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	<title>Südnorddeutsche. &#187; Arbeitsmarkt</title>
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		<title>Dinge, die man so lieber nicht schreiben sollte.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 16:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer aus dieser Kategorie. Gefunden in einer OECD Studie von Thomas Liebig. The low educational attainment of the second generation seems to be at least partly attributable to structural features in the German education system, such as the early streaming which puts migrants’ children in a lower track. Aber lieber Herr Liebig, ganz so ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einer aus dieser Kategorie. Gefunden in einer OECD Studie von Thomas Liebig.<br />
<span id="more-781"></span></p>
<blockquote><p>The low educational attainment of the second generation seems to be at least partly attributable to structural features in the German education system, such as the early streaming which puts migrants’ children in a lower track.</p></blockquote>
<p>Aber lieber Herr Liebig, ganz so ist es ja nun wirklich nicht. Kinder von Einwanderern werden nicht automatisch auf die Hauptschule geschickt, wenn sie zehn oder zwölf Jahre alt sind. Kinder von Einwanderern lernen, wenn sie noch ganz klein sind, die deutsche Sprache nicht richtig und dann sind sie leider nicht in der Lage, in der Schule mitzuhalten.</p>
<p>Und deshalb klappt das dann mit dem Gymnasium nicht. Nicht bei allen. Bei einigen aber schon.</p>
<address> </address>
<address>Liebig, Thomas (2007): “The Labour Market Integration of Immigrants in Germany”, OECD Social, Employment and Migration Working Papers, No. 47, OECD Publishing. doi: 10.1787/238411133860</address>
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		<title>Which is the right answer in theory? Which in practice?</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 12:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis</em></p>
<p>Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der Produzenten, argumentieren andere Ökonomen. Im Extremfall können so Arbeitsplätze vernichtet und das Volkseinkommen verringert werden, beweisen Studien. Auf der anderen Seite kann bei höheren Stundenlöhnen auch die Wahl zwischen Freizeit und Arbeit beeinflusst werden – ebenfalls in beide Richtungen. Doch staatliche Markteingriffe unterliegen nicht nur den Gesetzen der ökonomischen Theorie, auch die praktische Umsetzung birgt ihre Probleme.</p>
<h2><span id="more-509"></span>Die Diktatur der Ökonomie</h2>
<p>Politische Programme unter den kritischen Augen der Öffentlichkeit festzusetzen, ist schwierig genug. Gegenläufige Interessen und unterschiedliche Meinungen über die Wirkungen dieser Programme erschweren die Suche nach einer optimalen und gleichzeitig durchsetzbaren Handlungsstrategie zusätzlich. Da eine „Diktatur der Ökonomie“ nicht denkbar ist, könnte die Allgemeinbildung der Wähler einen Ansatzpunkt bieten, den Staat zu ökonomischem Handeln zu zwingen.<br />
Intelligente Staatsbürger sollten ihre Volkswirtschaft verstehen. Sie sollten die Entscheidungen der gewählten Volksvertreter verstehen und kritisch beurteilen können. Im Idealfall wären sie sogar in der Lage, Auswirkungen selbst einschätzen zu können. Diese Anforderungen stellt Paul A. Samuelson im Vorwort seiner „Economics. An Introductory Analysis“ an die Allgemeinbildung und an die Lehrmaterialien, also die Lehrbücher der Volkswirtschaftslehre. Doch die immer komplexer werdenden ökonomischen Methoden wirken sich nicht nur auf das Verständnis der Bürger aus. Schon kleine Abweichungen können zu gegenläufigen Ergebnissen führen. Und während die moderne ökonomische Forschung über die Grenzen ihrer Modellwelten hinaus blickt, kann sie in der realen Welt eine der wichtigsten Eigenschaften der Modelle nicht mehr wiederfinden: Die Eindeutigkeit der Ergebnisse. Das Beispiel der Mindestlöhne zeigt nicht nur, dass die Ökonomie selbst nicht immer den Weg zu wirtschaftlichem Erfolg kennt. Es macht auch deutlich, dass es manchmal den optimalen Weg überhaupt nicht gibt.</p>
<h2>Schöne theoretische Welt</h2>
<p>In theoretischen Modellen ist die Festsetzung von Arbeitslöhnen an einem vollkommenen Arbeitsmarkt einfach: Es gibt eine Zahl von Arbeitern, die ihre Arbeitskraft anbieten können. Außerdem gibt es die Arbeitgeber, die diese Arbeitskraft nachfragen. Beide Gruppen verfügen über die gleiche Verhandlungsmacht und über vollständige Informationen. Übersteigt das Arbeitsangebot die Nachfrage, können die Arbeitgeber den Lohn senken. In der Folge werden einige der Arbeiter ihre Arbeitskraft vom Markt nehmen, weil sie für den gebotenen Lohn nicht arbeiten wollen, der Nutzen von „Freizeit“ ist größer als der Nutzen des Arbeitslohnes. Das Arbeitsangebot fällt und es entsteht ein Gleichgewicht aus Arbeitsangebot und –nachfrage. Gibt es hingegen weniger Arbeitnehmer als Arbeitsplätze, müssen die Unternehmen als Nachfrager um die Arbeitnehmer konkurrieren, in dem sie höhere Löhne bieten. Da Arbeitskraft jedoch vor allem ein Produktionsfaktor ist, wird in der Folge die Güterherstellung für die Unternehmer teurer. Einige Unternehmer werden daher für die Güterproduktion mehr ausgeben müssen, als sie im Absatz erzielen können. Sie scheiden aus dem Markt aus oder ziehen sich freiwillig zurück – die Arbeitskraftnachfrage fällt und es entsteht erneut ein Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt.<br />
