Archive for the 'Arbeit' Category
Wahrscheinlich kämen mir in jedem Beruf diese spätabendlichen Eingebungen, die am nächsten Tag unbedingt verarbeitet werden müssen. Insofern habe ich es gut getroffen.
Früher saß ich meist irgendwann am frühen Nachmittag am Schreibtisch und dachte mir, ach… da war doch noch was? Ja, irgendwas war da. Auf Nimmerwiedersehen war der schlaue Gedanke entschwunden; sah ich ihn doch eines Tages wieder, dann fiel mir zu Ostern die nette Weihnachtsgeschichte ein.
Bisschen spät.
Also, neue Strategie: Erinnerungsmails. Die schicke ich mir vom Handy an den Arbeitsrechner. Keine Idee geht mehr verloren, perfekt! Und wenn ich morgens in mein Büro komme und eine Mail von mir an mich sehe, ich weiß sofort: Ganz wichtige Sache. Da reicht schon ein für Außenstehende kryptisches Stichwort, mein Gehirn kramt den Gedankengang wieder hervor.
Also, das zumindest war der Plan.
Meistens finde ich irgendwann raus, was ich mir mit der sehr sehr sehr wichtigen Notiz sagen wollte. Sie kennen das bestimmt, erst: totale Leere im Kopf. Und wenn Sie dann an etwas ganz anderes denken – genau. Da ist er wieder. Allerdings fahndet mein Unterbewusstsein jetzt schon seit vier Wochen nach einer besonders wichtigen Mail.
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Von: Isabell Prophet mobil
An: Prophet, Isabell
Betreff: Laub
…
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Aber wenn ich so rausgucke... ich denke, das hat sich wohl erledigt.
Ich muss gestehen, so ein wenig unjournalistisch ist das ja schon. Man könnte auch ganz ehrlich sagen: Eigentlich ist das ja schlicht weg falsch. Aggroliner. Ach, so nennt sich doch keiner.
Nein, es ist nicht alles schlecht. Also zumindest nicht immer. Es gibt sie auch noch, diese echt netten Menschen, die mit der Lichthupe ein kleines Feuerwerk entfachen und einen entrückt und verwirrt zurücklassen. Was war denn nur passiert? Mein Licht kaputt? Aber nein, die vergangene Nacht, da ging es doch noch! Also was? Was denn nur? Mache ich etwas falsch? Ich konnte es mir nicht erklären. Vielleicht war es ein Freund? Hätte ich zurückblinkern sollen? Nein, also Menschen mit solchen Autos kenne ich nicht. Also was war denn nur? Mein Weg war nicht unbedingt mit Erklärungen gepflastert.
Die ersten Verrückten konnten ja nicht lange auf sich warten lassen. An dieser Stelle noch einmal danke an den Hannoveraner, der mich mit Hupe und Lichtgewitter bedrängelt hat. Der LKW-Fahrer vor mir, der ja nun wirklich schneller um die enge Kurve hätte fahren müssen, unmöglich sowas, ist wahrscheinlich immer noch traumatisiert. 50 ist an der Straße danach übrigens, weil vor einigen Jahren ein Mädchen sterben musste. Aber für 10 Minuten hupen, blinken und drängeln gabs bestimmt nen echt guten Grund.
Gute Fahrt.
Vogel.
Ich gehöre dazu – ich bin eine Pendlerin. Ja. Super, ich weiß. Read the rest of this entry »
Fast einhundert Jahre alt ist Joseph Schumpeters Idee des Entrepreneurs, des innovativen, gestaltenden Unternehmers, der die Wirtschaft seiner Zeit durch die Durchsetzung neuer Kombinationen entscheidend voranbringt. Schumpeter zeichnet 1911/1926 als „Grundphänomen der wirtschaftlichen Entwicklung“, das Charakterbild eines Unternehmers, dessen außergewöhnliche Eigenschaften und – viel wichtiger – außergewöhnliche Taten ihn erst zu einem solchen machen. Ein moderner Beleg für die alte Theorie ist Steven Paul Jobs, „Steve Jobs“, einstiger Mitgründer und heutiger CEO der Firma Apple Inc.
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Ding. Dong. Aha, mein Paket. Das ging ja schön schnell. Tür aufgemacht, schnell angezogen, der gute Mann kann kommen. So langsam. Jetzt aber. Nein? Dann halt nicht. Dafür fand sich später ein nettes oranges Kärtchen im Postkasten. Und und so wurde ich zur Rentnerin.
Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis
Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der Produzenten, argumentieren andere Ökonomen. Im Extremfall können so Arbeitsplätze vernichtet und das Volkseinkommen verringert werden, beweisen Studien. Auf der anderen Seite kann bei höheren Stundenlöhnen auch die Wahl zwischen Freizeit und Arbeit beeinflusst werden – ebenfalls in beide Richtungen. Doch staatliche Markteingriffe unterliegen nicht nur den Gesetzen der ökonomischen Theorie, auch die praktische Umsetzung birgt ihre Probleme.
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Der Wahlkampf wird wichtiger. Nichtmal mehr 50% der Deutschen wählen aus “Tradition”, besser gesagt, Parteibindung. Heute zählen die Inhalte. Was genau das nun eigentlich sein soll, wer weiß das schon? Aber wichtig sind sie, das hat jeder verstanden. Auch nicht ganz uninteressant: Die Kandidaten. Aber wie gewinnt man den jetzt eigentlich so eine Wahl? Am besten mit ganz ganz viel Schlamm.
Es war eines der ganz großen Themen im vergangenen Jahr: Die Mittelschicht schrumpft. Au weia. Für sich genommen wäre das ja eigentlich egal, das Problem liegt eher in der wachsenden Gruppe der Armen. Und die wird nicht nur größer – die wird vor allem auch ärmer. Das ist der Preis für etwas, das wir leider nicht ändern können – und mit gehobener Sicherheit auch nicht ändern wollen.