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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Banken</title>
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		<title>Finanzmarkttransaktionssteuer &#8211; irrational?</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was für ein Wortungetüm, fies. Finanzmarkttransaktionssteuer. Aber Europa nähert sich, seit heute sind Leerverkäufe untersagt, berichtet die Süddeutsche. Was für Dinger? Das ist jetzt erst einmal egal. Sie machen Spaß und bringen viel Geld, wenn man sich denn traut. Und wenn man halt Glück hat. Viel wichtiger ist jedoch das Signal  dieses Schrittes: We are [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein Wortungetüm, fies. <em>Finanzmarkttransaktionssteuer</em>. Aber Europa nähert sich, seit heute sind <a title="sueddeutsche.de" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt4m1/finanzen/378/511484/text/" target="_blank">Leerverkäufe</a> untersagt, berichtet die Süddeutsche. <em>Was für Dinger?</em> Das ist jetzt erst einmal egal. Sie machen Spaß und bringen viel Geld, wenn man sich denn traut. Und wenn man halt Glück hat. Viel wichtiger ist jedoch das Signal  dieses Schrittes:<em> We are not afraid</em>.</p>
<p><span id="more-708"></span>Angst haben darf die deutsche Regierung nicht, wenn sie auch eine Finanzmarkttransaktionssteuer (man<em>oh</em>man) tatsächlich einführen will. Selbst alle europäischen Regierungen gemeinsam, müssten mit blindem Mut zustimmen, sollte es ein solches Gesetz tatsächlich bald geben. Tatsächlich funktionieren tut dies nämlich nur, wenn alle mitmachen. Sollst sucht sich das Geld, man denke an Wasser, einfach einen anderen Markt und Europa guckt mit seiner schönen Steuer in die Röhre. Situation schlimmer als vorher &#8211; viel schlimmer.</p>
<p>Aber wie bringt man jetzt alle Markt-beherbergenden Länder der ganzen weiten Welt dazu, glaubhaft darzulegen, dass sie auch eine derartige Steuer einführen werden? Und wie kriegt man sie eigentlich dazu, dies selber zu wollen? Erschwerend hinzu kommt schließlich, dass der freie Finanzmarkt mit seinen modernen Produkten als Schmiermittel der Weltwirtschaft gilt und die Entwicklung der vergangenen 150 Jahre ohne sie wohl niemals denkbar gewesen wäre. Nicht in dieser Intensität.</p>
<p>Europa soll vorangehen, eigentlich sogar nur Deutschland, aber wäre man nicht unglaublich dämlich, dies zu tun? <em>Defection is rational</em>, wer defekt spielt, gewinnt Milliarden.</p>
<p>Es ließen sich vielleicht Krisen vermeiden, wenn alle mitspielen &#8211; okay, doofes Wort &#8211; mit<em>ziehen</em> würden. Noch dazu lässt sich schon mit einem einfachen Gedankenspiel konstruieren, warum freie Märkte nicht mehr zur Wohlfahrtsmaximierung führen. Die kollektive Handlung wäre also zum positiven Nutzen aller, fein. Aber ohne diesen einsamen Schritt nach vorn &#8211; direkt über die Klippe des Problemb<em><span style="text-decoration: line-through;">ä</span></em>erges &#8211; wird es eine solche Steuer niemals geben. Und eigentlich sollte ihn auch kein verantwortungsbewusster Politiker tun.</p>
<p>Lösung des Problems? Irrationales Handeln, zum Schaden des Volkes und der Volkswirtschaft. Und hoffen, dass alle mitspielen. Dann mal munter voran, Kameraden.</p>
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		<title>Auf Wachstum setzen.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 19:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wachstum muss sein. Das wissen wir. Wachstum muss allein schon deshalb sein, weil wir sonst unser eigenes Rentensystem vergessen können. Jetzt muss Wachstum aber auch sein, weil die Bundesregierung sonst unsere Staatsausgaben nicht mehr mit Steuereinnahmen gegenfinanzieren kann. Schon gar nicht, weil Staatsausgaben  steigen und Steuereinahmen gesenkt werden sollen. Klingt nach Schulden? Ja. Es sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wachstum muss sein. Das wissen wir. Wachstum muss allein schon deshalb sein, weil wir sonst unser eigenes Rentensystem vergessen können. Jetzt muss Wachstum aber auch sein, weil die Bundesregierung sonst unsere Staatsausgaben nicht mehr mit Steuereinnahmen gegenfinanzieren kann. Schon gar nicht, weil Staatsausgaben  steigen und Steuereinahmen gesenkt werden sollen. Klingt nach Schulden? Ja. Es sei denn, wir haben ordentlich Wirtschaftswachstum und geben alle so viel Geld aus, dass so praktische Institutionen wie die Umsatzsteuer und so dem Staat ganz viel Geld bringen.</p>
