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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Göttingen</title>
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		<title>Kein Alkohol war wohl doch keine Lösung.</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 00:03:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230;aber sie habens ja immerhin einmal versucht. Ja, ich weiß. Kein Alkohol in Metronom-Zügen, das ist irgendwie nichts Neues mehr. Neu für mich sind aber die  spaßig gemeinten Ortsansagen, die laut Presse-Zentrum potentielle Randalierer beruhigen sollen. Ob das nun funktioniert? Soll mir an dieser Stelle egal sein, bei der WELT wurde genug diskutiert. Bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>&#8230;aber  sie habens ja immerhin einmal versucht.</em></p>
<p>Ja, ich weiß. Kein <a title="Internetseite zur Kampagne" href="http://www.metronom-alkoholfrei.de/" target="_blank">Alkohol</a> in Metronom-Zügen, das ist irgendwie nichts Neues mehr. Neu<em> </em>für mich sind aber  die  spaßig gemeinten Ortsansagen, die laut Presse-Zentrum potentielle Randalierer beruhigen sollen.</p>
<p><img title="More..." src="http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-678"></span><br />
Ob das nun  funktioniert? Soll mir an dieser Stelle egal sein, bei der <a title="Bericht bei welt.de" href="http://www.welt.de/reise/article3587236/Metronom-beruhigt-Randalierer-im-Zug-mit-Comedy.html" target="_blank">WELT</a> wurde genug diskutiert. Bei der (nicht der, der anderen) <a title="Audio-Dateien bei der Hildesheimer Allgemeinen" href="http://www.hildesheimer-allgemeine.de/metronom.html" target="_blank">HAZ</a> gibts die Dinger sogar zum Anhören. Was die Hildesheimer Allgemeine Zeitung da jedoch nicht veröffentlicht, sind Werbe-Einspieler für Bier und Schnaps. Die gibt es auf der Strecke Hannover-Göttingen nämlich ebenfalls auf die Ohren.</p>
<p>In Metronom-Zügen, in denen ohnehin weit übers erträgliche Maß hinaus Ansage-Belästigung betrieben wird, ist die Audio-Werbung ein kein schlechtes Geschäftsmodell. Fällt ja schließlich auch nicht weiter ins Gewicht. Und für Alkohol &#8211; na klar! So werden Bedürfnisse geweckt und Sehnsüchte gestärkt. Der metronomfahrende Durchschnittsalkoholiker kann seine Bedürfnisse und Sehnsüchte dann auch direkt befriedigen &#8211; <em>nach </em>der Fahrt. Und woanders, bitte.</p>
<p>Danke.</p>
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		<title>Danke. Post.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 18:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ding. Dong. Aha, mein Paket. Das ging ja schön schnell. Tür aufgemacht, schnell angezogen, der gute Mann kann kommen. So langsam. Jetzt aber. Nein? Dann halt nicht. Dafür fand sich später ein nettes oranges Kärtchen im Postkasten. Und und so wurde ich zur Rentnerin. Man kann es doch mal erwähnen. Dachte ich mir und erklärte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ding. Dong. <em>Aha, mein Paket. Das ging ja schön schnell.</em> Tür aufgemacht, schnell angezogen, der gute Mann kann kommen. So langsam. Jetzt aber. Nein? Dann halt nicht. Dafür fand sich später ein nettes oranges Kärtchen im Postkasten. Und und so wurde ich zur Rentnerin.</p>
<p><span id="more-657"></span><em>Man kann es doch mal erwähnen</em>. Dachte ich mir und erklärte dem Mann hinterm Postschalter, dass ich es besser finde, entweder zu klingeln <em>oder </em>eine Karte einzuwerfen. Oder zu sagen, dass man keinen Bock auf seinen Job hat und daher das Paket nicht ausliefern wird. Das wär okay, hätte ich Amazon.de einfach Bescheid gesagt, die DHL möchte keine Pakete mehr ausliefern, hätten die Bescheid gewusst. Das hab ich natürlich nicht alles gesagt &#8211; aber entweder klingeln oder Karte, das find ich <em>normal</em>.</p>
<p>Er fand das auch normal, konnte mir aber nicht helfen. Dafür aber das extra aufgestellte gelbe Sorgentelefon der Deutschen Post. <em>Am Eingang links, alles klar</em>.</p>
<p>Fehler, ganz klar. Von der Telekom (die sich in letzter Zeit übrigens handzahm zeigte) sollte ich es gelernt haben &#8211; mit ehemals staatlichen Unternehmen <em>kann. man. nicht. reden</em>. Aber kleinenthusiastisch-Isa hat ja jetzt schon mal angefangen, jetzt kann mans auch zu Ende bringen. So lange wird es ja nicht dauern. <em>Fehler, ganz klar</em>.</p>
