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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Fehler</title>
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	<description>bellum omnium contra omnes</description>
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		<title>Rechtschreibfehler heute wie damals</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 21:06:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine lieblings-StudiVZ-Gruppe ist ja &#8220;Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich bin ein paar Reformen weiter&#8221;, aber bei den Lesern von Heute kommt man mit dem Argument auch nicht immer weiter. Ich war zwar nicht einmal gemeint, musste mich aber trotzdem vor etwa einem Jahr der Frage einer interessierten Lerserin stellen: &#8220;Deutschunterricht&#8230; hatten Sie das in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine lieblings-StudiVZ-Gruppe ist ja &#8220;Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich bin ein paar Reformen weiter&#8221;, aber bei den Lesern von Heute kommt man mit dem Argument auch nicht immer weiter.</p>
<p>Ich war zwar nicht einmal gemeint, musste mich aber trotzdem vor etwa einem Jahr der Frage einer interessierten Lerserin stellen: &#8220;Deutschunterricht&#8230; hatten Sie das in der Schule gar nicht?&#8221;</p>
<p>Das Problem ist alles Andere als neu.</p>
<p><span id="more-626"></span>So schrieb  der &#8220;Nordische Mercurius&#8221; in seiner ersten Ausgabe vom Januar 1667 auf S. 3:</p>
<blockquote><p>Die einschleichenden Druckfehler / so in diesem / als andern Jahren / wird der geneigte Leser nicht so gar scheel besehen / wann er bedencket / daß solche Arbeit allezeit schleunig beschehen müsse / und die Neubegierge offtmals / sonderlich in den kurtzen Tagen / so vieler Zeit nicht erwarten / um die andere Correctur zu thun.</p></blockquote>
<address>So geklaut aus Rudolf Stöbers &#8220;Deutsche Pressegeschichte&#8221;, S. 67.<br />
</address>
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		<title>Heute vor einem Jahr&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 06:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute vor einem Jahr war vieles genau wie heute auch. Heute vor einem Jahr hatte ich aber auch noch einen Zahn mehr. Heute vor einem Jahr habe ich an einem Teil der Serie zur Celler Architekturmeile gearbeitet. Heute vor einem Jahr kamen plötzlich DPA-Meldungen über angebliche Bankenprobleme Heute vor einem Jahr habe ich einen Text [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor einem Jahr war vieles genau wie heute auch.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hatte ich aber auch noch einen Zahn mehr.</p>
<p>Heute vor einem Jahr habe ich an einem Teil der Serie zur Celler Architekturmeile gearbeitet.</p>
<p>Heute vor einem Jahr kamen plötzlich DPA-Meldungen über angebliche Bankenprobleme</p>
<p>Heute vor einem Jahr habe ich einen Text über Sozialphobie und Schüchternheit geschrieben.</p>
<p>Heute vor einem Jahr wars glaub ich ziemlich warm draussen.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hat mich DPA irgendwie genervt.</p>
<p>Heute vor einem Jahr war übrigens Montag und nicht Dienstag.</p>
<p>Heute vor einem Jahr habe ich mir Gedanken über die Börse in Wien gemacht.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hab ich mir anhören müssen, die sei uninteressant.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hatte ich nen ziemlichen Kater vom Vorabend.</p>
<p>Heute vor einem Jahr stand plötzlich &#8220;US-Bank pleite&#8221; auf meinem Display.</p>
<p>Heute vor einem Jahr begann etwas, das ich in fast jede Kategorie dieses Blogs eintüten kann.</p>
<p>Heute vor einem Jahr begann das, was meine Kinder später als &#8220;zweite große Wirtschaftskrise&#8221; in der Schule lernen werden.</p>
<p>Heute vor einem Jahr begann das, was ich zuerst für ziemlich überbewertet gehalten habe.</p>
<p>Heute vor einem Jahr ist Lehmann-Brothers zusammengebrochen.</p>
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		<title>Scriptkiddie</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/scriptkiddie-nobodycoder-from-iran.html</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 16:32:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Site News]]></category>
