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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Forschung</title>
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	<description>bellum omnium contra omnes</description>
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		<title>Fantasie &amp; Wissen.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 09:10:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie Grönemeyers Frage nach dem &#8220;wann ist ein Mann ein Mann&#8221; stellten sich die Ökonomen der vergangenen zwei Jahrhunderte die Frage &#8220;wann ist ein Unternehmer ein Unternehmer&#8221;? „Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt“. „Ohne Unternehmertum, ohne Findigkeit bezüglich der neuen Gelegenheit bleiben Vorteile, die weit in der Zukunft liegen, unter Umständen ungenutzt.“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wie Grönemeyers Frage nach dem &#8220;wann ist ein Mann ein Mann&#8221; stellten sich die Ökonomen der vergangenen zwei Jahrhunderte die Frage &#8220;wann ist ein Unternehmer ein Unternehmer&#8221;?</p>
<p style="text-align: right;">„<em>Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt</em>“.</p>
<p style="text-align: right;">
<p style="text-align: right;"><em>„Ohne Unternehmertum, ohne Findigkeit bezüglich der neuen Gelegenheit bleiben Vorteile, die weit in der Zukunft liegen, unter Umständen ungenutzt.“</em></p>
<p>behauptet Israel Kirzner in seinem Buch „Wettbewerb und Unternehmertum“. Damit bezieht er eine Gegenposition zu Josef Schumpeters Unternehmer, dessen ökonomische Funktion vor allem darin besteht, Märkte aus einem Gleichgewicht herauszubringen und so die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Kirzners Unternehmer erfüllen eine ganz andere Funktion:</p>
<p style="text-align: right;"><em>„Auch in der wirtschaftlichen Entwicklung ist der Unternehmer als jemand anzusehen, der Gelegenheiten nicht schafft, sondern auf sie reagiert, der Gewinngelegenheiten nicht erzeugt, sondern sie wahrnimmt.“</em></p>
<p>So ist es der Kirzner’sche Unternehmer, der ein gestörtes Gleichgewicht am Markt erkennt, von diesem profitiert und die Balance dadurch wieder herstellt. Per Definition sind in einem solchen Fall das Wissen um Produktionsmethoden, die nötigen Rohstoffe und auch das Kapital verfügbar, um eine gewinnbringende Innovation erfolgen zu lassen. Kurz: Er schafft die Möglichkeiten nicht, er findet sie. Dann – und nur dann – könne der Unternehmer auch zum Bestandteil der neoklassischen Gleichgewichtsökonomik werden. Das ist intuitiv korrekt. Der Unternehmer würde zu einem Katalysator werden, der bestehende Ungleichgewichte auflöst. Ließe man die neoklassische Grundannahme der vollständigen Information fallen, wäre das Modell erst in Verbindung mit den Unternehmer-Akteuren vollständig.</p>
<p>Doch Kirzners Argumentation hat ihre Schwachstellen an entscheidenden Säulen seiner Theorie. Dass sich Gleichgewichtszustände am Markt einstellen, wenn bestehende Möglichkeiten wahrgenommen werden, ist zweifellos richtig. Ob man den, der dies tut, wirklich in den Unternehmerbegriff fassen will, ist eine Frage der Definition und sei an dieser Stelle zunächst offen gelassen. Dass die einzig denkbare Haupttätigkeit der Unternehmer jedoch die Herstellung dieser Gleichgewichte sei, erscheint zu weit hergeholt. „<em>Vorteile, die weit in der Zukunft liegen</em>“ können alle Veränderungen sein, die uns heute unbekannt sind. Die gesamte Unwissenheit der Menschheit als Marktungleichgewicht zu bezeichnen, birgt jedoch das Risiko der Unbeweisbarkeit. Akzeptiert man, dass alles, aus dem Gewinn gezogen werden kann, auch irgendwann verwirklicht wird, so lange es Unternehmer gibt, steht diese Säule der Theorie Kirzners fest. In diesem Fall wäre ein Gleichgewicht theoretisch erreicht. Dagegen steht ein Zitat Albert Einsteins: „<em>Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.</em>“</p>