<p>Die Frau am anderen Ende der Leitung war offensichtlich nicht gut drauf. Nach diversen Abfragen begann ich mich zu fragen, ob man ihr vielleicht eine Waffe an den Kopf hielt, um meine privaten Daten zu erfahren. Warum sie das denn so genau wissen möchte, ich wollte doch nur sagen, dass ich nicht angeklingelt werden möchte, wenn der Lieferant gar nicht liefern möchte. Oder, dass er lieber liefern möchten soll.</p>
<p>Das wars. Die junge Dame am Telefon verlor die Nerven. Ich versuchte sie zu beruhigen, dass es ja weder schlimm noch ihr Fehler sei. <em>Sie fühlte sich ja gar nicht angegriffen!</em> Meine Ohren in dem Moment dann schon. Ich legte wortlos auf und verließ die Post. Ende des Rentnerdaseins, genug gemeckert.</p>
<p>Service ist eben noch ein junger Wirtschaftssektor.</p>
<p><span style="color: #800080;">Im Paket waren übrigens die zwei bestellten Teile einer Buchreihe &#8211; in unterschiedlichen Auflagen. Der Mann an der Amazon-Hotline zeigte Verständnis und begann nach dem zweiten Band in der neueren Auflage zu wühlen. Erfolglos. Aber sehr nett.</span></p>
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		<title>Recht ökonomisch?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/recht-oekonomisch-analyse-bizer-gubaydullina-goettingen.html</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 17:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach. Erst denken, dann lenken. Gesetze als Institutionen setzen dem Zusammenleben in einem Staat Grenzen und bilden gleichzeitig ökonomische Anreize für oder gegen bestimmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach.</p>
<p><span id="more-621"></span></p>
<h1>Erst denken, dann lenken.</h1>
<p>Gesetze als Institutionen setzen dem Zusammenleben in einem Staat Grenzen und bilden gleichzeitig ökonomische Anreize für oder gegen bestimmte Handlungsentscheidungen. Bei diesen Anreizen handelt es sich aus der Perspektive der Akteure um Restriktionen bei der Wahl der Verhaltensalternative. Die legislative Gewalt, die gesetzgebende, ist in der Gewaltenteilung der Demokratie für die Erarbeitung neuer Gesetze zuständig. Dabei muss sie einerseits normative Wertvorstellungen der Gesellschaft, also der Wähler, berücksichtigen, andererseits aber auch Effizienz- und Freiheitskriterien. So fragt auch die Rechtsprechung des deutschen Verfassungsgerichtes danach, ob ein zu prüfendes Gesetz in seiner Wirkung verhältnismäßig ist. Mögliche Einschränkungen der freien Handlungswahl der Individuen sollen dem angestrebten Ziel angemessen sein. Der Eingriff in die persönliche Freiheit des Individuums soll dabei jedoch auch nicht tiefer als unbedingt erforderlich sein.</p>
<p>Mit steigender Komplexität des deutschen Rechte-Kanons wird jedoch auch die Abschätzung der Folgen eines Gesetzes schwieriger. Rationale Schlussfolgerungen und Handlungsanpassungen verschiedener Individuen müssen und werden nicht immer deckungsgleich sein. Außerdem können unerwartete Verhaltensänderungen auftreten, wenn die Gesetzesfolgen nicht korrekt abgeschätzt werden. Neben der Frage nach der Verhältnismäßigkeit steht daher auch die Frage nach der Eignung im Vordergrund: Wird das angestrebte Ziel durch das neue Gesetz überhaupt erreicht?</p>
<h1>Wo will man hin?</h1>
<p>Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht das handelnde Individuum, der Akteur. Es wählt aus verschiedenen Handlungsalternativen aus. Der Gesetzgeber will diese nun regulieren. Dem Gesetzgeber stellen sich bei der Lösung eines solchen <em>regulatory choice</em> Problems drei Aufgaben: Zunächst muss ein Ziel als erstrebenswert erkannt oder gesetzt werden. Dann müssen Instrumente zur Erreichung dieses Ziels gewählt werden. Diese müssen drittens auf ihre gewünschten und nicht-gewünschten Wirkungen untersucht werden. Erst wenn alle möglichen Regulationsalternativen auf diese Art analysiert wurden, sollte die Entscheidung für ein Instrument getroffen werden.</p>
<p>Die zentrale Kritik an einer ökonomischen Analyse des Rechts basiert auf der These, dass viele Rechtsbereiche auf den ersten Blick keine Effizienzanalyse erlauben. Das ist nicht abzustreiten, doch vielfach geht es dem Ökonom auch nicht um eine Bewertung des zu erreichenden Ziels. Ziele können der ökonomischen Effizienz dienen, so zum Beispiel bei Umwelt- oder Wirtschaftsfragen. Ziele können aber in gleichem Maße soziale Normen reflektieren, also wertend als gesellschaftlich wünschenswert betrachtet werden. Aufgabe der Ökonomik ist es im zweitgenannten Fall lediglich, verschiedene Instrumente zur Erreichung des gesetzten Ziels zu untersuchen und das effizienteste unter ihnen zu identifizieren.</p>
