<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Südnorddeutsche. &#187; Studium</title>
	<atom:link href="http://blog.isabellprophet.net/category/studium/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.isabellprophet.net</link>
	<description>bellum omnium contra omnes</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 16:44:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Recht. Ökonomisch. 2: Bürgschaft.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/recht-oekonomisch-2-buergschaft.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/recht-oekonomisch-2-buergschaft.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 18:04:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Essays]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=659</guid>
		<description><![CDATA[Aus ökonomischer Perspektive dienen Rechtsnormen dazu, die wirtschaftlichen Interaktionen verschiedener Individuen (resp. Unternehmen) möglichst komplikationslos zu gestalten. Ziel ist es aus wohlfahrtstheoretischem Blickwinkel, durch effiziente Transaktionen all jene Verträge zu Stande kommen zu lassen, die für alle Beteiligten einen Pareto-optimalen Zustand zur Folge haben. Eines der wichtigsten deutschen Instrumente für die optimale Allokation von Geldmitteln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus ökonomischer Perspektive dienen Rechtsnormen dazu, die wirtschaftlichen Interaktionen verschiedener Individuen (resp. Unternehmen) möglichst komplikationslos zu gestalten. Ziel ist es aus wohlfahrtstheoretischem Blickwinkel, durch effiziente Transaktionen all jene Verträge zu Stande kommen zu lassen, die für alle Beteiligten einen Pareto-optimalen Zustand zur Folge haben. Eines der wichtigsten deutschen Instrumente für die optimale Allokation von Geldmitteln ist die Bürgschaftserklärung nach § 765 BGB.</p>
<p><span id="more-659"></span></p>
<h2>Wohlfahrtssteigerung.</h2>
<p>Eine Möglichkeit der Pareto-Verbesserung für alle Parteien ist die Gewährung eines Kredits. Ein Kreditgeber gewährt einem Kreditnehmer eine beliebige Summe Geld. Dieser kann sie nutzen und zu einem späteren Zeitpunkt zurückzahlen. Für die Kreditvergabe als Dienstleistung verlangt der Kreditgeber Zinsen und kommt so zu einer Nutzensteigerung. Dem Kreditnehmer wird sein sofortiger Nutzen wertvoller sein als das Warten auf eigene Ersparnisse oder Verdienste, sonst würde er den Kredit nicht aufnehmen. Auch ihm entsteht also ein Nutzengewinn. Verwendet er das Geld aber zum Beispiel für eine Geschäftstätigkeit, aus der er später einen Erlös ziehen kann, der Investitionen und Kreditkosten übersteigt, entsteht ihm ein finanzieller Gewinn. Gesamtgesellschaftlich ergibt sich eine Wohlfahrtssteigerung.</p>
<h2>Wohlfahrtsrisiko.</h2>
<p>Doch hängt nicht nur die allgemeine Wohlfahrtssteigerung vom Erfolg des Unternehmers ab: Auch die Kreditrückzahlung sowie der persönliche Gewinn des Kreditgebers aus den Zinsen würden bei einer ungeschickten Investition ausfallen. Der Erfüllungsanspruch aus § 362 BGB bliebe zwar bestehen, wäre jedoch durch die fehlende Zahlungsfähigkeit des Schuldners nicht mehr durchsetzbar. Die Kosten des Kredits, also die Zinsen, hängen vom Ausfallrisiko für den Kreditgeber ab. Daher sind in Deutschland Kreditsicherheiten nach § 232 Abs. 1 BGB üblich geworden. Der Kreditgeber hat die Möglichkeit, im Falle eines Ausfalls auf die Kreditsicherheit zurückzugreifen, sein Risiko ist also gesunken. Gleichzeitig sinken für den Kreditnehmer die Kosten. Doch nicht jeder Kreditnehmer kann eine solche Sicherheit auch geben. Gute Geschäftsideen würden so aufgrund fehlender Sicherheiten unter Umständen nicht zu Stande kommen. Hier kann nach Absatz 2 ein Bürge einspringen und mit seinem persönlichen Vermögen Gewährleistung für die Schuld anbieten.</p>
<h2>Asymmetrische Information.</h2>
<p>Zur Bewertung des Risikos muss der Kreditgeber zunächst einmal Informationen über die Zuverlässigkeit des Kreditnehmers haben. Die Informationslage ist jedoch asymmetrisch, für den Kreditgeber sind wesentliche Informationen in der Regel schwer zu beschaffen. Vorherige Betrugstaten mögen sich vielleicht aufdecken lassen, spätestens bei Plänen zu einem zukünftigen Betrug – eben am Gläubiger selbst – kann keine Aussage mehr über die Aufrichtigkeit des Schuldners getroffen werden. Die Unsicherheit über verborgene Handlungen resp. opportunistisches Verhalten kann die Risikobewertung eines Risiko-aversen Kreditgebers ineffizient in die Höhe treiben. Der Bürge wird in der Regel jedoch aus dem direkten privaten Umfeld des Kreditnehmers stammen. Er kann daher die Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit des Schuldners besser beurteilen.</p>
<h2>Gute Schuldner.</h2>
<p>Umgekehrt hat der Bürgschaftsvertrag zwischen dem Gläubiger und einer Person aus dem privaten Umfeld auch Effekte auf den Schuldner selbst. Im Geschäft mit der Bank spielt für ihn nur die Frage seines individuellen Nutzens eine Rolle: Lohnt es sich, die Schuld zu begleichen? Unter Abwägung aller ihm bekannten Folgen, zum Beispiel Gerichtsprozess, Strafe oder Offenbarungseid, könnte er trotzdem einen höheren Nutzen erwarten, wenn er das Geld ausgibt und dann versucht, sich der Schuldrückzahlung zu entziehen. Besteht hingegen ein Bürgschaftsvertrag, können emotionale Bindungen zwischen Bürgen und Schuldner Letzterem einen zusätzlichen Anreiz zu ehrlichem &#8211; also vertragstreuem – Verhalten bieten. Dies steht im Gegensatz zum moralischen Risiko bei Versicherungen. Die Wahrscheinlichkeit eines Schadens steigt dabei in der Regel an, weil der Versicherungsnehmer sich risikofreudiger verhält, wenn ein Dritter für einen eventuell entstehenden Schaden aufkommt. Liegt eine emotionale Bindung vor, könnte eher zu risikoaversem Verhalten tendieren.</p>
<p><em>Für den Kreditgeber entfällt somit die Unsicherheit in Bezug auf opportunistisches Verhalten, sie wird vom Bürgen getragen und abgemildert.</em></p>
<h2><em>Sach. Verstand.<br />
</em></h2>
<p>Zur Bewertung des Risikos bei der Kreditvergabe braucht der Geber außerdem Sachverstand. Die Erfolgsaussichten unternehmerischer Projekte können jedoch unter Umständen schwer zu bemessen sein. Fehlen dem (risikoaversen) Kreditgeber besondere Kenntnisse über Märkte, Konsumentenwünsche oder zum Beispiel technische Fragen, kann er unabhängig von der Persönlichkeit des potentiellen Kreditnehmers auch dessen Erfolgsaussichten unterbewerten, die Zinsen also wegen des höheren Ausfallrisikos zu hoch ansetzen. Ökonomisch handelt es sich hier um adverse Selektion, da die Qualität der Investition für den Kreditgeber nicht direkt beobachtbar bzw. beurteilbar ist. Dies mindert die Rentabilität des unternehmerischen Vorhabens oder wirkt sogar abschreckend. Obwohl beide Vertragsparteien durch ein Zustandekommen des Kreditvertrages besser gestellt sein könnten, kommt er im Extremfall also Aufgrund kognitiver Grenzen nicht zu Stande. Auch an dieser Stelle kann ein sachverständiger Bürge einspringen. Der Kreditgeber braucht dann das Ausfallrisiko aus dem geplanten Projekt seines Schuldners nicht mehr korrekt bewerten zu können. Ihm reicht es, wenn der Bürge potentiell zahlungsfähig ist. Die kognitiven Grenzen werden somit umgangen.</p>
<h2>Nicht perfekt aber nützlich.</h2>
