Archive for July, 2008
Bildung hat eine Rendite von 8%. Das habe ich im zweiten Semester in Makroökonomie gelernt, hat mir in der Klausur jetzt zwar nicht unbedingt geholfen, aber zumindest das Gefühl war ganz gut. Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede. Die sind allerdings manchmal sogar noch kleiner, als sie eigentlich sein sollten.
Steht schon fest. Okay, jetzt nicht konkret oder so. Aber er wird kommen! So habe ich das zumindet in der Schule gelernt. Ursprünglich für den Jahrtausendwechsel angekündigt verschob sich das ganze dann aber doch noch etwas nach hinten, 2010, 2025, je nach Schätzung auch mal eher und mal später, das letzte was ich gehört habe war jetzt 2050. Lässt ja hoffen, bis dahin wird mir der Führerschein wahrscheinlich sowieso schon entzogen worden sein.
Windows 3.1. Schön, damit konnte ich ja noch ganz gut Leben. Allerdings war ich da auch erst sieben Jahre alt. Fünfzehn Jahre später artet die Sache aber doch langsam aus. Web 2.0, während sich regelmäßig Firmen damit brüsten, schon längst auf dem Weg zu 3.0 und darüber hinaus zu sein, 2.0, Business 2.0, Energie 2.0 und Nachwuchs 2.0.x. Und dann halt noch das jeweilige Zweinull des Tages…
Und wenn alles sich sooo stark verändert – und bei laufender Notation kann man das jetzt ja wunderbar verfolgen – darf eines aber auf gar keinen Fall fehlen: Eine ganz neue Business Culture mit dem dazu gehörigem Managementconcept. Da möchte man bei der Aufforderung Stirb Langsam 4.0 am liebsten sagen: “Ist gut, and thanks for all the fish”…
Zugegeben, die Überschrift ist denkbar unkreativ. Bietet sich aber auch irgendwie an, oder nicht? Nach dem mit BSE, Schweinepest, Vogelgrippe und Gammelfleisch die Fleischfresser unter uns hinreichend abgegrast wurden sind jetzt auch die Vegetarier fällig, Käseskandal.
Wir leben in einer ungleichen Gesellschaft, zweifellos. Der Staat ist dafür da, das abzufedern, dafür bezahlen wir ihn. Klappt nicht wirklich gut, wir haben es tatsächlich geschafft, gleichzeitig eine hohe Arbeitslosigkeit, Lehrstellen- und Fachkräftemangel zu bekommen. Außerdem wird die Gesellschaft immer älter, es gibt immer weniger Bürger, die in die staatlichen Töpfe einzahlen können, die Armutsstatistiken gehen immer weiter hoch…
Aber die Arbeitslosenzahlen runter? Hä?