<p>Das mach ich dann ab jetzt auch so.<span id="more-613"></span>Ich geh mir morgen erstmal die Stiefel kaufen, die im Carré heute so laut meinen Namen gerufen haben. Das läuft dann zwar erst einmal auf rote Zahlen hinaus, aber ich setze einfach auf Wirtschaftswachstum. Dann übersteigen vielleicht bald die Kapitalanlagezinsen die Kreditzinsen.</p>
<p>Man könnte auch direkt auf Inflation hoffen, hat in etwa die gleiche Wirkung.</p>
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		<title>Heute vor einem Jahr&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 06:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute vor einem Jahr war vieles genau wie heute auch. Heute vor einem Jahr hatte ich aber auch noch einen Zahn mehr. Heute vor einem Jahr habe ich an einem Teil der Serie zur Celler Architekturmeile gearbeitet. Heute vor einem Jahr kamen plötzlich DPA-Meldungen über angebliche Bankenprobleme Heute vor einem Jahr habe ich einen Text [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute vor einem Jahr war vieles genau wie heute auch.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hatte ich aber auch noch einen Zahn mehr.</p>
<p>Heute vor einem Jahr habe ich an einem Teil der Serie zur Celler Architekturmeile gearbeitet.</p>
<p>Heute vor einem Jahr kamen plötzlich DPA-Meldungen über angebliche Bankenprobleme</p>
<p>Heute vor einem Jahr habe ich einen Text über Sozialphobie und Schüchternheit geschrieben.</p>
<p>Heute vor einem Jahr wars glaub ich ziemlich warm draussen.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hat mich DPA irgendwie genervt.</p>
<p>Heute vor einem Jahr war übrigens Montag und nicht Dienstag.</p>
<p>Heute vor einem Jahr habe ich mir Gedanken über die Börse in Wien gemacht.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hab ich mir anhören müssen, die sei uninteressant.</p>
<p>Heute vor einem Jahr hatte ich nen ziemlichen Kater vom Vorabend.</p>
<p>Heute vor einem Jahr stand plötzlich &#8220;US-Bank pleite&#8221; auf meinem Display.</p>
<p>Heute vor einem Jahr begann etwas, das ich in fast jede Kategorie dieses Blogs eintüten kann.</p>
<p>Heute vor einem Jahr begann das, was meine Kinder später als &#8220;zweite große Wirtschaftskrise&#8221; in der Schule lernen werden.</p>
<p>Heute vor einem Jahr begann das, was ich zuerst für ziemlich überbewertet gehalten habe.</p>
<p>Heute vor einem Jahr ist Lehmann-Brothers zusammengebrochen.</p>
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		<title>Crisis, what (&#039;s a) crisis?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 12:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, Wirtschaftskrise&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise? Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, <em>Wirtschaftskrise</em>&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise?</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes Leben lang: BSE, Pflanzengift, Schweinepest, Geflügelpest, Geflügelgrippe, Schweinegrippe. Eigentlich kann niemand von mir erwarten, dass ich überhaupt noch etwas anderes als Schokolade zu mir nehme.</p>
<p>Ist auf den ersten Blick keine Krise erkennbar, findet sich meistens schnell eine: Mindestens für eine Klimakrise ist mitlerweile sowieso schon egal, welches Wetter gerade herrscht. Ansonsten ist es halt die Saure-Gurken-Zeit, auch irgendwie eine Krise. Generell scheint der Begriff  &#8220;Krise&#8221; heute synonym zu &#8220;Gegenwart&#8221; verwendet zu werden.</p>
<p>Die Medizin begreift die Krise übrigens als jene Phase, in der unklar ist, ob der Patient leben oder sterben wird. Im Krisenbegriff geht es eigentlich um eine finale Zuspitzung zweier Extreme, von denen zwangsläufig eines eintreten wird. Dem kann man eigentlich Intuitiv zustimmen&#8230; warten wir also ab, ob es nach der aktuellen <em>Krise </em>noch eine <em>Wirtschaft </em>geben wird &#8211; oder nicht.</p>
