Meine lieblings-StudiVZ-Gruppe ist ja “Ich mache keine Rechtschreibfehler, ich bin ein paar Reformen weiter”, aber bei den Lesern von Heute kommt man mit dem Argument auch nicht immer weiter.
Ich war zwar nicht einmal gemeint, musste mich aber trotzdem vor etwa einem Jahr der Frage einer interessierten Lerserin stellen: “Deutschunterricht… hatten Sie das in der Schule gar nicht?”
Das Problem ist alles Andere als neu.
So schrieb der “Nordische Mercurius” in seiner ersten Ausgabe vom Januar 1667 auf S. 3:
So geklaut aus Rudolf Stöbers “Deutsche Pressegeschichte”, S. 67.Die einschleichenden Druckfehler / so in diesem / als andern Jahren / wird der geneigte Leser nicht so gar scheel besehen / wann er bedencket / daß solche Arbeit allezeit schleunig beschehen müsse / und die Neubegierge offtmals / sonderlich in den kurtzen Tagen / so vieler Zeit nicht erwarten / um die andere Correctur zu thun.
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