In Deutschland ist das Arbeitsangebot derzeit größer als die Nachfrage. Die Arbeitgeber haben somit keinen Anreiz, die Löhne zu erhöhen. Stattdessen sind die Einkommen so tief gesunken, dass sie als Lebensunterhalt nicht mehr ausreichen. Selbst wenn man annimmt, dass der Markt immer noch vollkommen ist, weil sich Verhandlungsmacht von Gewerkschaften und Unternehmern ausgleichen, ein Gleichgewicht entsteht am Arbeitsmarkt dennoch nicht, da außerhalb der Modellwelt das Arbeitseinkommen nicht durch den Genuss von Freizeit kompensiert werden kann. Selbst bei sehr niedrigem Lohnsatz wird das Arbeitsangebot daher nicht unter ein bestimmtes Niveau sinken.</p>
<h2>Markteingriff</h2>
<p>Hauptkritikpunkt ist die so entstehende Ungleichheit zwischen den verschiedenen Lohnempfängern. An dieser Stelle soll der Staat nun einspringen. Einerseits durch Umverteilung von Arbeitenden zu Erwerbslosen durch die Sozialhilfe. Andererseits durch Umverteilung von höheren Einkommen zu niedrigeren Einkommen durch staatliche Lohnaufstockung, sowie von Kapitaleinkommen zu niedrigen Einkommen durch die gesetzliche Festlegung von Mindestlöhnen.<br />
Nach Keynes‘ Theorie einer fallenden Konsumquote hätte die Umverteilung einen positiven Effekt auf die Güternachfrage, weil Menschen mit geringerem Einkommen einen größeren Teil dieser verkonsumieren und dem Wirtschaftskreislauf weniger Geld zu Spekulationszwecken entziehen. Da so die Gewinnmöglichkeiten der Unternehmer steigen, hätte die Umverteilung sogar einen positiven Effekt auf die Arbeitsnachfrage. Wenn die Güterpreise dabei konstant blieben, könnten mehr und andere Güter konsumiert werden, das Volkseinkommen würde also steigen. Die Theorie hat jedoch einen entscheidenden blinden Fleck gegenüber der realen Welt. Paul Samuelson brachte das Problem auf den Punkt:</p>
<h2>Other things will not remain equal.</h2>
<p>Ein Ansteigen der <em>Sozialhilfe</em>, finanziert durch die Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkommen, würde einerseits zu steigenden absoluten Konsumausgaben führen. Es würde aber auch Arbeit gegenüber der Freizeit unattraktiver machen. Das Arbeitsangebot ginge also zurück und die Arbeitgeber wären zur Zahlung höherer Löhne gezwungen, was wiederrum die Arbeitsnachfrage negativ beeinflussen würde und über die produzierte Gütermenge auch zu einer Verringerung des Volkseinkommens führen würde. Mehr Gleichheit bei den Einkünften ginge also zu Lasten der gesamtwirtschaftlichen Effizienz.<br />
Gesetzliche <em>Mindestlöhne</em>, die die Unternehmen dazu zwingen, höhere Gehälter zu zahlen, würden die Arbeitsnachfrage negativ beeinflussen und das Angebot positiv. Ein Marktgleichgewicht durch Preisanpassung wäre nicht mehr möglich. Jene Arbeitnehmer, die einen Arbeitsplatz ergattern konnten, haben in der Folge höhere Einkommen. Es werden jedoch weniger sein als vorher. Die Ungleichheit würde also nicht fallen, sondern tendenziell sogar steigen. Als zweifelhafte Lösung bietet sich hier die Schwarzarbeit an. Wie sich ohne Mindestlohn Arbeitskräfte finden, die für einen geringen Stundenlohn arbeiten, werden sich diese auch nach der Gesetzesänderung finden.<br />
Ein zweites Problem entsteht durch die Güterpreise. Unternehmen haben nicht nur die Möglichkeit, ihre Tätigkeit einzustellen oder ins Ausland zu verlagern, wenn ihre Faktorpreise steigen. Sie können die Erhöhung der Produktionskosten auch an die Konsumenten weitergeben. Dies gilt ins¬besondere, wenn konkurrierende Unternehmer sich bereits aus dem Markt zurückgezogen haben und das Güterangebot unter die Güternachfrage gesunken ist. An dieser Stelle kann im Extremfall eine Erhöhung des generellen Preisniveaus eintreten, also Inflation. Geringqualifizierten Arbeitnehmern droht also nicht nur ein verringertes Einkommen durch den Jobverlust, sondern auch noch höhere nominale Lebenshaltungskosten.<br />
Staatliche <em>Lohnaufstockung</em>, finanziert ebenfalls über die Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkünften, hätte auf die Freizeitpräferenz der Arbeitnehmer nur einen geringen Einfluss. Die höheren Löhne würden stattdessen das Arbeitsangebot positiv beeinflussen. Dadurch hätten die Arbeitgeber jedoch einen Anreiz, die Löhne zu senken. Da die Einkommen durch die staatliche Aufstockung faktisch nicht absinken können, könnte der Produktionsfaktor „Arbeit“ aus Unternehmerischer Perspektive auf diese Art sehr billig werden. Deutschland wäre damit für Unternehmer attraktiver und es würden mehr Güter im Inland produziert werden. Gleichzeitig würden die absoluten Konsumausgaben steigen. Beides hätte positive Effekte auf das Volkseinkommen. Die ständig sinkenden Löhne würden den Staat in der Praxis jedoch sehr schnell vor das Problem der Finanzierbarkeit stellen. Staat und Arbeitgeber müssten also ihren jeweiligen Anteil am Gesamtlohn regelmäßig neu aushandeln, wobei der Staat einen Machtvorteil und die Unternehmer einen Informationsvorsprung hätten.</p>
