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	<title>Nordbaldsüddeutsche. &#187; Armut</title>
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	<description>bellum omnium contra omnes</description>
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		<title>Forschung für nichts</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2009 19:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unglaublich. Die benutzen Quoten zur Messung von Armut. Tiefe der Armut, Ungleichheit, Subsistenzniveau&#8230; Wen kümmerts? Können wir die VWL als Fach bitte abschaffen? Zählen und ein bisschen Rechnen scheint absolut zu reichen. Everything I need to know in life I learned in Kindergarten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unglaublich.</p>
<p>Die benutzen Quoten zur Messung von Armut.</p>
<p>Tiefe der Armut, <a title="Williamson in Goettingen" href="http://blog.isabellprophet.net/2009/goettingen-history-without-evidence-williamson-inequality-latin-america.html" target="_blank">Ungleichheit</a>, Subsistenzniveau&#8230; Wen kümmerts?</p>
<p>Können wir die VWL als Fach bitte abschaffen? Zählen und ein bisschen Rechnen scheint absolut zu reichen.</p>
<p>Everything I need to know in life I learned in Kindergarten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Auslaufmodell Mittelschicht?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 04:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war eines der ganz großen Themen im vergangenen Jahr: Die Mittelschicht schrumpft. Au weia. Für sich genommen wäre das ja eigentlich egal, das Problem liegt eher in der wachsenden Gruppe der Armen. Und die wird nicht nur größer &#8211; die wird vor allem auch ärmer. Das ist der Preis für etwas, das wir leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war eines der ganz großen Themen im vergangenen Jahr: Die Mittelschicht schrumpft. Au weia. Für sich genommen wäre das ja eigentlich egal, das Problem liegt eher in der wachsenden Gruppe der Armen. Und die wird nicht nur größer &#8211; die wird vor allem auch ärmer. Das ist der Preis für etwas, das wir leider nicht ändern können &#8211; und mit gehobener Sicherheit auch <em>nicht </em>ändern wollen.</p>
<p><span id="more-300"></span></p>
<h2>Kalter Kaffee</h2>
<p>Nein, dieses Thema ist nicht neu. Es ist vielleicht aktuell, aber wenn, dann ist es das auch schon ziemlich lange. Über die letzten zehn Jahre hinweg war der traurige Trend bereits zu beobachten, im Oktober 2008 schockte dann das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (<a title="diw.de" href="http://www.diw.de" target="_blank">DIW</a>) mit neuen <a title="DIW zur schrumpfenden Mittelschicht (.pdf)" href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/79586/08-10-1.pdf" target="_blank">Zahlen</a>: Die Mittelschicht schrumpft. Die Armen werden Ärmer, die Reichen reicher. Die Mittelschichtler rutschen ab, kaum jemand steigt auf. &#8220;Die Schere geht auf&#8221;, metaphorisiert das Problem auf ganz hübsche Weise, man könnte aber auch ganz einfach sagen &#8220;die Gesellschaft bricht auseinander.&#8221;</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 405px"><img title="Einkommensschichtung in Deutschland1 1984 bis 2006" src="http://img205.imageshack.us/img205/7849/einkommensschichtungzf1.jpg" alt="Einkommensschichtung in Deutschland1 1984 bis 2006" width="395" height="453" /><p class="wp-caption-text">Einkommensschichtung in Deutschland 1984 bis 2006</p></div>
<h2>Warum?</h2>
<p>Für diese Entwicklung gibt es viele Gründe und eigentlich kennt die auch jeder. Warum? So isses halt. Darum.</p>
<p>Es gibt eine viel spannendere Frage:</p>
<h2>Warum nicht?</h2>
<p>Wer sagt eigentlich, dass diese Entwicklung nicht ganz natürlich ist? Verteufelter Sozialdarwinismus hin oder her &#8211; wird sich das Ende der Mittelschicht langfristig überhaupt verhindern lassen? &#8220;Verhindern&#8221; in diesem Fall hieße vor allem, jenen Teil der &#8220;Armen&#8221; davor zu bewahren, so richtig-<em>richtig </em>arm zu werden. Und es hieße, den Anteil der Armen klein zu halten. Ersteres lässt sich aus Sicht des Staates durch Umverteilung durchaus bewerkstelligen &#8211; so lange Letzteres gegeben ist.</p>