<h1>Wie handelt der Mensch?</h1>
<p>Zu diesem Zweck ist es notwendig, das Verhalten der beteiligten Akteure vorauszusagen. Hier liegt der zweite Kritikpunkt anderer Wissenschaften: Das Standardindividuum der Ökonomik, der <em>homo oeconomicus</em>, ist nur durch Anreize gesteuert. Dies macht die Gesetzesfolgenschätzung durchaus sehr einfach: Gesetzlich festgelegte Strafen in Verbindung mit dem Risiko, bei einer Gesetzesübertretung erwischt zu werden, bilden die Restriktionen. Diese werden ins Verhältnis zum Nutzen aus der Nichtbefolgung gesetzt, welcher sich aus den individuellen, unveränderlichen Präferenzen ergibt. Das perfekt informierte Individuum trifft seine eigennützige Entscheidung nur in der gegebenen Situation und hält sich an das Gesetz oder auch nicht. Durch eine Veränderung der Restriktionen kann der Gesetzgeber also die Handlungsentscheidung des Akteurs beeinflussen. Zu analysieren wäre in diesem Fall, welche Anreize zur Verhaltenssteuerung notwendig bzw. ausreichend sind.</p>
<h1>Wie handelt der Mensch wirklich?</h1>
<p>Doch in der Realität verhalten sich die Individuen nicht immer rational. Um in der ökonomischen Analyse das Verhalten der Akteure realitätsnah abbilden zu können, lässt sich das Modell des <em>homo</em> <em>oeconomicus institutionalis</em> verwenden. Hierbei wird nicht nur von einer Anreiz-orientierten Verhaltensanpassung ausgegangen. In der nächsten Stufe wird untersucht, ob sogenanntes rational-regelgebundenes Verhalten vorliegt. Dann würden die Akteure für ihr Verhalten in komplexen Situationen Regeln anlegen, nach denen sie sich – insbesondere im Wiederholungsfall – richten. Hier kann zwar eine nutzenmaximierende Entscheidung stattgefunden haben, diese wäre jedoch nicht situativ. Ändern sich die Restriktionen – würde also zum Beispiel ein Versuch der Verhaltenssteuerung durch Gesetzesänderung versucht werden – ist nicht zwingend eine Verhaltensänderung zu erwarten.</p>
<p>Ähnliches gilt bei der nächsten Stufe im Modell des <em>homo</em> <em>oeconomicus institutionalis</em>. Nun wird von kognitiven Grenzen ausgegangen: Das Individuum kann nicht alle Folgen und Restriktionen seines Handelns überblicken oder bewerten. Diese Verhaltensgrundlage kann zum Beispiel Ansätze für ein „milderes Mittel“ bieten. Dann könnte gezielte Information die gesetzliche Steuerung des Verhaltens ersetzen.</p>
<h1>Grenzen gibt es wirklich.</h1>
<p>Die Problematik dieser Verhaltensansätze liegt darin, dass auch wenn das Verhalten aus der Perspektive des Akteurs selbst immer noch individuell-rational erscheinen würde, es für Außenstehende jedoch nicht ohne weiteres Vorauszusehen ist. Noch schwieriger ist eine Erwartungsbildung, wenn das Handeln der Akteure auf Basis ihrer Sozialisation erfolgt. In diesem Fällen findet in der Regel keine rationale oder begrenzt rationale Entscheidung mehr statt. Das sogenannte habituelle Verhalten wäre dann zum Beispiel von Eltern anerzogen oder im sozialen Umfeld als „normal“ empfunden worden. Dies gilt nicht unbedingt für das emotionale oder instinktive Verhalten. Hier finden Handlungen als Reaktionen auf bestimmte Reize statt.</p>
<p>Denkbar sind in den letzten Instanzen auch soziale, nicht-eigennützige oder endogene Präferenzen. Diese mögen zwar beobachtbar sein, sind jedoch in der Regel sehr schwer festzustellen. Dies gilt insbesondere für einen denkbaren Beweis für die Veränderlichkeit von Präferenzen.</p>
<h1>Was wirkt?</h1>
<p>Nachträgliche kritische Reflexion des Verhaltens muss in diesen Fällen nicht zu einer Verhaltensänderung (im Sinne eines Lerneffektes) führen, ebenso gering wäre der Einfluss neuer Restriktionen, wenn sie nicht stark genug in ihrer Wirkung sind. Gegebenenfalls muss in diesem Fall auch von kurzfristigen gesetzlichen Rahmenbedingungen abgesehen werden und stattdessen ein langfristiger „Kulturwandel“ angestrebt werden.</p>
<p>Eine Analyse, die diese sieben Verhaltenstypen in Betracht zieht, lässt eine ökonomische Prognose der Verhaltensänderungen zu. Eine solche Prognose ist auch juristisch mit der Frage nach der Verhältnismäßigkeit gefordert: Ein Gesetz muss geeignet, erforderlich und angemessen sein, ein zuvor bestimmtes Ziel zu erreichen. In dieser Forderung steckt ökonomisch betrachtet der Anspruch der Effizienz.</p>