<p>Der Bürgschaftsvertrag an sich ist aus ökonomischer Perspektive nur schwach Pareto-Effizient: Das Risiko des Kreditgebers geht auf den Bürgen über. Dieser hat entweder keine Nutzenerhöhung (höchstens durch Altruismus) oder einen geringeren Nutzen, weil er die Forderung gegen den Schuldner selbst eintreiben muss. Der Kreditgeber hat einen höheren Erwartungsnutzen, weil das Risiko des Forderungsausfalls für ihn gemindert ist. Der Kreditnehmer hat einen höheren Nutzen als ohne die Bürgschaft, weil er Kreditkosten spart.</p>
<h2>Risikoverteilung?</h2>
<p>Ökonomisch stellt sich nun jedoch auch die Frage, ob der Bürge überhaupt der geeignete Risikoträger ist. Um diesem die Tragweite seiner Bürgschaftserklärung klar zu machen, verlangt § 766 S. 1 BGB die Schriftform des Bürgschaftsvertrages. Trotzdem könnte man feststellen, dass der Kreditgeber, der Kredite vielleicht regelmäßig geschäftlich vergibt, das Risiko besser und günstiger versichern könnte. Dem stehen jedoch die geringeren Informationskosten des Bürgen gegenüber. Die Gefahr der Wohlfahrtsminderung liegt daher vor allem in einem möglichen begrenzt-rationalen Verhalten des Bürgen. So könnten Kredite für ineffiziente Investitionen vergeben werden, wenn sich der Kreditgebe auf das Urteilsvermögen des Bürgens verlässt.</p>
<p><em>Dennoch ist die Möglichkeit einer Bürgschaft als Kreditsicherungsinstrument wertvoll für das reibungslose Funktionieren von Kapitalinvestitionen. Die optimale Allokation von Geldmitteln ist durch die eventuelle begrenzte Rationalität des Bürgen zwar gefährdet, aber nicht zwingend eingeschränkt.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/recht-oekonomisch-2-buergschaft.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abgeschalten &#8211; Tage drei &amp; vier: Flucht.Gefahr.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/abgeschalten34.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/abgeschalten34.html#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2009 18:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=655</guid>
		<description><![CDATA[Aussichtslos. Sagt Sven. So langsam glaube ich das auch. Vier Tage. Und ich fühle mich übrigens kein Stück besser als vorher. Das mag vor allem daran liegen, dass ich eben doch immer mal dies mal das mal jenes. muss. Lese-Stoff für die von der Uni, mein Bank-Konto, Informationen, und, noch viel schlimmer als Letzteres &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Aussichtslos</em>. Sagt Sven. So langsam glaube ich das auch. Vier Tage. Und ich fühle mich übrigens kein Stück besser als vorher. Das mag vor allem daran liegen, dass ich eben doch immer mal dies mal das mal jenes. <em>muss</em>.</p>
<p><span id="more-655"></span></p>
<p>Lese-Stoff für <span style="text-decoration: line-through;">die von</span> der Uni, mein Bank-Konto, Informationen, und, noch viel schlimmer als Letzteres &#8211; E. Mails. Hat mal einer von euch versucht, zwölf Stunden lang seine E-Mails nicht zu beantworten? Dabei steht gar nicht mal der ichkönntjawasverpassen-Aspekt im Vordergrund. Schlimmer: <em>Schlechtes Gewissen ohne Ende</em>. Ich würde mich auch bedanken, wenn jemand länger nicht auf eine Nachricht antwortet.</p>
<p>Kommunikation ist absolut normal.<em> Will man nicht von der Landkarte verschwinden</em>. Sagt Sven. Eigentlich würde ich das gerade aber ganz gerne. House on Southern Island, anybody?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/abgeschalten34.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abgeschalten &#8211; Tag zwei: Nun.Ja.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/abschalten2.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/abschalten2.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:49:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=652</guid>
		<description><![CDATA[Entzug hat meine Mama mir geraten. Das war wohl nichts. Vier Mal wurde das Netbook heute bemüht, entgegen der schönen Vorsätze nicht nur für die Uni. Aber dann braucht man ja nochmal dieses und dann noch jenes Programm und einmal am Tag die Mails&#8230; äh, ja. Aber wenn Netbook, Smartphone, Zeitung, Uni-Lektüre und Spanisch-Wörterbuch vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Entzug </em>hat meine Mama mir geraten. Das war wohl nichts. Vier Mal wurde das Netbook heute bemüht, entgegen der schönen Vorsätze nicht nur für die Uni. Aber dann braucht man ja nochmal dieses und dann noch jenes Programm und einmal am Tag die Mails&#8230; äh, ja.</p>
<p><span id="more-652"></span>Aber wenn Netbook, Smartphone, Zeitung, Uni-Lektüre und Spanisch-Wörterbuch vor mir auf dem weißen Wohnzimmertisch liegen, wie soll ich dann hart bleiben? Sie verlangen eine Entscheidung von mir. &#8220;Die Elfen&#8221; liegen im Badezimmer neben der Wanne. Ich nehme die Zeitung. Warum auch nicht. Nichtstun wäre schließlich auch zuviel verlangt für den Anfang.</p>
<p>Über mir wird übrigens staubgesaugt. Wie dreckig muss man eigentlich sein, um eine 40qm-Parkettwohnung drei bis vier Mal pro Woche saugen zu müssen? Ich beschäftige mich mit dem Lissabon-Vertrag, morgen tritt er in Kraft.</p>
<p>Dann muss der iMac doch noch sein. Und das Netbook. Und das Smartphone. Der iMac, um eine DVD abzuspielen. Das Netbook, weils nicht funktioniert und ich Software brauche. Das Smartphone, weil auch das dritte Programm irgendwie zicken macht.</p>
<p>Morgen besser. Vielleicht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/abschalten2.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Abgeschalten.</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/abschalten.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/abschalten.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 11:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=649</guid>
		<description><![CDATA[ICQ und Skype starten sich von selbst. Erster Mausklick ist das HSUPA-Tool, dann kommen sofort die e-Mails. Browser auf und klick-klick-klick-klick. Facebook-StudiVZ-Blog-StudIP, in exakt dieser Reihenfolge. Die Seiten laden, in der Zeit wird der ICQ-Status aktualisiert: abgeschalten. Das ist es, was meine Mutter mir seit fast dreiundzwangzigkommafünf Jahren rät. Abschalten. Das das Wort in meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ICQ und Skype starten sich von selbst. Erster Mausklick ist das HSUPA-Tool, dann kommen sofort die e-Mails. Browser auf und klick-klick-klick-klick. Facebook-StudiVZ-Blog-StudIP, in exakt dieser Reihenfolge. Die Seiten laden, in der Zeit wird der ICQ-Status aktualisiert: <em>abgeschalten.</em></p>
<p>Das ist es, was meine Mutter mir seit fast dreiundzwangzigkommafünf Jahren rät. Abschalten. Das das Wort in meiner Kohorte praktisch keine Bedeutung mehr hat, versteht die Parental-Generation nicht. Sozialisiert von Tigerenten-TV, BravoTV, TotalTV und Politrede-TV, parallel zu Internet-Chaträumen, den Resten der Tageszeitung, den etwa 100 Verfolgten bei Twitter und mindestens zwei sozialen Netzwerken hat uns das niemand mehr beigebracht. Inhaltsleer.</p>
<p><span id="more-649"></span>Gestern war ein neuer Tag. Ich hab das Netbook gar nicht erst eingeschaltet, der iMac blieb aus, der Fernseher bis 22.30 Uhr auch. Das Telefon auf Nacht-Modus: Wer mir nicht bekannt ist, dringt nicht in meinen Ereignishorizont vor. Die Zeitungsreste blieben bis 21 Uhr unangetastet auf dem Boden gestapelt liegen.</p>