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		<title>Quo vadis, populi potentia?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/quo-vadis-populi-potentia-kommunismus-demokratie.html</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 22:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer für alle &#8211; alle für einen? Aber nicht doch. Lieber alle für alles, statt einer für ein bisschen was. Wo möchte das deutsche Volk hin, mit seiner Demokratie? Klingt sinnfrei? Finde ich auch. Trotzdem wird in der modernen Gesellschaft der Ruf nach etwas, das die moderne Welt eigentlich längst hinter sich gelassen hatte, immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer für alle &#8211; alle für einen? Aber nicht doch. Lieber alle für alles, statt einer für ein bisschen was. Wo möchte das deutsche Volk hin, mit seiner Demokratie? Klingt sinnfrei? Finde ich auch. Trotzdem wird in der modernen Gesellschaft der Ruf nach etwas, das die moderne Welt eigentlich längst hinter sich gelassen hatte, immer lauter. Und so stieß der französische Staatspräsident mit seinem Vorstoß, bestimmte Unternehmen teilweise verstaatlichen zu wollen, nicht auf die tauben Ohren, die man hätte erwarten sollen.</p>
<p><span id="more-258"></span></p>
<p>Wer statt mit tauben Ohren mit einer Welle der Entrüstung gerechnet hatte, irrt ebenfalls. Eigentlich finden die Deutschen die Idee nämlich gar nicht mal so blöd. So wünschen sich schon über die Hälfte der in einer <a title="Stern.de" href="http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/:%0A%09%09stern-Umfrage%0A%09%09%09-Deutsche-Verstaatlichung/643741.html" target="_blank">Stern</a>-Umfrage befragten Bürger staatliche Beteiligungen in der Energiewirtschaft, bei Banken und Versicherungen, Fluggesellschaften, der Bahn und der Post. Dabei geht es gar nicht primär um finanziellen Beistand für unsere liebe Wirtschaft &#8211; was Deutschland sich wünscht, ist Kontrolle. Regulierung. Nicht über Gesetze, denn die werden gebrochen. An der Wurzel soll das Problem gepackt werden. Gestern waren die Politiker noch die bösen Korrupten, heute sollen sie dem Übel des Tages zu Leibe rücken: Wirtschaft, so böse, dass die Politik glatt wieder liebenswert erscheint.</p>
<p>Das der Neoliberalismus mit seiner sozialen Marktwirtschaft wahnsinnig uncool geworden ist, ist gar nichts Neues mehr. Das unsere liebe Gesellschaft deswegen aber direkt zur Sozialisierung schreiten will, mutet ein ganz klein wenig extrem an.</p>
<p>Denn wie nannte man die Sache mit der flächendeckenden Verstaatlichung doch gleich?</p>
<p>Achso ja. <em>Kommunismus</em>.</p>
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		<title>Gut, böse, blöd.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/gut-boese-bloed-finanzkrise-bankmanager-anlageberater.html</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 13:27:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freiheit, Fehler machen zu dürfen II. Eine ganz interessante Diskussion eigentlich. Aber zwischen den Guten und den Bösen liegt eben immer noch eine dritte Gruppe: Die der einfach Blöden. Man muss da wirklich zwischen &#8220;Bankmanagern&#8221;, &#8220;Anlageberatern&#8221; und den Anlegern selbst unterscheiden. Anlageberater sind &#8211; das darf man als Anleger niemals vergessen &#8211; &#8220;Verkäufer&#8221;. Der Beruf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freiheit, Fehler machen zu dürfen II.<br />
Eine ganz interessante <a title="Meinung: Freiheit, Fehler machen zu dürfen." href="http://blog.isabellprophet.net/2008/meinung-freiheit-fuer-fehler.html" target="_blank">Diskussion</a> eigentlich. Aber zwischen den Guten und den Bösen liegt eben immer noch eine dritte Gruppe: Die der einfach Blöden.<br />
<span id="more-253"></span></p>
<p>Man muss da wirklich zwischen &#8220;Bankmanagern&#8221;, &#8220;Anlageberatern&#8221; und den Anlegern selbst unterscheiden.</p>
