Archive for the 'Arbeit' Category
Einkaufen nach 18 Uhr, super Sache. Nach 20 Uhr, geil. Samstag Nachmittag, ab und zu sogar am Sonntag, schön-schön. Richtig spannend wird es trotzdem erst an jenen Feiertagen, die auch Werktage sind. Völlig unvorbereitet trifft uns in jedem Jahr der Ostermontag, auch Weihnachten kommt plötzlich. Und wenn Neujahr mal wieder auf den 1. Januar fällt und der wiederum auf einen Werktag – Hilfe. Hochkomplex. Am liebsten wäre es uns doch sowieso, wenn wir einfach immer einkaufen gehen könnten, dann müsste auch niemand großartig drüber nachsinnieren.
Zwei Flaschen Ginger Ale und eine Rispe Kirschtomaten an Heiligabend brachten mich dazu, es doch mal zu tun.
Es gibt nichts, das nicht irgendwen diskriminiert. Das dreigliedrige Schulsystem diskriminiert weniger intelligente Kinder. Die Trennung nach dem vierten/sechsten Schuljahr diskriminiert sozial schwache Kinder. Sport diskriminiert die unsportlichen, Kunst die unkünstlerischen. Der fehlende Türkisch-Unterricht diskriminiert die Einwanderer und Lehrerinnen mit Kopftuch diskriminieren sich einfach mal selbst. Wen das Abitur diskriminiert weiss ich zwar nicht, aber danach geht es direkt wieder weiter: Konkurrenzbetonte Aufnahmeprüfungen diskriminieren…
Frauen. So ein Pech.
Über drei Prozent Inflation in Deutschland, vier Prozent in Europa. Zensur in China, Doping in Frankreich. Fernsehen im Internet, Rauchen in der Kneipe oder auch nicht.
Und ganz nebenbei 2.2 Millionen Prozent Inflation im Juni.
In Simbabwe.
Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten.
Steht schon fest. Okay, jetzt nicht konkret oder so. Aber er wird kommen! So habe ich das zumindet in der Schule gelernt. Ursprünglich für den Jahrtausendwechsel angekündigt verschob sich das ganze dann aber doch noch etwas nach hinten, 2010, 2025, je nach Schätzung auch mal eher und mal später, das letzte was ich gehört habe war jetzt 2050. Lässt ja hoffen, bis dahin wird mir der Führerschein wahrscheinlich sowieso schon entzogen worden sein.
Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 und Nachwuchs 2.0.x. Und dann halt noch das jeweilige Zweinull des Tages…
Und wenn alles sich sooo stark verändert – und bei laufender Notation kann man das jetzt ja wunderbar verfolgen – darf eines aber auf gar keinen Fall fehlen: Eine ganz neue Business Culture mit dem dazu gehörigem Managementconcept. Da möchte man bei der Aufforderung Stirb Langsam 4.0 am liebsten sagen: “Ist gut, and thanks for all the fish”…
Wir leben in einer ungleichen Gesellschaft, zweifellos. Der Staat ist dafür da, das abzufedern, dafür bezahlen wir ihn. Klappt nicht wirklich gut, wir haben es tatsächlich geschafft, gleichzeitig eine hohe Arbeitslosigkeit, Lehrstellen- und Fachkräftemangel zu bekommen. Außerdem wird die Gesellschaft immer älter, es gibt immer weniger Bürger, die in die staatlichen Töpfe einzahlen können, die Armutsstatistiken gehen immer weiter hoch…
Aber die Arbeitslosenzahlen runter? Hä?