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		<description><![CDATA[Eben ging es noch&#8230; kaum schaut man mal fünf Minuten weg&#8230; gehackt. Nicht ich, sondern meine Lieblingshoster von Servage. MrOrange konnte alles schnell wieder hinfummeln, ein Schreck wars trotzdem. Was war passiert? Irgendein US-Kind, das Obama nicht mag und den Iran total geil findet, hat sich wohl ein nettes Script besorgt und verfuchtelt damit wehrlose [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eben ging es noch&#8230; kaum schaut man mal fünf Minuten weg&#8230; gehackt. Nicht ich, sondern meine Lieblingshoster von Servage. <a title="MrOrange" href="http://www.einfach-orange.de/" target="_blank">MrOrange</a> konnte alles schnell wieder hinfummeln, ein Schreck wars trotzdem. Was war passiert?</p>
<p>Irgendein US-Kind, das Obama nicht mag und den Iran total geil findet, hat sich wohl ein nettes Script besorgt und verfuchtelt damit wehrlose Rootserver. Warum der jetzt wehrlos war, ist mir zwar nicht so klar (<em>danke, Servage, was solln das?</em>), aber getroffen hat es ausnahmslos <em>alle</em>, die drauf liegen.</p>
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		<title>Neues Design</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 11:04:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Site News]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; wenn mir jetzt nur jemand verraten könnte, was da am similar-posts-widget verfummelt ist..? Die Seitenabstände stimmen nicht mehr und  zwischen dem zweiten und dritten Post fehlt ein Zeilenumbruch]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; wenn mir jetzt nur jemand verraten könnte, was da am similar-posts-widget verfummelt ist..?</p>
<p><span id="more-515"></span><a href="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/seltsam.JPG"><img class="alignright size-full wp-image-545" title="seltsam" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/seltsam.JPG" alt="seltsam" width="251" height="274" /></a>Die Seitenabstände stimmen nicht mehr und  zwischen dem zweiten und dritten Post fehlt ein Zeilenumbruch <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Was muss passieren?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/was-muss-passieren.html</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 11:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Natürlich sind ältere Menschen die erfahrensten Autofahrer, die es gibt. Bringt das Leben ja meistens auch so mit sich. Aber was nutzt Erfahrung, wenn ein Mensch körperlich nicht mehr in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen? Und was spricht dagegen, diese körperlichen Fähigkeiten überprüfen zu lassen? Menschen sollen selbst entscheiden können, wann sie nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich sind ältere Menschen die erfahrensten Autofahrer, die es gibt. Bringt das Leben ja meistens auch so mit sich. Aber was nutzt Erfahrung, wenn ein Mensch körperlich nicht mehr in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen? Und was spricht dagegen, diese körperlichen Fähigkeiten überprüfen zu lassen?</p>
<p><span id="more-506"></span>Menschen sollen selbst entscheiden können, wann sie nicht mehr in der Lage sind, am Straßenverkehr teil zu nehmen. Bei jemandem, der von einem Tag auf den nächsten die Sehkraft verliert, ist das einfach. Wer von einem Moment auf den nächsten die Reaktionsfähigkeit einbüßt, merkt das. Wenn dieser Prozess aber 20-30-40 Jahre dauert, dann merkt man das <em>nicht</em>. Man erkennt die Grenze nicht, wenn sie überschritten ist.</p>
<p>Wir zwingen Autofahrer mit Brille zu fahren, wenn sie zum Zeitpunkt der Fahrprüfung eine solche benötigen. Wir zwingen sie aber nicht, dabei die jeweils aktuelle Sehstärke zu benutzen.</p>
<p>Wir entziehen Menschen für zwölf Monate die Fahrerlaubnis, wenn sie ein leichtes Medikament einnehmen, welches die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen <em>könnte</em>.</p>
<p>Fahruntüchtigen Menschen den Führerschein zu entziehen ist jedoch Diskriminierung, wenn der Grund in einer Alterserscheinung liegt.</p>
<p><em>Wir lassen lieber Wähler sterben, als sie für die Gegenpartei stimmen zu lassen. </em></p>
<p>Es gibt nur eine Lösung, und die wird immer die gleiche bleiben: Alle Parteien müssen einstimmig regelmäßige Überprüfungen der Sehkraft und Reaktionsfähigkeit anordnen. Für alle Bürger. Jeden Alters. Auf eigene Rechnung. Für jeden.</p>
<p><em>Was für mich die interessanteste Frage bleibt: Ist jemand, der von Alters her fahrunfähig war, eigentlich schuldfähig?</em></p>
