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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Nachwuchs</title>
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	<description>bellum omnium contra omnes</description>
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		<title>Meine Schulform war die beste!</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 19:36:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschule]]></category>
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		<description><![CDATA[In meinem Klassenraum in der Grundschule gab es eine Spielecke. Pädagogisch war das damals ungefähr das geilste. In dieser Ecke habe ich das 1 mal 13 gelernt und das konnte ich verdammt gut. Ich habe einen Tennisball hochgeworfen und ihn wieder aufgefangen und mir vorgestellt, ich sei eine Prinzessin (warum habe ich einen Tennisball mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem Klassenraum in der Grundschule gab es eine Spielecke. Pädagogisch war das damals ungefähr das geilste. In dieser Ecke habe ich das 1 mal 13 gelernt und das konnte ich verdammt gut. Ich habe einen Tennisball hochgeworfen und ihn wieder aufgefangen und mir vorgestellt, ich sei eine Prinzessin (warum habe ich einen Tennisball mit Prinzessinnen assoziiert?). Übrigens war ich total scheiße in der Grundschule. Außer in Sachkunde. Das Fach führten die Politiker ein, als ich in der Dritten war. Danach schafften sie es wieder ab. Verdammt.<span id="more-795"></span></p>
<p>War aber egal, es war die Zeit der Orientierungsstufe, etwas, das heute weder Jüngeren noch Älteren etwas sagt. Damals lief das so: Jeder ging da nach der vierten Klasse da hin, zwei Jahre lang. In der Fünften haben die Lehrer uns in Mathe (örks), Englisch (joa) und Deutsch (omfg) bewertet. In der Sechsten lernten wir in diesen Fächern bei Lehrern von jener Schulform, zu der die Pädagogen der Orientierungsstufe uns später gern schicken wollten. A-, B- und C-Kurse nannte man das. Zur Halbzeit haben sie die Einordnung korrigiert oder es bleiben lassen.</p>
<p>Heute würde ich das Gremium als Rating-Agentur für Schulleistungen in  Streberfächern verunglimpfen, aber das ganze Konzept gibt&#8217;s  schon seit Jahren nicht mehr.</p>
<p>Bei mir lief&#8217;s weiterhin örks, joa und omfg, aber dass ich mich in diesen drei Fächern ein klein wenig anstrengen sollte, sah ich ein. Es reichte nach der Sechsten fürs Gymnasium und nach der Dreizehnten für VWL und Wirtschaftsrecht (joa, örks) und Journalismus (omfg). Spielecken gab es auf dem Gymnasium nicht mehr, dafür gab es Nachmittage. Zwar nicht mehr fünf sondern drei, aber wir hatten ja auch noch das Wochenende. Wir machten Hausaufgaben oder eben nicht. Am nächsten Tag schimpfte uns der Lehrer nicht aus oder eben doch. Niemandem fiel es damals ein, jeden Tag für die Schule zu lernen. Total abwegig, heute: unökonomisch, weil beim Lernen der Grenznutzen sinkt, kurz &#8211; Bullshit.</p>
<p>Als ich in der Siebten war, verließ uns ein Schüler. Einer von dreißig. In der Achten ging noch einer. Einer von neunundzwanzig. Ich glaube, das wars. Irgendwann zog noch einer weg, aber der zählt nicht. Der Punkt ist: Meine Schulform war die beste.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute läuft das anders. Dazu dieser <a title="Liebe Marie" href="http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8" target="_blank">Text</a> von Henning Sußebach bei ZEIT ONLINE. Lest ihn, es lohnt sich.</p>
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		<title>Dinge, die man so lieber nicht schreiben sollte.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2010/oecd-thomas-liebig-labour-market-integration-immigrants-germany.html</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 16:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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		<category><![CDATA[OECD]]></category>
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		<description><![CDATA[Einer aus dieser Kategorie. Gefunden in einer OECD Studie von Thomas Liebig. The low educational attainment of the second generation seems to be at least partly attributable to structural features in the German education system, such as the early streaming which puts migrants’ children in a lower track. Aber lieber Herr Liebig, ganz so ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer aus dieser Kategorie. Gefunden in einer OECD Studie von Thomas Liebig.<br />
