Archive for the 'Medien' Category
Der Unternehmer. Die Ungleichheit. Und das Wahlergebnis.
Ein tolles Gespräch zwischen Lina Timm (Lübecker Nachrichten), Anna Lampert (Rhein-Zeitung) und mir (Cellesche Zeitung) zur Tragödie bei der Loveparade in Duisburg.
Dreimal Nachwuchs hat heute viel gelernt.
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Aussichtslos. Sagt Sven. So langsam glaube ich das auch. Vier Tage. Und ich fühle mich übrigens kein Stück besser als vorher. Das mag vor allem daran liegen, dass ich eben doch immer mal dies mal das mal jenes. muss.
Entzug hat meine Mama mir geraten. Das war wohl nichts. Vier Mal wurde das Netbook heute bemüht, entgegen der schönen Vorsätze nicht nur für die Uni. Aber dann braucht man ja nochmal dieses und dann noch jenes Programm und einmal am Tag die Mails… äh, ja.
ICQ und Skype starten sich von selbst. Erster Mausklick ist das HSUPA-Tool, dann kommen sofort die e-Mails. Browser auf und klick-klick-klick-klick. Facebook-StudiVZ-Blog-StudIP, in exakt dieser Reihenfolge. Die Seiten laden, in der Zeit wird der ICQ-Status aktualisiert: abgeschalten.
Das ist es, was meine Mutter mir seit fast dreiundzwangzigkommafünf Jahren rät. Abschalten. Das das Wort in meiner Kohorte praktisch keine Bedeutung mehr hat, versteht die Parental-Generation nicht. Sozialisiert von Tigerenten-TV, BravoTV, TotalTV und Politrede-TV, parallel zu Internet-Chaträumen, den Resten der Tageszeitung, den etwa 100 Verfolgten bei Twitter und mindestens zwei sozialen Netzwerken hat uns das niemand mehr beigebracht. Inhaltsleer.
oder: mein Abschied von einer Zwangsneurose.
E-Mails werden jetzt nur noch alle 60 Minuten abgefragt – nicht mehr alle drei.
Eine Zensur findet nicht statt.
Der Satz ist weder allgemein noch zeitlos gültig, trotzdemimmer wieder gern gesehen. Das fand auch der Philosoph Georg Christoph Lichtenberg. Zum 1788er Edikt gegen die Pressfrechheit sagte er:
Read the rest of this entry »Alle schwache Regierungen gründen sich darauf, daß sie dem klügeren Teil der Nation ein Schloß oder Klebpflaster auf den Mund werfen.
Spiegel, Focus, Stern… die großen drei, aber wöchentliche Zeitschriften gibts viele. Das war vor der Wirtschafts-, Anzeigen, Medienkrise natürlich noch viel schlimmer. 1775 ist nicht unbedingt das Jahr, dass generell mit größere Medienvielfalt in Verbindung gebracht wird. Trotzdem sah eine Frauenzeitschrift schon damals allen Grund zur Klage:
Meine lieblings-StudiVZ-Gruppe ist ja “Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich bin ein paar Reformen weiter”, aber bei den Lesern von Heute kommt man mit dem Argument auch nicht immer weiter.
Ich war zwar nicht einmal gemeint, musste mich aber trotzdem vor etwa einem Jahr der Frage einer interessierten Lerserin stellen: “Deutschunterricht… hatten Sie das in der Schule gar nicht?”
Das Problem ist alles Andere als neu.
war ich noch nicht geboren. Schade.