<p>Für die Forschung wie auch für die praktische Politik stellt sich damit nicht mehr die Frage nach der Zulässigkeit einer ökonomischen Analyse des Rechts. Wichtiger ist als Folge der vorangestellten Betrachtung, ob man auf eine solche überhaupt verzichten darf.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<h2>Literatur und Quellen:</h2>
<address>Bizer, K. and Z. Gubaydullina (2007). Das Verhaltensmodell der interdisziplinären Institutionenanalsyse in der Gesetzesfolgenabschätzung.</address>
<address>Posner R.A. (1992). An Economic Analysis of Law. Chapter 2.</address>
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		</item>
		<item>
		<title>Was lange wärt, ist längst nicht gut.</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 09:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Paderborn]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist einer dieser Fälle, in denen ich vielleicht auf meine Mutter hätte hören sollen. Die hat nämlich immer schon dazu geraten, einen möglichst großen Bogen um Online-Käufe zu machen. Aber nein, ich konnte ja nicht hören. Es gibt im H&#38;M-Onlineshop regelmäßig ganz nette Rabattaktionen. Da H&#38;M ja traditionell auf mich genormt ist, hab ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist einer dieser Fälle, in denen ich vielleicht auf meine Mutter hätte hören sollen. Die hat nämlich immer schon dazu geraten, einen möglichst großen Bogen um Online-Käufe zu machen. Aber nein, ich konnte ja nicht hören.</p>
<p><img class="size-full wp-image-469" title="H&amp;M Hennes und Mauritz" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/dsc02163.jpg" alt="Hennes und Mauritz" width="418" height="200" /></p>
<p><span id="more-468"></span></p>
<p>Es gibt im H&amp;M-Onlineshop regelmäßig ganz nette Rabattaktionen. Da H&amp;M ja traditionell auf mich genormt ist, hab ich natürlich auch fleissig bestellt. Zwar hätte ich die Sachen gerne nach Paderborn bekommen, aber da man- und <em>man </em>ist die Eingabemaske &#8211; sich weigerte, an eine andere Adresse als meine eigene zu schicken, lief das wohl nicht. Also Göttingen, na wir werden sehen.</p>
<h2>Zwei Wochen später, nichts war passiert.</h2>
<p>Nein, <em>nichts </em>ist natürlich übertrieben.</p>
<p>Abgebucht war das Geld schließlich trotzdem. Da man sich nicht in der Lage sah, mir eine Paketnummer zu geben, entschieden sich die H&amp;Mler, alles auf Rechnung neu rauszusenden. Bitte, gerne, bevor sie mir das Geld doppelt abbuchen, war es mir so auf jeden Fall lieber.</p>
<p>Und tatsächlich erreichte mich etwa zwei Wochen später ein Paket. Nicht die ganze Lieferung, aber immerhin schon einiges. Ich versuchte es mit Aussitzen, hat auch funktioniert: Weitere zwei Wochen später, noch ein Päckchen. Nur mein Geld, das wollten sie mir wohl nicht wiedergeben. Eine Rechnung auch nicht, aber man ist ja Telekomvorgeschädigt und fragt lieber mal nach.</p>
<p>Antwort: Ihre Rücksendung ist nicht eingetroffen, daher auch keine Rückbuchung. <em>Hä?</em></p>
<p>Nur die Rechnung, die kam dann natürlich. Ein Euro Rechnungsgebühr dabei, aber wollen wir mal nicht so sein. Bezahlt habe ich es selbstverständlich nicht. Nach einigen E-Mails &#8211; die wirklich freundlich waren, kann man nicht anders sagen &#8211; erklärte man das Thema für erledigt. Ich hatte meine Sachen, die Schweden hatten ihr Geld.</p>
<h2>So weit so&#8230; nein.</h2>
<p>Etwa einen Monat später tauchte offenbar das Paket wieder auf.</p>
<p>Und ich bekam eine Rechnung über 15 Euro Versand- und Rücksendegebühr.</p>
<p>Und meine Ursprungszahlung wurde zurückgebucht&#8230;</p>
<p>&#8230; auf Nachfrage wurden besagte 15 Euro dann auch noch ausgebucht.</p>
<p>Ich überwies das Geld also zurück &#8211; PLUS Rechnungsgebühr, man will ja zum Ende kommen&#8230;</p>
<p>&#8230;und bekam für das neue Paket eine Mahnung.</p>
<h2>Hallo?</h2>
<p>Das erinnert wirklich an die guten alten Telekomzeiten, wo täglich wechselnde Mitarbeiter täglich wechselndes Chaos verwalten mussten &#8211; bis ich wohl aus Mitleid meine persönliche Geschäftskundenbetreuerin bekam. Denen fiel es allerdings offensichtlich viel schwerer, gegen ihr System anzukommen, als den H&amp;Mlern. Denn auch, wenn das schwedische System sein Geld nicht ganz wert zu sein scheint, zumindest die Damen und Herren aus der E-Mail-Kundenbetreuung können <em>wirklich </em>helfen.</p>
<p>Theoretisch stehen wir bei Null, aber ich sollte wohl trotzdem gelegentlich meinen Briefkasten kontrollieren&#8230;</p>
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		</item>