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		<title>Was lange wärt, ist längst nicht gut.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/hm-shop-goettingen-paderborn-hennes-mauritz.html</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 09:21:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist einer dieser Fälle, in denen ich vielleicht auf meine Mutter hätte hören sollen. Die hat nämlich immer schon dazu geraten, einen möglichst großen Bogen um Online-Käufe zu machen. Aber nein, ich konnte ja nicht hören. Es gibt im H&#38;M-Onlineshop regelmäßig ganz nette Rabattaktionen. Da H&#38;M ja traditionell auf mich genormt ist, hab ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist einer dieser Fälle, in denen ich vielleicht auf meine Mutter hätte hören sollen. Die hat nämlich immer schon dazu geraten, einen möglichst großen Bogen um Online-Käufe zu machen. Aber nein, ich konnte ja nicht hören.</p>
<p><img class="size-full wp-image-469" title="H&amp;M Hennes und Mauritz" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/dsc02163.jpg" alt="Hennes und Mauritz" width="418" height="200" /></p>
<p><span id="more-468"></span></p>
<p>Es gibt im H&amp;M-Onlineshop regelmäßig ganz nette Rabattaktionen. Da H&amp;M ja traditionell auf mich genormt ist, hab ich natürlich auch fleissig bestellt. Zwar hätte ich die Sachen gerne nach Paderborn bekommen, aber da man- und <em>man </em>ist die Eingabemaske &#8211; sich weigerte, an eine andere Adresse als meine eigene zu schicken, lief das wohl nicht. Also Göttingen, na wir werden sehen.</p>
<h2>Zwei Wochen später, nichts war passiert.</h2>
<p>Nein, <em>nichts </em>ist natürlich übertrieben.</p>
<p>Abgebucht war das Geld schließlich trotzdem. Da man sich nicht in der Lage sah, mir eine Paketnummer zu geben, entschieden sich die H&amp;Mler, alles auf Rechnung neu rauszusenden. Bitte, gerne, bevor sie mir das Geld doppelt abbuchen, war es mir so auf jeden Fall lieber.</p>
<p>Und tatsächlich erreichte mich etwa zwei Wochen später ein Paket. Nicht die ganze Lieferung, aber immerhin schon einiges. Ich versuchte es mit Aussitzen, hat auch funktioniert: Weitere zwei Wochen später, noch ein Päckchen. Nur mein Geld, das wollten sie mir wohl nicht wiedergeben. Eine Rechnung auch nicht, aber man ist ja Telekomvorgeschädigt und fragt lieber mal nach.</p>
<p>Antwort: Ihre Rücksendung ist nicht eingetroffen, daher auch keine Rückbuchung. <em>Hä?</em></p>
<p>Nur die Rechnung, die kam dann natürlich. Ein Euro Rechnungsgebühr dabei, aber wollen wir mal nicht so sein. Bezahlt habe ich es selbstverständlich nicht. Nach einigen E-Mails &#8211; die wirklich freundlich waren, kann man nicht anders sagen &#8211; erklärte man das Thema für erledigt. Ich hatte meine Sachen, die Schweden hatten ihr Geld.</p>
<h2>So weit so&#8230; nein.</h2>
<p>Etwa einen Monat später tauchte offenbar das Paket wieder auf.</p>
<p>Und ich bekam eine Rechnung über 15 Euro Versand- und Rücksendegebühr.</p>
<p>Und meine Ursprungszahlung wurde zurückgebucht&#8230;</p>
<p>&#8230; auf Nachfrage wurden besagte 15 Euro dann auch noch ausgebucht.</p>
<p>Ich überwies das Geld also zurück &#8211; PLUS Rechnungsgebühr, man will ja zum Ende kommen&#8230;</p>
<p>&#8230;und bekam für das neue Paket eine Mahnung.</p>
<h2>Hallo?</h2>
<p>Das erinnert wirklich an die guten alten Telekomzeiten, wo täglich wechselnde Mitarbeiter täglich wechselndes Chaos verwalten mussten &#8211; bis ich wohl aus Mitleid meine persönliche Geschäftskundenbetreuerin bekam. Denen fiel es allerdings offensichtlich viel schwerer, gegen ihr System anzukommen, als den H&amp;Mlern. Denn auch, wenn das schwedische System sein Geld nicht ganz wert zu sein scheint, zumindest die Damen und Herren aus der E-Mail-Kundenbetreuung können <em>wirklich </em>helfen.</p>
<p>Theoretisch stehen wir bei Null, aber ich sollte wohl trotzdem gelegentlich meinen Briefkasten kontrollieren&#8230;</p>
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		<title>Kommen gesehen?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/kommen-gesehen-prognose.html</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 13:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt]]></category>
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		<category><![CDATA[Finanzmarkt]]></category>