<p>Anlageberater sind &#8211; das darf man als Anleger niemals vergessen &#8211; &#8220;Verkäufer&#8221;. Der Beruf dieser Menschen ist es, ein Produkt zu verkaufen, an die Anleger. Hierbei sprechen wir von Menschen mit denen wir vielleicht zur Schule gegangen sind oder studiert haben &#8211; die also nicht vom Teufel persönlich gesandt wurden. Und genauso, wie ein Autoverkäufer nicht zu 100% weiß, ob das Benzin morgen noch da sein wird (jaja, sehr hypothetisch, schon klar), weiß auch der Anlageberater, selbst in allerbester Ausübung seiner &#8211; vom Gesetz zwingend auferlegten &#8211; Beratungsverpflichtung, nicht zu 100%, wie sich die Finanzmärkte der Zukunft entwickeln. Wie soll er das wissen?</p>
<p>Prognosen gab es, man hätte darauf hören können.</p>
<p>Der wesentlich kleineren, von  mir aus &#8220;elitäreren&#8221;, Gruppe der Bankmanager mag man da schon mehr Weitsicht zusprechen. Und hier wurden Fehler gemacht, die schon über das Annehmbare hinausgehen, zweifellos.<br />
Aber man verrate mir eines: Welcher rational handelnde Bankmanager, auf Profit aus, kauft für sein Institut &#8220;faule&#8221; Pakete? Oder leitet seine Verkäufer dazu an, diese an die eigenen Kunden weiter zu reichen? &lt;&#8211; sehr zentrale, wichtige Frage.</p>
<p>Und da es immer noch ein Problem der Kreditmärkte ist, Zitat aus einem <a title="Kommentare" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/meinung-freiheit-fuer-fehler.html#comments" target="_blank">Kommentar</a>:</p>
<blockquote><p>Das Geld ist in die Taschen einiger weniger gelangt.</p></blockquote>
<p>Das wären dann wohl die amerikanischen Kreditkunden, richtig?</p>
<p>Wir hauen und treten am liebsten im heimatlichen Revier. Warum? Ist der Kuckuck in diesem Spiel nicht viele tausend Meilen und einen kleinen Ozean entfernt zu suchen?</p>
<blockquote><p>Und ich kann mich nicht erinnern, dass jemand von den Bankern vorher sowas wie “25% Rendite geht einfach nicht, da ist der kollaps vorprogrammiert. Ihr macht ma halblang, macht 4% und habt dafür auch nen Gegenwert und keine Blase” gesagt hat.</p></blockquote>
<p>Das macht nichts, denn dafür hat <span style="text-decoration: line-through;">der liebe Gott,</span> die Deutsche Gesetzgebung den Schadensersatz erfunden. Ich gehe sogar ganz fest davon aus, dass vielen Anlageberatern Fehler unterlaufen sind und auch einige sich von Provisionsgier (was ein böses Wort) haben verleiten lassen, selbst ohne Wissen um den Markt, als sicher proklamierte Zertifikate (und wie das ganze Zeug noch heißen mag) verkauft haben. Kunden sind dabei zwangläufig die Opfer, aber welcher Windows-Nutzer ist das nicht? Vertraue ich mein Geld &#8211; größere Summen &#8211; dem Urteil einer fremden Person an, <em>muss</em> ich damit rechnen, auf die Nase zu fallen. Eine Frage des gesunden Menschenverstandes: Ich informiere mich &#8211; im Rahmen meiner Möglichkeiten. Rechtlich trotzdem ganz einfach: Der Anlageberater informiert mich &#8211; im Rahmen <em>seiner</em> Möglichkeiten.</p>
<p>Und die Klagewelle wird sooo schööön werden&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Wahrheit tut weh &#8211; kreuzigt den Boten!</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/wahrheit-weh-kreuzigt-boten-hans-werner-sinn-ifo.html</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 20:53:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von Murphys Gesetz will ich gar nicht anfangen, Godwins Gesetz finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: &#8220;Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch&#8221;, sagte eine Freundin von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lauf aller Dinge ist geprägt von strengen Gesetzen. Der Markt blieb bei dieser Weltordnung wohl am allerwenigsten verschont: Preis, Nachfrage, Absatz, egal jetzt. Von <a title="Murphys Gesetz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Murphys_Gesetz" target="_self">Murphys Gesetz</a> will ich gar nicht anfangen, <a title="Godwins Gesetz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz" target="_blank">Godwins Gesetz</a> finde ich an dieser Stelle sowieso viel spannender: &#8220;Wer auch immer Godwins folgt, verliert jede Diskussion, automatisch&#8221;, sagte eine Freundin von mir. IFO-Wirtschaftsgottheit Hans-Werner Sinn dürfte diese Einschätzung ab morgen vermutlich teilen.</p>