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		<title>Schwarz gefahren.</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 16:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Celle]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Ups. Da war es passiert. Nein, nicht ohne Ticket unterwegs, das wäre zu einfach. Also okay. Ich war natürlich ohne Ticket unterwegs, aber das war nicht das Kernproblem. Von Göttingen nach Celle geht ja schließlich mit dem Semesterticket. Das hatte ich allerdings auch nicht dabei. Das war nämlich im Portemonaie. Und das hatte ich bevor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ups.</em> Da war es passiert. Nein, nicht ohne Ticket unterwegs, das wäre zu einfach. Also okay. Ich war natürlich <em>ohne </em>Ticket unterwegs, aber das war nicht das Kernproblem.</p>
<p><span id="more-465"></span></p>
<p>Von Göttingen nach Celle geht ja schließlich mit dem Semesterticket. Das hatte ich allerdings auch nicht dabei. Das war nämlich im Portemonaie. Und das hatte ich bevor ich zum Bahnhof gerannt bin schon nicht mit in der Uni. Überhaupt lag es schon seit der Nacht davor auf meiner farbidentischen Couch. Unter drei Ordnern. <em>Doof</em>.</p>
<p>An dieser Stelle nochmal danke an die nette Dame im <span style="color: #0000ff;">Metronom, </span>die heute einen kurzen Blick auf den Verwarnbescheid von der Hinfahrt  riskierte und mir gesagt hat, ich sollte den Ausweis schnell, aber <em>ganz schnell</em> vorzeigen gehen, damit ich nur die Bearbeitungsgebühr zahle. Einmal reicht ja auch, <em>schlauer </em>wäre ich von der doppelten Gebühr auch nicht mehr geworden.</p>
<p>Sind jetzt übrigens sieben Euro (statt 14). Auf dem Bescheid stehen 61,24 (autsch), aber <span style="text-decoration: line-through;">brave</span> arme Studenten zahlen Dank Semesterticket nur die besagte Bearbeitungsgebühr.</p>
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		<title>Die Sache mit dem Feuer</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 22:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Feuer]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilcourage]]></category>

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		<description><![CDATA[Gar nicht so einfach, sich wirklich dafür zu entscheiden, die Polizei oder Feuerwehr zu rufen, wenn wirklich mal etwas passiert ist. Jeder kennt das. Beschwert man sich nun? Oder macht das nur Ärger? Offensichtlich ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag im großen und ganzen GAR nichts im Idunazentrum in Göttingen passiert. Die Feuerwehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gar nicht so einfach, sich wirklich dafür zu entscheiden, die Polizei oder Feuerwehr zu rufen, wenn wirklich mal etwas passiert ist. Jeder kennt das. Beschwert man sich nun? Oder macht das nur Ärger? Offensichtlich ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag im großen und ganzen <em>GAR </em>nichts im Idunazentrum in Göttingen passiert. Die Feuerwehr wurde trotzdem gerufen. Wegen nem Küchenbrand? Warum auch immer. Auf jeden Fall war einiges los im Maschmühlenweg 4-6 in Göttingen. Blogger <span style="color: #ff6600;"><a href="http://www.einfach-orange.de">MrOrange</a></span> saß auf ein Gläslein Weißwein bei mir und sorgte für einiges an wirklich gelungenen Bildern. Besser als nichts.<br />
<span id="more-428"></span></p>
<p>Was eben noch als kleine Ansammlung von Blinklichtern hinter den Bahnschienen unsere Aufmerksamkeit erregte, stand wenige Augenblicke direkt vor der Tür: Die Feuerwehr samt Krankenwagen. Wenige Augenblicke später waren auch wir dann unten, ganz unvorbildlich mit dem Fahrstuhl.</p>
<p>Gar nicht so unbeeindruckend, kurz vor Mitternacht im Blinklicht der Einsatzwagen zu stehen. Mehr als rumstehen war aber auch nicht drin für die Jungs, die in voller Montur, samt Atemmaske und Sauerstoffgerät bereit zum Einsatz waren. In jedem Fall ist viel Adrenalin in der Luft verpufft, aber das war es dann auch schon.</p>

<p>Was von der Nacht übrig bleibt ist die Frage, wieso so viele Berichtenswerte Geschichten im Nichts versinken, während so viel Uninteressantes berichtet wird.</p>
<p>Wenigstens <em>hat </em>mal jemand Bescheid gesagt, weil er irgendwas gesehen hat. Auch wenn es nichts war. Passiert eigentlich viel seltener als das jemand nichts sagt, obwohl er etwas sieht.</p>
<p>Antwort: Weil wir uns nicht trauen? <em>Warum</em>?</p>