<p>Nur so, als Gedankenspiel &#8211; wie sollte das aussehen? Ein großter Teil der &#8220;neuen&#8221; Armen im vergangenen Jahr waren Alleinerziehende &#8211; das werden durch den gesellschaftlichen Wandel mehr werden, klar. Trotzdem gibt es eine Obergrenze, die sich immerhin noch an der heimatlichen Bevölkerungszahl misst. Der andere, noch größere, Teil liegt ganz wo anders. Nämlich bei den Einwanderern. Und das ist eine Zahl, die sich in der Globalisierung <em>nicht </em>mehr so leicht begrenzen lässt. Beide Faktoren drücken auf den Arbeitsmarkt, die <em>Bildungskrise </em>(na liebe BILD, wär das nicht ne 72pt wert?) tritt direkt nochmal nach: Viele gering qualifizierte &#8211; günstige &#8211; Arbeitskräfte, die viele &#8211; aber nicht <em>so</em> viele &#8211; Jobs haben wollen. Und schon muss sogar auf die Arbeitnehmer umverteilt werden.</p>
<p>Ausbeutung? Nein. Markt. Kapitalismus? Sicher. <em>Naturgesetz</em>.</p>
<h2>Lösung?</h2>
<p>Ich überleg mir was, versprochen. Aber da es halb 6 am Morgen ist habe ich außer &#8220;Geburtenkontrolle&#8221; und &#8220;Grenzen schließen&#8221; leider nichts anzubieten. Wir können stolz auf unsere liberale, weltoffene Gesellschaft sein. Aber wir müssen auch mit ihr leben. Und wenn wir viele Arbeitskräfte ins Land lassen, dann sinken die Löhne. So ist das nämlich an einem Markt. Wenn viele Kartoffelchips da sind, werden die ja auch billiger und keiner beschwert sich. Und wenn Menschen, die in ihrer Partnerschaft nicht glücklich sind, diese dann beenden&#8230; was soll dabei denn rauskommen? Sollte es anders laufen?</p>
<p>Ja. Nein. <em>Vielleicht</em>. Keine Ahnung wie.</p>
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		<title>Inflation unter ferner liefen</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/inflation-unter-ferner-liefen.html</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 20:26:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Krise]]></category>

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		<description><![CDATA[Über drei Prozent Inflation in Deutschland, vier Prozent in Europa. Zensur in China, Doping in Frankreich. Fernsehen im Internet, Rauchen in der Kneipe oder auch nicht. Und ganz nebenbei 2.2 Millionen Prozent Inflation im Juni. In Simbabwe. Die haben jetzt den einhundert-Milliarden-Dollar-Schein eingeführt. Soviel darf laut Tagesschau.de ein Simbabwer am Tag von seinem Konto abheben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über drei Prozent Inflation in Deutschland, vier Prozent in Europa. Zensur in China, Doping in Frankreich. Fernsehen im Internet, Rauchen in der Kneipe oder auch nicht.</p>
<p>Und ganz nebenbei 2.2 Millionen Prozent Inflation im Juni.</p>
<p>In Simbabwe.</p>
<p><span id="more-101"></span></p>
<p>Die haben jetzt den einhundert-Milliarden-Dollar-Schein eingeführt. Soviel darf laut <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/simbabwe400.html" target="_blank">Tagesschau.de</a> ein Simbabwer am Tag von seinem Konto abheben. Mehr geht auch bald nicht mehr, denn in absehbarer Zeit wird dort das Papier ausgehen und es kann kein Geld mehr gedruckt werden.</p>
<p>In Euro wären das&#8230; 63 ct.</p>
<p>Zur Erinnerung, die Armutsgrenze liegt bei einem Euro pro Tag &#8211; und soll auf zwei Euro angehoben werden. In Deutschland geht man von 50% des Medianeinkommens (~1.667 €), also ca 730 € aus. Das wären dann 39 der simbabweschen 100mrd-Scheinchen. Also 3.86243386 × 10<sup>12</sup> Simbabwe-Dollar, das ist eine hübsche Zahl:</p>
<p>3 862 433 860 000.</p>
<p><em>Die reale Inflation wird von Ökonomen auf 10-15 Millionen Prozent geschätzt. </em></p>