<h2>Machtkämpfe</h2>
<p>Auch die den Lohn selbst aushandelnden Parteien würden sich verändern. Wo aktuell Gewerkschaften und Arbeitgeber den Lohn festsetzen, stünden sich von nun an Gewerkschaften und Staat gegenüber. Korruptionsvorwürfe und –vorgänge würden die Verhandlungen erschweren. Dennoch erscheint diese Lösung aus der Perspektive der ökonomischen Theorie als die geeignetste. In der Praxis gilt dies nur unter Abwesenheit besserer Alternativen.</p>
<h2>Zaungast</h2>
<p>Auch die ökonomische Theorie hat also ihre Tücken. Was in der Modellwelt funktioniert, wird in der Realität von unzähligen Faktoren beeinflusst. Eine Studie über bereits eingeführte Mindestlöhne hat übrigens gezeigt, dass die Beschäftigung sogar angestiegen ist . Ob die Ursache hierfür überhaupt etwas mit den Mindestlöhnen zu tun hat, lässt sich nur schwer feststellen. Das zweite Problem ist, dass am Vorabend einer Wahl der eigene Nutzen immer wichtiger ist, als der wirtschaftliche Erfolg des Staates. Dies gilt für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und auch für Politiker. So lange die Ökonomie also keine Lösung findet, bei der jede Interessensgruppe glaubt, hinterher besser da zu stehen als vorher, kann sie beim Entscheidungsprozess nur zuschauen.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Als Essay bei Dr. Jan-Otmar Hesse  im Hauptseminar zu den Klassikern der Wirtschaftstheorie eingereicht, überarbeitete Version.</em></strong></p>
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		<title>Fürs Leben lernen?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/fuers-leben-lernen.html</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 00:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leidtgedanken keiner Historikerin, keiner Ökonomin, keiner Wirtschaftsjuristin und keiner Ökonometrikerin bei rotem Mond über den Dächern von  Göttingen, die irgendwie ganz viel weiß, nichts kann aber am Ende wenigstens  schlauer ist als vorher. Vielleicht werde ich mal professionelle Klausurenschreiberin. Eine andere Zukunft erscheint mir morgens, halb drei in Göttingen, zwei Wochen bevor in 15 Stunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lei<span style="text-decoration: line-through;">d</span><del datetime="2009-07-01T00:12:15+00:00"></del>tgedanken keiner Historikerin, keiner Ökonomin, keiner Wirtschaftsjuristin und keiner Ökonometrikerin bei rotem Mond über den Dächern von  Göttingen, die irgendwie ganz viel weiß, nichts kann aber am Ende wenigstens  schlauer ist als vorher.</p>
<p><span id="more-422"></span></p>
<p>Vielleicht werde ich mal professionelle Klausurenschreiberin. Eine andere Zukunft erscheint mir morgens, halb drei in Göttingen, zwei Wochen bevor in 15 Stunden die letzte Prüfung dieses Semesters geschrieben ist, kaum denkbar.</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Buchautorin, dann kann ich meine Geschichtskenntnisse in historischen Romanen verwerten&#8230; aber wer sollte ausgerechnet meine Bücher schon lesen wollen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wissenschaftlerin in der Ökonomie, mit dem Methodenwissen würde es mir wohl nicht so schwer fallen, interessant wäre es jeden Tag und Frustration bin ich ja schon gewohnt&#8230; aber wer würde ausgerechnet mich schon dafür bezahlen wollen, Sachen rauszufinden und wie sollte ich es schaffen, Aufsätze publiziert zu kriegen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wissenschaftlerin in der Geschichtsforschung und erfosche spannende Ereignisse&#8230; aber wie sollte ausgerechnet ich mich in einem so umkämpften Feld durchsetzen, in dem Wahrheit immer nur Mehrheitsmeinung zu sein scheint?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Wirtschaftspolitik-Journalistin und setze mich mit Politikern über ihre Maßnahmen auseinander&#8230; aber wieso sollten ausgerechnet meine Texte &amp; Kommentare von den Verlagen für lesenswerter als die anderer Autoren angesehen werden?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Dozentin und veranstalte mit interessierten Studenten kreative Seminare&#8230; aber wieso sollte man ausgerechnet mir eine Stelle geben und wie um Gottes Willen soll man davon leben?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Lehrbuchautorin und erkläre zukünftigen Generationen, wie die Volkswirtschaft funktioniert&#8230; aber wieso sollte jemand ausgerechnet mein Buch benutzen wollen?</p>
<p>Vielleicht werde ich mal Polit&#8230; nein.</p>
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		<title>Crisis, what (&#039;s a) crisis?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 12:24:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, Wirtschaftskrise&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise? Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts als Probleme in der Welt. Hypothekenkrise, Bankenkrise, Finanzmarktkrise, <em>Wirtschaftskrise</em>&#8230; Weltkrise? Lässt sich ja alles noch steigern. Aber wo fängt eine Krise an? Und gibts eigentlich auch irgendwann mal keine Krise?</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Keine Krise. Wann gab es das mal? Börsenkrise herrscht eigentlich immer, wenn die Kurse einige Tage abwärts tendieren. Nahrungsmittelkrisen gibt es schon mein ganzes Leben lang: BSE, Pflanzengift, Schweinepest, Geflügelpest, Geflügelgrippe, Schweinegrippe. Eigentlich kann niemand von mir erwarten, dass ich überhaupt noch etwas anderes als Schokolade zu mir nehme.</p>