<p>Gravierender ist also die Alternative: Unterstellt man, dass aus unterschiedlichen Gründen <em>niemals</em> alle Gewinnmöglichkeiten wahrgenommen werden, so ist auch das Erreichen eines ökonomischen Gleichgewichts vollkommen undenkbar. Und würde es tatsächlich erreicht, wie wollte man diesen Zustand beweisen?</p>
<p>Vielleicht liegen Vorteile in der Gegenwart, die niemals genutzt wurden. Ex post ließe sich dann ein Ungleichgewicht feststellen, wo in der Gegenwart niemand ein solches vermutet hätte. Dies führt jedoch zu einem Paradoxon: Eine Erfindung, die technisch und organisatorisch möglich wäre, und die auch einen Absatzmarkt finden würde, auf deren Idee jedoch niemals ein Unternehmer kommt oder deren Umsetzung ein solcher niemals wagt – kann sie ein Ungleichgewicht begründen? Und wenn dies niemals festgestellt wird, wie lässt sich dann ein <em>Gegenbeweis</em> für das Gleichgewicht in Kirzners Modellwelt finden?</p>
<p>Tatsächlich: Ausschließen, dass es einen solchen Gegenbeweis gibt, wird niemals möglich sein. Das Modell des Unternehmers als Katalysator einer Gleichgewichtsökonomie wird damit zum Postulat. Der Unternehmer stellt ein Gleichgewicht her, an das man glauben mag oder auch nicht. Kirzner, der mit seinem Unternehmerbegriff die Modelle der Gleichgewichtsökonomik stützen wollte, bringt sie damit endgültig zum Einsturz.</p>
<p>Auch der Wagemut als wichtige Eigenschaft des Unternehmers wird in Kirzners Modell systematisch unterschätzt. Denn ein Unternehmer, der nur einen Markt zurück in sein Gleichgewicht befördert, geht ein „unternehmerisches“ Wagnis gar nicht erst ein. Wenn auch ein gewisses Risiko in jeder unternehmerischen Aktivität liegen mag, die tiefgehende Unsicherheit einer wahren Neuerung wird ihm nie begegnen. Gerade was die Einführung neue Produkte angeht, ist diese jedoch kaum zu vermeiden.</p>
<p>Zur Lösung dieses Problems könnte man jedoch den Unternehmern jene vollkommene Information unterstellen, die andere Akteure am neoklassischen Markt in der häufig vorgebrachten Kritik nicht haben. Diese Annahme ist jedoch auf der gleichen Basis zu kritisieren wie die ursprüngliche Grundannahme der Neoklassik. Ein Unternehmer mag Wissen haben, über das andere nicht verfügen. Vollständige Informationen sind jedoch nicht denkbar, auch nicht für eine kleine Gruppe von Individuen, nicht einmal für ein einzelnes. Auch Unternehmer sind mit der Unberechenbarkeit, zum Beispiel der Konsumenten, konfrontiert. Wie sollen sie „<em>Vorteile, die weit in der Zukunft liegen</em>“ für sich zu nutzen wissen, wenn schon kurzfristig erzielbare Vorteile zwangsläufig mit Unsicherheit verbunden sind? `</p>
<p>Und selbst wenn man sich auf das Wissen um bestehende Ungleichgewichte beschränken wollte – wer schreibt dem Wissenden vor, zum Handelnden zu werden? Zahlreiche Theoretiker, unter ihnen Schumpeter und Knight, verweisen auf den Mut des Unternehmers, Möglichkeiten wahrzunehmen, als entscheidende Charaktereigenschaft.</p>
<p>Zu unterstellen, Unternehmertum wäre nur eine Reaktion auf bestehende Möglichkeiten, negiert zudem die Fähigkeit des Unternehmers, Wünsche und Bedürfnisse zu schaffen, kurz: Präferenzen zu formen. Dass dies möglich ist, zeigt die Konsumgeschichte. Die Suche nach einem Unternehmer-Begriff, dessen Definition das Besondere des Unternehmertums hervorheben soll, sollte diese Begabung nicht vernachlässigen.</p>
<p>Der Unternehmerbegriff Kirzners greift also in vielerlei Hinsicht zu kurz, teilweise greift er auch daneben. Insbesondere die von zahlreichen Autoren hervorgehobene Schöpfungskraft des Unternehmers scheint bei ihm vollkommen unter zu gehen. Der Unternehmer wird zum Suchenden, zum Reagierenden. Die Ökonomie wird damit zu einer statischen, bestenfalls noch zu einer sanft-gleitend wachsenden. Der Fall sprunghafter Entwicklungen wird auf das Aufdecken immenser ungenutzter Möglichkeiten reduziert, die Fähigkeit des Menschen, tatsächlich <em>Neues</em> zu schaffen, vollständig negiert. Die Unterstellung, jede Innovation wäre dem bestehenden ökonomischen System bereits inhärent gewesen und vom Unternehmer lediglich entdeckt worden, öffnet eine Lücke zwischen tatsächlich verwirklichten Innovationen und all jenen, die niemals zur Durchführung kamen.</p>
