Fast einhundert Jahre alt ist Joseph Schumpeters Idee des Entrepreneurs, des innovativen, gestaltenden Unternehmers, der die Wirtschaft seiner Zeit durch die Durchsetzung neuer Kombinationen entscheidend voranbringt. Schumpeter zeichnet 1911/1926 als „Grundphänomen der wirtschaftlichen Entwicklung“, das Charakterbild eines Unternehmers, dessen außergewöhnliche Eigenschaften und – viel wichtiger – außergewöhnliche Taten ihn erst zu einem solchen machen. Ein moderner Beleg für die alte Theorie ist Steven Paul Jobs, „Steve Jobs“, einstiger Mitgründer und heutiger CEO der Firma Apple Inc.
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Ist es das, was wir gewählt haben? Steuersenkungen, das klang ja ganz nett. Familienpolitik, Energiewirtschaft, das klang alles irgendwie ganz vernünftig. Und kompetent sehen sie aus, die Macher unserer neuen bürgerlich-liberalen Regierung.
Aber ein derart faires und gleiches Krankenversicherungssystem, dass wirklich jeder Versicherte den gleichen Beitrag leistet? Das Ende der Umverteilung, so dass ein Wettbewerb entsteht, in dem Versicherte je nach verfügbarem Einkommen medizinische Leistungen kaufen können, das hat es uns gebracht.
Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis
Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der Produzenten, argumentieren andere Ökonomen. Im Extremfall können so Arbeitsplätze vernichtet und das Volkseinkommen verringert werden, beweisen Studien. Auf der anderen Seite kann bei höheren Stundenlöhnen auch die Wahl zwischen Freizeit und Arbeit beeinflusst werden – ebenfalls in beide Richtungen. Doch staatliche Markteingriffe unterliegen nicht nur den Gesetzen der ökonomischen Theorie, auch die praktische Umsetzung birgt ihre Probleme.
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Gustav von Schmoller: Grundriss der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
Der Methodenstreit
Der Weg von Gefühlen und Bedürfnissen hin zu allgemein gültigen Gesetzen der Volkswirtschaftslehre ist ein weiter. Die deutsche Historische Schule um Gustav von Schmoller versuchte dennoch, diesen Weg zu gehen. Doch der Ansatz, an Hand historischer Entwicklungen und ethischer Moralvorstellungen staatliche Institutionen zu fordern, führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum so genannten „Werturteilsstreit“, den die Historische Schule gewisser Maßen „verloren“ hat. Doch ist es in der heutigen Gesellschaft noch angemessen, die Wissenschaft von Werturteilen zu trennen? Wie logisch ist eine Logik, die geschichtliche Erfahrungen außer Acht lassen will?
Auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestags gibt es eine neue Petition zum Thema Masterstudienplätze für alle.
War der sowjetische Sozialismus zum Scheitern verurteilt?
Die sozialistische Umgestaltung der sowjetischen Republiken war Lebens-aufgabe und Lebensberechtigung der bolschewistischen Partei. Doch ohne weiteres wollte sich die Bevölkerung nicht umgestalten lassen. Bald schon sah man aus der Perspektive der Parteispitze überall Feinde der geplanten „Modernisierung“. Doch war die versprochene Gleichheit und Freiheit unter der eingeforderten wirtschaftlichen Effizienz überhaupt realisierbar, oder war die Beseitigung angeblicher Sowjetfeinde ein Kampf an der völlig falschen Front?
Liebe in Wahrheit. Das klingt für die Zyniker unter uns schon etwas nach Widerspruch. Wenn die Kirche, allen voran der Papst, sich an die Wirtschaft wendet, dann klingt das für noch mehr Menschen nach Widerspruch. War das alles? Schön wärs. Denn um Moralvorstellungen geht es auch noch. Moral? Kirche? Ohje. Vorstellungen. Achso.
Unglaublich.
Die benutzen Quoten zur Messung von Armut.
Tiefe der Armut, Ungleichheit, Subsistenzniveau… Wen kümmerts?
Können wir die VWL als Fach bitte abschaffen? Zählen und ein bisschen Rechnen scheint absolut zu reichen.
Everything I need to know in life I learned in Kindergarten.
Is this guy nuts? He’s got data for 1491?
Well… probably not. I’m just guessing.
Was der rennomierte Harvard-Forscher Jeffrey Williamson am 14. Mai 2009 an der Universität Göttingen vorstellte war vielleicht wirklich nur gut geraten. Vor allem aber war es der “Take-Off” für einen Richtungswechsel in der Ungleichheitsforschung. Sein Ergebnis: Persistent inequality in Latin America is a myth!
Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, Wirtschaftskrise… Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise?