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		<category><![CDATA[Prognose]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist eine der grundlegenden Weisheiten unserer Gesellschaft: Egal was passiert, wann es passiert, wie es passiert. Irgendjemand hat es kommen sehen. Immer. Und für gewöhnlich gut daran getan, seine Weissagung tunlichst für sich zu behalten &#8211; oder in sorgfältig gewählte Schranken zu setzen. Wobei Letzteres meistens den Beschränkungen einer Nachrichtenlänge zum Opfer fällt. Am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine der grundlegenden Weisheiten unserer Gesellschaft: Egal was passiert, wann es passiert, wie es passiert. <em>Irgendjemand hat es kommen sehen.</em> Immer. Und für gewöhnlich gut daran getan, seine Weissagung tunlichst für sich zu behalten &#8211; oder in sorgfältig gewählte Schranken zu setzen. Wobei Letzteres meistens den Beschränkungen einer Nachrichtenlänge zum Opfer fällt. Am Ende steht irgendeine wieauchimmer geartete Realität, die Gruppe jener, auf die man ja nur hätte hören müssen (wenn man sie denn gehört hätte) und ein Haufen Leute, die mit allem was sie gesagt haben daneben lagen, obwohl sie durchaus Recht hatten.</p>
<p><span id="more-271"></span></p>
<p><em>Früher Oktober 2008.</em> Ich sehe mich selbst noch in der Redaktion sitzen, unfähig, die im Minutentakt einflatternden dpa-Meldungen ernst zu nehmen. <em>Okay</em>. Die Börse in Wien bricht 10% ein, das ist viel. Aber Märkte können sich auffangen und in ein paar Wochen ist die Welt wieder in Ordnung.</p>
<p>Aus der Talfahrt wird ein Absturz, am Abend des selben Tages ist sie unwiderruflich da, meine erste Weltwirtschaftskrise.</p>
<h2>Überrascht? Warum?</h2>
<p><em>Das</em> da was kommt wussten wir ja eigentlich alle. Vermutlich eine einfache Vorhersage, denn das Finanzmärkte ewig wie geschmiert laufen erscheint unglaubwürdig, irgendwann geht schon noch was schief. &#8220;Eines Tages bricht das System zusammen&#8221; bietet sich als verbale Ausscheidung ökonomischer Weisheit geradezu an. Kritisch, prognostizierend, warnend, unbestimmt. Alles, was man braucht, um eine Titelseite an Sauregurkentagen noch halbwegs attraktiv zu machen. Und diese Tage gibt es <em>oft</em>. Und diese Warner gibt es <em>viele</em>. Und wie es mit dem Hilfe-Wölfe-Jungen passierte, ging es auch den zu spät geborenen Panikökonomen &#8211; keiner hörte mehr auf sie. Ankündigungen der Krise war man ja gewohnt. Also keine große Überraschung? Irgendwie doch. &#8220;<em>Sowas habe ich in meiner gesamten Karriere noch nicht erlebt&#8230;</em>&#8221; dürfte eine der meistzitierten Expertenaussagen des vergangenen Oktobers sein. Dabei konnte auf <a title="Diskussion auf wallstreet.online.de" href="http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1140172-1-10/kommt-die-weltwirtschaftskrise-2008" target="_blank">Wallstreet:online</a> schon seit April darüber philosophiert werden, das es genau in <em>diesem</em> Jahr endlich soweit sein würde. Auch nichts Neues gewesen? Scheiße, daneben.</p>
<p>Nein, im laufenden Jahr lagen sie endlich mal richtig. Wer seine Voraussagen auf bestehende Strukturen an den Kreditmärkten stützte, lag sogar von Anfang an richtig und musste nur auf den Tag der Wahrheit warten. Und unsere teuer finanzierten Wirtschaftsinstitute? Dem <a title="zew" href="http://www.zew.de/" target="_blank">Zentrum für europäische Wirtchaftsforschung</a> kann man eigentlich nichts vorwerfen, so daneben lagen die befragten <a title="Wie wird der ZEW-Index ermittelt?" href="http://www.zew.de/de/publikationen/Konjunkturerwartungen/Konjunkturerwartungen.php3" target="_blank">Finanzexperten</a> gar nicht. Zu Beginn des Jahres 2006 ging es sowieso bergab, im Mai 2007 unterbrachen sie ihren Konjunkturzyklus. Im August krachte die Erwartungslinie wieder durch den Boden und da bleibt sie jetzt auch. Das Münchner <a title="ifo-Institut" href="http://www.ifo.de/portal/page/portal/ifoHome/a-winfo/d1index/10indexgsk?lang=d" target="_blank">Institut für Wirtschaftsforschung</a> traf es mit seinen seit 2005 leicht steigenden (und zuletzt ins bodenlose fallenden) Zahlen nicht ganz so gut und geriet prompt in die Kritik. Das die eigentlich nur die Stimmungen und Erwartungen der <a title="Wie wird der Ifo-Geschäftsklimaindex ermittelt?" href="http://www.ifo.de/portal/page/portal/ifoHome/a-winfo/d1index/10indexgsk/_indexgsk?item_link=erlaeut_gk.htm" target="_blank">Unternehmer</a> abfragen ist dabei sowieso egal.</p>
<p>Offensichtlich, das Ifo macht da was grundlegend falsch, richtig?</p>
<p>Falsch.</p>
<h2>Die Sache mit dem &#8220;Wissen&#8221;</h2>
<p>Ökonomen arbeiten mit Modellen. Die sind dann meistens so weit weg von der Realität, dass sie eigentlich nur noch falsch sein können. Meine persönliche &#8211; frisch widerlegte &#8211; Meinung. Zentrales Problem: Wer als Experte auftritt und eine (hoffentlich meistens) fundierte Prognose äußert versetzt das Volk in Angst und Schrecken, oder, noch schlimmer: Euphorie.</p>
