Entzug hat meine Mama mir geraten. Das war wohl nichts. Vier Mal wurde das Netbook heute bemüht, entgegen der schönen Vorsätze nicht nur für die Uni. Aber dann braucht man ja nochmal dieses und dann noch jenes Programm und einmal am Tag die Mails… äh, ja.
Aber wenn Netbook, Smartphone, Zeitung, Uni-Lektüre und Spanisch-Wörterbuch vor mir auf dem weißen Wohnzimmertisch liegen, wie soll ich dann hart bleiben? Sie verlangen eine Entscheidung von mir. “Die Elfen” liegen im Badezimmer neben der Wanne. Ich nehme die Zeitung. Warum auch nicht. Nichtstun wäre schließlich auch zuviel verlangt für den Anfang.
Über mir wird übrigens staubgesaugt. Wie dreckig muss man eigentlich sein, um eine 40qm-Parkettwohnung drei bis vier Mal pro Woche saugen zu müssen? Ich beschäftige mich mit dem Lissabon-Vertrag, morgen tritt er in Kraft.
Dann muss der iMac doch noch sein. Und das Netbook. Und das Smartphone. Der iMac, um eine DVD abzuspielen. Das Netbook, weils nicht funktioniert und ich Software brauche. Das Smartphone, weil auch das dritte Programm irgendwie zicken macht.
Morgen besser. Vielleicht.
Sven said:
Du beschäftigst dich mit dem Lissabon-Vertrag?
Hast du ihn schon verstanden?^^
Und den ganzen Tag mal abschalten, ist gar nicht so schwer. Einfach vorstellen, was die Leute vor 50 Jahren den lieben langen Tag gemacht haben. Die hatten einen Fernseher wenns gut bei ihnen lief…
… und die 24 Stunden trotzdem irgendwie voll gekriegt.
Die andere Frage die aufkommt, ist, ob man es sich überhaupt noch leisten kann eine Insel der Ruhe zu sein, wenn um einen herum nur Sturm zu herrschen scheint…
… ich halte das für ziemlich aussichtslos, will man nicht von der Landkarte verschwinden.