<p>Ist auf den ersten Blick keine Krise erkennbar, findet sich meistens schnell eine: Mindestens für eine Klimakrise ist mitlerweile sowieso schon egal, welches Wetter gerade herrscht. Ansonsten ist es halt die Saure-Gurken-Zeit, auch irgendwie eine Krise. Generell scheint der Begriff  &#8220;Krise&#8221; heute synonym zu &#8220;Gegenwart&#8221; verwendet zu werden.</p>
<p>Die Medizin begreift die Krise übrigens als jene Phase, in der unklar ist, ob der Patient leben oder sterben wird. Im Krisenbegriff geht es eigentlich um eine finale Zuspitzung zweier Extreme, von denen zwangsläufig eines eintreten wird. Dem kann man eigentlich Intuitiv zustimmen&#8230; warten wir also ab, ob es nach der aktuellen <em>Krise </em>noch eine <em>Wirtschaft </em>geben wird &#8211; oder nicht.</p>
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		<title>Noten kriegen.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/noten-kriegen-bildung-hochschule-professur-ranking-vwl.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 11:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die richtige Mischung aus Quantität und Qualität in den Aussagen und ein paar schöne Klausuren &#8211; der engagierte Lehrer hat jede Menge Spielraum, wenn er seine Schüler bewertet. Wer dann den Fehler macht, sich nach dem Abi nicht aus dem Bildungsdschungel in Richtung Arbeitsmarkt zu verabschieden, für den hat sich die Hoffnung, auf vernünftiger Grundlage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die richtige Mischung aus Quantität und Qualität in den Aussagen und ein paar schöne Klausuren &#8211; der engagierte Lehrer hat jede Menge Spielraum, wenn er seine Schüler bewertet. Wer dann den Fehler macht, sich nach dem Abi nicht aus dem Bildungsdschungel in Richtung Arbeitsmarkt zu verabschieden, für den hat sich die Hoffnung, auf vernünftiger Grundlage beurteilt zu werden, endgültig erledigt.</p>
<p><span id="more-347"></span>Studieneignung auf Grundlage von Durchschnittsnoten, Modulergebnisse als Multiple-Choice Ratespielchen. Und wer sich dann selbst den fragwürdigen Gefallen einer Universitätslaufbahn getan hat, steht am Ende auf einer Berufungsliste, die sich nach der Anzahl der Publikationen richtet und einer <a title="Handelsblatt Zeitschriften Ranking (Ökonomie)" href="http://www.handelsblatt.com/_t=dgtool,id=15,obj=1;singleclip" target="_blank">qualitativen Bewertung</a> &#8211; nicht des Papers selbst: des Journals.</p>
<p>Ob der Kandidat vernünftig lehrt spielt übrigens eine untergeordnete Rolle. Klar, für Multiple-Choice-Klausuren lernt man als Student sowieso am besten harte Fakten. Zuhause. Von Karteikarten. Zusammenhänge begreifen und Situationen interpretieren oder <em>bewerten </em>lernen muss man ja als Berufseinsteiger noch genug.</p>
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		<title>Auslaufmodell Mittelschicht?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 04:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war eines der ganz großen Themen im vergangenen Jahr: Die Mittelschicht schrumpft. Au weia. Für sich genommen wäre das ja eigentlich egal, das Problem liegt eher in der wachsenden Gruppe der Armen. Und die wird nicht nur größer &#8211; die wird vor allem auch ärmer. Das ist der Preis für etwas, das wir leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war eines der ganz großen Themen im vergangenen Jahr: Die Mittelschicht schrumpft. Au weia. Für sich genommen wäre das ja eigentlich egal, das Problem liegt eher in der wachsenden Gruppe der Armen. Und die wird nicht nur größer &#8211; die wird vor allem auch ärmer. Das ist der Preis für etwas, das wir leider nicht ändern können &#8211; und mit gehobener Sicherheit auch <em>nicht </em>ändern wollen.</p>
<p><span id="more-300"></span></p>
<h2>Kalter Kaffee</h2>
<p>Nein, dieses Thema ist nicht neu. Es ist vielleicht aktuell, aber wenn, dann ist es das auch schon ziemlich lange. Über die letzten zehn Jahre hinweg war der traurige Trend bereits zu beobachten, im Oktober 2008 schockte dann das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (<a title="diw.de" href="http://www.diw.de" target="_blank">DIW</a>) mit neuen <a title="DIW zur schrumpfenden Mittelschicht (.pdf)" href="http://www.diw.de/documents/publikationen/73/79586/08-10-1.pdf" target="_blank">Zahlen</a>: Die Mittelschicht schrumpft. Die Armen werden Ärmer, die Reichen reicher. Die Mittelschichtler rutschen ab, kaum jemand steigt auf. &#8220;Die Schere geht auf&#8221;, metaphorisiert das Problem auf ganz hübsche Weise, man könnte aber auch ganz einfach sagen &#8220;die Gesellschaft bricht auseinander.&#8221;</p>
<div class="wp-caption alignright" style="width: 405px"><img title="Einkommensschichtung in Deutschland1 1984 bis 2006" src="http://img205.imageshack.us/img205/7849/einkommensschichtungzf1.jpg" alt="Einkommensschichtung in Deutschland1 1984 bis 2006" width="395" height="453" /><p class="wp-caption-text">Einkommensschichtung in Deutschland 1984 bis 2006</p></div>