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		<title>Warum gibt es private Krankenversicherungen?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/warum-gibt-es-private-krankenversicherungen.html</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 01:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich meine diese Frage durchaus ernst, wenn jemand was Näheres weiss, bitte melden. Heute habe ich mal nachgefragt und wurde auf die Geschichte der Krankenversicherungen verwiesen, also werfen wir mal einen Blick darauf. Ich habe nur die dunkle Befürchtung, wenn ich fertig bin werde ich immer noch nicht wissen, wieso es sie jetzt gibt&#8230; Funktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich meine diese Frage durchaus ernst, wenn jemand was Näheres weiss, bitte melden.</p>
<p>Heute habe ich mal nachgefragt und wurde auf die Geschichte der Krankenversicherungen verwiesen, also werfen wir mal einen Blick darauf. Ich habe nur die dunkle Befürchtung, wenn ich fertig bin werde ich immer noch nicht wissen, wieso es sie <strong>jetzt </strong>gibt&#8230;</p>
<p><span id="more-32"></span></p>
<h2>Funktion der GKV</h2>
<p>Trivial zusammengefasst: Das System unserer gesetzlichen Krankenversicherung beinhaltet grundsätzlich einen Umverteilungs-Mechanismus. Umverteilung von Menschen mit tendenziell höherem Einkommen zu vermögensschwächeren Menschen durch einen einkommensabhängigen Beitragssatz. Unter sozialen Gesichtspunkten betrachtet ist das nicht zu verachten. Die letztere Gruppe wird meist nicht in der Lage sein, selbst für eventuelle Krankheitsfälle vorzusorgen und ist eher davon bedroht, sich die Behandlung einer Krankheit nicht leisten zu können, was wahlweise in Arbeitslosigkeit und/oder Verarmung oder zum Tode resultieren kann.</p>
<p>Gleichzeitig lässt sich empirisch belegen, dass gerade die Gruppe mit höherem Einkommen signifikant seltener krank wird, die so genannten &#8220;besseren Risiken&#8221; für die Krankenversicherungen. Jene Risiken, die geringer sind und somit &#8211; bei höherer Einzahlung &#8211; geringere Kosten verursachen. Die statistisch gesehen &#8220;schlechteren Risiken&#8221; mit theoretisch geringerem Einkommen zahlen zwar weniger ein, wären zu höheren Beiträgen allerdings auch nicht in der Lage. Aus dem <em>großen Topf</em> finanziert werden sie daher durch die Beiträge einkommensstärkerer Beitragszahler aufgefangen.</p>
<p>Halte ich das für gerecht? Nein.</p>
<p>Aber soviel <em>sozial </em>bekommt man selbst noch von mir, dass ich doch feststellen muss, dass dieses System ideologisch vorteilhaft für die Gesellschaft ist, ein paar Produktivitätsaspekte bekomme ich da auch noch drunter.</p>
<p>Da diese Beiträge nun mal prozentual vom Einkommen abgerechnet werden (der Gesundheitsfonds wird diesen Beitrag zusätzlich deutschlandweit vereinheitlichen), können sie aber auch sehr groß werden. Von der derzeitigen Beitragsbemessungsgrenze (welche bei einem Jahreseinkommen von 43.200€ liegt) und einem theoretischen Beitragssatz von 15% wären das 640€ im Monat. Zur Mitgliedschaft ist seit dem 1. April 2007 jeder verpflichtet, dessen Bruttoeinkommen geringer als (derzeit) 48.150€ ist, mit Ausnahme von selbstständig tätigen Personen und Beamten. Diese Summe stieg in den vergangenen zwei Jahren um je ca 0,95% an. Nebenbei: ein Wert unterhalb von durchschnittlicher Inflation und Lohnsteigerung.</p>
<h2>Störfaktor PKV</h2>
<p>Warum beschwere ich mich eigentlich? Nun, grundsätzlich lernen wir aus den Medien, dass &#8220;Privatpatienten&#8221; besser behandelt werden als solche, deren empfangene Leistungen von einer gesetzlichen Krankenkasse finanziert werden. Punkt für die PKV. Private Krankenversicherungen verlangen zudem einen einkommensunabhängigen Beitragssatz, der dementsprechend wesentlich niedriger ausfallen kann (wir erinnern uns: Höheres Einkommen, also jenes der Zielgruppe, geht statistisch betrachtet mit geringerem Krankheitsrisiko einher). Punkt für die PKV. Zahnersatz? Mehrbett- vs. Einzelbettzimmer im Krankenhaus? Wartezeiten? Punkt. Punkt. Punkt.</p>
<p>Aber dann soll sich doch bitte privat krankenversichern wer kann und will? Natürlich, ich würde es auch tun!</p>
<p>Diese Menschen steigen aus dem gesetzlichen Krankenversicherungssystem aus, die finanzielle Basis verkleinert sich während gleichzeitig die Risikostruktur schlechter wird. Logische Konsequenz? Die Beiträge der anderen steigen.</p>