<p>Und ich? Ich hab gelesen. Nichts für Universität oder politische Bildung, nichts, um mir Schreibstile abzugucken. Ein ziemlich gutes Buch (Der verlorene Ursprung) und zwischendurch zwei Einheiten Spanisch-Sprachkurs. Und nur aufgestanden, wenn es unbedingt sein musste.</p>
<p>War das jetzt abgeschalten? Nicht unbedingt. Wenn am Ende des Tages unentspannte Frustration steht, die sich durch überhaupt gar nichts begründen lässt, fehlt zum wirklichen Abschalten noch so einiges.</p>
<p><em>Aber ich arbeite daran.</em></p>
<p>Allein der Satz zeigt, dass es vermutlich noch eine Weile dauern wird.</p>
<p>Ich mach den Rechner lieber wieder aus.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/abschalten.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Recht ökonomisch?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/recht-oekonomisch-analyse-bizer-gubaydullina-goettingen.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/recht-oekonomisch-analyse-bizer-gubaydullina-goettingen.html#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 17:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=621</guid>
		<description><![CDATA[Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach. Erst denken, dann lenken. Gesetze als Institutionen setzen dem Zusammenleben in einem Staat Grenzen und bilden gleichzeitig ökonomische Anreize für oder gegen bestimmte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesellschaften müssen sich an der Qualität ihres Rechtssystems messen lassen. Aber worin liegt eigentlich diese Qualität? Gewünscht ist oft eine Verhaltenssteuerung, die den Individuen ihre Freiheit nicht raubt. Gar nicht so einfach.</p>
<p><span id="more-621"></span></p>
<h1>Erst denken, dann lenken.</h1>
<p>Gesetze als Institutionen setzen dem Zusammenleben in einem Staat Grenzen und bilden gleichzeitig ökonomische Anreize für oder gegen bestimmte Handlungsentscheidungen. Bei diesen Anreizen handelt es sich aus der Perspektive der Akteure um Restriktionen bei der Wahl der Verhaltensalternative. Die legislative Gewalt, die gesetzgebende, ist in der Gewaltenteilung der Demokratie für die Erarbeitung neuer Gesetze zuständig. Dabei muss sie einerseits normative Wertvorstellungen der Gesellschaft, also der Wähler, berücksichtigen, andererseits aber auch Effizienz- und Freiheitskriterien. So fragt auch die Rechtsprechung des deutschen Verfassungsgerichtes danach, ob ein zu prüfendes Gesetz in seiner Wirkung verhältnismäßig ist. Mögliche Einschränkungen der freien Handlungswahl der Individuen sollen dem angestrebten Ziel angemessen sein. Der Eingriff in die persönliche Freiheit des Individuums soll dabei jedoch auch nicht tiefer als unbedingt erforderlich sein.</p>
<p>Mit steigender Komplexität des deutschen Rechte-Kanons wird jedoch auch die Abschätzung der Folgen eines Gesetzes schwieriger. Rationale Schlussfolgerungen und Handlungsanpassungen verschiedener Individuen müssen und werden nicht immer deckungsgleich sein. Außerdem können unerwartete Verhaltensänderungen auftreten, wenn die Gesetzesfolgen nicht korrekt abgeschätzt werden. Neben der Frage nach der Verhältnismäßigkeit steht daher auch die Frage nach der Eignung im Vordergrund: Wird das angestrebte Ziel durch das neue Gesetz überhaupt erreicht?</p>
<h1>Wo will man hin?</h1>
<p>Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht das handelnde Individuum, der Akteur. Es wählt aus verschiedenen Handlungsalternativen aus. Der Gesetzgeber will diese nun regulieren. Dem Gesetzgeber stellen sich bei der Lösung eines solchen <em>regulatory choice</em> Problems drei Aufgaben: Zunächst muss ein Ziel als erstrebenswert erkannt oder gesetzt werden. Dann müssen Instrumente zur Erreichung dieses Ziels gewählt werden. Diese müssen drittens auf ihre gewünschten und nicht-gewünschten Wirkungen untersucht werden. Erst wenn alle möglichen Regulationsalternativen auf diese Art analysiert wurden, sollte die Entscheidung für ein Instrument getroffen werden.</p>
<p>Die zentrale Kritik an einer ökonomischen Analyse des Rechts basiert auf der These, dass viele Rechtsbereiche auf den ersten Blick keine Effizienzanalyse erlauben. Das ist nicht abzustreiten, doch vielfach geht es dem Ökonom auch nicht um eine Bewertung des zu erreichenden Ziels. Ziele können der ökonomischen Effizienz dienen, so zum Beispiel bei Umwelt- oder Wirtschaftsfragen. Ziele können aber in gleichem Maße soziale Normen reflektieren, also wertend als gesellschaftlich wünschenswert betrachtet werden. Aufgabe der Ökonomik ist es im zweitgenannten Fall lediglich, verschiedene Instrumente zur Erreichung des gesetzten Ziels zu untersuchen und das effizienteste unter ihnen zu identifizieren.</p>
<h1>Wie handelt der Mensch?</h1>
<p>Zu diesem Zweck ist es notwendig, das Verhalten der beteiligten Akteure vorauszusagen. Hier liegt der zweite Kritikpunkt anderer Wissenschaften: Das Standardindividuum der Ökonomik, der <em>homo oeconomicus</em>, ist nur durch Anreize gesteuert. Dies macht die Gesetzesfolgenschätzung durchaus sehr einfach: Gesetzlich festgelegte Strafen in Verbindung mit dem Risiko, bei einer Gesetzesübertretung erwischt zu werden, bilden die Restriktionen. Diese werden ins Verhältnis zum Nutzen aus der Nichtbefolgung gesetzt, welcher sich aus den individuellen, unveränderlichen Präferenzen ergibt. Das perfekt informierte Individuum trifft seine eigennützige Entscheidung nur in der gegebenen Situation und hält sich an das Gesetz oder auch nicht. Durch eine Veränderung der Restriktionen kann der Gesetzgeber also die Handlungsentscheidung des Akteurs beeinflussen. Zu analysieren wäre in diesem Fall, welche Anreize zur Verhaltenssteuerung notwendig bzw. ausreichend sind.</p>
<h1>Wie handelt der Mensch wirklich?</h1>
<p>Doch in der Realität verhalten sich die Individuen nicht immer rational. Um in der ökonomischen Analyse das Verhalten der Akteure realitätsnah abbilden zu können, lässt sich das Modell des <em>homo</em> <em>oeconomicus institutionalis</em> verwenden. Hierbei wird nicht nur von einer Anreiz-orientierten Verhaltensanpassung ausgegangen. In der nächsten Stufe wird untersucht, ob sogenanntes rational-regelgebundenes Verhalten vorliegt. Dann würden die Akteure für ihr Verhalten in komplexen Situationen Regeln anlegen, nach denen sie sich – insbesondere im Wiederholungsfall – richten. Hier kann zwar eine nutzenmaximierende Entscheidung stattgefunden haben, diese wäre jedoch nicht situativ. Ändern sich die Restriktionen – würde also zum Beispiel ein Versuch der Verhaltenssteuerung durch Gesetzesänderung versucht werden – ist nicht zwingend eine Verhaltensänderung zu erwarten.</p>
<p>Ähnliches gilt bei der nächsten Stufe im Modell des <em>homo</em> <em>oeconomicus institutionalis</em>. Nun wird von kognitiven Grenzen ausgegangen: Das Individuum kann nicht alle Folgen und Restriktionen seines Handelns überblicken oder bewerten. Diese Verhaltensgrundlage kann zum Beispiel Ansätze für ein „milderes Mittel“ bieten. Dann könnte gezielte Information die gesetzliche Steuerung des Verhaltens ersetzen.</p>
<h1>Grenzen gibt es wirklich.</h1>
<p>Die Problematik dieser Verhaltensansätze liegt darin, dass auch wenn das Verhalten aus der Perspektive des Akteurs selbst immer noch individuell-rational erscheinen würde, es für Außenstehende jedoch nicht ohne weiteres Vorauszusehen ist. Noch schwieriger ist eine Erwartungsbildung, wenn das Handeln der Akteure auf Basis ihrer Sozialisation erfolgt. In diesem Fällen findet in der Regel keine rationale oder begrenzt rationale Entscheidung mehr statt. Das sogenannte habituelle Verhalten wäre dann zum Beispiel von Eltern anerzogen oder im sozialen Umfeld als „normal“ empfunden worden. Dies gilt nicht unbedingt für das emotionale oder instinktive Verhalten. Hier finden Handlungen als Reaktionen auf bestimmte Reize statt.</p>