<p><span id="more-228"></span></p>
<blockquote><p><span class="lang" lang="en" xml:lang="en">As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.</span></p></blockquote>
<p>Was zumeist das unsachliche Finale jedwediger Unterhaltung dar stellt, ist in der laufenden <span style="text-decoration: line-through;">Hexenjagd</span>, Diskussion um <a title="Opferlämmer fürs Volk" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/opferlaemmer-fuers-volk-greenspan-ackermann-finanzkrise.html" target="_blank">Fehler</a> von Bankmanagern nicht unbedingt ein unrealistischer Vergleich.</p>
<blockquote><p>In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager. Als Volkswirt sehe ich stattdessen falsche Anreize und fehlende Regeln. Schauen Sie sich den Straßenverkehr in Indien an. Die Leute fahren links, rechts, auf dem Bürgersteig, das ist abenteuerlich. Der Verkehr kommt deswegen immer wieder ins Stocken. Sind daran die &#8220;Manager&#8221; an den Steuerrädern schuld oder fehlende Verkehrsregeln?</p></blockquote>
<p>so Sinn gegenüber dem Berliner <a title="Tagesspiegel" href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Finanzen-Finanzkrise;art130,2645622" target="_blank">Tagesspiegel</a>. Grundsätzlich ein Fakt, trotzdem nicht unbedingt geschickt, es auszusprechen. Rot-Grüne Politiker sowie der Zentralrat der Juden in Deutschland reagierten &#8220;mit Entsetzen&#8221; und fordern eine Entschuldigung. Aber ist das eine &#8220;Verherrlichung der Verbrechen&#8221;, wie Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden, sich ausdrückte? Ist es nicht vielmehr eine Ermahnung, vergangene Verbrechen und die Gefühle, aus denen sie resultierten, nicht zu vergessen? Überspitzt formuliert, zweifellos. Erschreckend ist jedoch die Interpretation Kramers, Sinn versuche, die Nationalsozialisten &#8220;für ihre Verbrechen zu rehabilitieren&#8221; und den Juden eine Schuld für die damalige Finanzkrise zusprechen, wie sie heute auch die Bankmanager tragen.</p>
<p><strong>Interpretationsversuch</strong>: Vielleicht, <em>nur</em> vielleicht, könnte Sinns Aussage, auch damals habe ein &#8220;anonymer Systemfehler&#8221; Schuld an der Weltwirtschaftskrise getragen, einen Hinweis darauf bieten, dass es gar nicht um die Juden damals geht, sondern vielmehr um die Bankmanager heute. Und um die Schuldzuweisungen, ohne das auch nur in Erwägung gezogen wird, dass auch bei guter Marktentwicklung Fehler gemacht werden &#8211; vielleicht sogar Folgenlos. Und das sie bei schlechter Marktentwicklung eben weiterhin gemacht werden, wie immer, wie überall. Und dann ganz üble Folgen haben. Und das man vielleicht darüber nachdenken könnte, ob man die Handelnden dann wirklich diabolisieren <em>muss</em>.</p>
<p>Gesagt ist gesagt, geschrieben, gedruckt. Rücktrittsforderungen werden nicht all zu lange auf sich warten lassen, man darf gespannt sein. Ich wüsste gern, ob er mit Absicht derart provokant formuliert hat?</p>
<p>Vielleicht komme ich jetzt doch lieber mit Murphy und erinnere daran, dass das was schiefgehen <em>kann</em>, eben schiefgehen <em>wird</em>. Und das das <a title="Freiheit, Fehler machen zu dürfen." href="http://blog.isabellprophet.net/2008/meinung-freiheit-fuer-fehler.html" target="_blank">nichts Neues</a> ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass Herrn Sinn dies ebenfalls bewusst ist. Denn wer fehl- oder überinterpretiert werden <em>kann</em>, der <em>wird</em> es auch.</p>
<p>Und das ist auch nichts Neues.</p>
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		<title>Opferlämmer fürs Volk</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Oct 2008 13:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer muss es ja gewesen sein. Seit je her sind Opfer dargebracht worden, um die Götter zu besänftigen. Früher bediente man sich als Schäfer da gerne in der eigenen Viehherde, heute bedient sich die Herde viel lieber direkt am Schäfer. Die Luft ist dünn an der Spitze der Wirtschaft. Was oft als &#8220;Preis des Erfolges&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer <em>muss</em> es ja gewesen sein. Seit je her sind Opfer dargebracht worden, um die Götter zu besänftigen. Früher bediente man sich als Schäfer da gerne in der eigenen Viehherde, heute bedient sich die Herde viel lieber direkt am Schäfer. Die Luft ist dünn an der Spitze der Wirtschaft. Was oft als &#8220;Preis des Erfolges&#8221; bezeichnet wird, scheint eigentlich nur eins zu sein: Der Preis für den Mut, den Mund aufzumachen und sich durch eine konkrete Aussage angreifbar zu machen.</p>