<p>Vor diesen Panikprognosen wurde in jüngster Zeit gewarnt, Stichwort <a title="Spiegel.de" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584340,00.html" target="_blank">Rezessionsreklame</a>. Kurz: Eine negative Prognose macht vor allem eines: alles schlimmer. Ist der ZEW-Index gefallen, erwartet die Wirtschaft einen Auftragstrückgang, fährt selbst vorsichtiger und erzählt auch dem Ifo davon. Deren Statistik kehrt sich nach unten und die Finanzexperten des ZEW sehen, dass der Markt zu zurückhaltend geworden ist, um Gewinne zu machen.</p>
<p>Gott sei Dank weiß man ja Bescheid. Die Erwartungen wurden analysiert, die Reaktionen studiert. Und eine Prognose, für deren Erstellung die Realität, wie sie den Marktteilnehmern bekannt ist, exakt abgebildet wurde, beschreibt nichts anderes als die sowieso schon vorhandenen Strukturen. Bei so schlechten Erwartungen lassen sich die Menschen gerne Hoffnung machen, das wissen die Ökonomen, das weiß auch die Politik. Zeit für einen Stein des Anstoßes. Bildungsinvestitionen, Haushaltskonsolidierung und erfolgreiche Arbeitsmarktprogramme: Konjunkturzyklisch betrachtet müsste es langsam mal wieder besser werden. Das könnte es auch &#8211; gäbe es da nicht diese blöden Zufälle, die fern der Modellwelt immer wieder auftreten.</p>
<p>Sowas Blödes wie eine platzende Kreditblase in den Vereinigten Staaten.</p>
<h2>Sonnenflecken</h2>
<p>Erwartungen basieren auf der Zukunft. Auf Erfahrungen aus der Vergangenheit mit Sicherheit, aber nicht auf der Erwartung, dass sich diese wiederholt. Das ist rational.</p>
<p>Schön wärs.</p>
<p>Jeder, der zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre zumindest schon gezeugt worden war, erinnert sich nun an jene dramatischen Ereignisse und fühlt sich genötigt, damalige Zustände auch für heute zu erwarten. Warum? Einfach nur so, es könnte ja sein. Kritisch, prognostizierend, warnend, aber wenigstens nicht unbestimmt und, so alles gut geht, viel zu extrem ausgelegt, um mehr als Blödsinn zu sein. Hoffentlich. Ich sag gar nichts mehr. Denn darum geht es nicht. Vielmehr geht es darum, was die Menschen <em>glauben</em>. Und wie bei Jevon&#8217;s <a title="Sonnenfleckentheorie bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenfleckentheorie" target="_blank">Sonnenfleckentheorie</a> ist es ziemlich egal, ob unsere Ersparnisse in zehn Jahren absolut wertlos (danke liebe Bildzeitung) sein werden. Wenn die Menschen dies Glauben, dann beeinflusst es sie. Und das muss die Prognose beeinflussen. Und <em>das</em> ist dann mal wirklich rational.</p>
<p>Aber eben nur, so lange es niemand besser weiß. Und wer weiß schon, wann das jemand weiß? Und woher sollen eigentlich Unternehmer von Kreditblasen wissen und Erwartungen an verdeckten Finanzmarktstrukturen fest machen?</p>
<p>Und wie soll eine Prognose auf etwas aufbauen, was noch gar nicht Realität geworden ist? Sie <em>soll</em> nicht von der Vergangenheit ausgehen, natürlich. Aber sie <em>kann</em> nicht von der Zukunft ausgehen.</p>
<p>Bleibt nur noch heute übrig.</p>
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		<title>Die Wahrheit tut weh &#8211; kreuzigt den Boten!</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/wahrheit-weh-kreuzigt-boten-hans-werner-sinn-ifo.html</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 20:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von Murphys Gesetz will ich gar nicht anfangen, Godwins Gesetz finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: &#8220;Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch&#8221;, sagte eine Freundin von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von <a title="Murphys Gesetz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz" target="_self">Murphys Gesetz</a> will ich gar nicht anfangen, <a title="Godwins Gesetz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz" target="_blank">Godwins Gesetz</a> finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: &#8220;Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch&#8221;, sagte eine Freundin von mir. IFO-Wirtschaftsgottheit Hans-Werner Sinn dürfte diese Einschätzung ab morgen vermutlich teilen.</p>
<p><span id="more-228"></span></p>
<blockquote><p><span class="lang" lang="en" xml:lang="en">As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.</span></p></blockquote>
