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	<title>Nordbaldsüddeutsche. &#187; Lebensmittel</title>
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		<title>Bioprodukte</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 09:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;sind der Sozialismus der Nahrungsmittelindustrie. Notwendig, um alles andere in sich besser zu machen. Aber nicht wirklich das, was die Gesellschaft eigentlich will.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;sind der Sozialismus der Nahrungsmittelindustrie.</p>
<p>Notwendig, um alles andere in sich besser zu machen.</p>
<p>Aber nicht wirklich das, was die Gesellschaft eigentlich will.</p>
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		<title>War das nötig?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Dec 2008 17:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Einkaufen nach 18 Uhr, super Sache. Nach 20 Uhr, geil. Samstag Nachmittag, ab und zu sogar am Sonntag, schön-schön. Richtig spannend wird es trotzdem erst an jenen Feiertagen, die auch Werktage sind. Völlig unvorbereitet trifft uns in jedem Jahr der Ostermontag, auch Weihnachten kommt plötzlich. Und wenn Neujahr mal wieder auf den 1. Januar fällt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einkaufen nach 18 Uhr, super Sache. Nach 20 Uhr, geil. Samstag Nachmittag, ab und zu sogar am Sonntag, schön-schön. Richtig spannend wird es trotzdem erst an jenen Feiertagen, die auch Werktage sind. Völlig unvorbereitet trifft uns in jedem Jahr der Ostermontag, auch Weihnachten kommt plötzlich. Und wenn Neujahr mal wieder auf den 1. Januar fällt und der wiederum auf einen Werktag &#8211; Hilfe. Hochkomplex. Am liebsten wäre es uns doch sowieso, wenn wir einfach <em>immer </em>einkaufen gehen könnten, dann müsste auch niemand großartig drüber nachsinnieren.</p>
<p>Zwei Flaschen Ginger Ale und eine Rispe Kirschtomaten an Heiligabend brachten mich dazu, es doch mal zu tun.</p>
<p><span id="more-277"></span></p>
<p>In Celle haben wir es ja sogar ganz besonders schön: Da die Stadt ein staatlich anerkanntes Ausflugsziel ist, dürfen im Stadtkern gelegene Geschäfte nahezu an jedem Sonntag des Jahres ihre Kunden beglücken &#8211; tun sie aber nicht, warum auch? Vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr, die für viele Celler die einzig bekannte Einkaufsmöglichkeit zu sein scheinen, reichen den meisten Ladenbesitzern vollkommen.</p>
<p>Nur Heiligabend, da muss es natürlich trotzdem sein. Die frisch gebackene Torte, das Fonduefleisch direkt vom Schlachter, oder soll es ein ganzer Truthahn sein? Das kann man doch nicht am Abend vorher um 19:45 aus dem Supermarkt holen, das muss am Morgen des Heiligen Abend selbst sein. Und da reicht auch ein Zeitfenster von einer Stunde nicht aus, da muss schon die komplette Supermarktcrew antreten, um von sieben bis 14 Uhr guten wir-lieben-Lebensmittel-Service zu bieten. Das an den zwei Werktagen vor Heiligabend je zwölf Stunden Zeit sind, einkaufen zu gehen, spielt auch eigentlich keine Rolle.</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><img title="WIE frisch muss sein?" src="http://img378.imageshack.us/img378/2075/img1240wd0.jpg" alt="Festmahl" width="320" height="214" /><p class="wp-caption-text">Wie frisch muss das Festmahl wirklich sein?</p></div>
<p>So stand auch ich am Morgen in der Kassenschlange, zwei Flaschen Ginger Ale und Kirschtomaten im Arm &#8211; vollkommen überflüssigermaßen natürlich. Und ärgerte mich. Der Laden war komplett leer &#8211; bis auf einige verirrte wie mich und etwa zehn Mitarbeiter. Die mit Sicherheit etwas besseres zu tun hatten, als Weihnachten <em>ohne </em>ihre Familie aber <em>mit </em>ihren Kollegen in einem Supermarkt zu verbringen, nur damit ein paar verzogene Konsumkinder auf den wirklich <em>aller</em>letzten Drücker noch Einkäufe erledigen konnten. Heiligabend ist im protestantischen Celle ja auch eher einer der unwichtigeren Feiertage, oder wie war das?</p>