<p>Denkbar sind in den letzten Instanzen auch soziale, nicht-eigennützige oder endogene Präferenzen. Diese mögen zwar beobachtbar sein, sind jedoch in der Regel sehr schwer festzustellen. Dies gilt insbesondere für einen denkbaren Beweis für die Veränderlichkeit von Präferenzen.</p>
<h1>Was wirkt?</h1>
<p>Nachträgliche kritische Reflexion des Verhaltens muss in diesen Fällen nicht zu einer Verhaltensänderung (im Sinne eines Lerneffektes) führen, ebenso gering wäre der Einfluss neuer Restriktionen, wenn sie nicht stark genug in ihrer Wirkung sind. Gegebenenfalls muss in diesem Fall auch von kurzfristigen gesetzlichen Rahmenbedingungen abgesehen werden und stattdessen ein langfristiger „Kulturwandel“ angestrebt werden.</p>
<p>Eine Analyse, die diese sieben Verhaltenstypen in Betracht zieht, lässt eine ökonomische Prognose der Verhaltensänderungen zu. Eine solche Prognose ist auch juristisch mit der Frage nach der Verhältnismäßigkeit gefordert: Ein Gesetz muss geeignet, erforderlich und angemessen sein, ein zuvor bestimmtes Ziel zu erreichen. In dieser Forderung steckt ökonomisch betrachtet der Anspruch der Effizienz.</p>
<p>Für die Forschung wie auch für die praktische Politik stellt sich damit nicht mehr die Frage nach der Zulässigkeit einer ökonomischen Analyse des Rechts. Wichtiger ist als Folge der vorangestellten Betrachtung, ob man auf eine solche überhaupt verzichten darf.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<h2>Literatur und Quellen:</h2>
<address>Bizer, K. and Z. Gubaydullina (2007). Das Verhaltensmodell der interdisziplinären Institutionenanalsyse in der Gesetzesfolgenabschätzung.</address>
<address>Posner R.A. (1992). An Economic Analysis of Law. Chapter 2.</address>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/recht-oekonomisch-analyse-bizer-gubaydullina-goettingen.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Which is the right answer in theory? Which in practice?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/samuelson-mindestloehne-sozialhilfe-lohnaufstockung.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/samuelson-mindestloehne-sozialhilfe-lohnaufstockung.html#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 12:36:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialhilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Staat]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Umverteilung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=509</guid>
		<description><![CDATA[Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Paul A. Samuelson: Economics. An Introductory Analysis</em></p>
<p>Mindestlöhne und Sozialhilfe sollen ein Instrument zur Erreichung sozialer Gerechtigkeit sein. Die Umverteilung von Umsätzen von den Kapitalerträgen hin zu den Arbeitnehmereinkommen führt bei fallender Konsumquote zu höheren Konsumausgaben, argumentieren Ökonomen. Mindestlöhne sorgen aber auch für Ausweichreaktionen auf andere Produktionsfaktoren als menschliche Arbeit und erhöhen den Markteintrittspreis der Produzenten, argumentieren andere Ökonomen. Im Extremfall können so Arbeitsplätze vernichtet und das Volkseinkommen verringert werden, beweisen Studien. Auf der anderen Seite kann bei höheren Stundenlöhnen auch die Wahl zwischen Freizeit und Arbeit beeinflusst werden – ebenfalls in beide Richtungen. Doch staatliche Markteingriffe unterliegen nicht nur den Gesetzen der ökonomischen Theorie, auch die praktische Umsetzung birgt ihre Probleme.</p>
<h2><span id="more-509"></span>Die Diktatur der Ökonomie</h2>
<p>Politische Programme unter den kritischen Augen der Öffentlichkeit festzusetzen, ist schwierig genug. Gegenläufige Interessen und unterschiedliche Meinungen über die Wirkungen dieser Programme erschweren die Suche nach einer optimalen und gleichzeitig durchsetzbaren Handlungsstrategie zusätzlich. Da eine „Diktatur der Ökonomie“ nicht denkbar ist, könnte die Allgemeinbildung der Wähler einen Ansatzpunkt bieten, den Staat zu ökonomischem Handeln zu zwingen.<br />
Intelligente Staatsbürger sollten ihre Volkswirtschaft verstehen. Sie sollten die Entscheidungen der gewählten Volksvertreter verstehen und kritisch beurteilen können. Im Idealfall wären sie sogar in der Lage, Auswirkungen selbst einschätzen zu können. Diese Anforderungen stellt Paul A. Samuelson im Vorwort seiner „Economics. An Introductory Analysis“ an die Allgemeinbildung und an die Lehrmaterialien, also die Lehrbücher der Volkswirtschaftslehre. Doch die immer komplexer werdenden ökonomischen Methoden wirken sich nicht nur auf das Verständnis der Bürger aus. Schon kleine Abweichungen können zu gegenläufigen Ergebnissen führen. Und während die moderne ökonomische Forschung über die Grenzen ihrer Modellwelten hinaus blickt, kann sie in der realen Welt eine der wichtigsten Eigenschaften der Modelle nicht mehr wiederfinden: Die Eindeutigkeit der Ergebnisse. Das Beispiel der Mindestlöhne zeigt nicht nur, dass die Ökonomie selbst nicht immer den Weg zu wirtschaftlichem Erfolg kennt. Es macht auch deutlich, dass es manchmal den optimalen Weg überhaupt nicht gibt.</p>
<h2>Schöne theoretische Welt</h2>
<p>In theoretischen Modellen ist die Festsetzung von Arbeitslöhnen an einem vollkommenen Arbeitsmarkt einfach: Es gibt eine Zahl von Arbeitern, die ihre Arbeitskraft anbieten können. Außerdem gibt es die Arbeitgeber, die diese Arbeitskraft nachfragen. Beide Gruppen verfügen über die gleiche Verhandlungsmacht und über vollständige Informationen. Übersteigt das Arbeitsangebot die Nachfrage, können die Arbeitgeber den Lohn senken. In der Folge werden einige der Arbeiter ihre Arbeitskraft vom Markt nehmen, weil sie für den gebotenen Lohn nicht arbeiten wollen, der Nutzen von „Freizeit“ ist größer als der Nutzen des Arbeitslohnes. Das Arbeitsangebot fällt und es entsteht ein Gleichgewicht aus Arbeitsangebot und –nachfrage. Gibt es hingegen weniger Arbeitnehmer als Arbeitsplätze, müssen die Unternehmen als Nachfrager um die Arbeitnehmer konkurrieren, in dem sie höhere Löhne bieten. Da Arbeitskraft jedoch vor allem ein Produktionsfaktor ist, wird in der Folge die Güterherstellung für die Unternehmer teurer. Einige Unternehmer werden daher für die Güterproduktion mehr ausgeben müssen, als sie im Absatz erzielen können. Sie scheiden aus dem Markt aus oder ziehen sich freiwillig zurück – die Arbeitskraftnachfrage fällt und es entsteht erneut ein Gleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt.<br />
In Deutschland ist das Arbeitsangebot derzeit größer als die Nachfrage. Die Arbeitgeber haben somit keinen Anreiz, die Löhne zu erhöhen. Stattdessen sind die Einkommen so tief gesunken, dass sie als Lebensunterhalt nicht mehr ausreichen. Selbst wenn man annimmt, dass der Markt immer noch vollkommen ist, weil sich Verhandlungsmacht von Gewerkschaften und Unternehmern ausgleichen, ein Gleichgewicht entsteht am Arbeitsmarkt dennoch nicht, da außerhalb der Modellwelt das Arbeitseinkommen nicht durch den Genuss von Freizeit kompensiert werden kann. Selbst bei sehr niedrigem Lohnsatz wird das Arbeitsangebot daher nicht unter ein bestimmtes Niveau sinken.</p>