<span id="more-781"></span></p>
<blockquote><p>The low educational attainment of the second generation seems to be at least partly attributable to structural features in the German education system, such as the early streaming which puts migrants’ children in a lower track.</p></blockquote>
<p>Aber lieber Herr Liebig, ganz so ist es ja nun wirklich nicht. Kinder von Einwanderern werden nicht automatisch auf die Hauptschule geschickt, wenn sie zehn oder zwölf Jahre alt sind. Kinder von Einwanderern lernen, wenn sie noch ganz klein sind, die deutsche Sprache nicht richtig und dann sind sie leider nicht in der Lage, in der Schule mitzuhalten.</p>
<p>Und deshalb klappt das dann mit dem Gymnasium nicht. Nicht bei allen. Bei einigen aber schon.</p>
<address> </address>
<address>Liebig, Thomas (2007): “The Labour Market Integration of Immigrants in Germany”, OECD Social, Employment and Migration Working Papers, No. 47, OECD Publishing. doi: 10.1787/238411133860</address>
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		</item>
		<item>
		<title>Loveparade. Was gelernt.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2010/loveparade-was-gelernt-duisburg-journalisten-berichterstattung.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2010/loveparade-was-gelernt-duisburg-journalisten-berichterstattung.html#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 19:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein tolles Gespräch zwischen Lina Timm (Lübecker Nachrichten), Anna Lampert (Rhein-Zeitung) und mir (Cellesche Zeitung) zur Tragödie bei der Loveparade in Duisburg. Dreimal Nachwuchs hat heute viel gelernt. . Luisante Warum müssen denn immer Augenzeugen vor die Kameras gezerrt werden?! Es reicht doch, wenn die Moderatoren erzählen, was war. . Izyy @Luisante  Hm. Hast du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein tolles Gespräch zwischen Lina Timm (<a href="www.ln-online.de/" target="_blank">Lübecker Nachrichten</a>), Anna Lampert (<a href="http://http://www.rhein-zeitung.de/" target="_blank">Rhein-Zeitung</a>) und mir (<a href="http://www.cellesche-zeitung.de/" target="_blank">Cellesche Zeitung</a>) zur Tragödie bei der Loveparade in Duisburg.</p>
<p>Dreimal Nachwuchs hat heute viel gelernt.<br />
<span id="more-722"></span><br />
.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Luisante">Luisante</a></strong></p>
<p>Warum müssen denn immer Augenzeugen vor die Kameras gezerrt werden?! Es reicht doch, wenn die Moderatoren erzählen, was war.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<p>@Luisante  Hm. Hast du jemals den Auftrag bekommen &#8220;beschreib einfach, was war&#8221;?  Ich glaub, die TV&#8217;ler haben die gleichen Aufgaben wie wir&#8230;</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Luisante">Luisante</a></strong></p>
<p>@Izyy Mag sein. Finde es trotzdem falsch.</p>
<p>Genauso wie die Bilder von Toten bei n-tv gerade.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<p>Bilder von Toten bei #ntv? Mault da nicht der Presserat?</p>
<p>Sollte er jedenfalls. @Luisante</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/RZ_Lampert">RZ_Lampert</a></strong></p>
<p>@Izyy @Luisante Die Leser/Zuschauer/User/Hörer wollen es eben so.  #AugenzeugenVorDieCam</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Luisante">Luisante</a></strong></p>
<p>@RZ_Lampert Wer sagt denn, dass die das wollen?</p>
<p>Es wird wohl keiner da anrufen und  fragen, wo die Augenzeugen bleiben, wenn keiner gezeigt würde.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<p>@Luisante aber das ist die allgemeine Nachfrage. Oder das, was wir dafür halten.</p>
<p>Wir haben es ja alle so gelernt, oder nicht?</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/RZ_Lampert">RZ_Lampert</a></strong></p>
<p>@Luisante Aber würdens alle machen, wenn Leser/Zuschauer/User mit Beschreibungen zufrieden wären? #Journalistenzwickmühle</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Luisante">Luisante</a></strong></p>
<p>@Izyy Was wir dafür halten. Richtig.</p>
<p>Haben wir die Leser/Zuschauer denn mal gefragt?</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<p>@RZ_Lampert Das ist die Frage. Interessiert es die Leser, wie viel Mühe wir uns machen?</p>
