichte denkt, der versteht, wieso ich hierzu einfach nichts mehr schreibe. Mir fällt sowieso nichts ein.</p>
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		<title>Staatsverschuldung as you like it</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 00:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt immer zwei Seiten, klar. Normalerweise geht man aber auf der einen Seite des Berges rauf und auf der anderen wieder runter. Nicht so bei Wikipedia. Ein schönes Beispiel für das was passiert, wenn zu viele Menschen an ein und dem selben Artikel schreiben und jeder eigentlich nur mal seine Meinung loswerden will. Thema [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt immer zwei Seiten, klar. Normalerweise geht man aber auf der einen Seite des Berges rauf und auf der anderen wieder runter. Nicht so bei <a title="Verteilungspolitische Wirkungen der Staatsverschuldung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung#Verteilungspolitische_Wirkungen_der_Staatsverschuldung" target="_blank">Wikipedia</a>. Ein schönes Beispiel für das was passiert, wenn zu viele Menschen an ein und dem selben Artikel schreiben und jeder eigentlich nur mal seine Meinung loswerden will.</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<h3>Thema Staatsverschuldung</h3>
<p>Staatsverschuldung ist schlecht, das haben wir alle aus der Zeitung gelernt. Wenn der Staat Schulden macht, dann hat er etwas falsch gemacht. Außerdem sollte der Staat auch viel mehr für die Bürger ausgeben. Und die Steuern senken. <em>Achso</em>.</p>
<p>Aber was genau ist das jetzt eigentlich, <em>Staatsschulden</em>? Bei wem denn dann? Und wer denn überhaupt? Die Politiker?</p>
<p>Die letzte Frage lässt sich einfach beantworten: Die Bundesrepublik Deutschland hat Schulden. Also alle, nicht die Regierung oder die Politiker, sondern das ganze Land als Einheit.</p>
<p>Passieren tut das, weil im Laufe eines Jahres der Staat mehr ausgibt als er durch Steuern, Beiträge und so weiter wieder einnimmt. Das sind zum Teil natürlich auch die Gehälter der Politiker, vor allem aber so unschöne Erfindungen wie unsere Sozialversicherung, also auch das Arbeitslosengeld und die Rente, Kindergeld, alle möglichen Investitionen, Subventionen und was man der Regierung sonst noch so vorwerfen kann.</p>
<p>Das fehlende Geld kommt zu etwa einem Drittel von deutschen Banken und zur Hälfte aus dem Ausland. Auch Privatleute können &#8220;Schuldverschreibungen&#8221; des Staates erwerben (etwa 18%).</p>
<h2>Boykott!</h2>
<p>Wenn so ein großer Teil aus privaten Kassen kommt ließe sich Unzufriedenheit mit der bösen Regierung ja eigentlich ganz einfach lösen, Geld abziehen und der Staat sitzt auf dem Trockenen. Tatsächlich könnten Politiker- (geldgeil!) und Beamten- (faul!) -Gehälter dann nicht mehr <em>ohne weiteres </em>gezahlt werden. Die sämtlicher Angestellten im öffentlichen Dienst allerdings auch nicht. Und keine Sozialhilfe. Kein Arbeitslosengeld. Achso, und mit allem anderen könnte es auch durchaus etwas enger werden. Außerdem würden jene Geldgeber, die noch Zahlungswillig verbleiben hohe Zinsforderungen stellen können &#8211; ein Schaden auf Jahre entsteht, da diese Zinsen eben auch bezahlt werden müssen.</p>
<p>Vom Staat.</p>
<p>Und wer war jetzt nochmal der Staat? <em>Achso</em>&#8230;</p>
<p>Im Grunde lässt sich das System also als eine symbiotische Einheit betrachten. Ob das nun immer so gut funktioniert&#8230; nein, eigentlich nicht. Das liegt zum Teil an den Anwandlungen des Marktes, zum Teil aber eben auch an unvernünftigen Plänen der vom Volk gewählten Regierung. Welche um gewählt zu werden eben unvernünftig planen muss.</p>
<h2>drehen&#8230;</h2>
<p>Wenn es jetzt aber Volk gegen Staat heißt klingt das einfach alles zu wertneutral. Schulden haben ja eben auch die unangenehme Nebenwirkung, dass man Zinsen zahlen muss. Da wir allerdings einerseits eine progressive Steuerberechnung haben, Steuern, aus welchen auch die Zinsen zurückgezahlt werden, und andererseits sozial-schwache Bürger vom Staat unterstützt werden, profitieren letztere natürlich stärker von einer Staatsverschuldung.</p>
<p>Das nennt man dann Umverteilung.</p>
<h2>wenden&#8230;</h2>
<p>Andererseits sind es natürlich die (bösen) Reichen, die dem Staat überhaupt erst das Geld leihen und dann die Zinsen kassieren. Die ja von allen Staatsbürgern durch Steuern bezahlt werden.</p>
<p>Das nennt man dann auch Umverteilung.</p>
<h2>passend machen.</h2>
<p>Das bei weitem nicht jeder Mensch mit hohem Einkommen Staatsanleihen kauft unterschlägt der Wikipediaartikel an dieser Stelle zwar, aber Hauptsache wir habens nochmal kritisiert. So lange keine Kürzung der staatlichen Leistungen (o.g.) stattfindet, kann man wohl kaum sagen, dass von den Armen genommen und den Reichen gegeben wird. Wäre aber ein hübscher Kritikpunkt, vielleicht mal der Bild-Zeitung sagen?</p>
<p>Und wenn schon Umverteilung, dann bitte auch korrekt: Nämlich von der heutigen Generation auf zukünftige, sowohl in Zinsen als auch in Realwerten.</p>
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