<h2>Markteingriff</h2>
<p>Hauptkritikpunkt ist die so entstehende Ungleichheit zwischen den verschiedenen Lohnempfängern. An dieser Stelle soll der Staat nun einspringen. Einerseits durch Umverteilung von Arbeitenden zu Erwerbslosen durch die Sozialhilfe. Andererseits durch Umverteilung von höheren Einkommen zu niedrigeren Einkommen durch staatliche Lohnaufstockung, sowie von Kapitaleinkommen zu niedrigen Einkommen durch die gesetzliche Festlegung von Mindestlöhnen.<br />
Nach Keynes‘ Theorie einer fallenden Konsumquote hätte die Umverteilung einen positiven Effekt auf die Güternachfrage, weil Menschen mit geringerem Einkommen einen größeren Teil dieser verkonsumieren und dem Wirtschaftskreislauf weniger Geld zu Spekulationszwecken entziehen. Da so die Gewinnmöglichkeiten der Unternehmer steigen, hätte die Umverteilung sogar einen positiven Effekt auf die Arbeitsnachfrage. Wenn die Güterpreise dabei konstant blieben, könnten mehr und andere Güter konsumiert werden, das Volkseinkommen würde also steigen. Die Theorie hat jedoch einen entscheidenden blinden Fleck gegenüber der realen Welt. Paul Samuelson brachte das Problem auf den Punkt:</p>
<h2>Other things will not remain equal.</h2>
<p>Ein Ansteigen der <em>Sozialhilfe</em>, finanziert durch die Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkommen, würde einerseits zu steigenden absoluten Konsumausgaben führen. Es würde aber auch Arbeit gegenüber der Freizeit unattraktiver machen. Das Arbeitsangebot ginge also zurück und die Arbeitgeber wären zur Zahlung höherer Löhne gezwungen, was wiederrum die Arbeitsnachfrage negativ beeinflussen würde und über die produzierte Gütermenge auch zu einer Verringerung des Volkseinkommens führen würde. Mehr Gleichheit bei den Einkünften ginge also zu Lasten der gesamtwirtschaftlichen Effizienz.<br />
Gesetzliche <em>Mindestlöhne</em>, die die Unternehmen dazu zwingen, höhere Gehälter zu zahlen, würden die Arbeitsnachfrage negativ beeinflussen und das Angebot positiv. Ein Marktgleichgewicht durch Preisanpassung wäre nicht mehr möglich. Jene Arbeitnehmer, die einen Arbeitsplatz ergattern konnten, haben in der Folge höhere Einkommen. Es werden jedoch weniger sein als vorher. Die Ungleichheit würde also nicht fallen, sondern tendenziell sogar steigen. Als zweifelhafte Lösung bietet sich hier die Schwarzarbeit an. Wie sich ohne Mindestlohn Arbeitskräfte finden, die für einen geringen Stundenlohn arbeiten, werden sich diese auch nach der Gesetzesänderung finden.<br />
Ein zweites Problem entsteht durch die Güterpreise. Unternehmen haben nicht nur die Möglichkeit, ihre Tätigkeit einzustellen oder ins Ausland zu verlagern, wenn ihre Faktorpreise steigen. Sie können die Erhöhung der Produktionskosten auch an die Konsumenten weitergeben. Dies gilt ins¬besondere, wenn konkurrierende Unternehmer sich bereits aus dem Markt zurückgezogen haben und das Güterangebot unter die Güternachfrage gesunken ist. An dieser Stelle kann im Extremfall eine Erhöhung des generellen Preisniveaus eintreten, also Inflation. Geringqualifizierten Arbeitnehmern droht also nicht nur ein verringertes Einkommen durch den Jobverlust, sondern auch noch höhere nominale Lebenshaltungskosten.<br />
Staatliche <em>Lohnaufstockung</em>, finanziert ebenfalls über die Besteuerung von Arbeits- und Kapitaleinkünften, hätte auf die Freizeitpräferenz der Arbeitnehmer nur einen geringen Einfluss. Die höheren Löhne würden stattdessen das Arbeitsangebot positiv beeinflussen. Dadurch hätten die Arbeitgeber jedoch einen Anreiz, die Löhne zu senken. Da die Einkommen durch die staatliche Aufstockung faktisch nicht absinken können, könnte der Produktionsfaktor „Arbeit“ aus Unternehmerischer Perspektive auf diese Art sehr billig werden. Deutschland wäre damit für Unternehmer attraktiver und es würden mehr Güter im Inland produziert werden. Gleichzeitig würden die absoluten Konsumausgaben steigen. Beides hätte positive Effekte auf das Volkseinkommen. Die ständig sinkenden Löhne würden den Staat in der Praxis jedoch sehr schnell vor das Problem der Finanzierbarkeit stellen. Staat und Arbeitgeber müssten also ihren jeweiligen Anteil am Gesamtlohn regelmäßig neu aushandeln, wobei der Staat einen Machtvorteil und die Unternehmer einen Informationsvorsprung hätten.</p>
<h2>Machtkämpfe</h2>
<p>Auch die den Lohn selbst aushandelnden Parteien würden sich verändern. Wo aktuell Gewerkschaften und Arbeitgeber den Lohn festsetzen, stünden sich von nun an Gewerkschaften und Staat gegenüber. Korruptionsvorwürfe und –vorgänge würden die Verhandlungen erschweren. Dennoch erscheint diese Lösung aus der Perspektive der ökonomischen Theorie als die geeignetste. In der Praxis gilt dies nur unter Abwesenheit besserer Alternativen.</p>
<h2>Zaungast</h2>
<p>Auch die ökonomische Theorie hat also ihre Tücken. Was in der Modellwelt funktioniert, wird in der Realität von unzähligen Faktoren beeinflusst. Eine Studie über bereits eingeführte Mindestlöhne hat übrigens gezeigt, dass die Beschäftigung sogar angestiegen ist . Ob die Ursache hierfür überhaupt etwas mit den Mindestlöhnen zu tun hat, lässt sich nur schwer feststellen. Das zweite Problem ist, dass am Vorabend einer Wahl der eigene Nutzen immer wichtiger ist, als der wirtschaftliche Erfolg des Staates. Dies gilt für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und auch für Politiker. So lange die Ökonomie also keine Lösung findet, bei der jede Interessensgruppe glaubt, hinterher besser da zu stehen als vorher, kann sie beim Entscheidungsprozess nur zuschauen.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Als Essay bei Dr. Jan-Otmar Hesse  im Hauptseminar zu den Klassikern der Wirtschaftstheorie eingereicht, überarbeitete Version.</em></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/samuelson-mindestloehne-sozialhilfe-lohnaufstockung.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Masterplätze: Es tut sich was</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/master-universitaet-paderborn-es-tut-sich-was.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/master-universitaet-paderborn-es-tut-sich-was.html#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 12:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Paderborn]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Master]]></category>
		<category><![CDATA[Masterstudium]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=529</guid>
		<description><![CDATA[Was momentan Deutschlandweit zur kritischen Diskussion steht, wurde an der Universität Paderborn jetzt verwirklicht: Unbegrenzte Masterstudienplätze für jeden, der einen haben will &#8211; aber Notenabhängig. So hab ich mir das gewünscht. Dem deutschen Bundestag liegt eine Petition zu dem Thema vor. Besonders Lehramtstudenten protestierten schon Bundesweit für unbegrenzte Masterstudienplätze. Gerade in der Einstellungsflaute der Wirtschaftskrise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/uni-logo1.jpg"><img class="size-medium wp-image-530 alignright" title="uni-logo1" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/uni-logo1-300x79.jpg" alt="uni-logo1" width="300" height="79" /></a>Was momentan Deutschlandweit zur kritischen Diskussion steht, wurde an der Universität Paderborn jetzt verwirklicht: Unbegrenzte Masterstudienplätze für jeden, der einen haben will &#8211; aber Notenabhängig. So hab ich mir das gewünscht.</p>
