Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten.
Die Stufen
Im Schnitt verdienen Menschen mit Berufsausbildung etwa 20% (es handelt sich um Durchschnittswerte) mehr als solche ohne. Ob es sich dabei um Arbeitnehmer oder um Personen allgemein geht bleibt uns der F.A.Z.-Artikel leider schuldig, aber schon rein intuitiv wird klar, dass der Unterschied doch durchaus etwas größer sein könnte.
Menschen mit einer höheren beruflichen Ausbildung haben ein zwischen 35% und 41% höheres Gehalt als Menschen ohne jede Ausbildung, zumindest in Relation zu den Ausgebildeten leuchtet das schon ein.
Akademiker resp. Personen mit Hochschulabschluss bekommen etwa 63-67% mehr. Während Berufsausbildungen für gewöhnlich mit Gehaltszahlungen einhergehen, handelt es sich hier jedoch um die Gruppe, mit den höchsten Bildungsausgaben, zunächst mal ein reines Verlustgeschäft. Insbesondere die neuen Bachelorstudenten hören heute bereits zu Anfang des Studiums, dass die Studiengänge nicht darauf ausgerichtet sind, Nebenjobs zu ermöglichen.
Mehr Bildung…
Der Bologna-Prozess (oder auch “Bologna-Scheisse”, wie ein ehemaliger Dozent von mir es nannte) brachte uns nun noch mehr Abstufungen. Zum Diplom (eigentlich 4,5 Jahre, gerne mehr) kommt der darunter angesiedelte Bachelor (idR 3 Jahre) und der darüber liegende Master-Abschluss (5 Jahre). Während Diplomanden den Bachelor gerne vom Grundsatz her kritisieren und Bachelorstudenten sich über die anders geartete Arbeitseinstellung wundern scheint den Arbeitgebern im Großen und Ganzen ziemlich egal zu sein, was die Studierendenschaft so treibt.
…gleiches Gehalt?
Der Spiegel sah das 2005 noch etwas optimistischer, die damaligen Master-Studenten kamen jedoch auch zumeist aus dem Ausland, hatten also ein Diplom und einen Masterabschluss. Die Spanne von Bachelor bis zum Master lag damals bei 7.000€. Die F.A.Z. setzt die aktuelle Differenz der Gehälter von Bachelor- und Masterabsolventen auf ca 2.000€ fest – aufs Jahr gerechnet.
…oder mehr Ausgaben?
Ein Ausweg mag durchaus wieder im Auslandsmaster liegen. Im Gegensatz zum günstigen deutschen Studiengebührensystem ist man da jedoch in den beliebten Ländern mit 1.600€ (zum Beispiel Holland) noch gut dabei – in den noch beliebteren Ländern (Beispiel Großbritannien) geht es an einigen Universitäten bei 12.000€ (University of Leeds, 1-Jähriges Masterstudienprogramm) los. Spätestens da meldet sich dann die Armutsdebatte, denn das ist beim besten Willen für sozial-schwache Familien vollkommen undenkbar.
Wasn nun?
Wer eine Laufbahn in der freien Wirtschaft anstrebt wird mit einem Bachelor immer gut beraten sein. Ist ein Master gewünscht kann dieser auch nach dem Berufstieg gemacht werden, zeitliche Beschränkungen gibt es in der Regel nicht.
Für wissenschaftliche Laufbahnen führt am Master kein Weg vorbei, aber wer das anstrebt darf auch eigentlich keinen Gedanken an sein Gehalt verschwenden.
Isa said:
Iz (22:56):
ich bin heute nicht witzig
Iz (22:56):
bei dem Thema kann man sich auch echt über gar nichts lustig machen
Sven (22:56):
is ja auch kein witziges thema^^
Iz (22:56):
o.O
Sven (22:56):
…
Iz (22:56):
DAS war witzig