<p>Dummer Fehler.</p>
<p><span id="more-216"></span></p>
<p>Man könnte behaupten, alle hätten zu ihnen aufgesehen. Könnte man, stimmt aber gar nicht. Denn wer kannte sie schon, die Wirtschaftskoryphäen der vergangenen Jahre? Künstler schaffen es posthum zum Erfolg, in der Wirtschaft kommt man posterfolg zu Ruhm. Zweifelhaftem, aber immerhin. Tagesaktuelle Beispiele sind Josef Ackermann von der Deutschen Bank und U.S. Notenbankchef a.D., Alan Greenspan. Letzterer hatte immerhin 19 Jahre seines Lebens damit verbracht, den U.S. Dollar bei Laune zu halten um die politikgebeutelte amerikanische Wirtschaft zu stabilisieren. Das machte ihn für jene, die überhaupt etwas davon mitbekommen haben, zur Galionsfigur des Wirtschaftsbooms. Für den Rest der Welt war er nur irgendein Wirtschaftsboss, bestimmt reich.</p>
<h2>Der Markt wirds schon richten?</h2>
<p>Greenspan stand vor allem für eine Überzeugung: <em>Den Glauben an den Markt</em> und maximal minimalistische politische Regulierung. Ausgesprochen unpopuläre Meinung, aber was will die breite Masse denn eigentlich reguliert wissen? Eigentlich ist es grundsätzlich zu viel Regulierung oder zu wenig Regulierung oder beides oder..? Ist ja auch egal. Greenspan sah eine Welt, die mit Schwankungen umgehen kann und den Markt nicht mit unnötigen institutionellen Regularien manipuliert. Das hat auch erstmal super funktioniert.</p>
<p>Was er übersah: Der Mensch an sich kann mit Schwankungen <em>nicht</em> umgehen. Was er vergaß: Eine Schwankung kann auch mal in ein Erdbeben ausarten. <em>Hallo, Finanzkrise.</em></p>
<p>Vor dem amerikanischen Kongress räumte er nun <a title="FAZ" href="http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~E7E4B00D5CD2040A19CB812261EB29EE1~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">ein</a>, die Selbstheilungskräfte des Marktes überbewertet zu haben. Aber ist das so? Kann sich der Markt nicht heilen? Nichts gegen politische Unterstützung in üblen Zeiten, aber wären wir ohne sie am Ende des Kapitalismus angelangt? Und dann? Das Ende der Welt? Ich meine die ernst:</p>
<h3>Was passiert, wenn sich der Markt nicht heilen kann?</h3>
<p>Fällt dann die Welt runter? Wann ja, wo hin? Subsistenzwirtschaft? Strom aus, Internet <a title="Das Internet abschalten." href="http://www.dasinternetabschalten.de" target="_blank">abschalten</a>? Oder müssen wir uns um Konsumgüter wieder prügeln? Alles nur, weil Greenspan den Markt seinen eigenen Gesetzen hat folgen lassen? Achso?</p>
<h2>Ein Satz tuts auch.</h2>
<p>Was der eine sich sein halbes Leben lang erarbeiten musste, hatte der andere in einem Wimpernschlag geschafft: Die &#8211; übrigens unbestätigte &#8211; Aussage, seine Bank würde<em> sich schämen, Hilfe vom Staat anzunehmen</em>, wurde für den primus omnium unter den Wirtschaftsmagnaten zum <span style="text-decoration: line-through;">wirtschaftlichen</span>/ <span style="text-decoration: line-through;">politischen</span> gesellschaftlichen Selbstmord. Ob nun Huhn oder Ei zuerst kamen, wird man wohl niemals erfahren, Fakt ist: Andere Banken schämen sich <a title="FTD" href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Appell-an-Bankmanager-Steinbr%FCck-bleibt-auf-Rettungspaket-sitzen/430612.html" target="_blank">offensichtlich</a> auch. Und weil die Regierung bei der Konzipierung ihrer Hilfen ja niemalsnicht schnell und unkompliziert revidierbare <a title="Krisenspiele" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/krisenspiele.html" target="_blank">Fehler</a> gemacht haben <em>könnte</em>, trägt jetzt eben Ackermanns Aussage die Schuld an der Zurückhaltung. Nicht die Konsumentenpsychologie, um Himmels Willen, da wäre doch niemals jemand drauf gekommen, hätte Ackermann es nicht ausgesprochen!</p>