<p>Auch hier führt ein Zitat Albert Einsteins vielleicht zu einer Bewertung der unterschiedlichen Unternehmerbegriffe, insbesondere im Streit Kirzner gegen Schumpeter:</p>
<p style="text-align: right;">„<em>Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt</em>“.</p>
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		<title>Recht ökonomisch?</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 17:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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		<description><![CDATA[Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach. Erst denken, dann lenken. Gesetze als Institutionen setzen dem Zusammenleben in einem Staat Grenzen und bilden gleichzeitig ökonomische Anreize für oder gegen bestimmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach.</p>
<p><span id="more-621"></span></p>
<h1>Erst denken, dann lenken.</h1>
<p>Gesetze als Institutionen setzen dem Zusammenleben in einem Staat Grenzen und bilden gleichzeitig ökonomische Anreize für oder gegen bestimmte Handlungsentscheidungen. Bei diesen Anreizen handelt es sich aus der Perspektive der Akteure um Restriktionen bei der Wahl der Verhaltensalternative. Die legislative Gewalt, die gesetzgebende, ist in der Gewaltenteilung der Demokratie für die Erarbeitung neuer Gesetze zuständig. Dabei muss sie einerseits normative Wertvorstellungen der Gesellschaft, also der Wähler, berücksichtigen, andererseits aber auch Effizienz- und Freiheitskriterien. So fragt auch die Rechtsprechung des deutschen Verfassungsgerichtes danach, ob ein zu prüfendes Gesetz in seiner Wirkung verhältnismäßig ist. Mögliche Einschränkungen der freien Handlungswahl der Individuen sollen dem angestrebten Ziel angemessen sein. Der Eingriff in die persönliche Freiheit des Individuums soll dabei jedoch auch nicht tiefer als unbedingt erforderlich sein.</p>
<p>Mit steigender Komplexität des deutschen Rechte-Kanons wird jedoch auch die Abschätzung der Folgen eines Gesetzes schwieriger. Rationale Schlussfolgerungen und Handlungsanpassungen verschiedener Individuen müssen und werden nicht immer deckungsgleich sein. Außerdem können unerwartete Verhaltensänderungen auftreten, wenn die Gesetzesfolgen nicht korrekt abgeschätzt werden. Neben der Frage nach der Verhältnismäßigkeit steht daher auch die Frage nach der Eignung im Vordergrund: Wird das angestrebte Ziel durch das neue Gesetz überhaupt erreicht?</p>
<h1>Wo will man hin?</h1>
<p>Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht das handelnde Individuum, der Akteur. Es wählt aus verschiedenen Handlungsalternativen aus. Der Gesetzgeber will diese nun regulieren. Dem Gesetzgeber stellen sich bei der Lösung eines solchen <em>regulatory choice</em> Problems drei Aufgaben: Zunächst muss ein Ziel als erstrebenswert erkannt oder gesetzt werden. Dann müssen Instrumente zur Erreichung dieses Ziels gewählt werden. Diese müssen drittens auf ihre gewünschten und nicht-gewünschten Wirkungen untersucht werden. Erst wenn alle möglichen Regulationsalternativen auf diese Art analysiert wurden, sollte die Entscheidung für ein Instrument getroffen werden.</p>
<p>Die zentrale Kritik an einer ökonomischen Analyse des Rechts basiert auf der These, dass viele Rechtsbereiche auf den ersten Blick keine Effizienzanalyse erlauben. Das ist nicht abzustreiten, doch vielfach geht es dem Ökonom auch nicht um eine Bewertung des zu erreichenden Ziels. Ziele können der ökonomischen Effizienz dienen, so zum Beispiel bei Umwelt- oder Wirtschaftsfragen. Ziele können aber in gleichem Maße soziale Normen reflektieren, also wertend als gesellschaftlich wünschenswert betrachtet werden. Aufgabe der Ökonomik ist es im zweitgenannten Fall lediglich, verschiedene Instrumente zur Erreichung des gesetzten Ziels zu untersuchen und das effizienteste unter ihnen zu identifizieren.</p>