<p>Was zumeist das unsachliche Finale jedwediger Unterhaltung dar stellt, ist in der laufenden <span style="text-decoration: line-through;">Hexenjagd</span>, Diskussion um <a title="Opferlämmer fürs Volk" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/opferlaemmer-fuers-volk-greenspan-ackermann-finanzkrise.html" target="_blank">Fehler</a> von Bankmanagern nicht unbedingt ein unrealistischer Vergleich.</p>
<blockquote><p>In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager. Als Volkswirt sehe ich stattdessen falsche Anreize und fehlende Regeln. Schauen Sie sich den Straßenverkehr in Indien an. Die Leute fahren links, rechts, auf dem Bürgersteig, das ist abenteuerlich. Der Verkehr kommt deswegen immer wieder ins Stocken. Sind daran die &#8220;Manager&#8221; an den Steuerrädern schuld oder fehlende Verkehrsregeln?</p></blockquote>
<p>so Sinn gegenüber dem Berliner <a title="Tagesspiegel" href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzen-Finanzkrise;art130,2645622" target="_blank">Tagesspiegel</a>. Grundsätzlich ein Fakt, trotzdem nicht unbedingt geschickt, es auszusprechen. Rot-Grüne Politiker sowie der Zentralrat der Juden in Deutschland reagierten &#8220;mit Entsetzen&#8221; und fordern eine Entschuldigung. Aber ist das eine &#8220;Verherrlichung der Verbrechen&#8221;, wie Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, sich ausdrückte? Ist es nicht vielmehr eine Ermahnung, vergangene Verbrechen und die Gefühle, aus denen sie resultierten, nicht zu vergessen? Überspitzt formuliert, zweifellos. Erschreckend ist jedoch die Interpretation Kramers, Sinn versuche, die Nationalsozialisten &#8220;für ihre Verbrechen zu rehabilitieren&#8221; und den Juden eine Schuld für die damalige Finanzkrise zusprechen, wie sie heute auch die Bankmanager tragen.</p>
<p><strong>Interpretationsversuch</strong>: Vielleicht, <em>nur</em> vielleicht, könnte Sinns Aussage, auch damals habe ein &#8220;anonymer Systemfehler&#8221; Schuld an der Weltwirtschaftskrise getragen, einen Hinweis darauf bieten, dass es gar nicht um die Juden damals geht, sondern vielmehr um die Bankmanager heute. Und um die Schuldzuweisungen, ohne das auch nur in Erwägung gezogen wird, dass auch bei guter Marktentwicklung Fehler gemacht werden &#8211; vielleicht sogar Folgenlos. Und das sie bei schlechter Marktentwicklung eben weiterhin gemacht werden, wie immer, wie überall. Und dann ganz üble Folgen haben. Und das man vielleicht darüber nachdenken könnte, ob man die Handelnden dann wirklich diabolisieren <em>muss</em>.</p>
<p>Gesagt ist gesagt, geschrieben, gedruckt. Rücktrittsforderungen werden nicht all zu lange auf sich warten lassen, man darf gespannt sein. Ich wüsste gern, ob er mit Absicht derart provokant formuliert hat?</p>
<p>Vielleicht komme ich jetzt doch lieber mit Murphy und erinnere daran, dass das was schiefgehen <em>kann</em>, eben schiefgehen <em>wird</em>. Und das das <a title="Freiheit, Fehler machen zu dürfen." href="http://blog.isabellprophet.net/2008/meinung-freiheit-fuer-fehler.html" target="_blank">nichts Neues</a> ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass Herrn Sinn dies ebenfalls bewusst ist. Denn wer fehl- oder überinterpretiert werden <em>kann</em>, der <em>wird</em> es auch.</p>
<p>Und das ist auch nichts Neues.</p>
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		<title>Opferlämmer fürs Volk</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 13:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer muss es ja gewesen sein. Seit je her sind Opfer dargebracht worden, um die Götter zu besänftigen. Früher bediente man sich als Schäfer da gerne in der eigenen Viehherde, heute bedient sich die Herde viel lieber direkt am Schäfer. Die Luft ist dünn an der Spitze der Wirtschaft. Was oft als &#8220;Preis des Erfolges&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer <em>muss</em> es ja gewesen sein. Seit je her sind Opfer dargebracht worden, um die Götter zu besänftigen. Früher bediente man sich als Schäfer da gerne in der eigenen Viehherde, heute bedient sich die Herde viel lieber direkt am Schäfer. Die Luft ist dünn an der Spitze der Wirtschaft. Was oft als &#8220;Preis des Erfolges&#8221; bezeichnet wird, scheint eigentlich nur eins zu sein: Der Preis für den Mut, den Mund aufzumachen und sich durch eine konkrete Aussage angreifbar zu machen.</p>
<p>Dummer Fehler.</p>
<p><span id="more-216"></span></p>
