Was für ein Wortungetüm, fies. Finanzmarkttransaktionssteuer. Aber Europa nähert sich, seit heute sind Leerverkäufe untersagt, berichtet die Süddeutsche. Was für Dinger? Das ist jetzt erst einmal egal. Sie machen Spaß und bringen viel Geld, wenn man sich denn traut. Und wenn man halt Glück hat. Viel wichtiger ist jedoch das Signal dieses Schrittes: We are not afraid.
Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach.
Einer für alle – alle für einen? Aber nicht doch. Lieber alle für alles, statt einer für ein bisschen was. Wo möchte das deutsche Volk hin, mit seiner Demokratie? Klingt sinnfrei? Finde ich auch. Trotzdem wird in der modernen Gesellschaft der Ruf nach etwas, das die moderne Welt eigentlich längst hinter sich gelassen hatte, immer lauter. Und so stieß der französische Staatspräsident mit seinem Vorstoß, bestimmte Unternehmen teilweise verstaatlichen zu wollen, nicht auf die tauben Ohren, die man hätte erwarten sollen.
Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von Murphys Gesetz will ich gar nicht anfangen, Godwins Gesetz finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: “Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch”, sagte eine Freundin von mir. IFO-Wirtschaftsgottheit Hans-Werner Sinn dürfte diese Einschätzung ab morgen vermutlich teilen.
Geschichten.
Sie versüßen uns, je nach Medium und Empfänger, den Feierabend, den Fernsehnachmittag, die lange Mittagspause oder den Frühstückskaffee. Wahre Geschichten, erfundene Geschichten und all jene, die irgendwo dazwischen liegen.