<p>Natürlich ist es ne feine Sache, seine Pforten für Kunden zu öffnen. Die Ladenbesitzer <em>können </em>es ja auch machen. Aber nicht alles was man machen <em>kann</em>, <em>muss </em>man auch tun.</p>
<p>Das gilt aber Gott sei Dank auch für die Kunden.</p>
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		<title>Milchmädchenrechnung</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/milchmaedchenrechnung.html</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jul 2008 22:34:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich war die Sache ja gegessen. Eigentlich. Uneigentlich bekommen die Bauern nun aber wieder weniger für den Liter Milch, als sie eigentlich gefordert haben. Gefordert sind 43 ct, ausgehandelt 40, gezahlt werden derzeit 30 bis maximal 32 Cents. Da lohnt sich die Produktion von Milch nicht mehr wirklich&#8230; Konsequenz? Natürlich, man produziert einfach noch mehr. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich war die Sache ja gegessen. Eigentlich. Uneigentlich bekommen die Bauern nun aber wieder weniger für den Liter Milch, als sie eigentlich gefordert haben. Gefordert sind 43 ct, ausgehandelt 40, gezahlt werden derzeit 30 bis maximal 32 Cents. Da lohnt sich die Produktion von Milch nicht mehr wirklich&#8230; Konsequenz?</p>
<p>Natürlich, man produziert einfach noch mehr.</p>
<p><span id="more-84"></span></p>
<h2>Boykott!</h2>
<p>Meine erklärte Lieblingsüberschrift. Erneut drohen die Milchbauern mit einem Boykott. Was heisst das? Genau, sie produzieren weiter, sie melken weiter, sie füttern weiter, misten weiter aus, alles was man halt so macht &#8211; und dann kippen sie die Milch in den Ausguss.</p>
<p>Damit schaden sie sich zunächst einmal selbst. Dann schaden sie den Produzenten, da diese ohne den Rohstoff Milch ihre Erzeugnisse &#8211; Molke, Käse, usw. &#8211; nicht herstellen können. Und sie schaden den Konsumenten, man denke allein an den Calciummangel. Macht übrigens schlechte Zähne und Fett, nur mal so am Rande.</p>
<p>Im Grunde schaden sie also erstmal jedem.</p>
<h2>Absprache?</h2>
<p>Also setzen sie sich mit den Abnehmern an einen Tisch und vereinbahrt höhere Preise. Super, ein höherer Preis. Der Markt giert nach Milch, da zahlt man doch erstmal gerne etwas mehr. Und weil der Boykott so abartig teuer war und der Preis nach wie vor ziemlich niedrig ist, wird erstmal kräftig produziert um die Verluste wieder einzufahren.</p>
<p>Und dann? Dann ist ne Menge Milch da. Und die Absprache wird hinfällig, weil bei einem derart großen Angebot es niemand mehr nötig hat, hohe Preise zu zahlen. Der Preis sinkt wieder auf das alte Niveau herab, die Bauern produzieren noch mehr um ihre Fixkosten zu decken. Das Angebot wird größer, der Preis sinkt weiter, die Bauern geraten in noch größere finanzielle Schwierigkeiten. Und ja, das führt zum Absinken der Qualität. Zur Erinnerung, hier geht es um Milch.</p>
<h2>Der Markt wirds schon richten&#8230;</h2>
<p>Ich weiss, niemand ausser mir mag diesen Spruch, tut mir leid. Ich find ihn toll <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Wir haben zuviel Milch in Deutschland. Sonst wäre sie ja wohl kaum so billig, oder? Gäbe es weniger Milch könnten auch höhere Preise verlangt werden, die Bauern hätten folglich einen höheren Lohn für ihre Arbeit. Leider müssen dafür aber ein paar Spieler gehen, denn zuviele Bauern, die alle ihre Grundbedürfnisse decken müssen, schwächen durch das entstehende Überangebot den Markt zu sehr. Hat irgendwer <em>a beautiful mind</em> gesehen?</p>
<p>Da diese aber kaum freiwillig gehen werden läuft es leider nur noch auf die harte Tour. Keine Preisabsprache, niedrige Preise. Insolvenzen von Bauern. Nicht schön.</p>
<p>Aber wirkungsvoll.</p>
