…aber sie habens ja immerhin einmal versucht.
Ja, ich weiß. Kein Alkohol in Metronom-Zügen, das ist irgendwie nichts Neues mehr. Neu für mich sind aber die spaßig gemeinten Ortsansagen, die laut Presse-Zentrum potentielle Randalierer beruhigen sollen.

Ob das nun funktioniert? Soll mir an dieser Stelle egal sein, bei der WELT wurde genug diskutiert. Bei der (nicht der, der anderen) HAZ gibts die Dinger sogar zum Anhören. Was die Hildesheimer Allgemeine Zeitung da jedoch nicht veröffentlicht, sind Werbe-Einspieler für Bier und Schnaps. Die gibt es auf der Strecke Hannover-Göttingen nämlich ebenfalls auf die Ohren.
In Metronom-Zügen, in denen ohnehin weit übers erträgliche Maß hinaus Ansage-Belästigung betrieben wird, ist die Audio-Werbung ein kein schlechtes Geschäftsmodell. Fällt ja schließlich auch nicht weiter ins Gewicht. Und für Alkohol – na klar! So werden Bedürfnisse geweckt und Sehnsüchte gestärkt. Der metronomfahrende Durchschnittsalkoholiker kann seine Bedürfnisse und Sehnsüchte dann auch direkt befriedigen – nach der Fahrt. Und woanders, bitte.
Danke.

Sven said:
Mich würde bei dem Verbot mal eine Sache interessieren: wie wird das durchgesetzt?
An sich find ich sowas ja unterstützenswert, weil größere Gruppen die Alkohol konsumieren ungemein nervtötend sein können und manchmal nicht nur die Nerven strapazieren.
Aber als Schaffner bzw. Kontrolluer hätte ich nicht zwingend die Chuzpe mich einer Gruppe von alkoholisierten Menschen zu nähern und sie zu bitten, mit ihrem Saufgelage aufzuhören.
Abgesehen davon nutze ich öffentliche Verkehrsmittel zwar nicht wirklich regelmäßig. Aber das nervigste sind für mich immer noch diese Vollzeitspacken die mit ihren Handys anderen Vollzeitspacken dabei zuhören, wie sie andere als Spacken bezeichnen.
Den Konsum von Alkohol erlebe ich eigentlich nie mit (außer vielleicht in den späten Abendstunden, wenn die Studentenschaft sich auf dem Weg in die nächstegelegene Zivilisationsstätte begibt und vorher noch ein bisschen vorglüht, wie es so schön heißt). Vor allem nicht in dem Ausmaße. Find ich schon krass…
Isa said:
Ich fahre häufig mit der Bahn / vor allem mit dem Metronom. Da sitzen eher Männer mittleren Alters und trinken das klassische Feierabend-Bier. Hab ich auch schon gemacht. Aber es geht eben um Hannover-Hamburg Strecken. Da gibts bestimmt auch mal Probleme mit Sport-Fans. Meistens reichts aber, wenn man die nett und beherrscht anspricht. Mit Freundlichkeit wurde noch jedem der Wind aus den Segeln genommen
Ist halt deren Entscheidung, du kennst ja das “Hausrecht”-Spielchen
Bei diesen Werbespots tauschten die ca 500 Studenten in meinem Wagen jedenfalls ziemlich irritierte Blicke. Ob das jetzt Mode wird? Böte sich ja auch für Fahrstühle an.