<p>In schweren Zeiten sind die Anleger vorsichtiger. <em>Vernünftig</em>. Und wer einmal <span style="text-decoration: line-through;">lügt</span> Fehler macht, dem traut man nicht. <em>Vernünftig</em>. Und wer Fehler eingesteht, unterliegt der natürlichen Reaktion der Kunden. <em>Logisch</em>. Und wer nichts eingesteht, ist der Held. <em>Bescheuert</em>.</p>
<h2>Fail again, try again. Fail better.</h2>
<p>Wer handelt, macht Fehler. Wer nicht handelt auch, aber dann fällts nicht so auf. Also haben wir sogar die Wahl: Ein ruhiges, ungefährliches Leben &#8211; oder handeln. Handeln und Dinge verändern und entwickeln und vielleicht Fehler machen. Und mit dem Wissen leben, dass Fehler weh tun werden und jeder es sehen wird. In den verschiedensten Berufsfeldern können wir feststellen, dass jeder noch so unbeabsichtigte Fehler beleuchtet wird und soo selten das Positive zu würdigen gewusst. <em>Nicht vergessen:</em> Das betrifft nicht nur uns selbst; auch jene, über die wir urteilen, wollen meistens nur ihrem Weg folgen. Stillstand ist der Preis der Vorsicht.</p>
<p>Aber diese Sichtweise funktioniert nicht, kann nicht funktionieren. Denn wenn es aus Mangel an böser Absicht gar keinen Schuldigen gibt, wie besänftigt man dann <span style="text-decoration: line-through;">das Volk</span> die Götter?</p>
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		<title>Weltwirtschaftskrise, wir kommen. Vielleicht.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/weltwirtschaftskrise-wir-kommen-vielleicht.html</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Oct 2008 23:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Das muss ich einfach mal kurz los werden, es gibt ja so unglaublich göttliche Kommentare&#8230; An den Börsen läuft es derzeit alles andere als rund. Das Wissen um zukünftige Belastungen der Banken macht weltweit die Anleger nervös. Kampf oder Flucht? Flucht. Das macht folgendes Zitat ein wenig zur selbsterfüllenden Pro&#8230; nein okay, so weit will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das muss ich einfach mal kurz los werden, es gibt ja so unglaublich göttliche Kommentare&#8230;</p>
<p>An den Börsen läuft es derzeit alles andere als rund. Das Wissen um zukünftige Belastungen der Banken macht weltweit die Anleger nervös. Kampf oder Flucht? Flucht. Das macht folgendes Zitat ein wenig zur selbsterfüllenden Pro&#8230; nein okay, so weit will ich dann doch nicht gehen.</p>
<p><span id="more-207"></span><br />
Auch die <a title="FAZ" href="http://www.faz.net/s/Rub4D8A76D29ABA43699D9E59C0413A582C/Doc~E9C3E2339CA914283B79BF5A2432E52C4~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.</a> verzichtet nicht darauf, Anleger, Händler und gänzlich Unbeteiligte daran zu erinnern, dass die Krise noch lange nicht ausgestanden ist. Das mag ich an sich gar nicht kritisieren, eine Verantwortung für die Stimmung der Menschen kann man den Medien wohl sowieso nicht aufdrücken. Ob man es extra heraufbeschwören muss? Eigentlich egal, irgendwer würde es sowieso tun. Die F.A.Z. zumindest beschwichtigt Aktionäre, einfach mal die Füße still zu halten, wenigstens <em>eine</em> Zeitung.</p>
<p>Angst zu schüren ist einfach viel zu leicht &#8211; scheint seinen Reiz jedoch dennoch nicht zu verlieren. Wohlwollend gedacht: Das sieht dieser engagierte Leser offensichtlich auch so:</p>
<blockquote><p>Die Krise von 1929 war noch relativ einfach, dies ist schwerste Wirtschaftskrise überhaupt. Es merkt nur keiner. Wenn Sie da ist, steht alles still.</p></blockquote>
<p>Naja&#8230;</p>
<p>Wenns so bleibt, dass es außer ihm niemand merkt, solls mir ja Recht sein.</p>
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		<title>Meinung: Freiheit, Fehler machen zu dürfen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 22:42:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Für manche Aussagen kann selbst ich mich eigentlich nur bedanken, in vollem Ernst dieses Mal. Eine Wirtschaftsordnung, welche die Finanzmärkte eng an die Kandare nimmt, ist nicht nur denkbar, sondern auch Geschichte. Die Amerikaner haben als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise das Kapital streng kontrolliert mit der Folge, dass das Wachstumspotential deutlich schrumpfte. Der Sozialismus war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für manche Aussagen kann selbst ich mich eigentlich nur bedanken, in vollem Ernst dieses Mal.</p>