<h2>Warum?</h2>
<p>Für diese Entwicklung gibt es viele Gründe und eigentlich kennt die auch jeder. Warum? So isses halt. Darum.</p>
<p>Es gibt eine viel spannendere Frage:</p>
<h2>Warum nicht?</h2>
<p>Wer sagt eigentlich, dass diese Entwicklung nicht ganz natürlich ist? Verteufelter Sozialdarwinismus hin oder her &#8211; wird sich das Ende der Mittelschicht langfristig überhaupt verhindern lassen? &#8220;Verhindern&#8221; in diesem Fall hieße vor allem, jenen Teil der &#8220;Armen&#8221; davor zu bewahren, so richtig-<em>richtig </em>arm zu werden. Und es hieße, den Anteil der Armen klein zu halten. Ersteres lässt sich aus Sicht des Staates durch Umverteilung durchaus bewerkstelligen &#8211; so lange Letzteres gegeben ist.</p>
<p>Nur so, als Gedankenspiel &#8211; wie sollte das aussehen? Ein großter Teil der &#8220;neuen&#8221; Armen im vergangenen Jahr waren Alleinerziehende &#8211; das werden durch den gesellschaftlichen Wandel mehr werden, klar. Trotzdem gibt es eine Obergrenze, die sich immerhin noch an der heimatlichen Bevölkerungszahl misst. Der andere, noch größere, Teil liegt ganz wo anders. Nämlich bei den Einwanderern. Und das ist eine Zahl, die sich in der Globalisierung <em>nicht </em>mehr so leicht begrenzen lässt. Beide Faktoren drücken auf den Arbeitsmarkt, die <em>Bildungskrise </em>(na liebe BILD, wär das nicht ne 72pt wert?) tritt direkt nochmal nach: Viele gering qualifizierte &#8211; günstige &#8211; Arbeitskräfte, die viele &#8211; aber nicht <em>so</em> viele &#8211; Jobs haben wollen. Und schon muss sogar auf die Arbeitnehmer umverteilt werden.</p>
<p>Ausbeutung? Nein. Markt. Kapitalismus? Sicher. <em>Naturgesetz</em>.</p>
<h2>Lösung?</h2>
<p>Ich überleg mir was, versprochen. Aber da es halb 6 am Morgen ist habe ich außer &#8220;Geburtenkontrolle&#8221; und &#8220;Grenzen schließen&#8221; leider nichts anzubieten. Wir können stolz auf unsere liberale, weltoffene Gesellschaft sein. Aber wir müssen auch mit ihr leben. Und wenn wir viele Arbeitskräfte ins Land lassen, dann sinken die Löhne. So ist das nämlich an einem Markt. Wenn viele Kartoffelchips da sind, werden die ja auch billiger und keiner beschwert sich. Und wenn Menschen, die in ihrer Partnerschaft nicht glücklich sind, diese dann beenden&#8230; was soll dabei denn rauskommen? Sollte es anders laufen?</p>
<p>Ja. Nein. <em>Vielleicht</em>. Keine Ahnung wie.</p>
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		<title>Wattebäuschchenpädagogikkuschelgesellschaft?</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 20:52:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt nichts, das nicht irgendwen diskriminiert. Das dreigliedrige Schulsystem diskriminiert weniger intelligente Kinder. Die Trennung nach dem vierten/sechsten Schuljahr diskriminiert sozial schwache Kinder. Sport diskriminiert die unsportlichen, Kunst die unkünstlerischen. Der fehlende Türkisch-Unterricht diskriminiert die Einwanderer und Lehrerinnen mit Kopftuch diskriminieren sich einfach mal selbst. Wen das Abitur diskriminiert weiss ich zwar nicht, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt nichts, das nicht irgendwen diskriminiert. Das dreigliedrige Schulsystem diskriminiert weniger intelligente Kinder. Die Trennung nach dem vierten/sechsten Schuljahr diskriminiert sozial schwache Kinder. Sport diskriminiert die unsportlichen, Kunst die unkünstlerischen. Der fehlende Türkisch-Unterricht diskriminiert die Einwanderer und Lehrerinnen mit Kopftuch diskriminieren sich einfach mal selbst. Wen das Abitur diskriminiert weiss ich zwar nicht, aber danach geht es direkt wieder weiter: Konkurrenzbetonte Aufnahmeprüfungen diskriminieren&#8230;</p>
<p>Frauen. So ein Pech.</p>
<p><span id="more-143"></span></p>
<h2>Frauen unter Druck</h2>
<p>So in etwa lässt sich das Ergebnis der Studie <a href="http://www.cepr.org/pubs/new-dps/dplist.asp?dpno=6891.asp" target="_blank"><em>Performance Gender-Gap: Does Competition Matter?</em></a> zusammen fassen. Das Problem stellt hier jedoch weniger die mangelnde fachliche Eignung dar, auch eine Geringschätzung durch Personalverantwortliche findet nicht statt. Vielmehr sind Frauen schlichtweg nicht in der Lage,  ihre durchaus vorhandenen Fähigkeiten in Konkurrenzsituationen auch zu zeigen. Statistisch betrachtet schneiden Frauen in konkurrenzfreien Tests sogar besser ab. Müssen sie sich jedoch gegen andere Bewerber durchsetzen landet ein Großteil der Frauen im Mittelfeld, während die Zahl der männlichen Konkurrenten sowohl im besten als auch im schlechtesten Viertel dominiert.</p>
<h2>Diskriminierende Prüfungssituationen</h2>
<p>Natürlich geht es auch noch weiter. Mündliche Prüfungen und Einstellungsgespräche diskriminieren auch wieder Menschen mit sozial-schwächerem Hintergrund, Personalchefs diskriminieren generell jede Randgruppe aus der sie keinen einstellen, fachbezogene Zugangsbeschränkungen diskriminieren einfach jeden dessen Leistungen nicht ausreichen. Und so weiter halt.</p>
<p>Einen Haken hat auch das Ergebnis dieser Studie noch: Wenn Frauen in Konkurrenzsituationen schlechter abschneiden als in reinen Leistungstests wie dem Abitur, es bei Männern jedoch umgekehrt ist&#8230; wie soll man das denn diskriminierungsfrei lösen? Und wie genau sollen Personaler eigentlich ihre Mitarbeiter finden, wenn sie jetzt nicht mal mehr vergleichen dürfen?</p>
