Jan
7
Filed in Medien
“Da wird der Leser doch auf gut-Deutsch verarscht”, sagte mein Bekannter zu mir, und ich musste schlucken. Realen Personen erfundene Geschichten aufdrücken empfand ich als verwerflich. 
Über den umgekehrten Fall, irgendwie reale Geschichten auf erfundene Personen zu schneidern, hatte ich mir nie Gedanken gemacht. “Das ist doch schon an der Grenze zur Fiktion!”
Wie weit dürfen Journalisten eigentlich gehen, wenn sie sich noch guten Gewissens so nennen wollen?
*nur mal laut gedacht…

Thomas Ritter said:
Für einen Journalisten ist es genauso wichtig, die Alternativen des Handelns aufzuzeigen, den Rahmen des Handelns zu beschreiben, also strenggenommen, reflektierend zu schreiben. Reine Fiktion kennt keine Grenze, ist wie eine graue Farbfläche, die bei näherer Betrachtung an den Rändern ausfranst, ihre Farben verändert. Von außen betrachtet mag das dann als Fiktion wahrgenommen werden…die Frage ist richtig gut! Weiter so laut nachdenken…