<p>Ist auch eigentlich gar nicht so wichtig. Nichts ist passiert aber wir können berichten.</p>
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		<title>Fürs Leben lernen?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/fuers-leben-lernen.html</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 00:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<category><![CDATA[Masterstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchs]]></category>

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		<description><![CDATA[Leidtgedanken keiner Historikerin, keiner Ökonomin, keiner Wirtschaftsjuristin und keiner Ökonometrikerin bei rotem Mond über den Dächern von  Göttingen, die irgendwie ganz viel weiß, nichts kann aber am Ende wenigstens  schlauer ist als vorher. Vielleicht werde ich mal professionelle Klausurenschreiberin. Eine andere Zukunft erscheint mir morgens, halb drei in Göttingen, zwei Wochen bevor in 15 Stunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lei<span style="text-decoration: line-through;">d</span><del datetime="2009-07-01T00:12:15+00:00"></del>tgedanken keiner Historikerin, keiner Ökonomin, keiner Wirtschaftsjuristin und keiner Ökonometrikerin bei rotem Mond über den Dächern von  Göttingen, die irgendwie ganz viel weiß, nichts kann aber am Ende wenigstens  schlauer ist als vorher.</p>
<p><span id="more-422"></span></p>
<p>Vielleicht werde ich mal professionelle Klausurenschreiberin. Eine andere Zukunft erscheint mir morgens, halb drei in Göttingen, zwei Wochen bevor in 15 Stunden die letzte Prüfung dieses Semesters geschrieben ist, kaum denkbar.</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Buchautorin, dann kann ich meine Geschichtskenntnisse in historischen Romanen verwerten&#8230; aber wer sollte ausgerechnet meine Bücher schon lesen wollen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wissenschaftlerin in der Ökonomie, mit dem Methodenwissen würde es mir wohl nicht so schwer fallen, interessant wäre es jeden Tag und Frustration bin ich ja schon gewohnt&#8230; aber wer würde ausgerechnet mich schon dafür bezahlen wollen, Sachen rauszufinden und wie sollte ich es schaffen, Aufsätze publiziert zu kriegen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wissenschaftlerin in der Geschichtsforschung und erfosche spannende Ereignisse&#8230; aber wie sollte ausgerechnet ich mich in einem so umkämpften Feld durchsetzen, in dem Wahrheit immer nur Mehrheitsmeinung zu sein scheint?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wirtschaftspolitik-Journalistin und setze mich mit Politikern über ihre Maßnahmen auseinander&#8230; aber wieso sollten ausgerechnet meine Texte &amp; Kommentare von den Verlagen für lesenswerter als die anderer Autoren angesehen werden?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Dozentin und veranstalte mit interessierten Studenten kreative Seminare&#8230; aber wieso sollte man ausgerechnet mir eine Stelle geben und wie um Gottes Willen soll man davon leben?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Lehrbuchautorin und erkläre zukünftigen Generationen, wie die Volkswirtschaft funktioniert&#8230; aber wieso sollte jemand ausgerechnet mein Buch benutzen wollen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Polit&#8230; nein.</p>
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		<title>Die Welt ist weg.</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 05:56:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hab ich eigentlich erwähnt, was für eine geile Wohnung ich doch habe? Vierzehnter Stock über Göttingen, da sieht man dann am Abend schonmal sowas: Eigentlich sieht man sowas sogar so gut wie jeden Abend Okay, den Bahnhof direkt unter meinem Balkon, den sieht man jetzt nicht. Aber jetzt gerade im Moment seh ich ihn auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hab ich eigentlich erwähnt, was für eine geile Wohnung ich doch habe? Vierzehnter Stock über Göttingen, da sieht man dann am Abend schonmal sowas:</p>
<p><a href="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01817.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-413" title="dsc01817" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01817-300x225.jpg" alt="dsc01817" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Eigentlich sieht man sowas sogar so gut wie <em>jeden </em>Abend <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':P' class='wp-smiley' /><br />
<span id="more-411"></span><br />