<h1>Wie handelt der Mensch?</h1>
<p>Zu diesem Zweck ist es notwendig, das Verhalten der beteiligten Akteure vorauszusagen. Hier liegt der zweite Kritikpunkt anderer Wissenschaften: Das Standardindividuum der Ökonomik, der <em>homo oeconomicus</em>, ist nur durch Anreize gesteuert. Dies macht die Gesetzesfolgenschätzung durchaus sehr einfach: Gesetzlich festgelegte Strafen in Verbindung mit dem Risiko, bei einer Gesetzesübertretung erwischt zu werden, bilden die Restriktionen. Diese werden ins Verhältnis zum Nutzen aus der Nichtbefolgung gesetzt, welcher sich aus den individuellen, unveränderlichen Präferenzen ergibt. Das perfekt informierte Individuum trifft seine eigennützige Entscheidung nur in der gegebenen Situation und hält sich an das Gesetz oder auch nicht. Durch eine Veränderung der Restriktionen kann der Gesetzgeber also die Handlungsentscheidung des Akteurs beeinflussen. Zu analysieren wäre in diesem Fall, welche Anreize zur Verhaltenssteuerung notwendig bzw. ausreichend sind.</p>
<h1>Wie handelt der Mensch wirklich?</h1>
<p>Doch in der Realität verhalten sich die Individuen nicht immer rational. Um in der ökonomischen Analyse das Verhalten der Akteure realitätsnah abbilden zu können, lässt sich das Modell des <em>homo</em> <em>oeconomicus institutionalis</em> verwenden. Hierbei wird nicht nur von einer Anreiz-orientierten Verhaltensanpassung ausgegangen. In der nächsten Stufe wird untersucht, ob sogenanntes rational-regelgebundenes Verhalten vorliegt. Dann würden die Akteure für ihr Verhalten in komplexen Situationen Regeln anlegen, nach denen sie sich – insbesondere im Wiederholungsfall – richten. Hier kann zwar eine nutzenmaximierende Entscheidung stattgefunden haben, diese wäre jedoch nicht situativ. Ändern sich die Restriktionen – würde also zum Beispiel ein Versuch der Verhaltenssteuerung durch Gesetzesänderung versucht werden – ist nicht zwingend eine Verhaltensänderung zu erwarten.</p>
<p>Ähnliches gilt bei der nächsten Stufe im Modell des <em>homo</em> <em>oeconomicus institutionalis</em>. Nun wird von kognitiven Grenzen ausgegangen: Das Individuum kann nicht alle Folgen und Restriktionen seines Handelns überblicken oder bewerten. Diese Verhaltensgrundlage kann zum Beispiel Ansätze für ein „milderes Mittel“ bieten. Dann könnte gezielte Information die gesetzliche Steuerung des Verhaltens ersetzen.</p>
<h1>Grenzen gibt es wirklich.</h1>
<p>Die Problematik dieser Verhaltensansätze liegt darin, dass auch wenn das Verhalten aus der Perspektive des Akteurs selbst immer noch individuell-rational erscheinen würde, es für Außenstehende jedoch nicht ohne weiteres Vorauszusehen ist. Noch schwieriger ist eine Erwartungsbildung, wenn das Handeln der Akteure auf Basis ihrer Sozialisation erfolgt. In diesem Fällen findet in der Regel keine rationale oder begrenzt rationale Entscheidung mehr statt. Das sogenannte habituelle Verhalten wäre dann zum Beispiel von Eltern anerzogen oder im sozialen Umfeld als „normal“ empfunden worden. Dies gilt nicht unbedingt für das emotionale oder instinktive Verhalten. Hier finden Handlungen als Reaktionen auf bestimmte Reize statt.</p>
<p>Denkbar sind in den letzten Instanzen auch soziale, nicht-eigennützige oder endogene Präferenzen. Diese mögen zwar beobachtbar sein, sind jedoch in der Regel sehr schwer festzustellen. Dies gilt insbesondere für einen denkbaren Beweis für die Veränderlichkeit von Präferenzen.</p>
<h1>Was wirkt?</h1>
<p>Nachträgliche kritische Reflexion des Verhaltens muss in diesen Fällen nicht zu einer Verhaltensänderung (im Sinne eines Lerneffektes) führen, ebenso gering wäre der Einfluss neuer Restriktionen, wenn sie nicht stark genug in ihrer Wirkung sind. Gegebenenfalls muss in diesem Fall auch von kurzfristigen gesetzlichen Rahmenbedingungen abgesehen werden und stattdessen ein langfristiger „Kulturwandel“ angestrebt werden.</p>