<p>Man könnte behaupten, alle hätten zu ihnen aufgesehen. Könnte man, stimmt aber gar nicht. Denn wer kannte sie schon, die Wirtschaftskoryphäen der vergangenen Jahre? Künstler schaffen es posthum zum Erfolg, in der Wirtschaft kommt man posterfolg zu Ruhm. Zweifelhaftem, aber immerhin. Tagesaktuelle Beispiele sind Josef Ackermann von der Deutschen Bank und U.S. Notenbankchef a.D., Alan Greenspan. Letzterer hatte immerhin 19 Jahre seines Lebens damit verbracht, den U.S. Dollar bei Laune zu halten um die politikgebeutelte amerikanische Wirtschaft zu stabilisieren. Das machte ihn für jene, die überhaupt etwas davon mitbekommen haben, zur Galionsfigur des Wirtschaftsbooms. Für den Rest der Welt war er nur irgendein Wirtschaftsboss, bestimmt reich.</p>
<h2>Der Markt wirds schon richten?</h2>
<p>Greenspan stand vor allem für eine Überzeugung: <em>Den Glauben an den Markt</em> und maximal minimalistische politische Regulierung. Ausgesprochen unpopuläre Meinung, aber was will die breite Masse denn eigentlich reguliert wissen? Eigentlich ist es grundsätzlich zu viel Regulierung oder zu wenig Regulierung oder beides oder..? Ist ja auch egal. Greenspan sah eine Welt, die mit Schwankungen umgehen kann und den Markt nicht mit unnötigen institutionellen Regularien manipuliert. Das hat auch erstmal super funktioniert.</p>
<p>Was er übersah: Der Mensch an sich kann mit Schwankungen <em>nicht</em> umgehen. Was er vergaß: Eine Schwankung kann auch mal in ein Erdbeben ausarten. <em>Hallo, Finanzkrise.</em></p>
<p>Vor dem amerikanischen Kongress räumte er nun <a title="FAZ" href="http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~E7E4B00D5CD2040A19CB812261EB29EE1~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">ein</a>, die Selbstheilungskräfte des Marktes überbewertet zu haben. Aber ist das so? Kann sich der Markt nicht heilen? Nichts gegen politische Unterstützung in üblen Zeiten, aber wären wir ohne sie am Ende des Kapitalismus angelangt? Und dann? Das Ende der Welt? Ich meine die ernst:</p>
<h3>Was passiert, wenn sich der Markt nicht heilen kann?</h3>
<p>Fällt dann die Welt runter? Wann ja, wo hin? Subsistenzwirtschaft? Strom aus, Internet <a title="Das Internet abschalten." href="http://www.dasinternetabschalten.de" target="_blank">abschalten</a>? Oder müssen wir uns um Konsumgüter wieder prügeln? Alles nur, weil Greenspan den Markt seinen eigenen Gesetzen hat folgen lassen? Achso?</p>
<h2>Ein Satz tuts auch.</h2>
<p>Was der eine sich sein halbes Leben lang erarbeiten musste, hatte der andere in einem Wimpernschlag geschafft: Die &#8211; übrigens unbestätigte &#8211; Aussage, seine Bank würde<em> sich schämen, Hilfe vom Staat anzunehmen</em>, wurde für den primus omnium unter den Wirtschaftsmagnaten zum <span style="text-decoration: line-through;">wirtschaftlichen</span>/ <span style="text-decoration: line-through;">politischen</span> gesellschaftlichen Selbstmord. Ob nun Huhn oder Ei zuerst kamen, wird man wohl niemals erfahren, Fakt ist: Andere Banken schämen sich <a title="FTD" href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Appell-an-Bankmanager-Steinbr%FCck-bleibt-auf-Rettungspaket-sitzen/430612.html" target="_blank">offensichtlich</a> auch. Und weil die Regierung bei der Konzipierung ihrer Hilfen ja niemalsnicht schnell und unkompliziert revidierbare <a title="Krisenspiele" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/krisenspiele.html" target="_blank">Fehler</a> gemacht haben <em>könnte</em>, trägt jetzt eben Ackermanns Aussage die Schuld an der Zurückhaltung. Nicht die Konsumentenpsychologie, um Himmels Willen, da wäre doch niemals jemand drauf gekommen, hätte Ackermann es nicht ausgesprochen!</p>
<p>In schweren Zeiten sind die Anleger vorsichtiger. <em>Vernünftig</em>. Und wer einmal <span style="text-decoration: line-through;">lügt</span> Fehler macht, dem traut man nicht. <em>Vernünftig</em>. Und wer Fehler eingesteht, unterliegt der natürlichen Reaktion der Kunden. <em>Logisch</em>. Und wer nichts eingesteht, ist der Held. <em>Bescheuert</em>.</p>
<h2>Fail again, try again. Fail better.</h2>
<p>Wer handelt, macht Fehler. Wer nicht handelt auch, aber dann fällts nicht so auf. Also haben wir sogar die Wahl: Ein ruhiges, ungefährliches Leben &#8211; oder handeln. Handeln und Dinge verändern und entwickeln und vielleicht Fehler machen. Und mit dem Wissen leben, dass Fehler weh tun werden und jeder es sehen wird. In den verschiedensten Berufsfeldern können wir feststellen, dass jeder noch so unbeabsichtigte Fehler beleuchtet wird und soo selten das Positive zu würdigen gewusst. <em>Nicht vergessen:</em> Das betrifft nicht nur uns selbst; auch jene, über die wir urteilen, wollen meistens nur ihrem Weg folgen. Stillstand ist der Preis der Vorsicht.</p>