<p><span id="more-529"></span></p>
<p>Dem deutschen Bundestag liegt eine <a title="Masterstudienplätze für alle" href="http://blog.isabellprophet.net/2009/masterstudienplatz-fuer-alle.html" target="_blank">Petition</a> zu dem Thema vor. Besonders Lehramtstudenten protestierten schon Bundesweit für unbegrenzte Masterstudienplätze. Gerade in der Einstellungsflaute der Wirtschaftskrise verlassen Studenten nur ungern den sicheren Uni-Hafen. Warum die Masterstudienplätze wirklich unabhängig von der Endnote des Bachelorabschlusses sein sollen, bleibt weiter unklar. Die <a title="wiwi.upb.de" href="http://wiwi.uni-paderborn.de" target="_blank">wirtschaftswissenschaftliche Fakultät</a> an der Universität Paderborn hat jetzt einen Schritt nach vorne gemacht.</p>
<p>Die Masterstudiengänge in Wirtschaftswissenschaften, International Economics, International Business, Wirtschaftspädagogik und Wirtschaftsinformatik werden von nun an jedem <a title="Mitteilung der Fak-WW" href="http://pbfb5www.uni-paderborn.de/www/fb5/wiwi-web.nsf/id/962E3DE69C686CE6C12575FB00259E36" target="_blank">zugänglich</a> sein, der den Bachelor unter den besten 35% seines Jahrgangs abgeschlossen hat oder besser als 2,3 (bzw. 2,7 bei Winfo und Wipäd) ist.</p>
<p>Schön <img src='http://blog.isabellprophet.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jetzt müssen das nur noch ganz viele andere Universitäten nachmachen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/master-universitaet-paderborn-es-tut-sich-was.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Untrivialer Blödsinn</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/untrivialer-bloedsinn-antrittsvorlesung-andreas-loeffler-paderborn.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/untrivialer-bloedsinn-antrittsvorlesung-andreas-loeffler-paderborn.html#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 11:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Paderborn]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Master]]></category>
		<category><![CDATA[Masterstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Promotion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=517</guid>
		<description><![CDATA[&#8220;So ein Psychopath&#8230; Ich studiere hier Wirtschaft und nicht Physik!&#8221; zwischte ein legendärer Student im Fahrstuhl der Universität Paderborn. Der meinte zwar nicht Prof. Dr. Dr. Andreas Löffler vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbs. Finanzierung und Investition, trotzdem brach dieser am 22. Juli 2009 mal eine Lanze für die geplagte Studentenschaft der Wirtschaftswissenschaften. Am Mittwoch hielt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_518" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-518" title="loeffler" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/loeffler-300x213.jpg" alt="Prof. Dr. Andreas Löffler" width="300" height="213" /><p class="wp-caption-text">Prof. Dr. Dr. Andreas Löffler (Foto: UPB)</p></div>
<p>&#8220;So ein Psychopath&#8230; Ich studiere hier Wirtschaft und nicht Physik!&#8221; zwischte ein legendärer Student im Fahrstuhl der Universität Paderborn. Der meinte zwar nicht Prof. Dr. Dr. Andreas <a title="Löfflers Homepage auf den Seiten der Universität Paderborn" href="http://groups.uni-paderborn.de/loeffler/" target="_blank">Löffler</a> vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbs. Finanzierung und Investition, trotzdem brach dieser am 22. Juli 2009 mal eine Lanze für die geplagte Studentenschaft der Wirtschaftswissenschaften.</p>
<p>Am Mittwoch hielt András Gábor Löffler, wie er eigentlich mal hieß, seine Antrittsvorlesung in Paderborn zum Thema &#8220;Zeitdiskrete und Zeitstetige Modelle in der Unternehmensbewertung&#8221;. Klingt ganz furchtbar? War es eigentlich gar nicht.</p>
<p><span id="more-517"></span></p>
<p>Dabei hätte der gebührtige Ungar sogar die besten Voraussetzungen, die Studenten nach Strich und Faden zu quälen, hat er schließlich 1993 in Mathematik promoviert. 1995 hatte er den Weg ins Licht dann doch noch gefunden und schob einen zweiten Titel in Wirtschaftswissenschaften hinterher.</p>
<p>Statt die versammelte Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit Formeln und hochkomplexen, aber auch hochmodernen Modellen zu beladen, warf Löffler die Frage auf, was diese Modelle eigentlich bringen. Warum hat man ein zeitstetiges Modell für die Kursberechnung &#8211; das heisst jetzt soviel wie in jedem Augenblick tut sich da was, auch zwischen den Augenblicken, und dazwischen, und so weiter &#8211; wenn die Börse nur zehnmal in der Sekunde tickert? Klingt, als wär das ziemlich oft. Aber zwischen unendlich oft und zehnmal in der Sekunde gibt es eben doch noch einen Unterschied. Modelle, die diesen Umstand berücksichtigen, sind <em>trivial</em>. So urteilen zumindest die beliebten A-Journals.</p>
<p>Modelle, die diesen Umstand nicht berücksichtigen, sind vielleicht nicht trivial. Allerdings sind sie leider realitätsfern. Jetzt muss man sich halt entscheiden. Die Universitäten haben sich natürlich längst entschieden. So sieht Löffler in den komplexen Modellen vor allem eine Eintrittsbarriere für Ph.D (die Ami-Version vom Dr.) und Professoren-Aspiranten. Allerdings haben sie sich damit auch entschieden, dass man ohne fundierte mathematische Ausbildung &#8211; Löffler schätzt mindestens zwei Semester reine Mathematik als realistisch ein &#8211; eben nicht mehr forschen darf. Zumindest kriegt man keine Stelle und keine Aufmerksamkeit (also Geld) dafür. Warum? Warum auch immer. Es ist halt so.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass einige der Paderborner Entscheidungsträger in der vergangenen Nacht über Löfflers Argumenten wach gelegen haben. Die neuen Professoren sind zwar hochqualifiziert und forschungsaktiv &#8211; aber sie sind auch zu einem großen Teil Mathematiker. Das geht zu Lasten der Studenten, die dieses Niveau dann von Anfang an abbekommen. Warum? Warum wenn überhaupt nicht erst im Masterstudium? Warum auch immer&#8230;</p>
<p>Ich war immer für ein hohes Studienniveau, aber nicht im ersten Jahr. Viele der heutigen Bachelorstudenten wollen nur eins &#8211; arbeiten. Und wenn die Forschung sich selbst nur noch infinitesimal interessant macht, können sich die Wirtschaftswissenschaftler ihren Nachwuchs bald wirklich nur noch unter den Mathematikern suchen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/untrivialer-bloedsinn-antrittsvorlesung-andreas-loeffler-paderborn.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Logik gegen Erfahrung</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/methodenstreit-schmoller.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/methodenstreit-schmoller.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 11:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichheit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=454</guid>
		<description><![CDATA[Gustav von Schmoller: Grundriss der allgemeinen Volkswirtschaftslehre Der Methodenstreit Der Weg von Gefühlen und Bedürfnissen hin zu allgemein gültigen Gesetzen der Volkswirtschaftslehre ist ein weiter. Die deutsche Historische Schule um Gustav von Schmoller versuchte dennoch, diesen Weg zu gehen. Doch der Ansatz, an Hand historischer Entwicklungen und ethischer Moralvorstellungen staatliche Institutionen zu fordern, führte zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Gustav von Schmoller: Grundriss der allgemeinen Volkswirtschaftslehre</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Der Methodenstreit</em></p>