<p>Eine Analyse, die diese sieben Verhaltenstypen in Betracht zieht, lässt eine ökonomische Prognose der Verhaltensänderungen zu. Eine solche Prognose ist auch juristisch mit der Frage nach der Verhältnismäßigkeit gefordert: Ein Gesetz muss geeignet, erforderlich und angemessen sein, ein zuvor bestimmtes Ziel zu erreichen. In dieser Forderung steckt ökonomisch betrachtet der Anspruch der Effizienz.</p>
<p>Für die Forschung wie auch für die praktische Politik stellt sich damit nicht mehr die Frage nach der Zulässigkeit einer ökonomischen Analyse des Rechts. Wichtiger ist als Folge der vorangestellten Betrachtung, ob man auf eine solche überhaupt verzichten darf.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<h2>Literatur und Quellen:</h2>
<address>Bizer, K. and Z. Gubaydullina (2007). Das Verhaltensmodell der interdisziplinären Institutionenanalsyse in der Gesetzesfolgenabschätzung.</address>
<address>Posner R.A. (1992). An Economic Analysis of Law. Chapter 2.</address>
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		<title>Untrivialer Blödsinn</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/untrivialer-bloedsinn-antrittsvorlesung-andreas-loeffler-paderborn.html</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 11:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Paderborn]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;So ein Psychopath&#8230; Ich studiere hier Wirtschaft und nicht Physik!&#8221; zwischte ein legendärer Student im Fahrstuhl der Universität Paderborn. Der meinte zwar nicht Prof. Dr. Dr. Andreas Löffler vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbs. Finanzierung und Investition, trotzdem brach dieser am 22. Juli 2009 mal eine Lanze für die geplagte Studentenschaft der Wirtschaftswissenschaften. Am Mittwoch hielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_518" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-518" title="loeffler" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/loeffler-300x213.jpg" alt="Prof. Dr. Andreas Löffler" width="300" height="213" /><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Dr. Andreas Löffler (Foto: UPB)</p></div>
<p>&#8220;So ein Psychopath&#8230; Ich studiere hier Wirtschaft und nicht Physik!&#8221; zwischte ein legendärer Student im Fahrstuhl der Universität Paderborn. Der meinte zwar nicht Prof. Dr. Dr. Andreas <a title="Löfflers Homepage auf den Seiten der Universität Paderborn" href="http://groups.uni-paderborn.de/loeffler/" target="_blank">Löffler</a> vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbs. Finanzierung und Investition, trotzdem brach dieser am 22. Juli 2009 mal eine Lanze für die geplagte Studentenschaft der Wirtschaftswissenschaften.</p>
<p>Am Mittwoch hielt András Gábor Löffler, wie er eigentlich mal hieß, seine Antrittsvorlesung in Paderborn zum Thema &#8220;Zeitdiskrete und Zeitstetige Modelle in der Unternehmensbewertung&#8221;. Klingt ganz furchtbar? War es eigentlich gar nicht.</p>
<p><span id="more-517"></span></p>
<p>Dabei hätte der gebührtige Ungar sogar die besten Voraussetzungen, die Studenten nach Strich und Faden zu quälen, hat er schließlich 1993 in Mathematik promoviert. 1995 hatte er den Weg ins Licht dann doch noch gefunden und schob einen zweiten Titel in Wirtschaftswissenschaften hinterher.</p>
<p>Statt die versammelte Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit Formeln und hochkomplexen, aber auch hochmodernen Modellen zu beladen, warf Löffler die Frage auf, was diese Modelle eigentlich bringen. Warum hat man ein zeitstetiges Modell für die Kursberechnung &#8211; das heisst jetzt soviel wie in jedem Augenblick tut sich da was, auch zwischen den Augenblicken, und dazwischen, und so weiter &#8211; wenn die Börse nur zehnmal in der Sekunde tickert? Klingt, als wär das ziemlich oft. Aber zwischen unendlich oft und zehnmal in der Sekunde gibt es eben doch noch einen Unterschied. Modelle, die diesen Umstand berücksichtigen, sind <em>trivial</em>. So urteilen zumindest die beliebten A-Journals.</p>