<p>Und sollte man das den besser-verdienenden jetzt übel nehmen? Es muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, aber ob die Inanspruchnahme verbesserter Leistung bei geringerem Beitrag nun so verwerflich ist..?</p>
<p>Diese Überlegungen brachten mich aber eben auch auf meine Frage: Wäre die Situation nicht besser, wenn <em>alle </em>in <em>ein </em>System einzahlen würden? Die finanzielle Grundlage wäre gestärkt, die Risikostruktur verbessert, die vielgerühmte zwei-Klassen-Gesellschaft abgeschafft, sogar die <em>Kontrolllobby </em>wäre tendenziell eine mächtigere. Gleichzeitig könnten die Beiträge sinken, da mehr Menschen beteiligt sind. Eine erhöhte maximale Bemessungsgrundlage bei gleichzeitiger Senkung des Beitragssatzes könnte sowohl das System als auch die Beitragszahler entlasten.</p>
<p>Kurz: <strong>Ich </strong>fänd das super!</p>
<h2>Geschichtsstunde</h2>
<p>Die ersten Vorläufer der Krankenversicherungen waren&#8230; ja genau, die Zünfte. Schon damals sammelten die Handwerker untereinander Geld ein, um erkrankte Kollegen oder deren Hinterbliebenen zu unterstützen, wenn diese ihren Lebensunterhalt nicht mehr selbst bestreiten konnten.</p>
<p>Die 1848 gegründete &#8220;Krankenkasse der Beamten des Berliner Polizeipräsidiums&#8221; gilt als erste echte private Krankenversicherung. 1883 legte Bismarcks &#8220;Gesetz betreffs die Krankenversicherung der Arbeiter&#8221; den Grundstein für die heutige gesetzliche Krankenversicherung. Dies war auch bitter nötig, mangels Grundsicherung waren arbeitsunfähig gewordene Menschen damals einkommenslos, gleichzeitig sorgte der Beginn der Urbanisierung für ein erstes Aufbrechen der familiären &#8211; versorgenden &#8211; Strukturen.</p>
<p>Beamte (als unpopulär gewähltes Beispiel) waren selbstverständlich einem wesentlich geringeren Krankheitsrisiko ausgesetzt als die damaligen Fabrikarbeiter, die private Krankenversicherung blieb also bestehen.</p>
<p>Und so ward Deutschland wohl erstmals geteilt.</p>
<h2>Ist es Tradition?</h2>
<p>Ein Grundsatz, der mir sehr gut gefallen hat, war der folgende:</p>
<blockquote><p>Die Abschaffung eines Systems, welches in der Vergangenheit aus konkreten Beweggründen</p>
<p>- wie zum Beispiel Marktversagen -</p>
<p>eingeführt wurde wird konsequenter Weise dazu führen, dass die Gründe für die ursprüngliche Einführung erneut akut werden.</p></blockquote>
<p>Nur habe ich jetzt wirklich keinen Grund für die private Krankenversicherung gefunden. So lange zwei Systeme existieren &#8211; herunter-gebrochen eines für die Reichen und eines für die Armen, ist nahe liegend, welches besser funktioniert und seinen Kunden einen höheren Nutzen stiftet.</p>
<p>Die Verschmelzung dieser beiden Gruppen könnte in meinen Augen jedoch die o.g. Vorteile bringen:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>gestärkte finanzielle Versorgungsgrundlage</li>
<li>verbesserte Risikostruktur</li>
<li>Abschaffung der &#8220;zwei-Klassen-Behandlung&#8221; von Patienten</li>
<li>mächtigere Kontrolllobby</li>
<li>da mehr &#8220;gute Risiken&#8221; mit höheren relativen Beiträgen beteiligt sind, könnten die Beitragssätze sinken</li>
<li>eine erhöhte maximale Bemessungsgrundlage bei gleichzeitiger Senkung des Beitragssatzes könnte sowohl das System als auch die Beitragszahler entlasten</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Zusätzlich wäre es denkbar, Steuereinnahmen aus potentiellen Risiken zu ziehen. Fettsteuer eben <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		</item>
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		<title>Arm, Reich, Ungerecht?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/arm-reich-ungerecht.html</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 22:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besteuerung]]></category>