<p>Sind Zitate besser als Features?</p>
<p>Hm.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<p>@Luisante Frage ich mich auch gerade.</p>
<p>Eigener Zweifel an Aussagen und Abscheu gg Berichterstattung sagen: Nein.</p>
<p>Wir machen was falsch.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/RZ_Lampert">RZ_Lampert</a></strong></p>
<p>@Izyy Ob wir das je raus finden?</p>
<p>Ich glaube, der Mensch ist zu voyeuristisch und neugierig, als dass er das nicht sehen wollen würde.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Luisante">Luisante</a></strong></p>
<p>@Izyy Und nur weil man es so lernt, muss es doch nicht heißen, dass wir es  immer so weiter machen. Bild-Praktiken haben jetzt alle. Toll.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<p>@RZ_Lampert glaub auch. Sonst würden wir es ja auch nicht anschauen. Aber Zitate sind</p>
<p>33% Wichtigtuer</p>
<p>33% Nutznießer</p>
<p>33% Politiker</p>
<p>1% Wahrheit</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Luisante">Luisante</a></strong></p>
<p>Die Bild zeigt Bilder von Toten.</p>
<p>Lasst uns was dagegen tun! Beschweren kann sich JEDER: <a title="Beschwerdeformular" href="http://www.presserat.info/inhalt/beschwerde/beschwerdeformular.html" target="_blank">[PRESSERAT]</a></p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<p>&#8220;Ich habe geholfen&#8221; &#8220;Ich habe gewarnt&#8221;</p>
<p>&#8211;&gt; Es kotzt mich an.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Luisante">Luisante</a></strong></p>
<p>@Izyy Etwa 50% meiner Timeline beschwert sich über die Berichterstattung.  Diese Sensationsgeilheit kann es nicht sein, was die Leute wollen.</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Izyy">Izyy</a></strong></p>
<div><a id="status_star_19447641790" title="Diesen Tweet als Favorit markieren"> </a></div>
<p>Fazit: Jeder der Augenzeugen ist als einziger ruhig geblieben und hat geholfen. Und hatte ne Stunde vorher schon gewarnt.</p></blockquote>
<p>.</p>
<h3>Toll zusammengefasst vom LN-Redakteur Bastian Modrow:</h3>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Schreibspecht">Schreibspecht</a></strong></p>
<p>n-tv zerrt  sichtlich traumatisierte Leute live vor die Kamera.</p>
<p>Das hat mit  Nachrichten-TV nichts mehr zu tun.</p>
<p>Pfui!</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/Schreibspecht">Schreibspecht</a></strong></p>
<p>Manchmal schäme ich mich für meinen Berufsstand.</p></blockquote>
<p>.</p>
<h3>Die Anderen:</h3>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/MichaelKroker">MichaelKroker</a></strong></p>
<div><a id="status_star_19444611726" title="Diesen Tweet als Favorit markieren"> </a></div>
<p>RT&#8217;d that earlier as well -&gt; RT @sascha_p: <a rel="nofollow" href="http://twitpic.com/28a4vk" target="_blank">http://twitpic.com/28a4vk</a></p>
<p>Update: It seems that this picture was taken WAY BEFORE the mass panic!</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/weltkompakt">weltkompakt</a></strong></p>
<div><a id="status_star_19445906424" title="Diesen Tweet als Favorit markieren"> </a></div>
<p>ok. die schuldigen sind hier ja auch schon gefunden. ganz schnell. ganz toll. glückwunsch!</p></blockquote>
<p>.</p>
<blockquote><p><strong><a href="http://twitter.com/DWDL">DWDL</a></strong></p>
<div><a id="status_star_19446072302" title="Diesen Tweet als Favorit markieren"> </a></div>
<p>Interessant: Das ZDF bedient  sich Fotos und Videos aus dem Web &#8211; anonymisiert aber die Gesichter und  verzichtet auf zu explizite Darstellung</p></blockquote>
<p>Mehr dazu auch im <a title="blog.rhein-zeitung.de" href="http://blog.rhein-zeitung.de/?p=10106" target="_blank">Blog </a>von Anna Lampert.</p>
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		<title>Fürs Leben lernen?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/fuers-leben-lernen.html</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 00:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>

