Was für ein Wortungetüm, fies. Finanzmarkttransaktionssteuer. Aber Europa nähert sich, seit heute sind Leerverkäufe untersagt, berichtet die Süddeutsche. Was für Dinger? Das ist jetzt erst einmal egal. Sie machen Spaß und bringen viel Geld, wenn man sich denn traut. Und wenn man halt Glück hat. Viel wichtiger ist jedoch das Signal dieses Schrittes: We are not afraid.
Wachstum muss sein. Das wissen wir. Wachstum muss allein schon deshalb sein, weil wir sonst unser eigenes Rentensystem vergessen können. Jetzt muss Wachstum aber auch sein, weil die Bundesregierung sonst unsere Staatsausgaben nicht mehr mit Steuereinnahmen gegenfinanzieren kann. Schon gar nicht, weil Staatsausgaben steigen und Steuereinahmen gesenkt werden sollen. Klingt nach Schulden? Ja. Es sei denn, wir haben ordentlich Wirtschaftswachstum und geben alle so viel Geld aus, dass so praktische Institutionen wie die Umsatzsteuer und so dem Staat ganz viel Geld bringen.
Das mach ich dann ab jetzt auch so. Read the rest of this entry »
Heute vor einem Jahr war vieles genau wie heute auch.
Heute vor einem Jahr hatte ich aber auch noch einen Zahn mehr.
Heute vor einem Jahr habe ich an einem Teil der Serie zur Celler Architekturmeile gearbeitet.
Heute vor einem Jahr kamen plötzlich DPA-Meldungen über angebliche Bankenprobleme
Heute vor einem Jahr habe ich einen Text über Sozialphobie und Schüchternheit geschrieben.
Heute vor einem Jahr wars glaub ich ziemlich warm draussen.
Heute vor einem Jahr hat mich DPA irgendwie genervt.
Heute vor einem Jahr war übrigens Montag und nicht Dienstag.
Heute vor einem Jahr habe ich mir Gedanken über die Börse in Wien gemacht.
Heute vor einem Jahr hab ich mir anhören müssen, die sei uninteressant.
Heute vor einem Jahr hatte ich nen ziemlichen Kater vom Vorabend.
Heute vor einem Jahr stand plötzlich “US-Bank pleite” auf meinem Display.
Heute vor einem Jahr begann etwas, das ich in fast jede Kategorie dieses Blogs eintüten kann.
Heute vor einem Jahr begann das, was meine Kinder später als zweite große Wirtschaftskrise” in der Schule lernen werden.
Heute vor einem Jahr begann das, was ich zuerst für ziemlich überbewertet gehalten habe.
Heute vor einem Jahr ist Lehmann-Brothers zusammengebrochen.
Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, Wirtschaftskrise… Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise?
Eine Menge Leute sehen eine Menge Sachen kommen. Und wenn genügend Leute da sind, hat auch immer irgendwer Recht, böse Zungen nennen dieses Phänomen “das Gesetz der großen Zahl” oder “auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“. Eigentlich wäre das egal. Mal geht es bergauf, mal geht es bergab… und durch die inflationäre Berieselung der Massen mit allerlei Konjunkturprognosen haben diese eigentlich fast nur noch Horoskopcharakter.
Es ist eine der grundlegenden Weisheiten unserer Gesellschaft: Egal was passiert, wann es passiert, wie es passiert. Irgendjemand hat es kommen sehen. Immer. Und für gewöhnlich gut daran getan, seine Weissagung tunlichst für sich zu behalten – oder in sorgfältig gewählte Schranken zu setzen. Wobei Letzteres meistens den Beschränkungen einer Nachrichtenlänge zum Opfer fällt. Am Ende steht irgendeine wieauchimmer geartete Realität, die Gruppe jener, auf die man ja nur hätte hören müssen (wenn man sie denn gehört hätte) und ein Haufen Leute, die mit allem was sie gesagt haben daneben lagen, obwohl sie durchaus Recht hatten.
Freiheit, Fehler machen zu dürfen II.
Eine ganz interessante Diskussion eigentlich. Aber zwischen den Guten und den Bösen liegt eben immer noch eine dritte Gruppe: Die der einfach Blöden.
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Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von Murphys Gesetz will ich gar nicht anfangen, Godwins Gesetz finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: “Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch”, sagte eine Freundin von mir. IFO-Wirtschaftsgottheit Hans-Werner Sinn dürfte diese Einschätzung ab morgen vermutlich teilen.
Einer muss es ja gewesen sein. Seit je her sind Opfer dargebracht worden, um die Götter zu besänftigen. Früher bediente man sich als Schäfer da gerne in der eigenen Viehherde, heute bedient sich die Herde viel lieber direkt am Schäfer. Die Luft ist dünn an der Spitze der Wirtschaft. Was oft als “Preis des Erfolges” bezeichnet wird, scheint eigentlich nur eins zu sein: Der Preis für den Mut, den Mund aufzumachen und sich durch eine konkrete Aussage angreifbar zu machen.
Dummer Fehler.
Das muss ich einfach mal kurz los werden, es gibt ja so unglaublich göttliche Kommentare…
An den Börsen läuft es derzeit alles andere als rund. Das Wissen um zukünftige Belastungen der Banken macht weltweit die Anleger nervös. Kampf oder Flucht? Flucht. Das macht folgendes Zitat ein wenig zur selbsterfüllenden Pro… nein okay, so weit will ich dann doch nicht gehen.