<blockquote><p>Eine Wirtschaftsordnung, welche die Finanzmärkte eng an die Kandare nimmt, ist nicht nur denkbar, sondern auch Geschichte. Die Amerikaner haben als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise das Kapital streng kontrolliert mit der Folge, dass das Wachstumspotential deutlich schrumpfte. Der Sozialismus war noch konsequenter: Spekulationskrisen gab es in der DDR keine; <em>Wohlstand</em> indessen auch nicht. Gewiss kann jetzt nicht weitergewurstelt werden wie bisher. Wenn freilich nichts als Regulierung, Staatskontrolle und Beschränkungen des Börsenhandels dabei herauskommt, wird der Schaden langfristig womöglich noch größer werden.</p></blockquote>
<p><span id="more-197"></span></p>
<p>Danke, liebe <a title="Rainer Hank zur aktuellen Finanzmarktkrise" href="http://www.faz.net/s/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC/Doc~E00D17F52B16A40C38EDD277397A427FF~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.</a>, liest sich gut, seh ich auch so.</p>
<p>Viele Dinge kommen als höchstes Gut der Menschen in Frage. Im Zuge einer Umfrage sagte mir vor einigen Wochen ein Schüler (Jahrgang &#8217;93), die Wiedervereinigung habe für ihn vor allem eine Bedeutung: <em>Ein Symbol der Freiheit. </em>Ob es diese nun ist, die uns am stärksten am Herzen liegt, bleibt wohl für immer strittig. Aber für mich ist sie das und das prägt mich eben. Also danke Rainer Hank und danke 15-jähriger Schüler, dessen Namen ich nicht mehr weiß.</p>
<p>Natürlich kann ein nicht-regulierter Markt versagen! Aber deshalb gleich in Ketten legen? Natürlich handeln Menschen nicht rational, wie könnten sie auch? Vielleicht eine Eigenschaft, die mit der Emotion kollidiert? Mindestens. Lösung: Bevormunden? Zwanghaft verändern?</p>
<p>Die Freiheit gegen Fehlerlosigkeit einzutauschen hat wohl sowieso einen entscheidenden Makel: Wo kriegen wir bloß die Fehlerlosigkeit her? Wer entscheidet, was richtig ist? Zugegeben, stürzen die Märkte ab, lief vermutlich einiges daneben. Und natürlich: Das hätte man verhindern können. Mein Vorschlag: Internationalen Finanzmarkt abschaffen, reicht doch, wenn jedes Land sich isoliert vernichtet (Sarkasmus hin oder her, was die Vereinigten Staaten angeht komme ich nicht umhin, diese Idee gar nicht so übel zu finden&#8230;).</p>
<p><em>Ich hab das Fahrradfahren übrigens auch mit aufgeschlagenem Kinn lernen müssen. Heute kann ich es &#8211; und trotzdem fliegen weiterhin Kinder in den Kies. Meine mit Sicherheit auch irgendwann.</em></p>
<p>Nebenbei werden im Artikel direkt noch mal die ursprünglichsten Ursprünge der Finanzmarktkrise erläutert, wurde Zeit, dass das mal jemand &#8211; für die Allgemeinheit verständlich &#8211; in die Hand nimmt.</p>
<blockquote><p>Erst wagen die Menschen gar nichts und scheuen jedes Risiko. Dann entdeckt plötzlich einer irgendwo ein Geschäft und ein anderer, der daran mitverdienen will, ist bereit, ihm Geld zu leihen. Plötzlich machen alle mit, weil sie ziemlich dumm da stünden, wenn ihre Umwelt den großen Reibach ohne sie machen würde. Weil die Zinsen niedrig sind, ist Geld billig zu haben. Und weil die wirtschaftlichen Aussichten stabil sind, taucht Kassandra ab. „Lebe riskant, und verdiene viel Geld“, heißt die Devise. Der Spekulant ist ein höchst emotionsgeladenes Wesen mit animalischen Instinkten.</p>
<p>Dann kommt der Minsky-Punkt. Irgendein Mitspieler bekommt es mit der Angst und verweigert die Zahlung. Einer ist noch nicht schlimm, der zweite vielleicht schon; denn sein Verhalten steckt an: Die Blase platzt. Und die Neigung, Risiken einzugehen, nimmt rapide ab. Plötzlich kann niemand mehr verstehen, wie alle noch vor wenigen Jahren berauscht waren: Die Helden von gestern sind die Dummen von heute.</p></blockquote>
<p>Schön <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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