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		<description><![CDATA[Leidtgedanken keiner Historikerin, keiner Ökonomin, keiner Wirtschaftsjuristin und keiner Ökonometrikerin bei rotem Mond über den Dächern von  Göttingen, die irgendwie ganz viel weiß, nichts kann aber am Ende wenigstens  schlauer ist als vorher. Vielleicht werde ich mal professionelle Klausurenschreiberin. Eine andere Zukunft erscheint mir morgens, halb drei in Göttingen, zwei Wochen bevor in 15 Stunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lei<span style="text-decoration: line-through;">d</span><del datetime="2009-07-01T00:12:15+00:00"></del>tgedanken keiner Historikerin, keiner Ökonomin, keiner Wirtschaftsjuristin und keiner Ökonometrikerin bei rotem Mond über den Dächern von  Göttingen, die irgendwie ganz viel weiß, nichts kann aber am Ende wenigstens  schlauer ist als vorher.</p>
<p><span id="more-422"></span></p>
<p>Vielleicht werde ich mal professionelle Klausurenschreiberin. Eine andere Zukunft erscheint mir morgens, halb drei in Göttingen, zwei Wochen bevor in 15 Stunden die letzte Prüfung dieses Semesters geschrieben ist, kaum denkbar.</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Buchautorin, dann kann ich meine Geschichtskenntnisse in historischen Romanen verwerten&#8230; aber wer sollte ausgerechnet meine Bücher schon lesen wollen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wissenschaftlerin in der Ökonomie, mit dem Methodenwissen würde es mir wohl nicht so schwer fallen, interessant wäre es jeden Tag und Frustration bin ich ja schon gewohnt&#8230; aber wer würde ausgerechnet mich schon dafür bezahlen wollen, Sachen rauszufinden und wie sollte ich es schaffen, Aufsätze publiziert zu kriegen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wissenschaftlerin in der Geschichtsforschung und erfosche spannende Ereignisse&#8230; aber wie sollte ausgerechnet ich mich in einem so umkämpften Feld durchsetzen, in dem Wahrheit immer nur Mehrheitsmeinung zu sein scheint?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wirtschaftspolitik-Journalistin und setze mich mit Politikern über ihre Maßnahmen auseinander&#8230; aber wieso sollten ausgerechnet meine Texte &amp; Kommentare von den Verlagen für lesenswerter als die anderer Autoren angesehen werden?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Dozentin und veranstalte mit interessierten Studenten kreative Seminare&#8230; aber wieso sollte man ausgerechnet mir eine Stelle geben und wie um Gottes Willen soll man davon leben?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Lehrbuchautorin und erkläre zukünftigen Generationen, wie die Volkswirtschaft funktioniert&#8230; aber wieso sollte jemand ausgerechnet mein Buch benutzen wollen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Polit&#8230; nein.</p>
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		</item>
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		<title>Noten kriegen.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/noten-kriegen-bildung-hochschule-professur-ranking-vwl.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 11:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Studienbedingungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die richtige Mischung aus Quantität und Qualität in den Aussagen und ein paar schöne Klausuren &#8211; der engagierte Lehrer hat jede Menge Spielraum, wenn er seine Schüler bewertet. Wer dann den Fehler macht, sich nach dem Abi nicht aus dem Bildungsdschungel in Richtung Arbeitsmarkt zu verabschieden, für den hat sich die Hoffnung, auf vernünftiger Grundlage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die richtige Mischung aus Quantität und Qualität in den Aussagen und ein paar schöne Klausuren &#8211; der engagierte Lehrer hat jede Menge Spielraum, wenn er seine Schüler bewertet. Wer dann den Fehler macht, sich nach dem Abi nicht aus dem Bildungsdschungel in Richtung Arbeitsmarkt zu verabschieden, für den hat sich die Hoffnung, auf vernünftiger Grundlage beurteilt zu werden, endgültig erledigt.</p>
<p><span id="more-347"></span>Studieneignung auf Grundlage von Durchschnittsnoten, Modulergebnisse als Multiple-Choice Ratespielchen. Und wer sich dann selbst den fragwürdigen Gefallen einer Universitätslaufbahn getan hat, steht am Ende auf einer Berufungsliste, die sich nach der Anzahl der Publikationen richtet und einer <a title="Handelsblatt Zeitschriften Ranking (Ökonomie)" href="http://www.handelsblatt.com/_t=dgtool,id=15,obj=1;singleclip" target="_blank">qualitativen Bewertung</a> &#8211; nicht des Papers selbst: des Journals.</p>