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		<title>Alles Käse.</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 22:24:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Käse]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben, die Überschrift ist denkbar unkreativ. Bietet sich aber auch irgendwie an, oder nicht? Nach dem mit BSE, Schweinepest, Vogelgrippe und Gammelfleisch die Fleischfresser unter uns hinreichend abgegrast wurden sind jetzt auch die Vegetarier fällig, Käseskandal. Ursprungsland: Italien&#8230; Das beruhigt mich jetzt schon irgendwie, kann ich doch mein Weltbild unerschüttert beibehalten. Aber was ist hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, die Überschrift ist denkbar unkreativ. Bietet sich aber auch irgendwie an, oder nicht? Nach dem mit BSE, Schweinepest, Vogelgrippe und Gammelfleisch die Fleischfresser unter uns hinreichend abgegrast wurden sind jetzt auch die Vegetarier fällig, Käseskandal.</p>
<p><span id="more-8"></span></p>
<h3>Ursprungsland: Italien&#8230;</h3>
<p>Das beruhigt mich jetzt schon irgendwie, kann ich doch mein Weltbild unerschüttert beibehalten. Aber was ist hier eigentlich passiert?<br />
In Käsereien entsteht Abfall. Abfall, der natürlich entsorgt werden muss. So hatte sich den italienischen Käsereien eine Firma angeboten, dies gegen Bezahlung zu erledigen. Sie haben die Abfälle abgenommen und&#8230; natürlich, sie haben sie weiterverarbeitet. Soweit, so ekelhaft, so aufgeflogen. Die Verantwortlichen stehen mittlerweile in Italien vor Gericht. Nach dem der Fall durch die italienischen Medien lief, wurden nun auch die deutschen &#8211; wer jetzt? Achso, die deutschen <em>Medien </em>- darauf aufmerksam. Also verbindlichsten Dank auch liebe Italiener, dass ihr es nicht geschafft habt, <strong>uns mal Bescheid zu sagen</strong>. Auch Vertreter der deutschen Polizei äußerten sich da eher verwundert, da auch sie durch die Medienberichte von dem Betrug der Entsorger erfahren hatten. Eine Käserei im allgäuischen Woringen soll angeblich ebenfalls Käseabfälle verarbeitet und weiterverkauft haben.<!-- br--></p>
<p><img class="alignleft" style="border: 0pt none ; margin: 0px; float: left;" src="http://blog.isabellprophet.net/pictures/cheese2.jpg" alt="Käse" width="216" height="144" /></p>
<h3>&#8230;oder war es doch Phantasialand?</h3>
<p>Auch der deutsche Bürger wurde durch die Medien hinreichend mit Details versorgt. Gammliger Käse, Eisenabfälle, Plastikstücke, Mäusekot, Würmer. Das ganze appetitlich illustriert mit Photos von abgelaufenem, schimmlig gewordenem Käse&#8230; im Supermarkt, aber gut, Hauptsache ein hübsches Photo gebracht um den Zuschauer hinreichend auf den nun folgenden Beitrag über die Durchsuchung in Woringen vorzubereiten.</p>
<p>Es zeigt sich ein erschütterter Bürgermeister, der von den mysteriösen Vorgängen berichtet. Nie habe man etwas von den Pächtern gehört, die Mitarbeiter hätten auch niemals mit irgendwem darüber gesprochen. Schnitt. Ein Polizist vor der Fabrik. &#8220;&#8230;haben unsere Ermittler bisher einen recht positiven Eindruck innerhalb dieser Gebäude bekommen. Von Verunreinigungen ist uns bislang nichts bekannt, aber wir haben auch aus der Presse von diesem Fall erfahren.&#8221; Sinngemäß.</p>
<h3>Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit?</h3>
<p>Anders kann ich mir den anhaltenden Skandaltrieb gewisser Medien jedenfalls nicht erklären. Selbstbewusstsein ist hier als Schlüsselqualifikation wohl sehr gefragt, besäße man keines käme man auch kaum auf die Idee, Informationen aus der römischen Presse komplett unhinterfragt und dann auch noch falsch zu übernehmen. Vielleicht ist Italienisch auch einfach eine verdammt schwere Sprache? Ich kanns leider nicht beurteilen.</p>
<p>Übrigens liegt der italienische Fall mittlerweile zwei Jahre zurück, bereits damals wurden Produktion und Vertrieb gestoppt. Seit zwölf Monaten sind die betreffenden Betriebe durch die italienischen Behörden gesperrt. Derzeit läuft in Italien das Gerichtsverfahren an, worüber die dortige Presse berichtet hatte.</p>
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