<p>Modelle, die diesen Umstand nicht berücksichtigen, sind vielleicht nicht trivial. Allerdings sind sie leider realitätsfern. Jetzt muss man sich halt entscheiden. Die Universitäten haben sich natürlich längst entschieden. So sieht Löffler in den komplexen Modellen vor allem eine Eintrittsbarriere für Ph.D (die Ami-Version vom Dr.) und Professoren-Aspiranten. Allerdings haben sie sich damit auch entschieden, dass man ohne fundierte mathematische Ausbildung &#8211; Löffler schätzt mindestens zwei Semester reine Mathematik als realistisch ein &#8211; eben nicht mehr forschen darf. Zumindest kriegt man keine Stelle und keine Aufmerksamkeit (also Geld) dafür. Warum? Warum auch immer. Es ist halt so.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass einige der Paderborner Entscheidungsträger in der vergangenen Nacht über Löfflers Argumenten wach gelegen haben. Die neuen Professoren sind zwar hochqualifiziert und forschungsaktiv &#8211; aber sie sind auch zu einem großen Teil Mathematiker. Das geht zu Lasten der Studenten, die dieses Niveau dann von Anfang an abbekommen. Warum? Warum wenn überhaupt nicht erst im Masterstudium? Warum auch immer&#8230;</p>
<p>Ich war immer für ein hohes Studienniveau, aber nicht im ersten Jahr. Viele der heutigen Bachelorstudenten wollen nur eins &#8211; arbeiten. Und wenn die Forschung sich selbst nur noch infinitesimal interessant macht, können sich die Wirtschaftswissenschaftler ihren Nachwuchs bald wirklich nur noch unter den Mathematikern suchen.</p>
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		<title>Positiv Denken.</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 11:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin eine Optimistin. Okay, wer mich dieser Tage erlebt wird sich vermutlich ein wenig wundern. Aber abgesehen mal von jenen zwei Phasen im Jahr, an denen mich die Universität verachtenswerterweise zum Schreiben von Klausuren zwingt, gehöre ich auf jeden Fall zum positiv geladenem Teil der Menschheit. Da braucht jetzt auch niemand neidisch seinn denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin eine Optimistin. Okay, wer mich dieser Tage erlebt wird sich vermutlich ein wenig wundern. Aber abgesehen mal von jenen zwei Phasen im Jahr, an denen mich die Universität <strong>verachtenswerterweise </strong>zum Schreiben von Klausuren zwingt, gehöre ich auf jeden Fall zum positiv geladenem Teil der Menschheit. Da braucht jetzt auch niemand neidisch seinn denn <em>hey</em>, positives Denken kann man doch lernen! Nein. Kann man nicht. Sorry Leute.</p>
<p><span id="more-446"></span>Psychologen der Universitäten Waterloo und Brunswick haben stattdessen <a title="Abstract bei Wiley Interscience" href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/122399441/abstract?CRETRY=1&amp;SRETRY=0" target="_blank">rausgefunden</a>, dass eher pessimistische Menschen sich bei dem Versuch der Selbstmotivation sogar noch schlechter fühlen, als wenn sie einfach ihrem gewohnten Trott nachgehen.</p>
<p>Im Versuch wurde eine Gruppe von Probanden, je nach Ausprägung des persönlichen Selbstbewusstseins, in zwei Gruppen eingeteilt. Dann wurden ihnen Fragen zu ihren Gedanken und Gefühlen gestellt, und ob sie gerne bei einigen Freizeitunternehmungen dabei wären. Einem Teil der Versuchspersonen wurde dabei alle 15 Sekunden ein Gong vorgespielt. Sobald er erklang, sollten sie laut &#8220;ich bin eine liebenswerte Person&#8221; sagen.</p>