<p>Aber diese Sichtweise funktioniert nicht, kann nicht funktionieren. Denn wenn es aus Mangel an böser Absicht gar keinen Schuldigen gibt, wie besänftigt man dann <span style="text-decoration: line-through;">das Volk</span> die Götter?</p>
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		<title>Böse neue Welt</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/boese-neue-welt.html</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 15:15:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besteuerung]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Fehler]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich wieder ein Skandal. Nach Erdogan letzter Woche war mir schon fast wieder langweilig geworden. Und nun? Steuerskandal, gekauft. Historisch ist er sogar, super. Das gibt Schlagzeilen für mindestens bis&#8230; Mittwoch? Deutschlands neue Asoziale&#8230; ein Radiokommentar, ist meine persönliche Lieblingsbezeichnung dieser Leute und falls jener Redakteur das hier lesen sollte &#8211; melde dich, ich back [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endlich wieder ein Skandal. Nach Erdogan letzter Woche war mir schon fast wieder langweilig geworden. Und nun? Steuerskandal, <em>gekauft</em>. Historisch ist er sogar, super. Das gibt Schlagzeilen für mindestens bis&#8230; <em>Mittwoch</em>?</p>
<p><span id="more-9"></span></p>
<h3>Deutschlands neue Asoziale&#8230;</h3>
<p>ein Radiokommentar, ist meine persönliche Lieblingsbezeichnung dieser Leute und falls jener Redakteur das hier lesen sollte &#8211; melde dich, ich back dir nen Kuchen.</p>
<p>Besonders schön auch die Ereiferungen die sich diverse Fernsehsender dieser Tage auf den Straßen abholen. <em>Die Reichen die haben doch alle so viel und dann wollen sie noch mehr und nehmens dem Volk</em>. Niemand dieser Leute käme jemals auch nur auf die Idee, ihre 500.000€ Steuern im Jahr am Fiskus vorbeiführen zu wollen wären sie in der Situation. Überhaupt kann ein dickes Bankkonto &#8211; wo auch immer gelegen &#8211; ja nur mit chronischer Bösartigkeit verbunden sein, denn sonst wäre es ja nicht so dick, das leuchtet ein.</p>
<p>Zeitgleich fordert die Politik eine Erhöhung der Strafen. Gefängnis für Steuersünder? Für einen Blogger, der mich garantiert sofort anzeigt wenn ich hier verlinke eine klare Sache &#8211; wobei ich mir nicht sicher bin ob es ihm recht ist, das nicht-erwähnte Partei seiner Meinung ist, denn eigentlich waren doch die Politiker auch alle böse&#8230; oder habe ich jetzt wieder etwas verpasst? Das er nach Einbruch &amp; Diebstahl 14 Monate saß kann er nicht verstehen &#8211; dass er für seine Arbeit auf der Baustelle nur 1.500€ im Monat bekommt auch nicht.</p>
<h3>Die Großen dürfen sowas.</h3>
<p>Achso.</p>
<p>Die Wirtschaft ist böse, die Politiker sowieso.Die Behörden wollen uns überwachen Verzeihung &#8211; ausspionieren meine ich natürlich &#8211; und die Justiz? Keine Ahnung, aber ich hab so das Gefühl, dass die wohl auch wieder zuviel verdienen. Habe ich was vergessen? Achja, was ist eigentlich mit den Sportlergehältern? Naja, vielleicht ist das auch was ganz anderes&#8230;</p>
<h3>Welcome to the next Level</h3>
<p>Das Spiel des Lebens geht einfach weiter. Einer betrügt und spart Geld dadurch, einer ermittelt und verdient seine Brötchen damit, einer schreibt drüber und steigert die Auflage. Einer regt sich drüber auf und fühlt sich besser dadurch und am Ende kommt doch alles wieder auf +/- Null raus wenn dann doch alles nachgezahlt ist.</p>
<p>Wirklich sicher bin ich mir ja nicht, ob man jemanden, der auf Risiko gespielt &amp; sich bewusst sein ganzes Leben nachhaltig und endgültig versaut hat &#8211; jetzt die verdiente und vermutlich nicht wenig schmerzhafte Strafe auch bekommt &#8211; und dennoch erhobenen Hauptes sein Haus verlassen kann wirklich mit dem Gesicht in den Staub treten muss.</p>
<p>Ich für meinen Teil bin ganz froh über die Geschichte. Erwischt wurden sie ja doch noch und Steuerskandale versüßen mir den Frühstückskaffee immer noch besser als Krieg, Mord &amp; Vergewaltigung.</p>
<p>Nur eine Frage habe ich: Straftaten sind böse, Überwachung auch. Reiche sind Asozial und nicht Reiche dürfen klauen&#8230;</p>
<p><em>Ach, jetzt hab ich die Frage vergessen. </em></p>
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