Das ist einer dieser Fälle, in denen ich vielleicht auf meine Mutter hätte hören sollen. Die hat nämlich immer schon dazu geraten, einen möglichst großen Bogen um Online-Käufe zu machen. Aber nein, ich konnte ja nicht hören.

Es gibt im H&M-Onlineshop regelmäßig ganz nette Rabattaktionen. Da H&M ja traditionell auf mich genormt ist, hab ich natürlich auch fleissig bestellt. Zwar hätte ich die Sachen gerne nach Paderborn bekommen, aber da man- und man ist die Eingabemaske – sich weigerte, an eine andere Adresse als meine eigene zu schicken, lief das wohl nicht. Also Göttingen, na wir werden sehen.
Zwei Wochen später, nichts war passiert.
Nein, nichts ist natürlich übertrieben.
Abgebucht war das Geld schließlich trotzdem. Da man sich nicht in der Lage sah, mir eine Paketnummer zu geben, entschieden sich die H&Mler, alles auf Rechnung neu rauszusenden. Bitte, gerne, bevor sie mir das Geld doppelt abbuchen, war es mir so auf jeden Fall lieber.
Und tatsächlich erreichte mich etwa zwei Wochen später ein Paket. Nicht die ganze Lieferung, aber immerhin schon einiges. Ich versuchte es mit Aussitzen, hat auch funktioniert: Weitere zwei Wochen später, noch ein Päckchen. Nur mein Geld, das wollten sie mir wohl nicht wiedergeben. Eine Rechnung auch nicht, aber man ist ja Telekomvorgeschädigt und fragt lieber mal nach.
Antwort: Ihre Rücksendung ist nicht eingetroffen, daher auch keine Rückbuchung. Hä?
Nur die Rechnung, die kam dann natürlich. Ein Euro Rechnungsgebühr dabei, aber wollen wir mal nicht so sein. Bezahlt habe ich es selbstverständlich nicht. Nach einigen E-Mails – die wirklich freundlich waren, kann man nicht anders sagen – erklärte man das Thema für erledigt. Ich hatte meine Sachen, die Schweden hatten ihr Geld.
So weit so… nein.
Etwa einen Monat später tauchte offenbar das Paket wieder auf.
Und ich bekam eine Rechnung über 15 Euro Versand- und Rücksendegebühr.
Und meine Ursprungszahlung wurde zurückgebucht…
… auf Nachfrage wurden besagte 15 Euro dann auch noch ausgebucht.
Ich überwies das Geld also zurück – PLUS Rechnungsgebühr, man will ja zum Ende kommen…
…und bekam für das neue Paket eine Mahnung.
Hallo?
Das erinnert wirklich an die guten alten Telekomzeiten, wo täglich wechselnde Mitarbeiter täglich wechselndes Chaos verwalten mussten – bis ich wohl aus Mitleid meine persönliche Geschäftskundenbetreuerin bekam. Denen fiel es allerdings offensichtlich viel schwerer, gegen ihr System anzukommen, als den H&Mlern. Denn auch, wenn das schwedische System sein Geld nicht ganz wert zu sein scheint, zumindest die Damen und Herren aus der E-Mail-Kundenbetreuung können wirklich helfen.
Theoretisch stehen wir bei Null, aber ich sollte wohl trotzdem gelegentlich meinen Briefkasten kontrollieren…

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