Okay, den Bahnhof direkt unter meinem Balkon, den sieht man jetzt nicht. Aber jetzt gerade im Moment seh ich ihn auch nicht, dabei ist es draussen sogar hell. Allerdings seh ich auch sonst nicht viel. Also&#8230; eigentlich sehe ich überhaupt nichts.</p>
<p>Sieben Uhr, ausgesprochen verkatertert, da kann das schonmal leichte Irritationen hervorrufen.</p>
<p><a href="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01851.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-414" title="dsc01851" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01851-300x225.jpg" alt="dsc01851" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Drinnen ists aber auch nicht schlecht, hier noch eins zum Angeben:</p>
<p><a href="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01831.jpg"><img class="size-medium wp-image-416 alignright" title="dsc01831" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01831-300x225.jpg" alt="dsc01831" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Nein, das ist nicht der Mond, das ist meine drei-Euro-Ikea Lampe.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wählen und wählen lassen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 11:43:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wahlkampf wird wichtiger. Nichtmal mehr 50% der Deutschen wählen aus &#8220;Tradition&#8221;, besser gesagt, Parteibindung. Heute zählen die Inhalte. Was genau das nun eigentlich sein soll, wer weiß das schon? Aber wichtig sind sie, das hat jeder verstanden. Auch nicht ganz uninteressant: Die Kandidaten. Aber wie gewinnt man den jetzt eigentlich so eine Wahl? Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wahlkampf wird wichtiger. Nichtmal mehr 50% der Deutschen wählen aus &#8220;Tradition&#8221;, besser gesagt, Parteibindung. Heute zählen die Inhalte. Was genau das nun eigentlich sein soll, wer weiß das schon? Aber wichtig sind sie, das hat jeder verstanden. Auch nicht ganz uninteressant: Die Kandidaten. Aber wie gewinnt man den jetzt eigentlich so eine Wahl? Am besten mit ganz ganz viel Schlamm.</p>
<p><span id="more-402"></span>Es hat begonnen: Das Superwahljahr. Aus diesem Anlass hielt <a title="Niedermayer an der FU Berlin" href="http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/empsoz/mitarbeiter/niedermayer/index.html" target="_blank">Prof. Dr. Oskar Niedermayer</a> von der FU Berlin an der Universität Göttingen einen Vortrag zum Thema &#8220;Wahlverhalten der Bürger und Wahlkampfstrategien der Parteien&#8221;. Schnell wird klar: Gewählt werden ist gar nicht so einfach. Nicht nur, dass die Wähler sich dauernd umentscheiden, sie entscheiden auch noch vollkommen unvorhersehbar. Das musste auch der Wissenschaftler eingestehen und weigerte sich, eine konkrete Prognose abzugeben.</p>
<div id="attachment_406" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01833.jpg"><img class="size-medium wp-image-406" title="900520Vortrag" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/05/dsc01833-300x173.jpg" alt="Niedermayer" width="300" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Niedermayer</p></div>
<p>Ganz vernünftig, denn im Wahlkampf kann man viel falsch machen. Personenkult á la Obama &#8211; zero points in Germany. Was in Amerika von der Presse sogar mitgetragen wurde (nachweislich beeinflusste einseitige Berichterstattung in den Medien den Ausgang der US-Wahl), würde in Deutschland &#8220;von der Presse zerfleischt werden&#8221;. Auch das Internet kann gefährlich werden. Präsenz ja &#8211; aber bloß nicht übertreiben, das kann nach hinten los gehen. Und während sich so mancher mehr Nähe zum Politiker wünschen würde &#8211; Twitter, Blogging, Web 2.0 generell &#8211; überwiegt bei den Parteien die Angst, bei zuviel Nähe auch Schwächen zu offenbaren.</p>
<p>Stattdessen muss also die Presse gefüttert werden. Am besten mundgerecht für die Vorabendnachrichten serviert, fertige Texte (denn welcher Journalist schreibt schon gerne selbst oder so?), spannende Ereignisse, <span style="text-decoration: line-through;">kontroverse äh </span>kompetente Selbstdarstellung im nagelneuen &#8220;Polittainment&#8221;. Unterschichtenfernsehen für die Oberschicht, oder solche, die es werden wollen.</p>
