Da war dieses Rascheln im Haus meines Bekannten. Seine Frau: „Tu was.“ Er: Tat was. Er suchte. Einige Nächte lang stöberte er dem unliebsamen Geräusch nach und, ganz patent, fand den Grund auch bald: Es war eine Ratte, er steckte sie in einen Karton. Sie: „IEEEH!“ Also: Das possierliche Tierchen musste sterben.
Dachte sich mein Bekannter.
So sah seine Frau das dann aber doch nicht mehr: „OOOH!“ und ein trauriger Blick dazu. Das possierliche Tierchen musste doch nicht sterben, die Frau meines Bekannten fütterte es erst einmal.
Das Ende des Rattenlebens? Ist mir persönlich nicht bekannt. Aus ihrem urgemütlichen Karton mit Vollpension flog sie jedenfalls alsbald raus: Mein Bekannter fuhr sie nach Papenhorst und setzte sie am Waldrand aus. Dies ist eine Suchanzeige. Wer die Ratte gesehen hat, die Frau meines Bekannten hätte sie gern zurück. Isabell Prophet
Es gibt nichts, das nicht irgendwen diskriminiert. Das dreigliedrige Schulsystem diskriminiert weniger intelligente Kinder. Die Trennung nach dem vierten/sechsten Schuljahr diskriminiert sozial schwache Kinder. Sport diskriminiert die unsportlichen, Kunst die unkünstlerischen. Der fehlende Türkisch-Unterricht diskriminiert die Einwanderer und Lehrerinnen mit Kopftuch diskriminieren sich einfach mal selbst. Wen das Abitur diskriminiert weiss ich zwar nicht, aber danach geht es direkt wieder weiter: Konkurrenzbetonte Aufnahmeprüfungen diskriminieren…
Frauen. So ein Pech.