<p>Ob der Kandidat vernünftig lehrt spielt übrigens eine untergeordnete Rolle. Klar, für Multiple-Choice-Klausuren lernt man als Student sowieso am besten harte Fakten. Zuhause. Von Karteikarten. Zusammenhänge begreifen und Situationen interpretieren oder <em>bewerten </em>lernen muss man ja als Berufseinsteiger noch genug.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wattebäuschchenpädagogikkuschelgesellschaft?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/wattebaeuschchenpaedagogikkuschelgesellschaft.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2008/wattebaeuschchenpaedagogikkuschelgesellschaft.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 20:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Führungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt nichts, das nicht irgendwen diskriminiert. Das dreigliedrige Schulsystem diskriminiert weniger intelligente Kinder. Die Trennung nach dem vierten/sechsten Schuljahr diskriminiert sozial schwache Kinder. Sport diskriminiert die unsportlichen, Kunst die unkünstlerischen. Der fehlende Türkisch-Unterricht diskriminiert die Einwanderer und Lehrerinnen mit Kopftuch diskriminieren sich einfach mal selbst. Wen das Abitur diskriminiert weiss ich zwar nicht, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt nichts, das nicht irgendwen diskriminiert. Das dreigliedrige Schulsystem diskriminiert weniger intelligente Kinder. Die Trennung nach dem vierten/sechsten Schuljahr diskriminiert sozial schwache Kinder. Sport diskriminiert die unsportlichen, Kunst die unkünstlerischen. Der fehlende Türkisch-Unterricht diskriminiert die Einwanderer und Lehrerinnen mit Kopftuch diskriminieren sich einfach mal selbst. Wen das Abitur diskriminiert weiss ich zwar nicht, aber danach geht es direkt wieder weiter: Konkurrenzbetonte Aufnahmeprüfungen diskriminieren&#8230;</p>
<p>Frauen. So ein Pech.</p>
<p><span id="more-143"></span></p>
<h2>Frauen unter Druck</h2>
<p>So in etwa lässt sich das Ergebnis der Studie <a href="http://www.cepr.org/pubs/new-dps/dplist.asp?dpno=6891.asp" target="_blank"><em>Performance Gender-Gap: Does Competition Matter?</em></a> zusammen fassen. Das Problem stellt hier jedoch weniger die mangelnde fachliche Eignung dar, auch eine Geringschätzung durch Personalverantwortliche findet nicht statt. Vielmehr sind Frauen schlichtweg nicht in der Lage,  ihre durchaus vorhandenen Fähigkeiten in Konkurrenzsituationen auch zu zeigen. Statistisch betrachtet schneiden Frauen in konkurrenzfreien Tests sogar besser ab. Müssen sie sich jedoch gegen andere Bewerber durchsetzen landet ein Großteil der Frauen im Mittelfeld, während die Zahl der männlichen Konkurrenten sowohl im besten als auch im schlechtesten Viertel dominiert.</p>
<h2>Diskriminierende Prüfungssituationen</h2>
<p>Natürlich geht es auch noch weiter. Mündliche Prüfungen und Einstellungsgespräche diskriminieren auch wieder Menschen mit sozial-schwächerem Hintergrund, Personalchefs diskriminieren generell jede Randgruppe aus der sie keinen einstellen, fachbezogene Zugangsbeschränkungen diskriminieren einfach jeden dessen Leistungen nicht ausreichen. Und so weiter halt.</p>
<p>Einen Haken hat auch das Ergebnis dieser Studie noch: Wenn Frauen in Konkurrenzsituationen schlechter abschneiden als in reinen Leistungstests wie dem Abitur, es bei Männern jedoch umgekehrt ist&#8230; wie soll man das denn diskriminierungsfrei lösen? Und wie genau sollen Personaler eigentlich ihre Mitarbeiter finden, wenn sie jetzt nicht mal mehr vergleichen dürfen?</p>
<p>Eigentlich kommt man in dieser Gesellschaft gar nicht mehr um Diskriminierung herum. Aber wenn das der Kern des Problems ist, wo ist dann das Problem?</p>
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		<title>Eltern haften für ihre Kinder.</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 20:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Denn wer eine Gefahrenquelle schaft muss diese auch überwachen, oder wie war das mit der Verkehrssicherungspflicht? Gut&#8230; für diese ist es dann meistens irgendwie zu spät und diese Meinung scheinen heute viele Eltern zu teilen. Alle paar Monate läuft ein Aufschrei durch die Medien und sogar ein kleiner Teil der Bevölkerung (der, der die Nachrichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn wer eine Gefahrenquelle schaft muss diese auch überwachen, oder wie war das mit der Verkehrssicherungspflicht? Gut&#8230; für diese ist es dann meistens irgendwie zu spät und diese Meinung scheinen heute viele Eltern zu teilen.</p>