<p>Wie gesagt, ganz wichtig: Die Inhalte. So eine Wirtschaftskrise kommt da schon ganz gelegen, bietet sich insbesondere als die-anderen-sind-alle-doof-Thema an. Aber besser wäre wirklich mal wieder eine kleine Naturkatastrophe. So war es wohl die Flut von <a title="Analyse bei Stern.de" href="http://www.stern.de/politik/panorama/510930.html" target="_blank">2002</a>, die die CDU die Wahl kostete. Während die damals über Steueranpassungen diskutierte, stand Gerhard Schröder mit Gummistifeln im Matsch.</p>
<p>So macht man Politik.</p>
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		<title>Geschichte ohne Anhaltspunkte</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 10:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Ungleichheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Is this guy nuts? He&#8217;s got data for 1491? Well&#8230; probably not. I&#8217;m just guessing. Was der rennomierte Harvard-Forscher Jeffrey Williamson am 14. Mai 2009 an der Universität Göttingen vorstellte war vielleicht wirklich nur gut geraten. Vor allem aber war es der &#8220;Take-Off&#8221; für einen Richtungswechsel in der Ungleichheitsforschung. Sein Ergebnis: Persistent inequality in Latin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em>Is this guy nuts? He&#8217;s got data for 1491?</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Well&#8230; probably not. I&#8217;m just guessing.</em></p>
<p>Was der rennomierte Harvard-Forscher <a href="http://www.economics.harvard.edu/faculty/williamson" target="_blank">Jeffrey Williamson</a> am 14. Mai 2009 an der Universität Göttingen vorstellte war vielleicht wirklich nur gut geraten. Vor allem aber war es der &#8220;Take-Off&#8221; für einen Richtungswechsel in der Ungleichheitsforschung. Sein Ergebnis: Persistent inequality in Latin America is a myth!</p>
<p><span id="more-395"></span>Latein Amerika ist ein Land der Extreme. Extreme Armut, extremer Reichtum. Und so ist es auch schon immer gewesen. Und deswegen hat sich das Land auch so spät entwickelt.  Eine einleuchtende These, nur leider falsch.</p>
<p>In seinem Paper &#8220;<a title="Paper als PDF via harvard.edu" href="http://www.wcfia.harvard.edu/sites/default/files/Williamson.pdf" target="_blank">History without evidence: Latin American inequality since 1491</a>&#8221; untersuchte Williamson an Hand von so genannten Social Tables (Klasseneinteilungen mit Einkommensdaten) die Ginikoeffizienten einer Grundgesamtheit von&#8230; 29 (unterschiedliche Länder und Zeitpunkte). Ohne Daten über die Varianz innerhalb der Gruppen zu haben. Ist das Signifikant? <em>Nein</em>. Aber das ändert auch nichts an seinem überraschenden Ergebnis: Das die Ungleichheit, vor allem zu Zeiten vor der Kolonialisierung, mehr als niedrig war. Sie war die niedrigste überhaupt.</p>
<p>Auch kann man wirklich nicht behaupten, dass Ungleichheit das Wachstum behindert. Das hätte dann nämlich die Industrielle Revolution (oder wie auch immer man es nennen möchte) in Europa verhindert, hier wars nämlich viel ungleicher als drüben.</p>
<p>Die Datenbasis lässt sich natürlich kritisieren, insbesondere der Punkt, dass einige Ungleichheitswerte schlichtweg mittels ökonometrischer Regression ermittelt wurden. Dennoch, die These, dass traditionell starke Ungleichheit in Latein Amerika nichts als ein Mythos ist, kann man auch mit wenigen Daten stützen, wenn man diese mit europäischen Werten vergleicht.</p>
<p>Derweil sitzen andere Forscher schon wieder in Archiven und stellen neue Social Tables zusammen. In zehn Jahren, erwartet Williamson, wird seine Forschung wesentlich aufgearbeitet sein. Umdrehen wird sich das Ergebnis allerdings nicht mehr.</p>
<h2>Neue Methode &#8211; maximale Ungleichheit</h2>
<p>Mit seinem Paper stellte Williamson auch eine neue Methode der Ungleichheitsforschung vor. Anstatt nur den Gini-Koeffizienten zu ermitteln, bei dem die Ungleichheit an Hand der Einkommensverteilung gemessen wird, betrachtete er die <em>extraction ratio </em>und die <em>inequality possibility frontier. </em>Hierbei wird die Kaufkraft von 300$ (von 1990) als überlebensnotwendig angenommen. Alles andere können &#8220;die Reichen&#8221; gerne von den Armen nehmen, verhungern tun die dann nicht. Je höher das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf also ist, desto ungleicher kann so ein Land auch sein. Die extraction ratio beizeichnet dann das, was sie in der Realität genommen haben bzw nehmen, geteilt durch das, was sie hätten nehmen können.</p>
<p>Vielleicht ein interessantes Konzept, dass den Gini-Index jetzt vergleichbarer und realistischer macht.</p>
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