<p>Eigentlich kommt man in dieser Gesellschaft gar nicht mehr um Diskriminierung herum. Aber wenn das der Kern des Problems ist, wo ist dann das Problem?</p>
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		<title>Kleine Sprünge oder große Hüpfer?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 20:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten. Die Stufen Im Schnitt verdienen Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut.  Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten.</p>
<p><span id="more-18"></span></p>
<h2>Die Stufen</h2>
<p>Im Schnitt verdienen Menschen mit Berufsausbildung etwa 20% (es handelt sich um Durchschnittswerte) mehr als solche ohne. Ob es sich dabei um Arbeitnehmer oder um Personen allgemein geht bleibt uns der <a title="F.A.Z. Artikel vom 3. Juli 2008 " href="http://www.faz.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E9F4EEDFB233A4922999E25153688C7EE~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.-Artikel</a> leider schuldig, aber schon rein intuitiv wird klar, dass der Unterschied doch durchaus etwas größer sein könnte.</p>
<p>Menschen mit einer höheren beruflichen Ausbildung haben ein zwischen 35% und 41% höheres Gehalt als Menschen ohne jede Ausbildung, zumindest in Relation zu den Ausgebildeten leuchtet das schon ein.</p>
<p>Akademiker resp. Personen mit Hochschulabschluss bekommen etwa 63-67% mehr. Während Berufsausbildungen für gewöhnlich mit Gehaltszahlungen einhergehen, handelt es sich hier jedoch um die Gruppe, mit den höchsten Bildungsausgaben, zunächst mal ein reines Verlustgeschäft. Insbesondere die neuen Bachelorstudenten hören heute bereits zu Anfang des Studiums, dass die Studiengänge nicht darauf ausgerichtet sind, Nebenjobs zu ermöglichen.</p>
<h2>Mehr Bildung&#8230;</h2>
<p>Der Bologna-Prozess (oder auch &#8220;Bologna-Scheisse&#8221;, wie ein ehemaliger Dozent von mir es nannte) brachte uns nun noch mehr Abstufungen. Zum Diplom (eigentlich 4,5 Jahre, gerne mehr) kommt der darunter angesiedelte Bachelor (idR 3 Jahre) und der darüber liegende Master-Abschluss (5 Jahre). Während Diplomanden den Bachelor gerne vom Grundsatz her kritisieren und Bachelorstudenten sich über die anders geartete Arbeitseinstellung wundern scheint den Arbeitgebern im Großen und Ganzen ziemlich egal zu sein, was die Studierendenschaft so treibt.</p>
<h2>&#8230;gleiches Gehalt?</h2>
<p>Der <a title="Spiegel Artikel vom 20. Dezember 2005 " href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,391357,00.html" target="_self">Spiegel</a> sah das 2005 noch etwas optimistischer, die damaligen Master-Studenten kamen jedoch auch zumeist aus dem Ausland, hatten also ein Diplom <strong>und </strong>einen Masterabschluss. Die Spanne von Bachelor bis zum Master lag damals bei 7.000€. Die <a title="F.A.Z. Artikel vom 7. Mai 2008 " href="http://berufundchance.fazjob.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E5D79959D0C934906ADB6336857B53D0D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">F.A.Z.</a> setzt die aktuelle Differenz der Gehälter von Bachelor- und Masterabsolventen auf ca 2.000€ fest &#8211; aufs Jahr gerechnet.</p>
<h2>&#8230;oder mehr Ausgaben?</h2>
<p>Ein Ausweg mag durchaus wieder im Auslandsmaster liegen. Im Gegensatz zum günstigen deutschen Studiengebührensystem ist man da jedoch in den beliebten Ländern mit 1.600€ (zum Beispiel Holland) noch gut dabei &#8211; in den noch beliebteren Ländern (Beispiel Großbritannien) geht es an einigen Universitäten bei 12.000€ (University of Leeds, 1-Jähriges Masterstudienprogramm) los. Spätestens da meldet sich dann die Armutsdebatte, denn <strong>das </strong>ist beim besten Willen für sozial-schwache Familien vollkommen undenkbar.</p>
<h2>Wasn nun?</h2>
<p>Wer eine Laufbahn in der freien Wirtschaft anstrebt wird mit einem Bachelor immer gut beraten sein. Ist ein Master gewünscht kann dieser auch nach dem Berufstieg gemacht werden, zeitliche Beschränkungen gibt es in der Regel nicht.</p>
<p>Für wissenschaftliche Laufbahnen führt am Master kein Weg vorbei, aber wer das anstrebt darf auch eigentlich keinen Gedanken an sein Gehalt verschwenden.</p>
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		<title>Kulturschock 2.0</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/kulturschock-20.html</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jul 2008 09:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 und Nachwuchs 2.0.x. Und dann halt noch das jeweilige <em>Zweinull</em> des Tages&#8230;</p>
<p>Und wenn alles sich sooo stark verändert &#8211; und bei laufender Notation kann man das jetzt  ja wunderbar verfolgen &#8211; darf eines aber auf gar keinen Fall fehlen: Eine ganz neue B<em>usiness Culture</em> mit dem dazu gehörigem <em>Managementconcept</em>. Da möchte man bei der Aufforderung Stirb Langsam 4.0 am liebsten sagen: &#8220;Ist gut, and thanks for all the fish&#8221;&#8230;</p>
<p><span id="more-10"></span></p>
<h2>Der Arbeitnehmer 2.0</h2>