<p>Alle paar Monate läuft ein Aufschrei durch die Medien und sogar ein kleiner Teil der Bevölkerung (der, der die Nachrichten schaut oder liest) schreit sogar mit. Immer dann, wenn wieder ein Kind sterben musste weil es das Pech hatte in die falsche Familie geboren zu werden und das Jugendamt dies nicht <span style="text-decoration: line-through;">verhindern konnte</span> verhindert hat.</p>
<p><span id="more-52"></span></p>
<p>Immerhin geben sie sich heute mehr Mühe &#8211; etwa 12.800 Anträge auf Sorgerechtsentzug stellten die Jugendämter 2007, in ca 10.800 Fällen verloren Eltern das Sorgerecht für ihre Kinder.</p>
<p>Und trotzdem fand die Polizei am vergangen <a title="FAZ Artikel" href="http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E0BA42942ABC541D6AA599B70B1D9C989~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Mittwoch</a> erneut zwei vollkommen verwahrloste Kinder in einer heruntergekommen Wohnung &#8211; immerhin lebend. Die Mutter wirkte apathisch &#8211; der Vater flippte direkt aus.</p>
<p>Es geht nicht immer bis zum äußersten, aber wirklich gut haben unsere Kinder es in Deutschland trotzdem nicht. 70% der Männer sind zu fett, 50% der Frauen. Selbst Schuld. Den 15% aller Minderjährigen, die ebenfalls übergewichtig bis fettleibig sind hingegen kann man nicht unbedingt die Schuld zu sprechen. Sie wissen nicht, dass das leckere Essen von McDonalds sie später töten wird, weil sie niemals ein normales Essverhalten vorgelebt  bekommen.</p>
<p>Aber Hauptsache <em>Mal</em>unterricht in der Schule statt Ernährungstraining, auch wenn die Bundesregierung in einem heimtückischen Eingriff in die Souveränität der Länder ihren <a title="Nationaler Aktionsplan und Bewegung auf der Seite der Bundesanstalt für Ernährung und Bewegung" href="http://www.ble.de/nn_467318/DE/05__Programme/04__NationalerAktionsplan/NationalerAktionsplan__node.html?__nnn=true" target="_blank">Nationalen Aktionsplan Ernährung und Bewegung</a> startet. Hier werden in den Schulen Kampagnen unter anderem für bessere Ernährungsaufklärung, besseres Mensaessen und mehr Sport gefördert.</p>
<p>Ob die Schule die Erziehungsfehler ausgleichen kann, ist für mich eher fraglich. Meistens wird es ja eher schlimmer als besser. Ob 42% der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren unbedingt einen eigenen Fernseher haben müssen auch. Die Nutzungsstatistiken in der <a href="http://www.digitale-chancen.de/content/downloads/index.cfm/secid.11/secid2.33/aus.11" target="_blank">Kinder und Medien Studie von 2005</a> lässt jedenfalls nichts Gutes über die Freizeitgestaltung vermuten. Aber wenn schon die Eltern kaum noch vom Sofa hochkommen, wieso sollte ein Kind sich anders verhalten?</p>
<p>Und wenn sie mal rauskommen? Dann machen sie andere coole erwachsene Verhaltensweisen nach. Und weil ein Gläschen Wein am Abend eben den meisten Eltern nicht mehr reicht leert auch der Nachwuchs lieber die ganze Flasche &#8211; <a href="http://www.nw-news.de/nw/lokale_news/luebbecke/luebbecke/?cnt=2476651" target="_blank">Apfelkorn</a>. Wer es zu Hause nicht vorgelebt bekommen hat lernt es spätestens von anderen Kindern.</p>
<p>Nur gut, dass wir noch keine <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel102.html" target="_blank">englischen Zustände</a> haben.</p>
<p>Antiautoritäre Erziehung als Mittel zur freien Entfaltung der Persönlichkeit, schöne neue Welt. Böse Zungen mögen es auch ganz unpädagogisch als komplette Vernachlässigung des Nachwuchses aus Faulheit und Bequemlichkeit einer völlig unfähigen Elterngeneration bezeichnen.</p>
<h3>Kinder haften für ihre Eltern.</h3>
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		<title>Kleine Sprünge oder große Hüpfer?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 20:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten. Die Stufen Im Schnitt verdienen Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut.  Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten.</p>
<p><span id="more-18"></span></p>
<h2>Die Stufen</h2>