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		<description><![CDATA[Interessant zum Thema Bildung und Einstiegsgehälter ist auch die aktuelle Debatte über Armut und Reichtum. Was ist denn nun eigentlich Reichtum? Kann man bei einem überdurchschnittlichen Gehalt wirklich schon das Wort &#8220;Reich&#8221; einstreuen? Natürlich, 4000€ sind viel mehr als die als Durchschnitt bezeichneten 1000€. Aber wo bliebe denn nun die Fairness, wenn dem nicht so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant zum Thema <a title="Kleine Sprünge oder große Hüpfer?" href="http://blog.isabellprophet.net/2008/kleine-spruenge-oder-grosse-huepfer.html#more-18" target="_blank">Bildung und Einstiegsgehälter</a> ist auch die aktuelle Debatte über Armut und Reichtum. Was ist denn nun eigentlich Reichtum? Kann man bei einem überdurchschnittlichen Gehalt wirklich schon das Wort &#8220;Reich&#8221; einstreuen? Natürlich, 4000€ sind viel mehr als die als Durchschnitt bezeichneten 1000€. Aber wo bliebe denn nun die Fairness, wenn dem <em>nicht </em>so wäre?</p>
<p><span id="more-19"></span></p>
<h2>Teilen können?</h2>
<p>Gleichzeitig sagt man, dass dank unseres (leicht) progressiven Besteuerungssystems 10% finanzieller Oberschicht 52% des deutschen Steueraufkommens aufbringen. Also Geld für den Staat. Und der Staat, entgegen der langläufigen Meinung, ein komisches böses Gebilde zu sein, der Staat sind immer noch wir alle. Zumindest theoretisch, kommt das also auch erstmal allen zu Gute &#8211; vorausgesetzt man blendet föderalistisch-bürokratische Probleme mal ganz optimistisch aus.</p>
<p>Die Forderungen, nach höherer Besteuerung von &#8220;Reichtum&#8221;, wo auch immer man diesen nun ansiedeln mag, kann und wird jedoch nur eine logische Konsequenz haben. Jene Konsequenz, die sie auf jeden Menschen hätte, notorische Wohltäter einmal außer Acht gelassen: Man verlässt dieses Land und zahlt seine Steuern dort, wo jeder gleich besteuert wird. Und <em>gleich</em> ist eben nicht progressiv sondern <em>relativ</em>.</p>
<h2>Verteilen können?</h2>
<p>Chancengleichheit in Deutschland? Nein, wohl nicht. Vielleicht sind wir auf dem Weg, auch die neueren Töne aus der Hauptstadt lassen wirklich hoffen und es tut sich viel &#8211; aber Chancengleichheit beginnt bei der Geburt, nicht mit einem <a href="http://blog.isabellprophet.net/2008/vollbeschaeftigung-trotz-klassengesellschaft.html" target="_blank">Studienkredit</a>.</p>
<p>Das ändert aber auch nichts an der bloßen Tatsache, dass manche Menschen eben ein höheres Gehalt haben als andere. Und das diesem meistens eine besseren Ausbildung vorrausgeht. Und das für diese wiederum einige Investitionen nötig sind, <a href="http://blog.isabellprophet.net/2008/kleine-spruenge-oder-grosse-huepfer.html" target="_blank">finanzielle</a>, zeitliche, nervliche. Und auch, das mehr Gehalt eben mit mehr Verantwortung, einem höheren Risiko einhergeht.</p>
<p><em>Verdient</em>, im einfachsten Sinne dieses Wortes, ein Arzt dann mehr als ein Krankenpfleger? Der Bauleiter mehr als der Maurer? Das Vorstandsmitglied mehr als der Sachbearbeiter? Was, das letzte Beispiel ist nicht so gelungen? Stichwort <a title="Google-Suche " href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;sa=X&amp;oi=spell&amp;resnum=0&amp;ct=result&amp;cd=1&amp;q=enron+skandal&amp;spell=1" target="_blank">Enron-Skandal</a>, selbst wenn sie hundert mal selbst Schuld sind.</p>
<h2>Gerecht sein?</h2>
<p>Gleichheit wird uns niemals Gerechtigkeit bringen, nicht so lange wir nicht alle gleich werden. Und wer will das schon sein..?</p>
<p>Aber was ist nun eigentlich gerecht? Wahrscheinlich nur die Gleichheit ganz zu Anfang. Das ergibt aber leider kein besonders schönes Konzept, denn schon in zweiter Generation wird es nicht mehr funktionieren.</p>
<p>Ein sozial-unabhängiges Bildungssystem? Selbst wenn die Umsetzung gelänge scheitert es wieder an der mangelnden frühkindlichen Förderung von Kindern aus sozial-schwachen Familien bzw. mit Migrationshintergrund.</p>
<p>Fühlt sich sonst noch jemand hoffnungslos?</p>
<p>Lösen können wir das wohl nicht. Aber es geht auf jeden fall <em>besser</em>.</p>
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