Recht. Ökonomisch. 2: Bürgschaft.

Dec 15
Posted by Isa Filed in Göttingen, Studium, Ökonomie

Aus ökonomischer Perspektive dienen Rechtsnormen dazu, die wirtschaftlichen Interaktionen verschiedener Individuen (resp. Unternehmen) möglichst komplikationslos zu gestalten. Ziel ist es aus wohlfahrtstheoretischem Blickwinkel, durch effiziente Transaktionen all jene Verträge zu Stande kommen zu lassen, die für alle Beteiligten einen Pareto-optimalen Zustand zur Folge haben. Eines der wichtigsten deutschen Instrumente für die optimale Allokation von Geldmitteln ist die Bürgschaftserklärung nach § 765 BGB.

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Recht ökonomisch?

Nov 21
Posted by Isa Filed in Forschung, Göttingen, Politik, Studium, Ökonomie

Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach.

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Which is the right answer in theory? Which in practice?

Aug 5
Posted by Isa Filed in Arbeit, Gesellschaft, Göttingen, Politik, Studium, Ökonomie

Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis

Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der Produzenten, argumentieren andere Ökonomen. Im Extremfall können so Arbeitsplätze vernichtet und das Volkseinkommen verringert werden, beweisen Studien. Auf der anderen Seite kann bei höheren Stundenlöhnen auch die Wahl zwischen Freizeit und Arbeit beeinflusst werden – ebenfalls in beide Richtungen. Doch staatliche Markteingriffe unterliegen nicht nur den Gesetzen der ökonomischen Theorie, auch die praktische Umsetzung birgt ihre Probleme.

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Logik gegen Erfahrung

Jul 20
Posted by Isa Filed in Forschung, Geschichte, Studium, Ökonomie

Gustav von Schmoller: Grundriss der allgemeinen Volkswirtschaftslehre

Der Methodenstreit

Der Weg von Gefühlen und Bedürfnissen hin zu allgemein gültigen Gesetzen der Volkswirtschaftslehre ist ein weiter. Die deutsche Historische Schule um Gustav von Schmoller versuchte dennoch, diesen Weg zu gehen. Doch der Ansatz, an Hand historischer Entwicklungen und ethischer Moralvorstellungen staatliche Institutionen zu fordern, führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum so genannten „Werturteilsstreit“, den die Historische Schule gewisser Maßen „verloren“ hat. Doch ist es in der heutigen Gesellschaft noch angemessen, die Wissenschaft von Werturteilen zu trennen? Wie logisch ist eine Logik, die geschichtliche Erfahrungen außer Acht lassen will?

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Ceteris Paribus

Jul 16
Posted by Isa Filed in Geschichte, Studium, Ökonomie

Alfred Marshall:Principles of Economics
Wie praktisch ist die Theorie heute?

Alfred Marshall legte in seinem Hauptwerk, den „Principles of Economics“ den Grundstein für viele Instrumente der formalisierten Volkswirtschaftslehre, wie sie heute gelehrt und praktiziert wird. Was er eigentlich wollte, stellte er selbst klar: Die beobachtete Wirklichkeit erklären. Heute grassiert der Vorwurf, die fortschreitende Formalisierung würde sich immer tiefer in Modellwelten hinein bewegen und die Realität aus dem Blickfeld verlieren. Die praktische Verwertbarkeit formal ermittelter Ergebnisse wird in der Forschungsdebatte vielfach angezweifelt. Ist das, was für Marshall nicht mehr als ein Werkzeug war, außer Kontrolle geraten?
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