<p>Resultat?  Die Probanden aus der pessimistischen Kohorte waren nach einiger Zeit sogar noch negativer eingestellt, als ohne den Versuch der Selbstmotivation. Die Forscher vermuten, dass der Satz die Testpersonen eher darauf aufmerksam machen könnte, dass sie sich eigentlich als überhaupt nicht liebenswert empfinden.</p>
<p><em>Aber mal ehrlich&#8230; wenn ich alle 15 Sekunden auf ein Gongsignal mit &#8220;ich bin eine liebenswerte Person&#8221; reagieren müsste, wäre auch ziemlich schnell ziemlich schlecht drauf.</em></p>
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		<title>Forschung für nichts</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/forschung-armut-quote-gini-ungleichheit.html</link>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 19:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Ungleichheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Unglaublich. Die benutzen Quoten zur Messung von Armut. Tiefe der Armut, Ungleichheit, Subsistenzniveau&#8230; Wen kümmerts? Können wir die VWL als Fach bitte abschaffen? Zählen und ein bisschen Rechnen scheint absolut zu reichen. Everything I need to know in life I learned in Kindergarten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unglaublich.</p>
<p>Die benutzen Quoten zur Messung von Armut.</p>
<p>Tiefe der Armut, <a title="Williamson in Goettingen" href="http://blog.isabellprophet.net/2009/goettingen-history-without-evidence-williamson-inequality-latin-america.html" target="_blank">Ungleichheit</a>, Subsistenzniveau&#8230; Wen kümmerts?</p>
<p>Können wir die VWL als Fach bitte abschaffen? Zählen und ein bisschen Rechnen scheint absolut zu reichen.</p>
<p>Everything I need to know in life I learned in Kindergarten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geschichte ohne Anhaltspunkte</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/goettingen-history-without-evidence-williamson-inequality-latin-america.html</link>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 10:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Ungleichheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Is this guy nuts? He&#8217;s got data for 1491? Well&#8230; probably not. I&#8217;m just guessing. Was der rennomierte Harvard-Forscher Jeffrey Williamson am 14. Mai 2009 an der Universität Göttingen vorstellte war vielleicht wirklich nur gut geraten. Vor allem aber war es der &#8220;Take-Off&#8221; für einen Richtungswechsel in der Ungleichheitsforschung. Sein Ergebnis: Persistent inequality in Latin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><em>Is this guy nuts? He&#8217;s got data for 1491?</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Well&#8230; probably not. I&#8217;m just guessing.</em></p>
<p>Was der rennomierte Harvard-Forscher <a href="http://www.economics.harvard.edu/faculty/williamson" target="_blank">Jeffrey Williamson</a> am 14. Mai 2009 an der Universität Göttingen vorstellte war vielleicht wirklich nur gut geraten. Vor allem aber war es der &#8220;Take-Off&#8221; für einen Richtungswechsel in der Ungleichheitsforschung. Sein Ergebnis: Persistent inequality in Latin America is a myth!</p>
<p><span id="more-395"></span>Latein Amerika ist ein Land der Extreme. Extreme Armut, extremer Reichtum. Und so ist es auch schon immer gewesen. Und deswegen hat sich das Land auch so spät entwickelt.  Eine einleuchtende These, nur leider falsch.</p>
<p>In seinem Paper &#8220;<a title="Paper als PDF via harvard.edu" href="http://www.wcfia.harvard.edu/sites/default/files/Williamson.pdf" target="_blank">History without evidence: Latin American inequality since 1491</a>&#8221; untersuchte Williamson an Hand von so genannten Social Tables (Klasseneinteilungen mit Einkommensdaten) die Ginikoeffizienten einer Grundgesamtheit von&#8230; 29 (unterschiedliche Länder und Zeitpunkte). Ohne Daten über die Varianz innerhalb der Gruppen zu haben. Ist das Signifikant? <em>Nein</em>. Aber das ändert auch nichts an seinem überraschenden Ergebnis: Das die Ungleichheit, vor allem zu Zeiten vor der Kolonialisierung, mehr als niedrig war. Sie war die niedrigste überhaupt.</p>