<p>Im Schnitt verdienen Menschen mit Berufsausbildung etwa 20% (es handelt sich um Durchschnittswerte) mehr als solche ohne. Ob es sich dabei um Arbeitnehmer oder um Personen allgemein geht bleibt uns der <a title="F.A.Z. Artikel vom 3. Juli 2008 " href="http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E9F4EEDFB233A4922999E25153688C7EE~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.-Artikel</a> leider schuldig, aber schon rein intuitiv wird klar, dass der Unterschied doch durchaus etwas größer sein könnte.</p>
<p>Menschen mit einer höheren beruflichen Ausbildung haben ein zwischen 35% und 41% höheres Gehalt als Menschen ohne jede Ausbildung, zumindest in Relation zu den Ausgebildeten leuchtet das schon ein.</p>
<p>Akademiker resp. Personen mit Hochschulabschluss bekommen etwa 63-67% mehr. Während Berufsausbildungen für gewöhnlich mit Gehaltszahlungen einhergehen, handelt es sich hier jedoch um die Gruppe, mit den höchsten Bildungsausgaben, zunächst mal ein reines Verlustgeschäft. Insbesondere die neuen Bachelorstudenten hören heute bereits zu Anfang des Studiums, dass die Studiengänge nicht darauf ausgerichtet sind, Nebenjobs zu ermöglichen.</p>
<h2>Mehr Bildung&#8230;</h2>
<p>Der Bologna-Prozess (oder auch &#8220;Bologna-Scheisse&#8221;, wie ein ehemaliger Dozent von mir es nannte) brachte uns nun noch mehr Abstufungen. Zum Diplom (eigentlich 4,5 Jahre, gerne mehr) kommt der darunter angesiedelte Bachelor (idR 3 Jahre) und der darüber liegende Master-Abschluss (5 Jahre). Während Diplomanden den Bachelor gerne vom Grundsatz her kritisieren und Bachelorstudenten sich über die anders geartete Arbeitseinstellung wundern scheint den Arbeitgebern im Großen und Ganzen ziemlich egal zu sein, was die Studierendenschaft so treibt.</p>
<h2>&#8230;gleiches Gehalt?</h2>
<p>Der <a title="Spiegel Artikel vom 20. Dezember 2005 " href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,391357,00.html" target="_self">Spiegel</a> sah das 2005 noch etwas optimistischer, die damaligen Master-Studenten kamen jedoch auch zumeist aus dem Ausland, hatten also ein Diplom <strong>und </strong>einen Masterabschluss. Die Spanne von Bachelor bis zum Master lag damals bei 7.000€. Die <a title="F.A.Z. Artikel vom 7. Mai 2008 " href="http://berufundchance.fazjob.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E5D79959D0C934906ADB6336857B53D0D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.</a> setzt die aktuelle Differenz der Gehälter von Bachelor- und Masterabsolventen auf ca 2.000€ fest &#8211; aufs Jahr gerechnet.</p>
<h2>&#8230;oder mehr Ausgaben?</h2>
<p>Ein Ausweg mag durchaus wieder im Auslandsmaster liegen. Im Gegensatz zum günstigen deutschen Studiengebührensystem ist man da jedoch in den beliebten Ländern mit 1.600€ (zum Beispiel Holland) noch gut dabei &#8211; in den noch beliebteren Ländern (Beispiel Großbritannien) geht es an einigen Universitäten bei 12.000€ (University of Leeds, 1-Jähriges Masterstudienprogramm) los. Spätestens da meldet sich dann die Armutsdebatte, denn <strong>das </strong>ist beim besten Willen für sozial-schwache Familien vollkommen undenkbar.</p>
<h2>Wasn nun?</h2>
<p>Wer eine Laufbahn in der freien Wirtschaft anstrebt wird mit einem Bachelor immer gut beraten sein. Ist ein Master gewünscht kann dieser auch nach dem Berufstieg gemacht werden, zeitliche Beschränkungen gibt es in der Regel nicht.</p>
<p>Für wissenschaftliche Laufbahnen führt am Master kein Weg vorbei, aber wer das anstrebt darf auch eigentlich keinen Gedanken an sein Gehalt verschwenden.</p>
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		<title>Kulturschock 2.0</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/kulturschock-20.html</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 09:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Führungsqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Sprachverfall]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 und Nachwuchs 2.0.x. Und dann halt noch das jeweilige <em>Zweinull</em> des Tages&#8230;</p>
<p>Und wenn alles sich sooo stark verändert &#8211; und bei laufender Notation kann man das jetzt  ja wunderbar verfolgen &#8211; darf eines aber auf gar keinen Fall fehlen: Eine ganz neue B<em>usiness Culture</em> mit dem dazu gehörigem <em>Managementconcept</em>. Da möchte man bei der Aufforderung Stirb Langsam 4.0 am liebsten sagen: &#8220;Ist gut, and thanks for all the fish&#8221;&#8230;</p>
<p><span id="more-10"></span></p>
<h2>Der Arbeitnehmer 2.0</h2>