<p>Wie ihn die F.A.Z. sich vorstellt: Tattoos, Piercings und Freizeitkleidung. Da ist ja nun grundsätzlich nichts gegen einzuwenden, ich bin immer für eine freie Gestaltung des Körpers. Aber muss ich jetzt, um im <a title="Talentkrieg 2.0: Neue Generation der klugen Köpfe" href="http://www.faz.net/s/RubF43C315CBC87496AB9894372D014B9BD/Doc~ED6D8568ECE6E452682C308FC37D9C56D~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Talentkrieg 2.0</a> mitmischen zu dürfen anfangen, World of Warcraft zu spielen weil man in der Leitung einer Level-60 Gilde (wtf?) Führungsqualitäten erlernt? Die F.A.Z. sagt ja:</p>
<blockquote><p>Er kann bis zu mehreren hundert Avataren anführen. Diese muss er rekrutieren, motivieren, evaluieren und eventuell entlassen. Er muss Einsatzpläne erarbeiten, Schulungsprogramme entwickeln, Strategien entwickeln, Meinungsverschiedenheiten schlichten u.s.w. Das alles ohne direkten Personenkontakt, Zeit- und geografische Grenzen und in einer global verständlichen Sprache.</p></blockquote>
<p>Das klingt ja wirklich alles ganz toll. Ich dachte zwar, das lernt man in Universität und Ausbildung auch, aber wenn es sich auch nebenbei erledigen lässt &#8211; gekauft. Und wie erkläre ich meinen (hypothetischen, tut mir leid, wenn ich hier Irritationen ausgelöst habe) Kindern jetzt, dass sie verdammtnochmal ihre Vokabeln und Formeln lernen sollen und nicht den ganzen Tag nur zocken..? Und was mache ich mit meinem Unternehmen, wenn die Führungsriege mit großen Augen auf den Bericht des Wirtschaftsprüfers starrt und sich von hinten links ein kleinlautes &#8220;Rofl? Imba&#8230;&#8221; <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':(' class='wp-smiley' />  meldet?</p>
<h2>Das Unternehmen 2.0</h2>
<p>Auch nur noch Opfer des Nachwuchses? Mit Anforderungen einer jungen Elite die sich mit Umwelt und Nachhaltigkeit auseinandersetzen kann man sich ja grundsätzlich sehr gut identifizieren. Aber muss ich als <em>Young Professional</em> (um direkt noch mal ein cooles Wort einzustreuen) wirklich schon nach zwei Jahren mein erstes Sabbatjahr (ups &#8211; das heisst jetzt Sabbatical) einfordern? Die Qualität von Teamarbeit soll hier gar nicht in Frage gestellt sein, aber sollte ein multinationaler Konzern wirklich Menschen einstellen, die die Hierarchie nicht akzeptieren &#8211; weil das heute halt so ist?</p>
<h2>Die Erziehung 2.0</h2>
<p>Irgendwie kann die Anschaffung von Computer und Joystick (meine Güte, benutzt man die Dinger denn überhaupt noch..?) wohl noch nicht alles gewesen sein. Immerhin werden Anreize zur Auseinandersetzung mit dem gar-nicht-mehr-neuen Medium Internet geschaffen.</p>
<p>Und wenn wir schon bei Social SkillZ waren: Ob das, was in diesem Moment mit einem guten Anteil des zockenden Nachwuchses passiert wirklich zu besseren Führungskräften führt sei mal dahingestellt. Die Beobachtungen von Desozialisierung und Jugendlichen, die nachts im TeamSpeak und tagsüber mit niemandem sprechen scheinen mir persönlich jedenfalls weniger weit hergeholt. Die bloße Bedeutung des Akronyms <em>RL</em> zu kennen ist vielleicht doch noch nicht die Antwort.</p>
<p>Natürlich sind Computer- und Internetkenntnisse essentiell. Das die Koordination vieler -Menschen- (ja genau, die sind da auch beteiligt) über das Internet auch erst geübt werden will &#8211; kein Zweifel. Funktioniert das in der Praxis? Na klar! Nur halt nicht besonders oft. Und das es nun ausgerechnet jene junge Elite sein soll, die sich im Studium die Zeit mit Online-Spielen vertrieben hat und nun ganz oben auf den <em>Headhunt</em>-Listen (ja, heute hau ich mal voll rein) steht passt für mich auch nicht so richtig ins Bild. Die nicht Top-off Elite wird sich wohl eher ein Unternehmen suchen, in welchem es berufliche Zukunftschancen hat. Freie Auswahl bietet der aktuelle Arbeitsmarkt dann leider doch noch nicht.</p>
<p>In diesem Sinne empfehle ich dem Senior Staff, sich mal den Film <a title="Idiocray in der IMDB" href="http://www.imdb.com/title/tt0387808/" target="_blank">Idiocray</a> zu Gemüte zu führen und den Eltern, die lieben Kleinen doch ab und an zur Schule zu schicken &#8211; is anstrengend, ich weiss.</p>
<p><a title=".Imba." href="http://www.dasinternetabschalten.de" target="_blank">http://www.dasinternetabschalten.de</a></p>
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		<title>Vollbeschäftigung trotz Klassengesellschaft?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2008/vollbeschaeftigung-trotz-klassengesellschaft.html</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 22:47:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir leben in einer ungleichen Gesellschaft, zweifellos. Der Staat ist dafür da, das abzufedern, dafür bezahlen wir ihn. Klappt nicht wirklich gut, wir haben es tatsächlich geschafft, gleichzeitig eine hohe Arbeitslosigkeit, Lehrstellen- und Fachkräftemangel zu bekommen. Außerdem wird die Gesellschaft immer älter, es gibt immer weniger Bürger, die in die staatlichen Töpfe einzahlen können, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir leben in einer ungleichen Gesellschaft, zweifellos. Der Staat ist dafür da, das abzufedern, dafür bezahlen wir ihn. Klappt nicht wirklich gut, wir haben es tatsächlich geschafft, <em>gleichzeitig </em>eine hohe Arbeitslosigkeit, Lehrstellen- <strong>und </strong>Fachkräftemangel zu bekommen. Außerdem wird die Gesellschaft immer älter, es gibt immer weniger Bürger, die in die staatlichen Töpfe einzahlen können, die Armutsstatistiken gehen immer weiter hoch&#8230;</p>
