Eine Zensur findet nicht statt.
Der Satz ist weder allgemein noch zeitlos gültig, trotzdemimmer wieder gern gesehen. Das fand auch der Philosoph Georg Christoph Lichtenberg. Zum 1788er Edikt gegen die Pressfrechheit sagte er:
Read the rest of this entry »Alle schwache Regierungen gründen sich darauf, daß sie dem klügeren Teil der Nation ein Schloß oder Klebpflaster auf den Mund werfen.
“Da wird der Leser doch auf gut-Deutsch verarscht”, sagte mein Bekannter zu mir, und ich musste schlucken. Realen Personen erfundene Geschichten aufdrücken empfand ich als verwerflich. 
Über den umgekehrten Fall, irgendwie reale Geschichten auf erfundene Personen zu schneidern, hatte ich mir nie Gedanken gemacht. “Das ist doch schon an der Grenze zur Fiktion!”
Wie weit dürfen Journalisten eigentlich gehen, wenn sie sich noch guten Gewissens so nennen wollen?
Eine Menge Leute sehen eine Menge Sachen kommen. Und wenn genügend Leute da sind, hat auch immer irgendwer Recht, böse Zungen nennen dieses Phänomen “das Gesetz der großen Zahl” oder “auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“. Eigentlich wäre das egal. Mal geht es bergauf, mal geht es bergab… und durch die inflationäre Berieselung der Massen mit allerlei Konjunkturprognosen haben diese eigentlich fast nur noch Horoskopcharakter.
Geschichten.
Sie versüßen uns, je nach Medium und Empfänger, den Feierabend, den Fernsehnachmittag, die lange Mittagspause oder den Frühstückskaffee. Wahre Geschichten, erfundene Geschichten und all jene, die irgendwo dazwischen liegen.