<p>Wie ihn die F.A.Z. sich vorstellt: Tattoos, Piercings und Freizeitkleidung. Da ist ja nun grundsätzlich nichts gegen einzuwenden, ich bin immer für eine freie Gestaltung des Körpers. Aber muss ich jetzt, um im <a title="Talentkrieg 2.0: Neue Generation der klugen Köpfe" href="http://www.faz.net/s/RubF43C315CBC87496AB9894372D014B9BD/Doc~ED6D8568ECE6E452682C308FC37D9C56D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Talentkrieg 2.0</a> mitmischen zu dürfen anfangen, World of Warcraft zu spielen weil man in der Leitung einer Level-60 Gilde (wtf?) Führungsqualitäten erlernt? Die F.A.Z. sagt ja:</p>
<blockquote><p>Er kann bis zu mehreren hundert Avataren anführen. Diese muss er rekrutieren, motivieren, evaluieren und eventuell entlassen. Er muss Einsatzpläne erarbeiten, Schulungsprogramme entwickeln, Strategien entwickeln, Meinungsverschiedenheiten schlichten u.s.w. Das alles ohne direkten Personenkontakt, Zeit- und geografische Grenzen und in einer global verständlichen Sprache.</p></blockquote>
<p>Das klingt ja wirklich alles ganz toll. Ich dachte zwar, das lernt man in Universität und Ausbildung auch, aber wenn es sich auch nebenbei erledigen lässt &#8211; gekauft. Und wie erkläre ich meinen (hypothetischen, tut mir leid, wenn ich hier Irritationen ausgelöst habe) Kindern jetzt, dass sie verdammtnochmal ihre Vokabeln und Formeln lernen sollen und nicht den ganzen Tag nur zocken..? Und was mache ich mit meinem Unternehmen, wenn die Führungsriege mit großen Augen auf den Bericht des Wirtschaftsprüfers starrt und sich von hinten links ein kleinlautes &#8220;Rofl? Imba&#8230;&#8221; <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' />  meldet?</p>
<h2>Das Unternehmen 2.0</h2>
<p>Auch nur noch Opfer des Nachwuchses? Mit Anforderungen einer jungen Elite die sich mit Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen kann man sich ja grundsätzlich sehr gut identifizieren. Aber muss ich als <em>Young Professional</em> (um direkt noch mal ein cooles Wort einzustreuen) wirklich schon nach zwei Jahren mein erstes Sabbatjahr (ups &#8211; das heisst jetzt Sabbatical) einfordern? Die Qualität von Teamarbeit soll hier gar nicht in Frage gestellt sein, aber sollte ein multinationaler Konzern wirklich Menschen einstellen, die die Hierarchie nicht akzeptieren &#8211; weil das heute halt so ist?</p>
<h2>Die Erziehung 2.0</h2>
<p>Irgendwie kann die Anschaffung von Computer und Joystick (meine Güte, benutzt man die Dinger denn überhaupt noch..?) wohl noch nicht alles gewesen sein. Immerhin werden Anreize zur Auseinandersetzung mit dem gar-nicht-mehr-neuen Medium Internet geschaffen.</p>
<p>Und wenn wir schon bei Social SkillZ waren: Ob das, was in diesem Moment mit einem guten Anteil des zockenden Nachwuchses passiert wirklich zu besseren Führungskräften führt sei mal dahingestellt. Die Beobachtungen von Desozialisierung und Jugendlichen, die nachts im TeamSpeak und tagsüber mit niemandem sprechen scheinen mir persönlich jedenfalls weniger weit hergeholt. Die bloße Bedeutung des Akronyms <em>RL</em> zu kennen ist vielleicht doch noch nicht die Antwort.</p>
<p>Natürlich sind Computer- und Internetkenntnisse essentiell. Das die Koordination vieler -Menschen- (ja genau, die sind da auch beteiligt) über das Internet auch erst geübt werden will &#8211; kein Zweifel. Funktioniert das in der Praxis? Na klar! Nur halt nicht besonders oft. Und das es nun ausgerechnet jene junge Elite sein soll, die sich im Studium die Zeit mit Online-Spielen vertrieben hat und nun ganz oben auf den <em>Headhunt</em>-Listen (ja, heute hau ich mal voll rein) steht passt für mich auch nicht so richtig ins Bild. Die nicht Top-off Elite wird sich wohl eher ein Unternehmen suchen, in welchem es berufliche Zukunftschancen hat. Freie Auswahl bietet der aktuelle Arbeitsmarkt dann leider doch noch nicht.</p>
<p>In diesem Sinne empfehle ich dem Senior Staff, sich mal den Film <a title="Idiocray in der IMDB" href="http://www.imdb.com/title/tt0387808/" target="_blank">Idiocray</a> zu Gemüte zu führen und den Eltern, die lieben Kleinen doch ab und an zur Schule zu schicken &#8211; is anstrengend, ich weiss.</p>
<p><a title=".Imba." href="http://www.dasinternetabschalten.de" target="_blank">http://www.dasinternetabschalten.de</a></p>
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