<p>Aber die Arbeitslosenzahlen runter? Hä?</p>
<h3><span id="more-298"></span></h3>
<h3>Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefä- die du dir nicht selbst aus den Fingern gesogen hast&#8230;</h3>
<p>Ich gebe es ja zu, ich habe laut gelacht, als ich letzte Nacht einen <a title="Artikel" href="http://www.tagesschau.de/inland/arbeitsloszenzahlen2.html" target="_blank">Artikel</a> in der Online Ausgabe der Tagesschau zu lesen bekam. Der deutsche Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) möchte also Vollbeschäftigung erreichen. <em>Achso</em>. Zugegeben, 3.16 Millionen Arbeitslose, das ist wirklich eine schöne Zahl, da haben wir schlimmeres in Erinnerung, schließlich war es nie so leicht Menschen aus der Statistik rutschen zu lassen wie heute. Ob es allerdings Datensatzbeschönigungsreformen gibt, die die Arbeitslosenquote von derzeit ca 7.5 % der Erwerbstätigen auf 4 % (=Vollbeschäftigung per Definition, danke Jens <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) runterdrücken kann? So ganz mag man dann doch nicht daran glauben.</p>
<h3>Aber so an und für sich? Ja wieso denn eigentlich nicht?</h3>
<p>Demographischer Wandel, unsere Gesellschaft überaltert, da ist nichts dran zu rütteln. Aber wie war das mit der Not und der Tugend, die man draus machen kann? Es gibt mehr Rentner, die weniger Rente bekommen, während Arbeitsplätze abgebaut werden und es immer weniger potentielle Beitragszahler (Wie jetzt? Achso&#8230; Kinder!) gibt, soweit so gut. Aber wenn mehr Leute in Rente gehen und weniger junge Arbeitnehmer nachkommen ist eine &#8211; annähernde &#8211; Vollbeschäftigung zumindest <em>theoretisch</em> sogar denkbar.</p>
<h3>Ein Bildungsland ohne chancengleiche Bildungsbürger?</h3>
<p>Wäre da nicht die Sache mit dem Fachkräftemangel. Es fehlt an qualifiziertem Nachwuchs in so gut wie allen Fachbereichen.</p>
<p>Wir brauchen mehr Studenten&#8230; aber Abiturienten haben wir genug? Irgendwas passt da nicht zusammen. Die PISA-Studie zeigt es uns immer wieder, das Bildungsniveau ist zu niedrig. Gut, da würde ich mich als Frischabiturient auch nicht an einen Ingenieursstudiengang herantrauen, zumal studieren eben auch ziemlich teuer ist, bei gleichzeitig fehlendem Einkommen. Also lieber einen Ausbildungsplatz suchen und möglichst schnell auf eigenen Füßen stehen und Geld verdienen.</p>
<p>Einen Ausbildungsplatz, den aber auch ein weniger qualifizierter Schulabgänger zufriedenstellend hätte ausfüllen können. Der muss sich jetzt weiter unten auf der Speisekarte umschauen. Das Resultat: Die Bildungsschwächsten, zumeist Kinder aus sozial-schwachen bzw. -abhängigen  Familien oder solchen mit Migrationshintergrund bleiben auf der Strecke, weil am unteren Ende nichts mehr übrig bleibt.</p>
<p>Also? Genau, der Staat sorgt nicht für Chancengleichheit. <em>Wie gemein.</em></p>
<p>Studieren ist eben teuer, das kann sich bei weitem nicht jeder Abiturient leisten, meist muss die Familie noch mindestens eine weitere Wohnung finanzieren, Fahrtkosten, Bücher, Computer &amp; Telefon&#8230; Kosten, die  sehr viele deutsche Haushalte auf gar keinen Fall tragen können. Dazu kommen die aktuell in der Debatte stehenden Studiengebühren.  Studiengebühren, die es aber gar nicht in jedem Bundesland und an jeder Hochschule gibt.  Studiengebühren, für die jeder Student bei den Landesbanken einen Kredit aufnehmen kann. Die laufenden Kosten können vom BaFöG getragen werden.</p>
<p>Aber Schulden machen?</p>
<p>Ja.</p>
<p><em> (&#8230;Sorry Mum&#8230;)</em></p>
<p>Ja, genau, Schulden machen. Schulden machen, wie es in anderen Ländern Gang und Gebe ist. Nein, ich finde das auch nicht gut. Aber es sorgt für Chancen<em>angleichung</em>. Es erweitert die Möglichkeiten um ein Vielfaches und es eröffnet uns eine neue Perspektive. Sozial-schwache Jugendliche, vorausgesetzt sie haben das deutsche Schulsystem erst einmal überlebt, sind nicht &#8211; so gar nicht &#8211; von Hochschulbildung ausgeschlossen, denn es wurde dafür Sorge getragen, dass die Gesellschaft die Studienkosten vorfinanziert bis der zukünftige Arbeitnehmer seinen Platz in der Gesellschaft einnehmen kann.</p>
<p>Seinen Platz in der Reihe der qualifizierten Fachkräfte, seinen Platz außerhalb der Arbeitslosenstatistik, seinen Platz als Beitragszahler zur Rentenversicherung.</p>
<p>Es wurde nur leider vergessen, dass Kredite unpopulär sind. So eine nette Idee, und sie vergessen Werbung zu machen. Schade eigentlich, ich fand sie ja ganz gut.</p>
<h3>Was fehlt?</h3>
<p>Keine Sorge, ich habs ja selbst gemerkt. Das ändert auch nichts am niedrigen Schul-Bildungsniveau. Aber muss das denn auch wirklich so schlecht sein? Müssen wir unbedingt die Bildung, das <em>Wissen</em> unseres Nachwuchses zu Gunsten pädagogischer Konzepte opfern?</p>
<p>Müssen wir bei Lehren in Beamtenlaufbahn sogar den BMI kontrollieren, während ein Angestellter völlig frei in seinem Lehrhandeln ist?</p>
]]></content:encoded>
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