<p style="text-align: left;">Der Weg von Gefühlen und Bedürfnissen hin zu allgemein gültigen Gesetzen der Volkswirtschaftslehre ist ein weiter. Die deutsche Historische Schule um Gustav von Schmoller versuchte dennoch, diesen Weg zu gehen. Doch der Ansatz, an Hand historischer Entwicklungen und ethischer Moralvorstellungen staatliche Institutionen zu fordern, führte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum so genannten „Werturteilsstreit“, den die Historische Schule gewisser Maßen „verloren“ hat. Doch ist es in der heutigen Gesellschaft noch angemessen, die Wissenschaft von Werturteilen zu trennen? Wie logisch ist eine Logik, die geschichtliche Erfahrungen außer Acht lassen will?</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-454"></span>Gefühle prägen Bedürfnisse, Bedürfnisse prägen das menschliche Handeln. Sie treiben den Fort-schritt an, den wirtschaftlichen, vor allem aber auch den sozialen Fortschritt. Und so wie sich in Darwins Evolutionsszenario vorteilhafte biologische Eigenschaften in der Entwicklung des Men-schen durchsetzen, so setzen sich auch vorteilhafte Verhaltensweisen im gemeinschaftlichen Zu-sammenleben durch. Was dabei wirklich als Vorteilhaft anzusehen ist, kann sich über Jahrhunderte hinweg in der Gesellschaft entwickelt haben. So entstehen, nach Gustav von Schmoller, aus einer „Summe von Gewohnheiten und Regeln der Moral, der Sitte und des Rechtes, die einen gemeinsamen Mittelpunkt oder Zweck haben“ , bestimmte Institutionen und Organe, die dem gesellschaftlichen Zusammenleben einen Rahmen setzen. So sah Schmoller die Hauptaufgabe der Nationalökonomie darin, die moralischen und sittlichen Entstehungspfade gesellschaftlicher Insti-tutionen und Organe zu erforschen, da diese formend für die unterschiedlichen Epochen seien. Im Mittelpunkt der Untersuchungen sollte die Nation als Gemeinschaft stehen, nicht einzelne Akteure.</p>
<h2 style="text-align: left;">Diese Österreicher&#8230;</h2>
<p style="text-align: left;">Die Mitglieder der österreichischen „Grenznutzenschule“ der Nationalökonomie hatten im Gegensatz dazu vor allem das wirtschaftliche Handeln einzelner „rationaler Individuen“ untersucht. Im Rahmen der „exakten Richtung“ der Nationalökonomie stellten sie konkrete Regeln auf. Wesentli-che beobachtbare Verhaltensweisen wurden in Modellen isoliert um allgemein gültige Gesetze über das Verhalten von Individuen zu ermitteln. Normative, auf Werturteilen begründete Regeln zur Steigerung des Gemeinwohls lehnten sie ab.<br />
Im Methoden- oder auch Werturteilsstreit der beiden Gruppen ging es insbesondere auch um die Realitätsnähe der Nationalökonomie. Die eigene Methode galt jeweils als die einzig richtige. Doch in der Rückschau auf beide Vorgehensweisen ergeben sich eben in Bezug auf die Selbstdarstellung als Wirklichkeitswissenschaft gravierende Probleme:<br />
Die experimentelle Wirtschaftsforschung des neuen Jahrtausends widerlegt logisch-rationale Vor-stellungen vom wirtschaftlichen Handeln eines „homo oeconomicus“ immer wieder. Individuen handeln nicht egoistisch-rational, sondern werden von ihren Moralvorstellungen, ihrem Umfeld und ihren Erfahrungen beeinflusst. Auch nutzen sie nicht alle ihnen zur Verfügung stehenden Informationen. Es sind eben unter anderem genau jene von Schmoller beschriebenen Gefühle, die eine ökonomische Gesetzgebung so schwierig machen.</p>
<h2 style="text-align: left;">Hilft alles nichts.</h2>
<p style="text-align: left;">Doch auch der normative Ansatz birgt Gefahren. So sind die auf Erfahrungen basierten Institutionen stark pfadabhängig. Schmollers Behauptung, es handele sich bei seinen Schlussfolgerungen nicht um „subjektive Anläufe“, sondern vielmehr um objektive Ergebnisse „dessen, was die Erfahrung, die Weisheit der Jahrhunderte in Bezug auf die vernünftige und richtige Behandlung prakti-scher Verhältnisse gefunden“ habe, ist selbst stark subjektiv geprägt. Auch was sich über Jahrhun-derte als akzeptabel oder vorteilhaft herausgestellt hat, ist schlussendlich nichts anderes, als ein Konsens innerhalb einer Gemeinschaft. Hierin liegt auch die Schwäche der Methode, wie sie unter anderem Carl Menger immer wieder kritisiert hat: Es ergeben sich keine allgemein gültigen Aussagen, Ergebnisse sind immer nur für die betrachtete Gesellschaft gültig. So nimmt die Frage nach den richtigen Erkenntnissen fast die Züge eines Konfessionsstreits an.</p>
<h2 style="text-align: left;">Hätte wäre wenn.</h2>
<p style="text-align: left;"><em>Vielleicht hätten sich die Parteien des Werturteilsstreits nicht so sehr auf die Methoden der je-weils anderen konzentrieren sollen, sondern stärker auf ihre eigenen Forschungsergebnisse. Kommen zwei Wissenschaften zu unterschiedlichen Befunden, so muss nicht zwangsläufig eine der Vorgehensweisen falsch sein. Wahrscheinlicher ist, dass auf Grund unvollständiger Informationen falsche Schlussfolgerungen gezogen wurden. So waren die Erkenntnisse der „exakten Richtung“ nur in einer auf konkreten Annahmen basierenden Wirklichkeit gültig, die der Historischen Schule nur in der eigenen.</em></p>
<h2 style="text-align: left;">Tugenden?</h2>
<p>Dennoch – oder gerade aus diesem Grund – erscheinen die von Schmoller aufgestellten Anforderungen an gesellschaftliche Institutionen für unsere eigene Gesellschaft tatsächlich angebracht zu sein. Insbesondere die nur kaum zu vereinbarenden gesellschaftlichen „Tugenden“ von Freiheit und Gleichheit stellt er dabei heraus.</p>
<h2>Freiheit</h2>
<p>„Schrankenlose Freiheit“, wie sie auch die liberale Ökonomie fordern würde, führe zwangsläufig zu Ausbeutung und Unterdrückung der „unteren Klassen“ und sei daher abzulehnen. Diese normative These, hinter der sich durchaus ein Sozialist vermuten lässt, hat sich nicht nur empirisch bewahrheitet. Sie behält auch in der Ökonomie der Gegenwart ihre Gültigkeit. Würde beispielsweise am Arbeitsmarkt ein Gleichgewicht über die Anpassung der Löhne hergestellt, hätte das große Arbeitsangebot diese unterhalb des Existenzminimums bewegt. So entwickelten sich die Institutionen des Arbeitsrechts und der sozialen Sicherung und als Organ die Möglichkeit der Ar-beitnehmer, sich zu Gewerkschaften zusammen zu schließen. Das Absinken der Löhne unter das Existenzminimum ohne soziale Absicherung hätte das Verhungern der Erwerbstätigen zur Folge. Da dies die Kaufkraft der „unteren Klassen“ mindert, birgt die „Anarchie des Marktes“, wie Karl Marx es formulierte, auch wertneutrale, ökonomisch erfassbare Risiken. Dem Politiker und Ökonom John Maynard Keynes gelang später in seinem makroökonomischen Modell der Konsumfunktion die formale Herleitung einer mit dem Einkommen fallenden Konsumquote.</p>
<h2>Gleichheit</h2>