<p>Auch kann man wirklich nicht behaupten, dass Ungleichheit das Wachstum behindert. Das hätte dann nämlich die Industrielle Revolution (oder wie auch immer man es nennen möchte) in Europa verhindert, hier wars nämlich viel ungleicher als drüben.</p>
<p>Die Datenbasis lässt sich natürlich kritisieren, insbesondere der Punkt, dass einige Ungleichheitswerte schlichtweg mittels ökonometrischer Regression ermittelt wurden. Dennoch, die These, dass traditionell starke Ungleichheit in Latein Amerika nichts als ein Mythos ist, kann man auch mit wenigen Daten stützen, wenn man diese mit europäischen Werten vergleicht.</p>
<p>Derweil sitzen andere Forscher schon wieder in Archiven und stellen neue Social Tables zusammen. In zehn Jahren, erwartet Williamson, wird seine Forschung wesentlich aufgearbeitet sein. Umdrehen wird sich das Ergebnis allerdings nicht mehr.</p>
<h2>Neue Methode &#8211; maximale Ungleichheit</h2>
<p>Mit seinem Paper stellte Williamson auch eine neue Methode der Ungleichheitsforschung vor. Anstatt nur den Gini-Koeffizienten zu ermitteln, bei dem die Ungleichheit an Hand der Einkommensverteilung gemessen wird, betrachtete er die <em>extraction ratio </em>und die <em>inequality possibility frontier. </em>Hierbei wird die Kaufkraft von 300$ (von 1990) als überlebensnotwendig angenommen. Alles andere können &#8220;die Reichen&#8221; gerne von den Armen nehmen, verhungern tun die dann nicht. Je höher das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf also ist, desto ungleicher kann so ein Land auch sein. Die extraction ratio beizeichnet dann das, was sie in der Realität genommen haben bzw nehmen, geteilt durch das, was sie hätten nehmen können.</p>
<p>Vielleicht ein interessantes Konzept, dass den Gini-Index jetzt vergleichbarer und realistischer macht.</p>
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		<title>Noten kriegen.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/noten-kriegen-bildung-hochschule-professur-ranking-vwl.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 11:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die richtige Mischung aus Quantität und Qualität in den Aussagen und ein paar schöne Klausuren &#8211; der engagierte Lehrer hat jede Menge Spielraum, wenn er seine Schüler bewertet. Wer dann den Fehler macht, sich nach dem Abi nicht aus dem Bildungsdschungel in Richtung Arbeitsmarkt zu verabschieden, für den hat sich die Hoffnung, auf vernünftiger Grundlage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die richtige Mischung aus Quantität und Qualität in den Aussagen und ein paar schöne Klausuren &#8211; der engagierte Lehrer hat jede Menge Spielraum, wenn er seine Schüler bewertet. Wer dann den Fehler macht, sich nach dem Abi nicht aus dem Bildungsdschungel in Richtung Arbeitsmarkt zu verabschieden, für den hat sich die Hoffnung, auf vernünftiger Grundlage beurteilt zu werden, endgültig erledigt.</p>
<p><span id="more-347"></span>Studieneignung auf Grundlage von Durchschnittsnoten, Modulergebnisse als Multiple-Choice Ratespielchen. Und wer sich dann selbst den fragwürdigen Gefallen einer Universitätslaufbahn getan hat, steht am Ende auf einer Berufungsliste, die sich nach der Anzahl der Publikationen richtet und einer <a title="Handelsblatt Zeitschriften Ranking (Ökonomie)" href="http://www.handelsblatt.com/_t=dgtool,id=15,obj=1;singleclip" target="_blank">qualitativen Bewertung</a> &#8211; nicht des Papers selbst: des Journals.</p>
<p>Ob der Kandidat vernünftig lehrt spielt übrigens eine untergeordnete Rolle. Klar, für Multiple-Choice-Klausuren lernt man als Student sowieso am besten harte Fakten. Zuhause. Von Karteikarten. Zusammenhänge begreifen und Situationen interpretieren oder <em>bewerten </em>lernen muss man ja als Berufseinsteiger noch genug.</p>
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