Archive for the 'Ökonomie' Category
Alfred Marshall:Principles of Economics
Wie praktisch ist die Theorie heute?
Alfred Marshall legte in seinem Hauptwerk, den „Principles of Economics“ den Grundstein für viele Instrumente der formalisierten Volkswirtschaftslehre, wie sie heute gelehrt und praktiziert wird. Was er eigentlich wollte, stellte er selbst klar: Die beobachtete Wirklichkeit erklären. Heute grassiert der Vorwurf, die fortschreitende Formalisierung würde sich immer tiefer in Modellwelten hinein bewegen und die Realität aus dem Blickfeld verlieren. Die praktische Verwertbarkeit formal ermittelter Ergebnisse wird in der Forschungsdebatte vielfach angezweifelt. Ist das, was für Marshall nicht mehr als ein Werkzeug war, außer Kontrolle geraten?
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Leidtgedanken keiner Historikerin, keiner Ökonomin, keiner Wirtschaftsjuristin und keiner Ökonometrikerin bei rotem Mond über den Dächern von Göttingen, die irgendwie ganz viel weiß, nichts kann aber am Ende wenigstens schlauer ist als vorher.
Unglaublich.
Die benutzen Quoten zur Messung von Armut.
Tiefe der Armut, Ungleichheit, Subsistenzniveau… Wen kümmerts?
Können wir die VWL als Fach bitte abschaffen? Zählen und ein bisschen Rechnen scheint absolut zu reichen.
Everything I need to know in life I learned in Kindergarten.
Is this guy nuts? He’s got data for 1491?
Well… probably not. I’m just guessing.
Was der rennomierte Harvard-Forscher Jeffrey Williamson am 14. Mai 2009 an der Universität Göttingen vorstellte war vielleicht wirklich nur gut geraten. Vor allem aber war es der “Take-Off” für einen Richtungswechsel in der Ungleichheitsforschung. Sein Ergebnis: Persistent inequality in Latin America is a myth!
Hatte Stalin eine Wahl?
Kapitalisten gegen Arbeiter, es hätte so einfach sein können. Doch Stalins Feldzug gegen die Verschärfung des Klassenkampfes fand auf einem Schlachtfeld mit unscharfen Fronten statt. Zwischen Freund und Feind zu unterscheiden war nicht nur schwierig, es wurde mit zunehmendem Druck seitens der Parteielite auch hinderlich – oder gefährlich. Fernab der ländlichen Wirklichkeit schürte Stalin unter seinen Anhängern eine Angst vor den „Bauern-Kapitalisten“, die vor Ort in Hass, Terror und Massenmord resultierte. Doch Angst mussten Stalins Zeitgenossen auch vor ihm selbst und seinem Parteiapparat haben. Eine Spaltung, die die Wirtschaft des Landes an den Rande des Ruins trieb.
Eine Menge Leute sehen eine Menge Sachen kommen. Und wenn genügend Leute da sind, hat auch immer irgendwer Recht, böse Zungen nennen dieses Phänomen “das Gesetz der großen Zahl” oder “auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“. Eigentlich wäre das egal. Mal geht es bergauf, mal geht es bergab… und durch die inflationäre Berieselung der Massen mit allerlei Konjunkturprognosen haben diese eigentlich fast nur noch Horoskopcharakter.