<p>Auch die vielfach geforderte Gleichheit griff Schmoller an: Die „Unterschiede der Menschen“ ließen sich nicht leugnen und seien nur mit Gewalt zu beseitigen. Zudem sieht er Einkommen und Besitz, vor allem aber „Differenzierung“, als Motor für „höhere Entwicklung“. Auch an dieser Stelle gibt ihm die Geschichte Recht: Der erst Jahre später aufkommende Sozialismus der Sowjetunion führte nicht nur zu Gewalt und Unterdrückung, sondern auch zu mangelnder Produktivität. Gleichheit im Sinne einer „Ergebnisgerechtigkeit“ führt unter ökonomischer Betrachtung zu fehlenden Leistungsanreizen. Das rationale Individuum, welches die Ergebnisse seiner Arbeit mit weniger produktiven Individuen teilen muss, wird ebenfalls weniger Produzieren, da sein Lohn unter das Grenzprodukt seiner Arbeit sinkt und sich somit seine Leistungsanreize verringern. Auch wenn sich historische und Grenznutzenschule gegenseitig mehr als kritisch betrachteten, kamen dennoch beide Methoden zum gleichen Ergebnis.</p>
<h2>Gerechtigkeit</h2>
<p>Dennoch lässt sich aus diesen Beispielen nicht schlussfolgern, dass die formale Ökonomie alles leisten kann, was die historische Forschung als normativ angemessen ermittelt. Anstelle von Freiheit und Gleichheit sprach sich Schmoller schließlich für das Modell der Gerechtigkeit aus, welches den modernen Ideen von „Chancengleichheit“ vorgreift. Dieses Konzept verlangt die rechtliche Gleichbehandlung aller Menschen, sowohl vor dem Staat wie auch untereinander. Eine allgemein gültige Definition dieser Gerechtigkeit fehlt bei Schmoller jedoch, da die „feineren Gefühle“ und „geläuterten Urteile in Bezug auf das Gerechte“ immer wieder zu unterschiedlichen Ergebnissen führen würden.</p>
<h2>Geht nicht gibts nicht.</h2>
<p>Aus ökonomischer Perspektive hat sich auch bis heute kein Mechanismus zur Herstellung objektiver Gerechtigkeit gefunden und auch normativ konnte man zu keinem Konsens gelangen. Politisch wird sie dennoch angestrebt und im Werturteil eines Großteils unserer heutigen Gesellschaft als erstrebenswert angesehen. Doch auch eine allgemein gültige gesellschaftliche Definition von Gerechtigkeit fehlt bislang. Die Ausrichtung staatlicher Organe und Institutionen auf Chancengleich-heit mag daher normativ geprägt sein, sie ist jedoch von der neutraleren Ökonomie abhängig, um nicht am Effizienzkriterium zu scheitern. Auf der anderen Seite ist auch die Ökonomie von den Werturteilen einer Historischen Schule abhängig, um nicht an den „irrationalen“ Handlungen der Individuen zu scheitern. Die in der Historischen Schule benutzten Werturteile entspringen schließlich den innerhalb einer Gesellschaft entstandenen Werturteilen der Individuen.</p>
<h2>Was ist Wissenschaft?</h2>
<p>Die Vorgehensweise der Historischen Schule mag dem heutigen Verständnis von „Nationalökonomie“ nicht mehr entsprechen, die Frage nach der Wissenschaftlichkeit scheitert daran jedoch nicht. Während zu Zeiten Schmollers die Nationalökonomie noch eine Disziplin an der Schnittstelle von Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften war, ist die aktuelle „Volkswirtschaftslehre“ oder „Ökonomie“ den Wirtschaftswissenschaften zugehörig. Schmollers Ansatz hingegen ist eher der Sozial- und Verhaltenspsychologie, und damit den Gesellschaftswissenschaften zuzuordnen. Allerdings sollte man, gerade in Hinblick auf Politikempfehlungen, den Gesellschaftswissenschaf-ten ihre Wissenschaftlichkeit keinesfalls absprechen. Politik wird nicht nur für die Wirtschaft gemacht, sondern auch und vor allem für die Gesellschaft.<br />
Der Streit um die richtige Methode ist daher obsolet, beide können und sollten nebeneinander praktiziert werden. Der Streit um Werturteile in der Wissenschaft hingegen ist auch heute noch wichtig, denn was eine formale Wissenschaft nicht leisten kann, muss von einer ethischen übernommen werden. Was eine ethische Wissenschaft leisten kann, muss eine formale evaluieren. Beide Wissenschaften stehen nicht entgegengesetzt zu einander, dafür sind sie einfach zu unterschiedlich.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><em>Als Essay bei Dr. Jan-Otmar Hesse  im Hauptseminar zu den Klassikern der Wirtschaftstheorie eingereicht, überarbeitete Version.</em></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/methodenstreit-schmoller.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Masterstudienplatz für alle?</title>
		<link>http://blog.isabellprophet.net/2009/masterstudienplatz-fuer-alle.html</link>
		<comments>http://blog.isabellprophet.net/2009/masterstudienplatz-fuer-alle.html#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 10:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Göttingen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Paderborn]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Master]]></category>
		<category><![CDATA[Masterstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengebühren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.isabellprophet.net/?p=502</guid>
		<description><![CDATA[Auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestags gibt es eine neue Petition zum Thema Masterstudienplätze für alle. Ich halte es weiterhin für einen riesen Fehler, Masterstudienplätze unabhängig von Noten vergeben zu wollen und die Phrase &#8220;unabhängig von Note, Herkunft und sozialem Stand&#8221; ist nichts weiter als deplazierte Polemik. Trotzdem sollte es in meinen Augen möglich sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Petitionsseite des Deutschen Bundestags gibt es eine neue Petition zum Thema Masterstudienplätze für alle.</p>
<p><a href="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/bundestag.jpg"><img class="size-full wp-image-503" title="bundestag" src="http://blog.isabellprophet.net/wp-content/uploads/2009/07/bundestag.jpg" alt="Deutscher Bundestag, ePetitionen" width="277" height="106" /></a></p>
<p><span id="more-502"></span></p>
<p>Ich halte es weiterhin für einen riesen Fehler, Masterstudienplätze unabhängig von Noten vergeben zu wollen und die Phrase &#8220;unabhängig von Note, <em>Herkunft und sozialem Stand</em>&#8221; ist nichts weiter als deplazierte Polemik.</p>
<p>Trotzdem sollte es in meinen Augen möglich sein, dass jeder Student, der gewisse Vorleistungen erbracht hat, auch einen Masterstudienplatz erhält. Insbesondere in Bezug auf die Lehrerausbildung bleibt dies unumgänglich.</p>
<p>Daher, und weils ja irgendwie im Sinne aller ist und bleibt:</p>
<h2>Die Petition im Wortlaut:</h2>
<blockquote>
<div class="normaltext">Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass jeder Bachelorabsolvent einen Masterstudienplatz erhält, unabhängig von Note, Herkunft und sozialem Stand.</div>
<p><em>Begründung</em></p>
<div class="normaltext">Mit der jetzigen Regel, bei der es so organisiert ist, dass nicht alle einen Masterplatz erhalten, steigt der Konkurrenzkampf unter den Studenten. Es geht nur noch darum gute Noten zu erzielen, um einen Masterstudienplatz zu erhalten. Die Möglichkeit Interessen auch innerhalb des Studiums zu vertiefen bleibt aus. Der Bachelor ist meist nicht berufsqualifizierend, sodass die übrig gebliebenen Studenten kaum etwas mit dem Abschluss erreichen können. Zunehmend wird die Qualität sinken durch das angestrebte Ziel, dass die Studenten möglichst schnell das Studium beendet haben müssen. Dies alles ist nicht tragbar, wenn ein Studium interessant sein soll und auf den Beruf vorbereiten soll!</div>
</blockquote>
<div class="normaltext">Und nochmal der <a title="ePetitionen für den Deutschen Bundestag" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=5178" target="_blank">Link</a>.</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.isabellprophet.net/2009/masterstudienplatz-fuer-alle.html/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

